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Sweet Dreams

von xDawnx
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Ino Yamanaka Kakashi Hatake Kiba Inuzuka Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
25.12.2011
28.05.2012
9
56.758
31
Alle Kapitel
136 Reviews
Dieses Kapitel
19 Reviews
 
 
25.12.2011 4.683
 
Moin, Moin :D Ja, hier ist bereits meine zweite Naruto Fanfic, nach Smell Ya Later, der Shikamaru x Kiba FF :D

Sweet Dreams ist eine SasuNaru FF und ich muss sagen, mir macht das Schreiben wirklich sehr Spaß, ich liebe die Interaktionen der Zwei *x* Außerdem hab ich sehr viel Humor in diese FF eingebaut, macht euch also drauf gefasst :D Ich hoffe nur, dass es euren Humor auch trifft, weil meiner manchmal etwas eigen sein kann << *hust* ;D

Um es nochmal deutlich zu machen, die Fanfic spielt in einem anderen Universum!

Über Kommentare, Kritik und/oder Lob würde ich mich sehr freuen <3

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Titel: Sweet Dreams

Shipping: SasuNaruSasu

Warnings: M/M, Anal, HJ, Lang, Lemon, SoloM, WD, AU

Genre: Yaoi, Romance, Humor, AU

Kapitelanzahl: 9

Beta: InfernalMirror

Summary: Sasuke findet, dass Naruto ein nervender Idiot ist. Naruto findet, dass Sasuke ein langweiliger Bastard ist. Simpel, oder? Das dachte Sasuke auch, doch dann hört er Naruto eines Nachts seinen Namen stöhnen... Ein feuchter Traum, der alles auf den Kopf stellt.

Disclaimer: Mir gehören weder Naruto und dessen Charakter, noch verdiene ich Geld beim Schreiben dieser Fanfic.



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Kapitel 1: Vorbereitung




Sasuke Uchiha war sich sicher, dass Kakashi das personifizierte Böse war. Eine Ausgeburt der Hölle. Sasuke hatte schon immer geahnt, dass Kakashi Hatake, seines Zeichens Klassenlehrer, der Teufel in Person war und nun gab es keine Zweifel mehr daran. Es war in Stein gemeißelt.

Klassenfahrt.

Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Abgesehen von Sasuke freuten sich alle auf diese bescheuerte Klassenfahrt; besonders Naruto und Kiba konnte man über nichts anderes mehr reden hören. Obwohl… Reden? Bei der Lautstärke, die die zwei an den Tag legten, konnte man es wohl eher als Brüllen bezeichnen.

Doch Sasuke war skeptisch. Ihm war das Funkeln in Kakashis grauen Augen nicht entgangen, als ihr Lehrer das Thema Klassenfahrt ansprach. Schadenfreude. Der Dunkelhaarige war sich ziemlich sicher, dass es Schadenfreue war, was er in den Augen seines Lehrers hatte ablesen können. Und das machte Sasuke sehr, sehr misstrauisch.

„Also.“ Mit einem Lächeln setzte sich Kakashi auf die Ecke des Pultes und sah in die Runde. 25 Paar großer, neugieriger Augen starrte zurück. Nur 25, denn Sasukes Blick war nicht geprägt von Neugierde, sondern von Skepsis, Vorsicht. Kakashi sah ihn an und zwinkerte, ein zuckersüßes Lächeln auf den Lippen.

Sasuke stöhnte innerlich und sank tiefer in seinen Stuhl zurück. Jetzt war es so weit. Kakashis boshafter Plan würde gelüftet werden.

„Wie ihr wisst, fahren war am Sonntag für sieben Tage auf Klassenfahrt nach Kirigakure“, beendete der Lehrer schließlich seinen Satz nach der – nach Sasukes Meinung nach völlig überflüssigen – dramaturgischen Pause.

Die Klasse brach sofort in lautes Gejubel und Gekreische aus. Sasukes Augenbraue zuckte. Schlimm genug, dass er diese lauten Trottel fünfmal die Woche für sieben Stunden ertragen musste, aber für eine ganze Woche?! Das half nicht wirklich dabei, Sasukes eh schon ständig schlechte Laune etwas anzuheben.

Kakashi lachte bei der Euphorie der Klasse und hob eine Hand in die Luft, um sie wieder zum Schweigen zu bringen, damit er weitersprechen konnte. „Ich seh schon, ihr freut euch alle sehr darauf, was mich wiederrum sehr beglückt. Es wird nämlich keine normale Klassenfahrt sein.“

Sasukes Mundwinkel zuckten. Hah, hatte er es doch gewusst. „Keine normale Klassenfahrt?“, hörte er einen seiner Mitschüler verwundert nachfragen, „Wie meinen Sie das, Kakashi-sensei?“

„So wie ich es sage“, war Kakashis Antwort, immer noch ein breites, glückliches Lächeln auf den Lippen. „Wie euch sicher bewusst ist, seid ihr eine… Problemklasse.“ Hier wurde sein Blick etwas ernster. „Nicht nur, weil ihr so laut und chaotisch seid. Es gibt viel Streit und Rivalität in meiner Klasse und das gefällt mir gar nicht. Hatte ich euch nicht am Anfang, als wir uns alle kennengelernt haben vor drei Jahren, nicht gesagt, dass ein gutes und friedliches Klassenklima wichtig fürs Lernen ist?“

Betretenes Schweigen. Sasuke schnaubte, verschränkte die Hände ineinander und stützte sein Kinn darauf ab. Dem konnte er nur zustimmen, es gab wirklich viel Krieg und Feindlichkeit in der Klasse. Er selbst hielt sich da allerdings heraus. Die Mädchen, die sich wegen ihm die Köpfe einschlugen, waren ihm egal. Die Jungs, die ihm böse Blicken zuwarfen, weil er – unabsichtlich, wie dazu gesagt werden musste – die Herzen aller Mädchen stahl, waren ihm ebenfalls egal.

Der Dunkelhaarige ignorierte das alles, oder er versuchte es zumindest und es gelang ihm auch fast. Aber nur fast. Denn es gab eine Person, die es immer wieder schaffte, sein Blut zum Kochen zu bringen und egal, wie sehr Sasuke auch versuchte, sie zu ignorieren, es ging einfach nicht.

„Aber wir haben uns doch schon gebessert, Kakashi-sensei!“, ertönte die laute, nervende Stimme eines Blondschopfs, „Versauen Sie uns deswegen bloß nicht die Klassenfahrt!“

Sasuke zog die Mundwinkel herunter. Naruto. Genau das war der Idiot, der ihn immer wieder auf die Palme brachte, dessen Großmaul er einfach nicht ignorieren konnte. Sie waren Rivalen – oder zumindest sah Naruto ihn als Rivalen an, für Sasuke war er einfach nur ein Vollidiot. Naruto ließ ihn nie in Ruhe, wollte immer besser sein als er; beim Sport, bei Tests und Klausuren. Aber es gelang ihm nie.

Bei sportlichen Herausforderungen schlug sich der Blonde nicht schlecht, das konnte Sasuke nicht leugnen, dort hatte Naruto ihn mehrmals schon fast besiegt. Aber was Klassenarbeiten anging hatte Naruto keine Chance, egal, wie sehr er sich auch anstrengte, er bekam nie eine bessere Note als eine Vier. Aber das war auch nicht verwunderlich, Sasuke nannte ihn schließlich nicht umsonst Idiot.

Naruto war einfach ein Idiot. Er war naiv, schwer von Begriff, viel zu optimistisch und generell gesagt einfach nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte. Er konnte und wollte einfach nicht akzeptieren, dass Sasuke keine Lust auf diese Rivalität, auf Naruto, hatte, und dass pisste den Dunkelhaarigen einfach nur an.

Dumme, blonde Idioten und ihre dummen Dickköpfe aus Stahl.

„Na, wer hat denn etwas von versauen gesagt, Naruto?“ Kakashi lächelte ihn an und er sah in diesem Moment so erheitert und glücklich, so jung aus, dass er viel mehr wie ein Schüler als ein Lehrer wirkte. „Ich mein, komm schon! Du kennst mich doch. Würde ich euch wirklich etwas Gemeines antun?“

‚Ja‘, war Sasukes mentale Antwort zu dieser Frage. Ja, das würde Kakashi Hatake und er wusste es, denn dieser Mann war der Teufel. Seine sadistische Seite war sogar größer als Sasukes – und das wollte was heißen – und der Schüler wusste, wie sehr der Mann es liebte, seine Klasse zu quälen.

Was für ein Arschloch. Wenn Sasuke nicht zu denen gehört hätte, die Kakashi so sehr zu quälen liebte, dann hätten sie wahrscheinlich gute Freunde werden können. Aber so… So empfand Sasuke in diesem Moment nichts als Hass für seinen Lehrer. Eine Person mehr auf seiner Hassliste. Sasuke hätte wahrscheinlich schon ein Buch darüber herausbringen können, so viele Leute befanden sich bereits auf dieser Liste. Und er war gerade mal sechzehn Jahre alt! Er hatte noch mehr als die Hälfte seines Lebens vor sich, es würden sicher noch viele, viele Menschen folgen.

„Nein, nein.“ Kakashi schüttelte den Kopf. „Glaubt mir, es wird eine tolle Fahrt. Eine Klassenfahrt…“ Er verstummte, sah sich in der Runde um, bevor er weitersprach: „Eine Klassenfahrt zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.“

Sasuke stöhnte und schloss die Augen. Verdammt. Verdammte Scheiße, er hatte es doch geahnt! Eine Klassenfahrt zur Stärkung des verfickten Gemeinschaftsgefühls, das konnte nur eines heißen-

„Hä?!“, schallte Narutos verwirrte Stimme durch den Raum, die Stirn gerunzelt, „Was soll das denn heißen?“

„Das heißt, dass wir Zeit verbringen müssen mit Leuten, die wir hassen, du Idiot“, zischte Sasuke ihm zu.

Kakashi lächelte. „Ich hätte es zwar nicht so ausgedrückt, aber im Prinzip hat Sasuke Recht“, stimmte er erheitert zu, seine Stimme klang fast singend. „Das Ziel der Klassenfahrt ist, diese Reibereien in der Klasse zu beseitigen. Deswegen werdet ihr während dieser Woche vermehrt Zeit mit Leuten verbringen, mit denen ihr vielleicht sonst eher nichts unternommen hättet.“

Die ganze Klasse stöhnte und beschwerte sich lauthals, doch ihren Lehrer schien das nicht zu stören, er lächelte weiterhin zufrieden vor sich hin. „Also, ihr Lieben.“ Er klatschte in die Hände. „Kommen wir nun zur Zimmerverteilung-“

„Ich will mit Sakura-chan in ein Zimmer!“, brüllte Naruto sofort und warf dem rosahaarigen Mädchen ein breites Lächeln zu.

Sakura zog eine Grimasse und ihren Ekel konnte man ihr deutlich in den Augen ablesen. „Aber ich nicht mit dir!“, brüllte sie zurück und ihre Schultern zuckten unkontrollierbar, während sie versuchte, sich zu beherrschen.

„Ich möchte in ein Zimmer mit…“ Ihr Gesicht wurde mit einem Mal wieder sanft und eine leichte Röte legte sich auf ihre rosigen Wangen, als sie zu Sasuke sah. Dieser erschauderte.

Sakura Haruno. Gruseliges Mannweib und eine seiner hartnäckigeren Verehrerinnen. Sasuke konnte inzwischen nicht mehr zählen, wie oft ihm das Mädchen seine Liebe gestanden hatte, aber seine Reaktion war immer dieselbe gewesen: Ablehnung. Er hatte ihr sogar mit harten, eindeutigen Worten gesagt, dass er nie dasselbe für sie empfinden würde und dass sie sich einen anderen Kerl zum Nerven suchen sollte, aber Sakura wollte und wollte einfach nicht aufgeben. Sie war genauso stur wie Naruto.

„Ich muss euch leider enttäuschen, aber Jungs und Mädchen werden in getrennten Zimmern untergebracht“, meldete sich nun Kakashi wieder zu Wort.

Aufruhe herrschte in der Klasse. „Was, wieso das denn?!“, beschwerte sich Kiba lauthals und warf seiner Freundin, Hinata, einen kurzen Blick zu, „Was soll die Scheiße denn?!“

„Naja“, fing ihr Lehrer langsam an und rieb sich über das Kinn, „Ihr kommt langsam in ein Alter, wo ihr eure Sexualität entdecken wollt, das ist mir bewusst, und deswegen muss ich euch in eurem jugendlichen Eifer da etwas dämpfen.“

„Aber wir sind doch in der Blüte unserer Jugend, Sensei!“, beschwerte sich Lee empört und sprang auf, die Hände auf seinen Tisch gedrückt, „Unsere Jugend-“

„Ich weiß, Lee, ich weiß.“ Kakashi winkte mit der Hand ab und bat seinen aufgebrachten Schüler, sich wieder hinzusetzen. „Wenn ihr wirklich Sex haben wollt, dann werdet ihr auch schon einen Weg dafür finden, das ist mir bewusst. Aber ich muss dennoch etwas vorbeugen, damit ihr in neun Monaten kein blaues Wunder erlebt.“

Er lächelte und Sasuke sank tiefer in seinen Stuhl zurück. Waren sie nicht ein bisschen alt für ein Gespräch über Sex mit ihrem Lehrer…? In Kakashis Augen wohl nicht, Sasuke konnte ihm ansehen, dass der Mann gerade in seinem Element war.

„Und genau deswegen… Moment.“ Kakashi runzelte leicht die Stirn und wühlte in seiner Tasche herum, offensichtlich auf der Suche nach etwas. „Ah“, summte er, als er es gefunden hatte und warf es mit einem „Fang!“ Hinata zu.

Das Mädchen keuchte erschrocken und fing den kleinen Gegenstand auf. Ihre Wangen wurden rot. Sie war ein sehr schüchternes Mädchen und mochte es nicht, wenn die ganze Aufmerksamkeit auf ihr ruhte.

Kakashi warf ihr ein breites Lächeln zu und zeigte ihr das „Daumen hoch“-Zeichen. „Vergesst niemals die Verhütung.“

Hinata errötete sofort und öffnete dann langsam die Faust, in der sie den Gegenstand gefangen hatte. Ihre Augen wurden groß und mit einem Mal wurde sie leichenblass, bevor sie im nächsten Moment wieder knallrot wurde und ihr Kopf dann mit voller Wucht gegen die Tischplatte knallte.

Sie war ohnmächtig geworden. „Nicht schon wieder“, hörte man jemanden im Hintergrund seufzen und Kiba stand mit einem Knurren auf und brachte seine Freundin ins Krankenzimmer, aber nicht, ohne seinen Lehrer vorher einen wütenden Blick zuzuwerfen.

„Was haben Sie ihr zugeworfen, Kakashi-sensei?“, wollte Ino sofort neugierig wissen und versuchte von ihrem Platz aus einen Blick auf Hinatas Tisch zu erhaschen.

„Ein Kondom“, war Kakashis Antwort. „Möchtest du auch eins haben, Ino?“, fügte er mit einem Lächeln hinzu.

Ino stotterte irgendetwas vor sich hin und errötete. Sasuke konnte ihren Blick auf sich spüren, doch er drehte sich nicht zu ihr um. Ino war genauso schlimm wie Sakura und obwohl er zugeben musste, dass sie ein hübsches Gesicht und einen guten Körper hatte, hatte er genauso wenig Interesse an einer Beziehung mit ihr, wie mit irgendeiner anderen seiner Verehrerinnen.

„Gut, dann nicht.“ Ihr Lehrer zuckte mit den Schultern und packte das Kondom dann wieder ein. Sasuke wollte gar nicht wissen, wieso Kakashi überhaupt Kondome in seiner Tasche hatte. „Also, kommen wir nun zurück zum Thema Klassenfahrt? Wo waren wir?“ Er rieb sich nachdenklich das Kinn.

„Bei der Zimmerverteilung, Sensei.“

„Ah, danke, Sakura.“ Kakashi nickte. „Wie gesagt könnt ihr nicht mit Personen des anderen Geschlechts in ein Zimmer. Außerdem wird es Zweier- und Dreierzimmer geben. Kommen wir nun zum Coup des Ganzen.“ Kakashi lächelte so breit, dass sein Lächeln Sasuke an den Joker von Batman erinnerte. Es war genauso gruselig und böswillig. Kein gutes Zeihen. „Ich werde aussuchen, wer mit wem ein Zimmer teilt.“

Für ein paar Sekunden war es so leise, dass nichts zu hören war, außer dem regelmäßigen Ticken der Uhr. Doch dann brach der Sturm aus: 25 Stimmen – außer Sasuke, natürlich – fingen auf einmal an zu brüllen, zu fluchen, zu kreischen und Sasuke wunderte sich, wie lange es dauern würde, bis die ersten Fenster zerbrachen.

Kakashi war völlig unbeeindruckt von dem Krach und dem Chaos und hatte immer noch dieses amüsierte Lächeln auf den Lippen. Sasuke konnte nicht oft genug betonen, was für ein verdammtes Arschloch sein Lehrer doch war.

„Leute!“, brüllte Kakashi schließlich, nachdem er das Chaos, welches er angerichtet hatte, noch für ein paar Sekunden genossen hatte, und klatschte laut in die Hände, um die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken. „Ruhe!“

„Was soll das heißen, Kakashi-sensei?!“, wollte Naruto lauthals von ihm wissen, „Das können Sie uns doch nicht antun!“

„Wie gesagt, das Hauptziel der Klassenfahrt ist es, die Klassengemeinschaft zu stärken und was könnte diesen Zweck besser erfüllen, als sieben Tage mit einer – um es in Sasukes Worten zu sagen – verhassten Person zu verbringen?“, erklärte ihr Lehrer und zuckte mit den Schultern. „Ihr solltet mir danken für diese Möglichkeit.“ Er lächelte.

Sasuke war sich sicher, dass er gerade nicht die einzige Person war, die Kakashi Hatakes Tod plante.

„Also, fangen wir an mit dem spaßigen Teil!“ Ihr Lehrer summte glücklich vor sich hin und kramte dann eine Liste hervor. Die Liste des Todes, wie Sasuke sie in seinem Kopf taufte. „Zimmer 20. Das ist ein Zweierzimmer und die glücklichen Damen, die sich dieses teilen dürfen, sind…“ Er machte eine Pause und sah sich mit Augen, in denen die Schadenfreude tanzte, in der Klasse um. „Haruno, Sakura und Yamanaka, Ino.“

„WAS?!“, ertönte der schrille Schrei beider Mädchen gleichzeitig und sie warfen sich einen hasserfüllten Blick zu.

„Sensei, bitte!“, flehte Sakura ihn an und faltete die Hände.

„Nicht mit ihr!“, fügte Ino mit bettelnder Stimme hinzu.

„Doch, mit ihr. Ich wünsch euch jetzt schon einmal viel Spaß.“ Kakashi lächelte und las dann die nächste Zimmerpaarung vor.

Sasuke musste schlucken. Inzwischen bestanden keine Zweifel mehr daran, dass sein Lehrer der Teufel in Person war, deswegen hatte der Dunkelhaarige eine sehr gute Idee, mit wem er in einem Zimmer landen würde, aber gab die Hoffnung dennoch nicht auf, appellierte noch an Kakashis Menschlichkeit. Sicherlich würde Kakashi ihn doch nicht mit… Ihm in ein Zimmer stecken, oder? Oder?

„Zimmer 27“, las ihr Klassenlehrer von seiner Liste ab, „Erneut ein Zweierzimmer. In diesem schlafen Uchiha, Sasuke und…“

Kakashi sah ihn an und Sasuke konnte sein Herz in seinen Ohren rauschen hören. Ganz, ganz langsam verzogen sich Kakashis Lippen zu einem weiten, zuckersüßen Lächeln und in diesen Moment wusste Sasuke, dass er verdammt war.

„Uchiha, Sasuke und Uzumaki, Naruto.“

Naruto gab ein gewürgtes Geräusch von sich. „Nicht mit diesem Bastard!“, beschwerte er sich und zeigte mit dem Finger auf Sasuke, „Kakashi-sensei…!“

„Doch, Naruto“, bestätigte Kakashi glücklich. „Du und Sasuke. Sasuke und du. Zusammen in einem Zimmer für sieben Tage und Nächte.“

„Dann fahr ich nicht mit auf Klassenfahrt“, gab Sasuke von sich und versteifte sich, die rechte Hand zur Faust geballt. „Wenn ich mit diesem Idioten ein Zimmer teilen muss, dann geh ich nicht mit.“

„Ja, ich auch nicht!“, stimmte Naruto ihm ein, den Finger immer noch anklagend auf den Dunkelhaarigen gerichtet.

„Oh, aber du musst, Sasuke“, erwiderte Kakashi, „Du bist noch minderjährig, du kannst nicht darüber entscheiden, ob du mitwillst oder nicht. Du musst, mein Lieber. Dasselbe gilt natürlich auch für dich, Naruto.“

Sasuke knirschte mit den Zähnen. Eine ganze Woche in einem Zimmer mit Naruto verbringen?! Das würde er nicht aushalten. Der Blonde konnte einfach nie die Klappe halten und Ruhe war etwas, das Sasuke heilig war.

Kakashi gab die restliche Zimmerverteilung bekannt, während Naruto mehr oder leise vor sich hin grummelte, dass er das Zimmer mit keinem Miesepeter teilen wollte, und Sasuke sich überlegte, welche die grausamste Art und Weise wäre, Kakashi zu töten.

„So“, meinte Kakashi schließlich, als alle Zimmer verteilt waren, „Ich werde euch nun etwas mehr über die Klassenfahrt an sich erzählen und was ihr zu erwarten habt.“

‚Jetzt kommt‘s‘, dachte Sasuke nur grimmig und verschränkte die Arme vor der Brust. Er war wirklich gespannt, was jetzt kommen würde. Viel schlimmer konnte es ja schließlich nicht mehr werden… Oder?

„Das Hauptziel der Klassenfahrt ist es euren Zimmergenossen bzw. eure Zimmergenossen besser kennenzulernen. Deswegen wird es verschiedene, meist kreative, Aufgaben geben, die ihr gemeinsam lösen müsst“, fing Kakashi an zu erklären.

Die Klasse stöhnte laut auf. „Am ersten Tag werdet ihr der Klasse sagen, was ihr von euren Partnern haltet. Die anderen Tage löst ihr dann wie gesagt gemeinsam Aufgaben, lernt den oder die anderen besser kennen und am letzten Tag erzählt ihr der Klasse dann, was ihr über eure Partner lernen konntet und ob sich etwas an eurer Meinung über ihn oder sie geändert hat.“

Kakashi klatschte in die Hände. „Hört sich das nicht einfach fabelhaft an?“, wollte er lächelnd von der Klasse wissen. Als Antwort bekam er 26 böse Blicke.

„Ja, dachte ich’s mir doch“, fuhr er unbeirrt weiter, „Ich kann euren Gesichtern ablesen, wie sehr ihr mich liebt und wie sehr ihr euch freut, mich als Klassenlehrer zu haben.“ Er lachte und in dem Moment klingelte es zur Pause.

„Nein, aber wirklich“, meinte Kakashi auf einmal ernst, „Ich weiß, dass ihr denkt, ich will euch mit der Klassenfahrt quälen, aber das ist wirklich nicht der Fall. Ich hab solche Klassenfahrten schon mehrmals gemacht und es sind dabei viele echte Freundschaften entstanden. Ihr werdet überrascht sein und ich bin mir sicher, dass es am Ende mindestens eine Feindschaft zur Freundschaft geworden ist.“

„Was sind das für Aufgaben, die wir machen müssen?“, wollte Naruto wissen, „Ich hoffe so coole Sachen wie Roboter bauen oder-“

„Das werde ich euch sagen, wenn wir in Kirigakure angekommen sind“, unterbrach ihr Lehrer ihn und winkte dann mit der Hand. „Bis Sonntag also!“

Während die anderen langsam die Klasse verließen und sich auf den Weg nach Hause machten, blieb Sasuke an seinem Tisch sitzen und wartete, bis er und Kakashi alleine waren. „Kakashi-sensei“, fing er langsam an und richtete sich auf, ging einen Schritt auf seinen Lehrer zu. „Ich hab das eben ernst gemeint. Wenn ich mit diesem Trottel in ein Zimmer muss, dann fahr ich nicht mit.“

„Meine Antwort war auch ernst gemeint, Sasuke“, erwiderte Kakashi und seufzte leise, als er den hasserfüllten Blick sah, den sein Schüler ihm zuwarf. „Meinst du nicht, du übertreibst ein bisschen? So schlimm-“

„Oh doch, das ist er!“, unterbrach der Dunkelhaarige ihn zischend und ballte die Hände zur Fäuste. „Er nervt, er ist pervers, er kann nie die Klappe halten, er ist dumm, er ist bescheuert, er ist laut, er ist… Naruto ist einfach Naruto!“ Er benutzte den Namen, als wäre er eine Beleidigung.

„Ja, und Naruto ist und bleibt dein Zimmergenosse, daran wird sich nichts ändern, egal, wie sehr du dich auch beschwerst oder mich verfluchst.“ Kakashi seufzte nochmal und rieb sich mit einer Hand über sein auf einmal müde wirkendes Gesicht. „Und wie ich auch schon sagte, wirst du mit auf diese Klassenfahrt kommen müssen. Ob du nun willst oder nicht.“

Sasuke knurrte und verschränkte die Arme. „Sie lieben es wirklich, Ihre Schüler zu quälen und Ihnen das Leben zur Hölle zu machen, nicht wahr?“

„Natürlich, warum meinst du sonst, wäre ich Lehrer geworden?“, sagte Kakashi strahlend und tätschelte Sasuke dann den Kopf. „Du wirst schon sehen, es wird alles gar nicht so schlimm, wie du jetzt denkst, Sasuke. Und nun verschwinde, sonst verpasst du noch deinen Bus.“

Beleidigungen vor sich hin brummend schlug Sasuke die Hand seines Lehrers weg und machte sich dann auf den Weg zum Bus. Er wollte gar nicht wissen, woher Kakashi wusste, welchen Bus er nahm. Wahrscheinlich stalkte er sie alle, damit er wusste, was er tun musste, um ihnen das Leben so grausam wie möglich zu machen.

„Sasuke-kun!“, ertönte Inos Stimme, als er an der Bushaltestelle angekommen war, und das Mädchen klammerte sich mit einem Schmollmund an seinen Arm. „Kakashi-sensei ist wirklich bescheuert, oder?! Ich in einem Zimmer mit dieser Furie!“ Knurrend warf sie Sakura einen wütenden Blick zu.

‚Du bist eine genauso große Furie wie sie‘, dachte Sasuke nur, sprach es aber nicht laut aus. Er hatte keine Lust zu reden, er war angepisst, verdammt, und wollte nichts mehr, als so schnell wie möglich nach Hause zu kommen.

„Und du Armer musst mit Naruto in ein Zimmer!“, klagte Ino weiter vor sich hin, „Mit Naruto! Armer Sasuke-kun…“

„Erinner mich nicht dran“, zischte der Dunkelhaarige ihr zu, löste sich aus ihrem Griff und stopfte seine Hände in die Hosentasche.

„Aber keine Sorge, Sasuke-kun.“ Ino stellte sich vor ihn und klimperte mit ihren unechten Wimpern. Etwas, was wahrscheinlich verführerisch wirken sollte, aber für Sasuke sah es einfach nur bescheuert aus. „Du kannst jederzeit zu mir ins Zimmer kommen, wenn der Idiot zu nervend wird. Ich könnte dir dann eine Massage oder so geben, wie wär‘s?“

„Nein, danke“, war Sasukes Antwort und er drängte sich an ihr vorbei, um in den Bus zu steigen, der glücklicherweise in diesen Moment an der Haltestelle angehalten hatte. Er setze sich an seinen Stammplatz direkt links hinter dem Fahrer. Ein Einzelplatz, damit ihn keiner stören konnte.

Obwohl es eigentlich auch als Zweierplatz gelten könnte. Wenn man etwas quetschte war genug Platz für zwei Personen, aber das wollte Sasuke nicht. Deswegen machte er sich extra breit, damit auch ja kein Idiot auf die Idee kam, sich neben ihn zu setzen.

Doch scheinbar gab es einen Idioten, der es dennoch versuchte, denn im nächsten Moment spürte Sasuke einen Ellbogen in seinen Rippen, welcher ihn gegen das Fenster drückte und eine ungeduldige, laute Stimme, die ihm befahl, etwas Platz zu machen.

„Das ist ein Einzelplatz, du Vollidiot!“, zischte Sasuke ihm zu und versuchte, die Person wegzudrücken.

„Nein, ist es nicht!“, widersprach Naruto und presste den anderen mit mehr Kraft gegen das Fenster, „Du musst nur etwas Platz machen, dann passen wir beide rein!“

Sasuke knurrte und für ein paar Sekunden kämpften die Zwei um den Platz, bis sich der Busfahrer schließlich beschwerte und damit drohte, sie beide rauszuschmeißen, wenn sie die Scheiße nicht ließen und sich den Platz ruhig teilen würden.

„Ha!“, rief Naruto triumphierend aus, ein fettes Grinsen im Gesicht, während er sich breitmachte. Sasuke knurrte nur, als er Narutos Oberschenkel gegen seinen pressen spürte und drehte den Kopf dann zur Seite, um aus dem Fenster zu sehen. „Der Busfahrer hat auch gesagt, dass das hier ein Platz für zwei Personen ist!“

„Halt die Klappe.“

„Halt du sie doch, Bastard!“, war Narutos Antwort und er rammte seinen Ellbogen erneut in Sasukes Rippen. „Du solltest mehr essen, Sasuke-Bastard, du bist viel zu dünn!“

Genervt schlug der Dunkelhaarige Narutos Arm weg und befahl ihm erneut, die Klappe zu halten. Aber Naruto war Naruto und so hielt er natürlich nicht den Mund. Sasuke war sich gar nicht mal so sicher, ob der andere das überhaupt konnte, den Mund halten.

„So, wir zwei also zusammen in einem Zimmer, huh?“, meinte Naruto grinsend, „Ich hoffe, du schnarchst nicht, Sasuke-Bastard.“ Er kräuselte die Nase.

„Ich hoffe, du schnarchst nicht“, erwiderte Sasuke murrend. So laut, wie der Blonde immer war, war er sich sicher, dass er wahrscheinlich auch noch schnarchen würde. Welch ein Glück für ihn. Kakashi hatte ja so Recht, er musste sich nachher wirklich bei seinem Lehrer für solch einen tollen Zimmergenossen bedanken.

„Ich doch nicht!“ Naruto hob das Kinn an. „Obwohl… Heh, ein bisschen tu ich’s schon“, gab er zu und rieb sich den Nacken.

Sasuke atmete aus der Nase aus und schloss die Augen. ‚Nicht aufregen‘, redete er sich selbst zu, ‚Bleib ruhig, Sasuke, nicht ausrasten.‘ Wenn es etwas gab, was der Dunkelhaarige noch mehr hasste außer Nervensägen und laute Blondschöpfe, dann war es, in seinem Schlaf gestört zu werden. Er war an sich schon das komplette Gegenteil von einer Morgenperson, aber wenn er auch noch aus seinem wertvollen Schlaf gerissen wurde… Dann Gnade Gott der armen Person, die das Opfer seines Zorns werden würde.

„Ich hoffe, du bist außerhalb der Schule nicht auch so ein Stinkstiefel“, summte Naruto und zog an eine von Sasukes Haarsträhnen, wofür er einen Tritt gegens Bein erntete, „Die Klassenfahrt soll schließlich Spaß machen und ich hab wirklich keine Lust die freien Tage mit einer schlechte-Laune-Schleuder zu verbringen.“ Er schniefte und runzelte erneut die Nase.

„Hn“, machte Sasuke nur und presste die Lippen zusammen. Nur noch drei Stationen und er konnte endlich aussteigen, Gott sei Dank.

„Hey, ich rede mit dir, Bastard!“, beschwerte sich Naruto murrend und stieß sein Knie gegen Sasukes, „Also antworte mir auch!“

„Ich will aber nicht mit dir reden!“, zischte Sasuke zurück und versuchte Naruto etwas von sich zu drücken, „Und rück mir nicht so auf die Pelle, verdammt!“

„Ich kann nicht weiter wegrücken, sonst fall ich vom Sitz, Mann!“

„Dann setz dich doch woanders hin! Es zwingt dich keiner, hier zu sitzen, du Idiot, und ich will dich eh nicht neben mir haben!“

„Dann hast du Pech, Sasuke-Bastard, mir gefällt der Platz hier nämlich sehr gut!“ Um seine Worte zu untermalten streckte sich Naruto einmal und legte seine Arme dann auf die Sitzlehne. „Ahh, ist das schön bequem hier!“

Sasuke knirschte mit den Zähnen, als er Narutos Arm gegen seinen Nacken drücken spürte und stand dann auf. Okay, genug war genug. „Mach Platz, ich muss gleich raus“, befahl er und trat dem Blonden ungeduldig gegens Bein.

Naruto grinste breit. „Aww, ist dir meine Nähe etwa unangenehm, Sasuke-chan?“

Sasukes linkes Auge zuckte. „Mach Platz. Sofort.“

„Hmm…“ Gespielt nachdenklich rieb sich der andere übers Kinn. „Ich denke… Nein.“

Der Dunkelhaarige schloss für einen Moment die Augen und atmete tief ein. Als er sie wieder öffnete ballte er die Hand zur Faust und verpasste Naruto einen Kinnhaken. Dieser keuchte erschrocken und packte sich ans schmerzende Kinn. Sasuke nutzte diesen Moment aus, um schnell an ihm vorbei zu huschen und aus dem Bus zu steigen.

„Hey, du Bastard!“, konnte er Naruto gedämpft brüllen hören, als sich gerade die Tür des Busses wieder geschlossen hatte und er drehte sich um, um zu sehen, wie der andere sein Gesicht gegen die Fensterscheibe gepresst hatte. „Das werd ich dir heimzahlen, Sasuke-Bastard!“

Sasuke schmunzelte nur und drehte sich dann um, vergrub die Hände in den Hosentaschen und machte sich auf den Weg nach Hause. Er und Naruto für sieben Tage und sieben Nächte in ein und demselben Zimmer.

Das würde Mord und Totschlag geben, dessen war sich Sasuke sicher. Aber dieser verdammte Kakashi wollte es ja schließlich so, also sollte er sich auch besser nicht beschweren, wenn es am Ende der Klassenfahrt eine Leiche und einen Schüler weniger in der Klasse gab. Sasuke konnte und wollte nämlich nicht garantieren, dass er Naruto nichts antun würde. Er seufzte und rieb sich genervt übers Gesicht.

Er konnte die Klassenfahrt wirklich kaum noch erwarten…

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Heh, ja, das war das erste Kapitel :D Bevor ihr euch wundert, Kakashi trägt keine Maske und Augenbedeckung und so :3 Ich hoffe mal, es hat euch gefallen, die restlichen Kapitel spielen alle während der Klassenfahrt >D

Im nächsten Kapitel von Sweet Dreams: Die Klasse kommt in der Jugendherberge an, in der sie nun eine Woche verbringen wird, und Sasuke ist natürlich äußerst begeistert und seine Laune wird immer besser und besser… Nicht. Dann wacht Sasuke in der Nacht auch noch auf, weil Naruto Krach macht und- Moment mal, hat der Idiot da gerade seinen Namen gestöhnt?!

Bis dann <3
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