ER erledigt seine "AUFGABEN" stets gewissenhaft...

von Psycho93
GeschichteAllgemein / P18 Slash
Berga Gandor Claire Stanfield alias "Vino" alias "Rail Tracer" Firo Prochainezo Graham Spector Ladd Russo Luck Gandor
30.12.2011
30.12.2011
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1.Frühsport

Grauer Nebel lag über dem Zentrum Manhattan`s. Die Sonne kämpfte sich dennoch langsam hinter den meterhohen Wolkenkratzern hervor und tauchte jene in einen goldig schimmernden Glanz.
Dieses Spektakel konnte er nun seit etwa 21 Jahren beobachten, denn so lange lebte er bereits.
Er wuchs in Brooklyn auf, aber was war Brooklyn? Ihm gehörte schließlich die Welt, er war der Gott von jener, sie drehte sich nur um ihn er war der Mittelpunkt von allem, so lebte er und dachte er.
Auf diese Weise rechtfertigte er den frühen Tod seiner Eltern, sie waren ihn nur verschwunden, weil er es so wollte und weil sie ihm im Weg gestanden wären….
Wären sie nicht verschwunden, wäre er auch nie bei seinen Nachbarn den Grandors als vierter Sohn aufgenommen wurden und hätte auch einen anderen Wertegang erlebt.
Nie wäre er im Zirkus gelandet, nie hätte er Ruhm erlangt, Nie…
„Wozu darüber nachdenken, es ist alles so wie ich es will und brauche!“, unterbrach sich der Rothaarige, während er seine Zielperson, die in einem Cafe gegenüber, kaffeeschlürfend mit dem Boss der Dallas saß.
Gelassen hatte er sich im italienischen Restaurant gegenüber verschanzt und wartete auf den richtigen Zeitpunkt um zu zuschlagen, und das schon seit 2 Stunden.
„Wenn das so weiter geht, roste ich noch total ein! Ich will endlich meine Arbeit machen, schließlich muss ich in knapp 3 Stunden Stunden am Bahnhof sein um meiner anderen beruflichen Tätigkeit nach zu gehen.“, meckerte er innerlich und spürte wie sein Blut augenblicklich begann in seinen Adern zu pulsieren. Als sich vor seinen Augen wundervolle Szenen der Zerstörung und Formung abspielten, hörte er  es wie es durch seinen Kopf pulsierte und jeden Nerv in Bereitschaft versetzte, seine Sinne schärften sich und sein ganzer Körper begann vor blutiger Begierde zu erzittern. Er hasste sich, wenn er sich warten ließ, immerhin regelte er die Dinge seiner Welt, allerdings war es auch umso befreiender und intensiver, wenn man zuvor auf die Folter gespannt wurde, wenn man danach lechzte die Sucht zu befriedigen.
Als Auftragsmörder hatte ein hervorragendes Ventil gefunden um in seinem anderen Beruf durch seine „Sonderbarkeit“ nicht aufzufallen. Schon seit vielen Jahren arbeitete er für seinen „Stiefbruder“ Luck Grandor, jener hatte als Boss das Familiengeschäft übernommen, und übermittelte gern ein paar Aufträge an seinen „kleinen Bruder“.
Luck war nach seiner Meinung nach, die beste Wahl des alten Grandors gewesen, denn Luck war intelligent, konsequent und absolut präzise. Er war ein feiner Kerl, dem jede Frau verfallen würde, mit seinen kurzen dunkelblonden nach hinten gegellten Haaren und dem dunklen Anzug, allerdings hätte er dennoch keine Chance gegen den Rothaarigen, denn Vino, wie er in Fachkreisen bekannt war, gehörte die Welt und damit alles was auf ihr lebte.
Verschmilzt grinste er als er seine Leibspeise betrachtete, die der Kellner gerade vor ihm platziert hatte. Der Käse zog lange Fäden und schmiegte sich sanft an die Pasta an, der verführerische Duft ließ Vino für einen kurzen Moment die Gedanken um Luck und der Zielperson, die sich ebenfalls noch einen Bissen genehmigte, vergessen.
„Das wird deine Henkersmahlzeit…“, dachte er amüsiert, während er sich eine Gabel voll Pasta in den Rachen schob und aus den Augenwinkeln seine Zielperson beobachtete, die ebenfalls ihren Imbiss gierig in sich aufnahm.
Innerhalb weniger Minuten hatte er den größten Teil seiner Pasta verschlungen, als er auch schon aus den Augenwinkeln heraus eine Bewegung wahrnahm, man machte sich zum Gehen bereit, zog sich die Mäntel über und trat aus der Lokalität auf die Straße die mittlerweile hell erleuchtet war.
Als man sich voneinander verabschiedete und in getrennte Richtungen weiterlief, vergewisserte er sich ob die Zielperson auf ihn aufmerksam geworden war oder nicht, als sich jedoch keine Anzeichen dessen bemerkbar machten, machte auch er sich bereit.
Schnell zog er einen Bündel Scheine aus seiner Tasche, warf sie achtlos auf den Tisch, und nahm die Verfolgung auf, während er seiner übrig gebliebenen Pasta nach trauerte.
Gerade bog die Zielperson um eine nach rechts in eine Gasse, jene welche sie immer benutzte um nach Hause zu gelangen.
„Hat sich das beschatten ja mal wieder gelohnt…“, lobte Vino seine harte Beschattungsarbeit, während er in einem gut bemessenen Abstand folgte.
Die Gasse war eng und so düster als wäre der Tag noch nicht herangebrochen, so vermieden die Leute auch jene als Abkürzung zu nutzen und diente somit perfekt seinen Zwecken.
Sein Grinsen wurde breiter, seine Augen glitzerten vor Mordbegier und sein Körper erschauderte in gieriger Erwartung auf das Folgende.
Blitzschnell verschwand er im Dunkeln, jedoch nicht wie es normal ist indem er über die Erde lief sondern indem er zwischen den Hauswänden sich nach oben hangelte und die Verfolgung fortsetzte.
Genau in der Mitte der Gasse, in welcher sich die Zielperson am sichersten fühlte und nicht mit einem Angriff rechnete.
Für einen kurzen Moment hielt die Zielperson inne, von unsicherer und unheilvoller Vorahnung überkommen, wandte sie sich in alle Richtungen um.
Konnte jedoch nicht ausmachen wodurch das unwohle Befinden hervorgerufen wurde. Vino hingegen, befand sich direkt über seiner Beute, die einem im Spinnennetz zappelnden Falter ähnelte, der sich seiner Lage viel zu spät bewusst wurde.
Vinos Blut pulsierte, es war ein Rusch, eine Sucht, die nur durch den grauenvollen Tod der Zielperson gestillt werden konnte.
Speichel erfüllte seinen Mund, in hungriger Erwartung.
Er konnte das viel zu süße Aftershave riechen, den Angstschweiß der Person spüren, die Angst und die Gedanken in seinen Augen sehen.
Nun sah die Beute unheilvoll langsam nach oben und damit direkt in seine rotglühenden Augen bevor sie ohne einen einzigen Schrei in die Dunkelheit gehüllt wurde und verschwand. Sein Tagwerk nahm etwa 4 Stunden in Anspruch ehe seine blutiger Rausch verglommen war, bereit jederzeit erneut auszubrechen.
Erneut zu erzittern, erneut zu jagen, erneut durch Mord das Bedürfnis zu befriedigen.

Es war einige Zeit vergangen, seit seinem Frühsport. So befand er es für richtig in einem kleinen Cafe in der Nähe der Gasse niederzulassen und die Polizei bei ihrer einzig wirklich wichtigen Aufgabe, die Vino ihnen als Gott der Welt zukommen ließ, zu beobachten.
Einige der blauuniformierten Männer waren Frischlinge gewesen, was leicht den ihren eilenden Schritten weg von der Gasse, zu einer Mauer und den darauffolgenden Würgegeräuschen, unschwer zu erkennen war.
„Haben Sie schon einmal so etwas gesehen, Chef?“, fragte einer der noch standhaftgebliebenen jungen Burschen den Oberkommissar.
„Ja, leider viel zu oft, obwohl dieser Kerl, Tom Ramirez, es verdiente so zu enden. Er ist ein bekannter Menschenhändler, der auch in vielen anderen krummen Dingern verwickelt ist. Dass er nun ebenfalls hier in der Gosse endet ist reine Ironie.“, äußerte sich der Chief ohne den Blick von dem Toten, von welchem dank Vino und dank streunenden Hunden kaum etwas übrig geblieben war, zu wenden.
Durch diese Art des Lobs erfuhr Vino eine ungeahnte Anerkennung, die ihn zu immer „kreativeren Arbeiten“ motivierte.
Leider konnte er dem Spektakel nicht mehr lange beiwohnen, denn er wollte schließlich seinen Zug nicht verpassen, der ihn zu seiner nächsten Zielperson bringen würde und natürlich wollte er Tony, seinen Mentor, nicht durch Unzuverlässigkeit enttäuschen.
So bemühte er sich auf, nachdem er seine Rechnung, nun in vollkommener Ruhe, beglichen hatte und dem Kellner ein nicht zu verachtendes Trinkgeld gegeben hatte. Als einer der jüngeren Burschen ihm mit kreidebleichen Gesicht entgegen kam, grüßte er freundlich mit den Worten: „Guten Tag Officer, sie sehen aber heute ungesund aus, sie sind ja leichenblass…..“
Ein betrübter, müder Blick und ein ebenso trostloses Nicken war die Antwort.
Vino hatte irgendwie das Gefühl als würde der heutige Tag einer der wohl schönsten Tage seit längerer Zeit werden.
Wie er doch seine Welt liebte, wie er doch den Gott seiner Welt, sich, liebte. Zum Glück gab es genug Fehler die er seiner Welt ließ, damit er sie ausmerzen konnte.
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