Yamatos Verlust

GeschichteSchmerz/Trost, Tragödie / P12 Slash
03.01.2012
03.01.2012
1
348
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
03.01.2012 348
 
Dunkelheit umschließt mich,
kalt und schwer ergießt sich,
der Regen auf das Glas.
Ich fühle pure Trauer,
bin eingeschlossen,
eingeschlossen in die Mauer,
die mir meine Tränen bauen.
Unmöglich je wieder zu lächeln,
je wieder nach vorn zu schauen.
Was mach ich nur,
ohne dich?
Dein Blut,
es klebt an meinen Händen.
Ich kann es niemals von mir wenden,
das Wichtigste blieb ungesagt,
die Sorge nie ward klar geklagt.
Stets hatte ich Angst um dich,
sie zerfraß, verletzte mich.
Das alles nur für dich.
„Ich will dich nicht weinen sehen“,
hast du zu mir gesagt.
„Wie soll das möglich sein?“,
hab ich dir geklagt,
denn du musstest von mir gehen.
Ich weiß nicht, was du von mir denkst,
ob du mir Gefühle schenkst,
ob du dich in Pflicht verfängst,
William,
ich weiß es wirklich nicht.
In mir ist nur die Leere.
Leere und die kalte Schwere,
die mich auszufüllen scheint.
Hände krallen sich ins Kissen,
die Seide ist schon fast zerrissen,
verschlissen sind auch die Emotionen,
für was soll sich das Leben lohnen,
Ohne dich an meiner Seite?
Der Regen klopft weiter an die Scheiben,
reflektiert mein Leiden,
traurig klopft nun auch mein Herz.
ein totes, blutendes, Bankett,
der Tisch gedeckt nur für den Schmerz.
Meine Tränen fließen unaufhörlich,
ich brauch dich,
denke ich
begehrlich
und voll kalter Gewissheit.
Vorbei ist sie die Zeit,
als du mich belohntest,
mich von Spott verschontest,
mir das gabst, wonach ich mich so sehr sehnte.
William…bitte, bitte geh doch nicht!
Stirb nicht in meinen Armen!
Lass mein Herz nicht sterben!
Zu spät.
Dein Körper liegt in kalter Erde.
Die ich niemals sehen werde.
Wie könnte ich?
Ich kann es nicht!
Kann deinen Namen nicht ertragen,
in kalten Stein schon eingegraben.
Mein Schluchzen schüttelt mich,
fast schon, Liebster, glaube ich,
es will mich ersticken.
Mit jedem Tropfen Regen,
der Pflanzen liebster Segen,
vergrößert sich mein Leiden.
Unaufhörlich schrumpfe ich.
Lasse mich einfach treiben.
In tiefer schwarzer Trauer.
Nein, es darf nicht sein!
Stirb nicht!
Du kannst nicht tot sein, bitte nicht!
Doch dann wird es mir klar:
Nun bin ich allein…
Review schreiben