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Starlight Express - G.E.K.U.P.P.E.L.T

von -Maxine-
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
06.01.2012
12.11.2012
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Dinah´s Sicht

„Halt endlich deine verdammte Klappe!“
Unsanft schubste Flat Top mich gegen den nächstbesten Schrank.
„Du bist doch nur eine Frau, warum sollte ich dich bitte schön so behandeln wie meine Freunde?“ „Weil...weil ich deine Freundin bin?“
„Jetzt willst du auch noch frech werden? Ich kann dich verlassen, wann ich will. Dann bist du nicht mehr meine Freundin! Und dann werde ich dich nicht anders behandeln!“
„Warum bist du immer so gemein?“, presste ich unter Tränen hervor.
„Weil ich deine Dummheit nicht mehr ertragen kann!“
„Was habe ich den falsch gemacht?“
„Oh, so einiges! Du kochst genauso schrecklich wie Caboose! Du bist einfach zu nichts zu gebrauchen!“
Mit den Worten verpasste er mir ein blaues Auge, ließ mich los und verließ das Haus.
Ich rutschte an dem Schrank runter und fing an zu weinen.
So mies behandelte er mich immer. Ich hatte schon oft darüber nachgedacht, ihn zu verlassen, aber ich traute mich nicht.
Ich hatte Angst, das er sich dann an mir rächen würde.
Plötzlich klingelte es.
Ich stand auf, wischte mir im Flur vor dem Spiegel die Tränen weg und öffnete die Tür.
Vor mir standen eine völlig besorgte Pearl und eine rauchende Ashley.
„Dinah, was ist passiert??“, fragte Pearl.
„Ach...es ist nichts passiert, wie kommst du darauf?“
„Man hat euer Geschrei bis zu meinem Haus gehört!“
„Und bis zu meinem!“, ergänzte Ashley und warf ihre Zigarette weg.
„Es ist aber nichts“
„Aha und wo hast du das blaue Auge her?“, fragte Pearl.
„Ich bin ausgerutscht“
Ashley drängte sich an mir vorbei ins Haus.
„Hier sieht es ja aus, als hättest du eine Party gefeiert!“, murmelte sie.
Ich ließ Pearl ebenfalls ins Haus und schloss die Tür.
„Dinah, was ist hier passiert?“, fragte Pearl geschockt.
„Gar nichts“
Ich hatte Mühe, die Tränen zu unterdrücken.
„Für gar nichts sieht das aber sehr heftig aus.“, meinte Ashley.
„Du kannst uns die Wahrheit sagen, wir sind deine Freunde!“, sagte Pearl.
„Kann es sein das Flat Top das war?“, fragte Ashley.
„Wie kommst du darauf?“
Pearl sah Ashley, die wieder angefangen hatte zu rauchen, verwundert an.
„Ganz einfach: Wir haben sein Geschrei gehört, Dinah hat ein blaues Auge und das Haus ist total unordentlich. Dinah, du kannst uns nicht anlügen!“
Ich ließ mich auf das Sofa fallen und sah auf den Boden.
„Ja, es war Flat Top. Er hat öfter solche Wutanfälle und dann tut er solche Dinge, aber ich bin mir sicher, das er das nicht böse meint!“
Während ich das erzählte, hatte ich wieder angefangen zu weinen, den ich glaubte meinen eigenen Worten nicht.
Pearl und Ashley setzten sich neben mich und nahmen mich in den Arm.
„Warum hast du uns nicht früher davon erzählt?“, fragte Ashley.
„Ich..ich dachte er hört damit auf“
Auf einmal hörte ich, wie die Tür geöffnet wurde.
Pearl und Ashley standen vom Sofa auf und warteten, bis Flat Top im Wohnzimmer stand.
„Was ist denn hier los? Eine Mädchenparty?“, fragte er scheinheilig.
„Du mieser Steinwaggon! Was hast du getan?“, rief Pearl wütend.
„Gute Frage, was habe ich getan?“
Ashley stieß heftig die Luft aus.
„Willst du uns auf den Arm nehmen? Dinah hat uns alles erzählt!“
Flat Top funkelte mich wütend an.
„Was hat sie denn erzählt? Dinah, was habe ich dir getan?“, fragte er zuckersüß.
„Du brauchst hier nicht den Unschuldigen spielen, Flat Top! Wir werden jetzt nach Hause gehen und Dinah nehmen wir mit!“, sagte Pearl aufgebracht.
„Ihr könnt mir doch nicht meine Freundin klauen! Wann bekomme ich sie denn wieder?“
„Ist ja unfassbar! Wann du sie wiederbekommst? Dinah ist kein Gegenstand, du bekommst sie
nicht  wieder. Du kannst froh sein, wenn sie überhaupt wieder kommt!“
Ich stand auf und stellte mich neben Ashley und Pearl.
„Ich komme nicht wieder, Flat Top!“
„Ach ja? Wo willst du dann wohnen?“, fragte er und offenbarte den anderen seine unfreundliche Seite, die ich täglich erlebte.
„Dinah kann bei uns wohnen, so lange sie will.“, fauchte Pearl.
„Ist Rusty denn überhaupt einverstanden?“
Flat Top schien sich auf der sicheren Seite zu fühlen.
„Rusty versteht das schon. Er ist nämlich, im Gegensatz zu dir, eine gefühlvolle Lok!“
Ashley war während diesem Wortgefecht nach oben verschwunden und kam jetzt mit einer Tasche wieder runter.
„Ich hab deine Sachen gepackt, Süße. Und jetzt lasst uns hier abhauen!“
Mit einem letzten Blick auf Flat Top verließ ich mit meinen Freundinnen das Haus.
Flat Top sah mir hasserfüllt hinterher.
„Ich muss zurück“, murmelte ich ängstlich.
„Was? Damit er dich womöglich noch umbringt? Nein, Dinah, du gehst nicht zurück!“, protestierte Ashley.
„Aber...ich hab Angst. Was ist, wenn er mich umbringt oder so?“
„Das würde dir eher passieren, wenn du zu ihm zurück gehst!“
„Und wenn er sich an uns rächt?“ fragte ich besorgt.
„DINAH! Jetzt beruhige dich. Selbst wenn er sich an uns rächen will, wir haben Rusty und Ashley hat Electra. Ich glaube nicht das er sich mit denen anlegt.“
Ich atmete tief durch.
„Ihr habt ja Recht.“
Wir hielten vor Pearl´s Haus.
„Ich muss nach Hause. Wir telefonieren, okay?“, meinte Ashley und umarmte uns.
Pearl schloss die Haustür auf.
„Rusty? Ich bin wieder da!“, rief Pearl fröhlich.
Sofort kam die Dampflok angerollte.
„Hallo, Süße!....Dinah, was machst du denn hier mit einer Tasche und warum hast du ein blaues Auge?“, fragte Rusty verwirrt.
„Setz dich hin, ich erkläre dir alles.“, sagte Pearl.
„Ist es okay, wenn ich für uns koche?“, fragte ich.
„Dinah, du musst nicht für uns kochen, du bist unser Gast“
„Das wäre das Mindeste, was ich tun könnte“
Ich wartet Pearl´s Antwort nicht ab, sondern ging in die Küche und sah im Kühlschrank nach Essbarem.
Während ich kochte, hörte ich immer wieder, wie Rusty „Wirklich?“ oder „Heiliger Starlight“ sagte.
Um die finsteren Gedanken, die durch meinen Kopf schwirrten, zu vertreiben, schaltete ich das kleine Radio an, das auf dem Fensterbrett neben dem Herd stand.

Now and then I think of all the times you screwed me over
But had me believing it was always something that I'd done
And I don't wanna live that way
Reading into every word you say
You said that you could let it go
And I wouldn't catch you hung up on somebody that you used to know

Na super, da habe ich ja genau das richtige Lied erwischt; dachte ich und schaltete auf einen anderen Sender.



Can't read my, can't read my
No he can't read my poker face
(She's got to love nobody)
Can't read my, can't read my
No he can't read my poker face
(She's got to love nobody)

Wie Recht das Lied doch hatte. Ich würde mich nie wieder auf Flat Top einlassen, ich würde ihm ab jetzt nur noch mein Pokerface zeigen.
Als ich fertig mit Kochen war, brachte ich das Essen rüber ins Esszimmer.
„Pearl, Rusty, Essen ist fertig!“, rief ich.
Die beiden Züge kamen die Treppe runter gerast, als hätten sie drei Jahre nichts gegessen.
„Danke, dass ich bei euch wohnen darf“, murmelte ich.
Pearl lächelte mich an.
„Kein Problem. Ist doch super, das du bei uns wohnst. Jetzt sehen wir uns jeden Tag und wir müssen nicht mehr mit einander telefonieren, das spart Strom!“
Rusty fing an zu kichern.
„Typisch Frauen“, raunte er und fing mit dem Essen an.
Ich sah Pearl noch einmal an, dann fing auch ich zu essen an.
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