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X-Mas - Bis(s) zum letzten Widerstand

von -Julie-
GeschichteHumor / P12
Beast / Henry "Hank" Philip McCoy Gambit / Remy LeBeau Magneto / Eric "Magnus" Lehnsherr Mystique / Raven Darkholme Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier
24.12.2011
24.12.2011
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Frohe Weihnachten an alle. Hier mein Geschenk an euch!

Die Figuren gehören nicht mir, sondern Marvel und Fox.




Weihnachten, 15.00, Familie Darkholme bei den Vorbereitungen.

„Hey, Schatz. Ich hab den Jungs von der Schule versprochen, dass du an der Weihnachtsfeier den Weihnachtsmann machst.“

„Das kann nicht dein Ernst sein.“ Azazel versteckte seine Wut hinter einem kontrollierten Lächeln.

Mystique schaute ihn flehend an. „Bitte! Niemand will es freiwillig machen.“

Azazel stöhnte. „Können wir nicht einfach Bobby dazu zwingen? Oder Gambit? Er macht das sicher gern.“

„Äh, Bobby hat gesagt, er fackelt die Schule ab, auch wenn das irgendwie nicht so ganz glaubwürdig ist, und Gambit hat gesagt, wenn er das tun muss, werden wir das alle bereuen.“

„Wie wär’s mit Logan? Wir färben seine Kotletten weiß!“

„Ich kann die zerschnittenen Wände, Kostüme und Dekoartikel schon bildlich vor mir sehen.“ Mystique machte ein gleichgültiges Gesicht.

„Bitte! Ich meine ein rotes Kostüm, meine rote Haut … Findest du nicht, dass das ein bisschen nach Blutbad aussieht?“

„Ach komm schon! Mach es für Kurt und mich.“ Mystique lächelte liebevoll.

Azazel gab nach. „Okay, ich mach’s. Aber ich werde nicht „Ho ho ho“ rufen.“

Sie küsste ihn. „Danke!“

Azazel stöhnte genervt. „Ich hasse Weihnachten.“

Mystique lächelte. „Ich hab gesagt, sie können Kurt haben, damit er Jesus spielt.“

„Ich bitte dich! Zwing unseren Sohn nicht zu solchen Dingen.“

„Er liebt es, Schatz.“

„Nein, in Wahrheit versucht er euch mit seinen niedlichen Blicken zu töten.“

Mystique zog die Augenbrauen zusammen. „Sicher. Lass uns zur Schule fahr... äh, teleportieren. Sie wollen gleich das Krippenspiel proben.“

Azazel grummelte leise und brachte sie zur Schule. In der Eingangshalle war eine Art Bühne aufgebaut, auf der ein paar Leute standen. Einer von ihnen war Angel, der seine Flügel gerade mit Haargel in Form brachte. Er würde beim Krippenspiel (wen hätte es gewundert) den Erzengel Gabriel spielen. Er freute sich kein bisschen darüber. Neben ihm standen Jean und Scott, die Maria und Josef verkörperten. Ihre Gesichter waren beängstigend ausdruckslos.
Einzig Gambit wirkte glücklich, der zwischen Logan und Victor stand und gemeinsam mit ihnen die heiligen drei Könige spielte. Die Brüder schienen darüber nachzudenken, Remy aufzuspießen.

Azazel verzog das Gesicht. „Willst du unseren Sohn wirklich diesen Irren anvertrauen?“

Bevor Mystique antworten konnte, rollte Charles vorbei und schnappte ihr Kurt weg.

Azazel schniefte. „Da geht er, unser Kleiner, um Karriere zu machen. Sie werden so schnell erwachsen.“

Mystique knuffte ihn in den Arm, lachte und zog ihn mit sich in Richtung Bühne. Er schnipste und schaute sie wissend an. „Hey, wir könnten doch John dazu zwingen den Weihnachtsmann zu spielen!“

Storm, die vor der Bühne saß, schüttelte den Kopf. „Nein, tut mir leid. Wir haben teilweise Stromausfall. Die gesamte Küche liegt lahm. John gart gerade den Weihnachtsbraten.“

Azazel zuckte mit den Augenbrauen. „Na klasse! Ich komm wohl nicht dran vorbei.“

Storm biss sich auf die Unterlippe. „So schlimm ist es nicht. Du musst nur die Geschenke hereintragen und ein bisschen nett zu den Kindern sein.“

Azazel heulte los. Beast kam herein und betrachtete ihn irritiert.

„Was ist denn hier los?“     

„Ich will kein Weihnachtsmann sein!“

„Ich könnte …“

Azazels Augen fingen an zu Leuchten. „Ja?“

„… dir einen beruhigenden Tee machen, wenn du willst.“

Azazel atmete geräuschvoll aus. „Nein Danke.“

Storm klatschte in die Hände. „Okay, können wir das Stück wenigstens noch einmal proben?“

Grummelnd positionierten sich alle auf ihre Plätzen auf der Bühne. Jean und Scott leierten unmotiviert ihre Texte herunter, einzig Gambit gab sich Mühe.

Azazel lächelte Mystique zu. „Ja, das wird noch ein Spaß heute Abend.“

Nach der Probe schnappte er sich Kurt und lief mit ihm eine Runde durch das Haus, immer dem verbrannten Geruch nach. In einem großen Raum standen ein noch größerer Weihnachtsbaum und ein festlich gedeckter, großer Tisch.
Azazel und Kurt folgten dem angebrannten Geruch bis in die Küche. Dort hatte Pyro große Mühe, das Essen gleichmäßig anzubraten. Als er Azazel sah, hellte sich sein Gesicht auf.

„Na Santa, alles klar?“

„Bei mir schon, aber bei dir … wohl eher nicht.“

Der Geruch von angebrannten Zwiebeln trieb Azazel Tränen in die Augen.
John schaute verärgert auf den angekohlten Braten vor ihm. „Hast du schon einmal versucht Fleisch mit bloßen Händen zu braten?“

„Nein, ich hab’s auch nicht vor.“

„Du Glücklicher! Das hier wird ein Desaster.“

„Zur Not bestellen wir Pizza.“

„Charles wird mich umbringen!“

„Viel Glück.“

Azazel ging zurück in die Eingangshalle, wo die ersten Gäste eintrudelten.
Mystique redete gerade mit Deadpool und Apocalypse. Er schlenderte zu ihnen.

Apocalypse schaute Deadpool fassungslos an. „Du glaubst wirklich, dass Magneto Darth Vader besiegen könnte?“

Deadpool schaute ihn selbstsicher an. „Warum denn nicht?“

Apocalypse stieß einen unnatürlich hohen Laut aus. „Ich meine: Es ist Darth Vader! Der schwärzeste Bruder der Galaxie!“

Mystique betrachtete Azazel erschrocken. „Weinst du?“

Er schüttelte den Kopf. „Nein, sind nur die Zwiebeln aus der Küche.“

Mystique hatte ihm nicht zugehört. „Schatz, du musst wegen der Weihnachtsmannsache doch nicht weinen. Ich finde jemanden, der es macht. Du hast gewonnen.“

„Aber ich weine nicht. Wie alt bin ich denn?“

Mystique dachte nach. „Keine Ahnung, ziemlich alt, schätze ich.“

„Ist ja auch egal.“

In diesem Moment schneite Magneto mit einem lauten „Fröhliche Weihnachten!“ herein. Er hatte sich einen langen weißen Bart wachsen lassen. Deadpool schrie auf.

„Ahh, es ist Gandalf. Er will den Ring! LAUFT UM EUER LEBEN!“
In dem Raum breitete sich allgemeine Verwirrung aus. Magneto wurde aber schnell als Magneto identifiziert.

Apocalypse betrachtete Deadpool. „Welchen Ring?“

Deadpool zuckte unschuldig mit den Schultern. „Keine Ahnung wovon du sprichst.“
Er drehte sich um und zischte leise. „Mein Schaaatz!“

Azazel grinste breit. „Ich glaube wir haben unseren Weihnachtsmann gefunden.“

Magneto wurde in ein Weihnachtsmannkostüm gesteckt und er zog los, um Geschenke zu verteilen.

John kam deprimiert in die Halle und rief: „Essen!“

Azazel schaute ihn an. „Ist es so schlimm geworden?“

John schüttelte den Kopf. „Schlimmer.“

Langsam machten sich alle auf in Richtung Esszimmer. Pyro murmelte die ganze Zeit leise Entschuldigungen, aber so schlimm war es nicht. Der Unterschied zwischen Kohle und dem Essen war noch zu erkennen.

Mystique schaute Azazel an. „Gib Kurt nichts davon. Wir füttern ihn Zuhause. Das hier ist … es ist.“ Sie zuckte mit den Schultern, Azazel nickte wissend.

Charles dagegen rastete aus. Er funkelte Pyro an. „Was kannst du eigentlich? Du machst nichts richtig!“

Pyro nahm das Gemüse und warf es nach Charles. Dieser riss ein Stück von dem Braten ab und warf es nach John.
Erik brüllte: „Essensschlacht!“ und im Bruchteil einer Sekunde warfen alle mit den Speisen.

Azazel schnappte sich Kurt und Mystique und teleportierte sie in die Küche.
Er lächelte. „Ihr wartet kurz hier, okay?“
Mystique nickte genervt. „Das ist ja so was von kindisch.“
Azazel lächelte. „Oh ja!“
Dann nahm er sich den Nachtisch und teleportierte sich zurück.

Gambit warf das Kartoffelgratin nach Logan. Dieser schüttete eine Flasche Wein über Victor. Der brüllte und fing an sich mit Logan zu prügeln. Azazel nahm eine Torte und klatschte sie Storm ins Gesicht. Diese warf das, was vom Braten übrig war, nach Azazel.

Jean und Scott arbeiteten zusammen und verteilten Soße über die kämpfende Meute. Magneto verteilte Erbsen über alle, indem er die metallenen Servierplatten durch die Luft fliegen lies. Charles hatte Azazel eine Schüssel Vanillepudding abgenommen und schüttete diese über John. Der schmierte Charles mit Kartoffelpüree ein.
Apocalypse lächelte und filmte das ganze. Er würde den Film „Besinnliche Weihnachten“ nennen.

Mystique stürmte herein. „Okay, STOP! SOFORT AUFHÖREN!“

Überaschenderweise drehten sich alle zu ihr um. Sie blitzte wütend mit den Augen. „Ihr werdet sofort aufhören und hier aufräumen! Wie alt sind wir denn?“

Apocalypse rieb sich das Kinn und warf Azazel einen nachdenklichen Blick zu. Dann wandte er sich an Mystique. „Wir alle zusammen oder jeder einzeln?“

Sie reagierte nicht darauf. „Los! Fangt an!“

Nach ungefähr zwei Stunden sah alles relativ normal aus. Man sollte nur noch die Wände streichen und die Tischdecken verbrennen.

Azazel setzte sich zu Mystique.

„Du bist ein schrecklicher Spielverderber, aber heute hattest du Recht.“

Sie lächelte. „Schön, dass du es einsiehst.“

Azazel zog zwei Päckchen hinter seinem Rücken hervor. „Frohe Weihnachten.“

Mystique zog die Stirn zusammen. „Ich dachte wir schenken nichts.“

Er grinste. „Na und? Packs schon aus. Das größere ist übrigens für Kurt.“

In dem Päckchen für Kurt war ein Kuscheltier. Ein verdammt flauschiges Kuscheltier. Mystique lachte.

Azazel sprach schnell. „Los, öffne deins!“

„Warum bist du so nervös?“ Mystique war ein bisschen verwirrt.

Sie zog das Geschenkpapier ab. Ein kleines blaues Kästchen kann zum Vorschein. Sie öffnete es. Darin befand sich ein schmaler, silberner Ring mit einem Diamanten.
Mystique schaute Azazel glücklich an.

Er kniete sich vor sie.

Langsam hatten alle das Szenario mitbekommen und beobachteten sie.

„Willst du mich heiraten?“ Azazel lächelte. Seine Hände zitterten.

„Ja. Ja, ich will dich, einen mit Essensresten beschmierten Kerl, heiraten. Du hast absolut keinen Sinn für Romantik.“ Sie lachte.

Er nickte schelmisch. „Aber ich liebe dich.“

Sie küssten sich. Alle klatschten, bis auf Apocalypse, der immer noch filmte.

Mystique schmunzelte. „Aber nur, wenn John nicht kocht.“

Azazel schüttelte den Kopf. „Niemals.“
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