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Söldnerdasein

von ashtrails
GeschichteFantasy / P16 / Gen
03.01.2012
10.04.2012
6
24.564
 
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03.01.2012 436
 
Vorwort



Holy Fuck!
Aber dazu später.
Passiert vielen von uns: Wir räumen unsere Festplatte auf und stolpern über den, in Ermangelung eines besseren Wortes, Giftschrank.
Knapp zehn Jahre ist es her, dass die Zeilen da unten ihren Weg auf digitales Papier gefunden haben.
Schien mir, als würden die Buchstaben mich beobachten, gefangen in einer Mischung aus Angst, verwirrter Wut, aber auch Neugier wegen des Lichts, dass da plötzlich wieder in ihr dunkles, seit Jahren unberührtes Refugium fiel.
'Holy Fuck' und andere Sachen gingen mir dabei durch den Kopf, die ein Schmunzeln über Mein Gesicht wandern ließen, angefacht von vornehmlich belustigtem Zweifel, darüber, wie ich einmal geschrieben habe.
Nichts besonderes eigentlich. Jeder der schreibt hat auch diese Relikte aus einer Zeit in der noch anders geschrieben wurde.
Als man sich noch keine Gedanken darüber gemacht hat, was es gibt und was nicht, ob High Fantasy nun eine so gute Idee für das DSA Universum ist, oder wo nun eigentlich welcher Fluss liegt, ob es dort ein Dorf gibt oder welches Jahr diese Welt eigentlich schreibt, als ohne schlechtes Gewissen Raubbau mit Intertextualität getrieben werden konnte und "show, not tell" keine Regel, sondern eine Patrone im Revolver der eigenen Intuition sein durfte.
Und da liegt dann doch das Besondere.
Eine meiner ältesten Geschichten in der Welt des Schwarzen Auges, die mir zeigt welchen Weg ich gegangen bin, wo ich falsch trat, aber hier und da auch echt schöne Aussichten dabei hatte.
Eine uralte Maschine, krude, ratternd, aber mit unverwüstlichen Teilen, deren Design sich Verändert (bewusst nicht 'verbessert') hat.
Im Vergleich mit allem was ich jetzt mache, merke ich nicht nur einen technischen Unterschied, ich sehe auch die Aspekte, die ich verloren habe und vermutlich nie wieder erlange.
Wie die Leichtherzigkeit, mit der dieser Text geschrieben wurde, die ich durch eine veränderte Weltsicht und auch Arbeitsweise nicht mehr greifen kann.
Genau wie die Dinge, die sich auf der anderen Seite der Münze in deutlicher Prägung noch heute wiederfinden lassen, seien es bewährte Bilder, Phrasen, oder auch Rechtschreibfehler.
Die Geschichte ist, wie sie vor zehn Jahren war, ich habe nichts daran verändert -lediglich das Format wurde angepasst- das wäre ungerecht (nicht einmal den lahmen Titel).
Sie ist hier zu lesen, aus zwei Gründen:
Mir war langweilig, aber mir fehlte Zeit zum aktuellen Schreiben (mein Ich vor zehn Jahren hätte darüber gelacht).
Es war einfach an der Zeit, sie aus ihrem Versteck zu zerren und die Weite des Internets sehen zu lassen, vielleicht auch gesehen zu werden.
Damit schließe ich auch dieses überaus pathetische Vorwort ab und wünsche soviel Vergnügen, wie eben geht.

Cheers
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