Forever and ever Amen

von Rebbi
GeschichteDrama, Romanze / P16
Beth Turner Mick St. John
29.12.2011
13.07.2013
13
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Hallo, zusammen.
Ich habe diese Fanfiction vor einer Weile geschrieben und hoffe, dass sie euch hier gefällt.
Ich würde mich riesig über Feedbacks freuen.
Danke im Voraus.
Liebe Grüße,
Rebbi

P.S. Header folgt demnächst ;-).


Kapitel 1


Ich genoss es unendlich Micks Lippen auf meinen zu spüren. Es war die Erlösung all meiner Sehnsüchte. Es war das, worauf ich die ganze Zeit gewartet hatte. Die ganze Zeit, als er noch gesagt hatte, dass er Zeit brauchte, um sich alles zu überlegen. Dabei hatte ich doch die ganze Zeit zuvor schon gespürt, dass da mehr zwischen uns war. Allein dieses Knistern. Und jetzt war es wieder da. Angenehmer und wärmer denn je. Bis jetzt, als er wieder von mir abließ…

„Was ist…?“, fragte ich fast enttäuscht und öffnete meine Augen zaghaft blinzelnd. „Ich wollte nur wissen, ob ich dich nicht überrumpelt habe“, hauchte Mick mich an und lächelte. Oh, dieses Lächeln. Da war er wieder, der Mick St. John-Charme, ganz berühmt und berüchtigt. Ich sah es nicht mehr, als ich meine Augen wieder schloss. Und ich tat es nicht ohne Grund. Seine Lippen lagen wieder auf meinen, so unendlich samtweich, dass ich tatsächlich daran zu zweifeln vermochte, ob das hier der Wirklichkeit entsprach. Ich wollte es kaum glauben, doch es musste wirklich sein.

„Beth…?“, ich zuckte leicht zusammen, als seine Stimme so liebevoll erklang. Vorsichtig öffnete ich meine Augen und blickte in das Gesicht des Mannes, den ich liebte – einen Vampir.

„Was denn?“, wisperte ich und sah ihn lächelnd an. Ich konnte gar nicht anders, viel zu glücklich war ich. Es war, als träumte ich das alles. Doch es schien wirklich alles Realität zu sein. Obwohl – vielleicht sollte ich mal kneifen? Ich tat es. Das Bild vor meinen Augen verschwamm nicht, alles blieb. Dann musste das hier die Wirklichkeit sein. Wie schön sie doch sein konnte.

„Du musst sagen, wenn du irgendetwas nicht willst, ja…?“

„Ich will alles, was du willst…, glaub’ ich…“, murmelte ich und grinste hoch in sein Gesicht. Er lächelte und zog mich damit wieder einmal in seinen Bann. Und das konnte er gut!

Ich seufzte und beugte mich vor, um diesmal den ersten Schritt zu tun. Mick jedoch wich vor mir zurück. Ich runzelte die Stirn und sah ihn fragend an.

„Ich glaube, wir sollten es langsam angehen lassen, Beth…“, langsam angehen lassen? In mir kam augenblicklich eine Wut hoch. Das konnte unmöglich sein Ernst sein! Warum hatte ich denn die ganze Zeit auf ihn gewartet, wenn jetzt alles gut zu werden schien…und doch nicht?!

„Guck’ nicht so…“, kam es von ihm und ließ mich für einen Moment meine Wut vergessen. Aber auch nur, weil er sprach, wie er eben sprach. Mit samtweicher Stimme und so unheimlich niedlich, dass ich mich seiner Aufforderung gar nicht widersetzen konnte. Sofort versuchte ich meine Miene neutral zu gestalten.

„Ich meine das…, wenn du das willst.“

„Was willst du…?“, fragte ich demonstrativ. Das drückende Gefühl in meinem Magen war plötzlich wieder abgeflaut. Es war einfach nur so, dass ich definitiv wissen wollte, woran ich hier nun mit Mick war.

„Ich will dich…, ich liebe dich. Das habe ich dir gesagt.“

„Ich liebe dich auch…“, flüsterte ich und konnte es nicht lassen. Ganz entzückt, vielmehr verzaubert von seinem Vampir-Charme trat ich auf ihn zu, strahlte zu ihm hinauf.

„Ich küsse dich jetzt, okay…? Und dann will ich keine Beschwerden mehr hören, ja?“

„Was denn für Beschwerden? Ich habe mich nie beklagt, Mick, ehrlich.“

„Ja, ja“, säuselte er nur und trat mit seinen glänzenden Augen, die er auf mich hinabgerichtet hatte, einen Schritt auf mich zu. Ich lächelte mehr in mich hinein, als zu ihm hinauf. Dann hob ich meinen Kopf aber gänzlich, ließ meine Hände seinen Kragen hinaufgleiten und zog ihn sanft, aber bestimmt an mich. Ich hörte ihn kurz in den Kuss kichern, es feuerte mich nur noch mehr an. Ich ging mehr in den Kuss hinein, ließ mich von der Hitze, die mich augenblicklich umgab, leiten. Es war so schön, es war befreiend. Aber…war es auch endgültig? War es das, was ich wirklich wollte?


„Beth…?“, seine warmherzige Stimme. Und in meinem Ohr kitzelte es. Das war es, was mich am nächsten Morgen langsam aus dem Schlaf geleitete. Es war schön, aber vor allem der schönste Morgen seit…Monaten.

„Mick…?“, murmelte ich und versuchte blinzelnd einen klaren Blick vor Augen zu bekommen. „Ja, ich bin hier.“

Ich seufzte und setzte mich auf, als mir der genüssliche Duft von frisch gebrühtem Kaffee in die Nase zog. Sofort riss ich die Augen auf und sah mich nach der Quelle des Duftes um. Ich fand sie bei Mick. Er, auf der Bettkante sitzend, hatte ein Tablett auf dem Schoß. Darauf war nicht nur Kaffee zu finden, sondern ein Croissant. Das perfekte Frühstück, seufzte ich in Gedanken, während ich meine Hand ausstreckte, um nach der Tasse zu greifen. Im gleichen Moment überfiel mich allerdings die Müdigkeit noch einmal und ließ mich herzhaft gähnen. Mit der linken Hand hielt ich mir den Mund zu. Meine rechte stieß jetzt mit etwas zusammen. Als das Gähnen vergangen und ich wieder ganz bei mir war, nahm ich wahr, dass es Micks Hand war.

„Was ´n los?“, nuschelte ich noch etwas weniger wach. „Du solltest erst zu Ende gähnen. Nicht, dass du die Tasse umstößt.“

„Ich bin normalerweise ja eher nicht ungeschickt“, ließ ich ihn leicht tadelnd wissen, nahm mir jetzt meine Tasse und nippte begierig daran. „Na, da habe ich aber einen anderen Eindruck. Immerhin hast du gerade die erste Nacht mit einem Vampir in einem Bett verbracht. Das sollte dir schon Sorgen genug machen. Oder…tut es das etwa nicht?“

„Ehrlich gesagt nein“, erwiderte ich grinsend, nahm noch einen tiefen Schluck aus der Kaffeetasse, ehe ich sie vorläufig erst einmal wieder auf das Tablett in Micks Schoß stellte, der dieses jetzt beiseite – auf den Nachttisch – stellte.

„Na, dann aber spätestens, sobald du mit mir geschlafen hast“, raunte Mick, beugte sich über mich und grinste mich an. Er wusste, dass er in dieser Position alle Möglichkeiten hatte. Und doch fühlte ich mich sicher, denn mir war bewusst, dass er das so niemals ausnutzen würde. Er würde nie etwas tun, was ich nicht wollte. Oder etwa doch?
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