Heimkehr

KurzgeschichteAllgemein / P16
Alice Der Verrückte Hutmacher
04.01.2012
04.01.2012
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Ich sah noch einmal auf den zuckenden Körper und sah wie der Mistkerl seine Augen mit entsetzen und schrecken auf mich fixiert hatte. Ein steifer Ausdruck lag auf meinem Gesicht und ich ging zu ihm um vor ihm in die Hocke zu gehen: „Du hättest mich nicht versuchen sollen mich zu vergewaltigen.“ Als er aufhörte sich zu bewegen stand ich auf und verlies diesen Ort an dem ich gerade durch Magie einen Mord begangen hatte. Ich zog meine Kapuze noch tiefer ins Gesicht um mich vor dem Regen zu schützen und um mein Gesicht zu verbergen. Ich wandelte durch die dunkel, verregneten und schmutzigen Straßen Londons um nach Hause zu gelangen. Ich dachte noch einmal daran wie ich den Fluch über den Kerl gelegt hatte. Wäre er kein Verbrecher gewesen hätte der Fluch ihn verschont. Ich schloss meine Haustür auf, trat herein und hängte meinen durchnässten Mantel an den Kleiderhacken. Mein Kopf schmerzte von den Erinnerungen an die viel zu vielen Opfer des Mannes die ich gesehen hatte. „Magie ist tückisch“, der Hutmacher stand in der Tür der Stube und hatte die Arme vor der Brust verwoben. Mein Blick verdunkelte sich: „Ich weis.“ Er kam zu mir hob mich auf seine Arme und trug mich in die Stube da er wusste das ich nicht mehr laufen konnte.

Der Hutmacher legte mich auf das mit rotem Samt bezogene Sofa und stellte mit einen Tee auf den kleinen Beistelltisch. „Du hast mich schon erwartet?“, fragte ich mit hochgezogener Augenbraue. Er lächelte frech und schürte das Feuer in dem großen offenen Karmin nach. „Wie jedes mal wenn ich spüre das deine Magie aktiv ist.“, er setzte sich in den rot bezogenen Sessel zu meinen Füßen und sah mich ruhig an, faltete aber nervös seine Hände auf dem Bauch, „Wie schlimm war es?“ Ich schloss die Augen und atmete einmal durch und spürte wie langsam die Wärme des Feuers in mich kroch: „Ein Mann verfolgte mich. Also lief ich in eine der vielen dunklen Gassen Londons und warf den Fluch auf ihn. Er wollte mich vergewaltigen seine Psyche war so schnell geknackt das mich seine Erinnerungen, an seine Opfer, so schnell überfielen das ich mühe hatte bis hier her zu gelangen. Es waren so viele Mädchen manche sahen aus wie gerade 13 Jahre alt. Diese Ausgeburt aus der Hölle macht mich krank.“ Der Hutmacher atmete aus und sah mich böse an: „Ich habe es dir schon oft genug gesagt Alice, geh nicht alleine aus dem Haus du lässt mich dich nicht begleiten nun siehst du was passiert.“ Ich schloss die Auge: „Ich weis.“ Der Hutmacher stand auf und hielt mir meinen Tee hin ich trank ihn in einem Zug aus. Als ich fertig war nahm er mir die Tasse ab und stellte sie weg. „Du weist ich meine es nur gut.“, sprach der Hutmacher leise und traurigem Blick. Ich hob die Hand um seine Wange zu streicheln: „Ich weis. Ich sollte öfters auf dich Hören aber du kennst mich. Mein >Mehrsein< ist da manchmal ein Hindernis das mich unvorsichtig werden lässt.“

Der Hutmacher nahm mich auf seine Arme und trug mich in unser Schlafzimmer, dort legte er mich auf das Bett, legte sich neben mich nahm mich in den Arm und deckte uns mit der warmen Decke zu. Ich sah mich im Zimmer um: „Hutmacher. Wir sollten zurück gehen.“ Er rührte sich nicht: „Wohin?“ Ich sah ihn böse an: „Ins Wunderland. Ich weis du bist hier nicht glücklich und das möchte ich nicht. Ich glaube auch das es uns dort besser gehen würde. Denk an die Wälder, Absolem, die Grinsekatze, den Märzhasen und das weiße Kaninchen. Alle zusammen du brauchst sie uns geht er hier nicht gut.“ Der Hutmacher schwieg. „Ich habe recht morgen gehen wir. Nicht nur wegen den anderen oder der Orte sondern wegen uns. Meine Magie belastet uns und vor allem dich zu sehr ich kann damit nicht umgehen und wenn wir zurück kehren verliere ich sie. Uns geht es dann besser.“ Ich sah nur die Tränen wie sie über die Wangen des Hutmachers liefen: „Ich muss für dich morgen noch einen schönen Hut machen, der dein Haupt schmückt und deine Schönheit noch mehr hervorhebt.“ Ich lächelte und küsste ihn sanft auf die Lippen. Wir küssten uns sanft in den Schlaf.

Am nächsten Abend standen wir am Loch, dem Eingang zum Wunderland. Der Hutmacher war nervös man sah es ihm an. Ich lächelte und nahm seine Hand: „Wir sind gleich wider zuhause.“ Der Hutmacher zog mich an sich und küsste mich noch einmal. Dann sah er mich an und wir sprangen nach hause.