Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Origin of Open House

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Freundschaft / P16 / Gen
06.01.2012
04.03.2012
9
11.462
1
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
06.01.2012 1.397
 
Disclaimer: die verwendeten Hauptcharaktere gehören nicht mir, sondern M. Ellis & S. Morgenstern (bzw CTV, CBS)
Die erfundenen Charaktere sind von mir, gehören mir und ich bezwecke mit dieser Story kein Geld zu verdienen.
     .) Ich habe, zwar schweren Herzens aber dennoch, Lou weggelassen, da mir die anderen Charaktere vertrauter sind
     .) Dean sowie Clark sind schon etwa 18, also ein bisschen älter als in der Serie
     .) die gesamte Story spielt etwas nach Lou’s Tod
     .) da es sich um meine erste fanfic handelt, sind eure Reviews umso wichtiger =)
Wünsche viel Spaß!



„Ein ganzes Wochenende lang, Wahnsinn. Ich kann es immer noch nicht fassen!“, stöhnte Sam vor sich hin, während er mit Wordy gemeinsam einen großen länglichen Tisch auf das riesige Areal hinter dem SRU-Hauptgebäude schleppte. Die Wiese war schon mit etlichen Bänken, Tischen und Grillgeräten belegt worden. Überall liefen Officers, deren Freundinnen oder auch Ehefrauen herum, die Essen und andere Dinge brachten. Einige von den Spezialkräften waren in ihren Zivilklamotten da, anderen hatten ihren Uniformen an.
„Ja, weil der Polizeipräsident denkt, dass man mit einem Wochenende Tag der offenen Türe unser Image verbessern kann. Ist doch Quatsch.“ Wordy setzte den Tisch im Gras ab.
„Weil es dafür schon zu spät ist?“, fragte Spike grinsend und setzte sich auf die schmale Holzbank, die er gerade neben den Tisch stellte.
„Ich denke Wordy hatte eigentlich gemeint, weil es da nichts zu verbessern gibt. Constable, was haben sie denn für einen Meinung von uns?“, witzelte Ed ernsthaft, indessen er mit der zweiten Bank eintraf. „Außerdem was kann denn besser sein, als ein freies Wochenende? Die ausgewählten behördlichen Außenstellen sind die drei Tage verantwortlich und übernehmen mögliche Einsätze. Und falls es wirklich ein Einsatz für die SRU ist, steht Team Drei zur Verfügung.“
Spikes Mund verzog sich zu einem breiten Grinsen. „Ja, richtig. Die fahren jetzt Streife. Okay, ich beschwere mich nicht mehr“ Spike blickte sich kurz um, betrachtete das große Beisammensein seiner Kollegen auf dem Areal und verzog dann das Gesicht. „Nur das wir Möbelpacker spielen dürfen, davon war nie die Rede!“

Einige beschwerliche Stunden später trafen die ersten Gäste ein. Es war ein regelrechter Ansturm, wobei das Publikum zumeist aus jungen Leuten bestand. Es waren viele potentielle Anwärter, die auf die ‚Vorführungen’ der trainierten Spezialkräfte warteten. Troy und Wordy und einige andere Officers gaben Nachhilfe zum Thema Selbstverteidigung und zeigten etwas härtere Nahkampf-Tricks an ihren Kollegen. Der Außenschießstand war ebenfalls mit einigen uniformierten Kollegen besetzt, die den Zusammenbau von Waffen und ihre richtige Handhabung erklärten. Am Nachmittag sollte noch eine kurze Vorführung von Abseiltechniken gezeigt werden, zudem einige Möglichkeiten wie man weniger tödliche Mittel einsetzen kann. Einfache Erklärungen zum Intercomsystem der Special Response Unit, Grundregeln beim richtigen Erstellen eines psychologischen Profils, die Vorstellung der gut gerüsteten Chevrolets Suburban und technisch ausgestatteten Trucks waren Hot Spots des Publikums.
Gegen Mittag kehrte Ruhe ein. Die Juli-Sonne befand sich auf ihrem höchsten Punkt und brannte auf die teilweise erschöpften Spezialkräfte sowie hungrigen jungen Männern und Frauen nieder. Die Grillmeister hatten viel zu tun. Auf dem längsten Tisch war ein Buffet hergerichtete worden, dass aus Salaten, gegrillten Bratwürsten, Spare Rips aber auch etwaigen Kuchensorten und anderen Dingen bestand. „Sehen gut aus, zart und rosa!“, Sam stand vor einer großen Schüssel mit Koteletts, betrachtete allerdings Jules von der Seite, die sich gerade zu ihm gesellt hatte.
„Findest du? Die Medaillons sehen besser aus.“, sie betrachtete das Angebot vor ihr.
„Nein“, Sam schmunzelte und sah die gut einen ganzen Kopf kleinere Frau im Sommerkleid neben sich intensiver als zuvor an. „Deine Lippen. Du hast heute Lipgloss aufgetragen, das sehe ich selten bei dir.“
Jules erwiderte nun den Blick ihres Freundes. Da er in Jeans und Shirt statt einer Schutzweste vor ihr stand, boxte sie ihn mit ihrem rechten Ellbogen in seine Seite. „Sam! Benimm dich. Nicht hier, nicht jetzt!“, sie lächelte zwar kurz, nahm sich dann aber schnell etwas auf ihren Teller und ließ schließlich den Blondschopf alleine vor dem Buffet zurück. Er hielt sich leicht seine linke Seite, konnte sich aber ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Jules eben.

„Komm schon. Ich sagte dir doch, hier ist keiner.“, konterte Dean und schritt zielstrebig zu der silbernen Tür. Clark stand einige Meter hinter ihm, während er sich zögerlich umsah. Sie waren schon durch das Untergeschoss geschritten, an dem leeren Besprechungsraum vorbei sowie durch den Fitnessraum, in dem sein Dad täglich trainierte. Dean sperrte die Türe auf und schaltete das Licht ein, welches sofort den Übungsschießstand des großen Gebäudekomplexes erhellte. Er drehte sich um, winkte seinen Freund hastig zu sich und beide betraten den Raum. „Wow, das ist ja so cool. Clark, das musst du dir einfach anschauen.“, auffordernd deutete Dean auf die Pappkarton-Figuren am Ende des Raumes. Die ersten zwei in der Reihe hatten unzählige Einschusslöcher im Kopf und Brustbereich. Clark, der sich eben zu ihm begeben hatte, warf immer wieder einen raschen Blick zur Türe. Doch es war niemand zu sehen. „Das du deinem Vater den Schlüssel klaust, ist ja eine Sache. Aber lass uns jetzt bitte gehen. Was willst du denn noch hier? Wir haben doch jetzt eh alles gesehn’!“, raunzte Clark und machte dabei Anstalten zur Tür heraus zu gehen.
„Hej, Clark“ Dean schien die ermahnenden Worte seines Freundes zu ignorieren, „schließ doch mal die Türe. Ich bin auch gleich fertig… Ehrenwort!“
Clark seufzte, schloss die Türe und ging zurück zu seinem Freund, der gerade in seinem Rucksack wühlte. „Und?“, fragte er Dean lustlos, doch dann stockte er und machte einen Schritt zurück. Dean hatte eine mittelgroße Maschinenpistole herausgezogen. „Keine Bange, will nur mal kurz testen. Hier sind Ohrenschützer für dich, fang! Das ist eine Heckler und Koch MP 5 A2, vorhin aus der Waffenkammer geholt ...praktische Universalschlüssel.“, er grinste breit. „Sie hat eine beachtliche Genauigkeit, einen minimalen Rückstoß und eine wahnsinnige Kadenz. Nur leider hat dieses Modell eine starre Schulterstütze. Dennoch, ein klasse Ding!“
Clark hatte keine Ahnung wovon sein Freund redete. Er blickte ihn an, als ob er ihn das erste Mal sehen würde. Dean war ein kluger und netter Junge. Seit er wieder bei seinem Vater wohnte, verbrachten die beiden einen Teil ihrer Freizeit zusammen. Daher kannte Clark schon teilweise die rebellische Art seines Freundes, doch das war ein neuer Höhepunkt. Oder Tiefpunkt, dachte sich Clark still.
,„Dean, bist du verrückt geworden? Lass das sein, gehen wir einfach wieder raus!“. Er betrachtete seinen Freund. Die meiste Zeit konnte man auf ihn zählen, auch jetzt appellierte er an die Vernunft seines Kumpels. Dean winkte grinsend ab, steckte das Magazin in die MP und setzte sich die Ohrenschützer auf. Clark zögerte nicht und setzte sich ebenfalls die Ohrenschützer auf, während das Adrenalin durch seinen Körper gepumpt wurde.

Sam brauchte eine Abkühlung und Erholung von den vielen Leuten. Eben hatten ihn zwei kleine Jungen Löcher in den Bauch gefragt, unterdessen Spike und Wordy sich bei diesem Schauspiel aus einigen Metern Entfernung amusierten. Er betrat das Hauptgebäude und ging in Richtung Fitnessraum.
Dort waren weniger Fenster, als in den meisten Räumen, wodurch sich die Temperatur länger kühl hielt. Plötzlich hörte er leise und dumpf ein rhythmisches Geräusch aus dem oberen Stockwerk und er blieb lauschend stehen. Er runzelte die Stirn. Argwöhnisch betrat der Blondschopf die obere Etage Richtung Schießhalle. Bei der Türe angekommen, hielt er kurz inne. Mit einem bedenklichen, komischen Gefühl öffnete er.
Ohne weiters Zögern ging er schnellen Schrittes an Clark vorbei, der erschrocken zur Seite trat, um schließlich neben Dean stehen zu bleiben. Der Junge hielt entsetzt die feuernde Waffe fest. Die Schüsse waren laut, doch als Dean ihm zu schrie Sie klemmt. Keine Ahnung, was ich machen soll. Hilf mir, bitte!, agierte er sofort. Sam griff über die Arme von Dean und versuchte einen Hebel herunterzudrücken.
Dean verkrampfte sich. Augenblicklich rutschte seine linke Hand ab, der Lauf der Waffe neigte sich gegen die Decke. Sam reagierte sekundenschnell und versuchte die Waffe an sich zu nehmen, bis die Munition zu Ende ging. Es konnte nicht mehr lange dauern, dachte er sich. Doch in dem Gerangel verlor Dean endgültig den Halt.
Der Lauf der Maschinenpistole schwenkte mit voller Wucht nach links, schoss in die Trennwand und dann Richtung Tür, wo Clark gestanden hatte. Splitter flogen herum. Im nächsten Moment hielt Sam die Waffe in seinen Händen, die zugleich verstummte. Der letzte Schuss hallte noch durch den riesigen Raum. Sams Stirn war nass geschwitzt. Er versuchte gerade die auf den Boden geneigte Maschinenpistole zu entsichern, als Dean aufschrie.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast