Shiki: Die Epidemie?!

GeschichteMystery, Fantasy / P16
26.12.2011
26.12.2011
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Zwei Uhr nachts. Um diese Zeit fuhr ein Umzugswagen gefolgt von zwei teuren Autos in das 1.300 Seelendorf Sotoba. Es war sehr ungewöhnlich nachts umzuziehen, aber möglicherweise waren sie bereits im Zeitverzug. Dann wäre es wiederum nicht merkwürdig. Die Wagen hielten vor einer Art Café, dem einzigen im Dorf, jedoch war dieses schon längst geschlossen. Es hatte eine gemütliche Atmosphäre, lud förmlich ein, um einen Kaffee zu trinken und nett zu plaudern.
Doch die Fahrer waren nicht im Kaffee oder an Smalltalk interessiert. Der Umzugswagen hupte und nach kurzer Zeit kamen zwei Personen aus dem Laden, der anscheinend einen Wohnraum über dem Café hatte. Es waren zwei Frauen, die eine war älter und kleiner als die andere. Und hatte definitiv mehr Falten, sowie ergrautes Haar. Die jüngere hatte rötliches Haar und dunkle Augen.
Beide kniffen ihre Augen zu, da die Scheinwerfer viel zu grell waren. Damit sie besser sehen konnte, hielt die größere eine Hand so vor die Augen, dass sie noch etwas drunter hinweg sehen konnte. Allerdings konnte sie kein Gesicht oder überhaupt eine Person erkennen. "Tut mir leid, wir haben geschlossen", erhob sie ihre müde Stimme, die ein wenig kratzig klang und sogleich räusperte sie sich. Die Fahrertür des Umzugwagens wurde geöffnet und sie sah eine Hand, mehr eine Pranke. Die junge Frau war plötzlich hellwach und wurde misstrauisch, sogar etwas ängstlich. Die alte Frau dagegen, stand in der Tür und war kurz vor dem Einschlafen. "Tut mir leid, so spät zu stören, aber wir haben uns verfahren. Könnten sie uns sagen wo lang es nach der Villa auf dem Hügel geht", fragt eine freundlich klingende Männerstimme aus dem Fahrerhäuschen. Sofort war die junge Frau wieder entspannter und erklärte dem Mann den Weg. Nachdem dies geschehen war, bedankte er sich und schloss die Tür. Fast zeitgleich wurden alle drei Wagen gestartet und der Umzugwagen fuhr den erklärten Weg, natürlich gefolgt von den anderen beiden Wagen, die schwarz und wie Sportwagen aussahen.
Nach kurzer Zeit verstummten die Motorengeräusche und die junge Frau drehte sich zu der alten Frau: "Das war merkwürdig oder nicht, Mutter?" Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort: "Mitten in der Nacht umziehen... Na ja, sie müssen es wissen.. Komm, lass uns wieder schlafen gehen." Sie gingen ins Haus und die Tür wurde von innen verschlossen. Sie legten sich wohl wieder schlafen, nachts um zwei aus dem Schlaf gerissen zu werden, ist zwar nicht das merkwürdigste, aber über die Gründe lässt sich streiten.

Am nächsten Morgen ging, wie jeden Tag, die Sonne auf. Natürlich machten sich Vögel bemerkbar und die ersten standen auf. Es war Sommer. Arbeiter machten sich für ihren Arbeitstag fertig und so mancher Schüler für die Sommerkurse. Unter diesen war Natsuno Yuuki. Der 15-jährige wollte an eine Hochschule und raus aus diesem, von ihm so verhassten, Dorf. Denn Sommerkurse hatte er so gesehen, nicht nötig. Er war sehr fleißig und intelligent.
Als er fertig angezogen in die Küche kam, wurde er mit einem "Guten Morgen" begrüßt und bekam sein Bento von seiner Mutter. Sein Vater war wohl in der Werkstatt. Nachdem seine Mutter im mitteilte, dass sie jetzt auch in die Werkstatt ginge, war auch sie nicht mehr im Raum. Natsuno interessierte es nicht im wirklich, wo seine Eltern waren. Er selbst verließ das Haus und machte sich mit seiner Schultasche auf den Weg zur Bushaltestelle. Auch wenn er erst seit ein paar Monaten hier lebte, nervte in das Dorf sehr und die meisten Bewohner machten es nicht besser.
Von weitem sah ein pinkhaariges Mädchen mit der gleichen Schuluniform, nur für Mädchen, wie Natsuno, eben diesen und himmelte ihn sogleich an. Ihre Gedanken waren eintönig: "Wie gut er doch aussah!" oder "Yuuki-kun... Redest du heute mit mir?" Ihre Wünsche waren
vergebens. Wie jeden Tag stellte sie sich neben den violetthaarigen und starrte ihn mit ihren rot-rosa Augen an. Dieser spürte die Blicke und
sah zum ersten Mal zu dem Mädchen und sie freute sich innerlich unheimlich in seine violetten, zugegeben kalten und scharfsinnigen, Augen sehen zu dürfen. Dies währte allerdings nur ein paar Sekunden, denn Natsuno musste erschrocken feststellen, dass er sie wirklich angesehen hatte. "Wehe, sie wird jetzt noch aufdringlicher", waren die Gedanken das Jungen.
Als nächstes kamen noch zwei Jugendliche. Ein Junge, Akira, und ein Mädchen, diese waren Geschwister und das Mädchen Kaori war offensichtlich eine Freundin von Megumi. Diese allerings, wollte nichts mit ihr zu tun haben und war sehr gemein zu ihr. Es war also wohl eine einseitige Freundschaft.
Kurz bevor der Bus dann kam, fuhr Herr Ozaki mit seinem Auto in Richtung Schule. Auf dem Beifahrersitz saß ein Mädchen. Sie hatte
ebenso braunes Haar wie er, die sie mithilfe einer weßen Haarschleife zum Zopf band und sie trug dieselbe Uniformen wie die vier an der Bushaltestelle. Das fremde Mädchen war also die neue Schülerin. So etwas war wie ein Laubfeuer, immerhin kamen nicht oft neue Gesichter an die Schule. Alle vier verfolgten Toshio beim vorbeifahren mit ihren Augen und musterten interessiert das braunhaarige Mädchen. Weder ihr Gesicht noch ihre Augenfarbe konnten sie richtig sehen. Man erkannte lediglich, dass ihr Seitenprofil nahezu perfekt aussah.
Kurz nachdem das sein schwarzes Auto vorbei fuhr, kam auch der Schulbus und die vier Jugendliche stiegen ein. Den ganzen Tag lang haben die vier, mehr oder weniger, Freunde, das Mädchen nicht gesehen. War es doch nicht auf die Schule gekommen? Aber sie hatte doch die Uniform an oder hatten ihre Augen sie getäuscht?
Nachdem Natsuno, Megumi, Kaori und Akira mit dem Bus wieder zurück ins Dorf fuhren, sahen sie wieder Herrn Ozaki in seinem Auto und wieder saß ein Mädchen auf dem Beifahrersitz. "Ist das Herrn Ozakis Tochter? Ich dachte immer, er wäre kinderlos", durchbrach Akira die Stille. Er hatte hellbraunes Haar und seine Augen hatten dieselbe Farbe. Er und seine Schwester Kaori waren jünger als die anderen beiden. Kaori ging ins letzte Schuljahr der Mittelschule und Akira war eine Stufe unter ihr.
Sogleich stellten Akira, Megumi und Kaori die wildesten Vermutungen auf, nur Natsuno blieb still. Er hatte seine eigenen Vermutungen, sprach sie aber nicht aus. "Unwahrscheinlich, dass das Mädchen seine Tochter ist.. Ich habe noch nie seine Frau gesehen, obwohl ich schon ein paar Monate hier lebe... Na ja, es interessiert mich auch nicht wirklich. Vielleicht werde ich Touru besuchen..", waren seine Gedanken. Wer Touru wieder war? Es war Natsunos, sozusagen, bester und einziger Freund im Dorf. Anfangs wollte Natsuno von ihm ebenfalls nichts wissen, aber mittlerweile sind die beiden richtige Freunde. Natsuno machte sich auf den Weg zurück ohne sich zu verabschieden oder sonstiges, aber die anderen kannten bereits dies und waren völlig in ihrer Diskussion vertieft. Megumi war ein wenig eifersüchtig, dass sie jetzt so viel über das Mädchen sprachen und wollte sich mit Natsuno ausklinken. Als sie sich aber umsah, war er schon weg. "Wo ist Yuuki-kun hin?.. ist er schon nach Hause..?", fragte sie sich selbst und machte sich auch auf den Weg. Die geschwister bekamen es aber mit und folgten Megumi so gleich. Diese begrüßte es nicht sehr und war sofort genervt.

(So, das erste Kapitel zum reinschnüffeln. Übrigens bin ich auf mff unter den gleichen Namen ebenfalls vertreten, aber eine Freundin riet mir, die Story hier noch einmal zu posten, da hier wohl ernsthaftere Kritiken etc kommen. Ich hoffe, dass es wirklich so ist.)
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