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Rache ist nicht alles

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Xena
24.12.2011
05.11.2017
28
24.060
 
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24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.11.2015 1.735
 
Es tut mir unglaublich leid, dass es mal wieder so lange gedauert hat, aber neben Schule und Arbeit bleibt nicht so viel Zeit wie ich gern hätte.  Zu allem überfluss hatte ich auch noch eine kleine Blockade, doch dafür ist das Kapitel dann doch wieder ein klein wenig länger ausgefallen, als das letzte.
Allerdings wird dies wohl das vorletzte Kapitel meiner Story werden. Langsam gehen mir die Ideen für die Beiden aus und mit der Zeit sieht es in naher Zukunft auch nicht besser aus :(
Ich hoffe natürlich, dass euch das Kapitel trotzdem gefällt.
Und vielen Dank noch einmal anCsiMiamiLover für dein Review :)


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„Aphrodite?“, fragt Anna in das Nichts und dreht sich immer wieder um ihre eigene Achse. Die Göttin lässt auch gar nicht mehr lange auf sich warten und ein heller Blitz verkündet ihre Ankunft. Anna erschrickt und hebt zur Abwehr das Schwert, doch als ihr Blick auf die Göttin der Liebe fällt, lässt sie es auch sofort wieder sinken.
„Du musst schnell zu ihr, Anna. Du bist unsere letzte Hoffnung. Wenn sie Cortese umbringt, dann kann sie Nichts und Niemand mehr aufhalten, dann gehört sie ganz Ares. Das alles war sein Plan um sie ein für alle Mal an sich zu binden, um die gesamte Welt und den Olymp zu übernehmen.“, erklärt Aphrodite der Brünetten.
„Und wie genau soll ich gegen einen Gott ankommen? Falls du es noch nicht mit bekommen hast, ich bin nur ein Mensch…und nicht gerade die Stärkste.“
„Wenn es um die pure Kraft geht vielleicht nicht, aber du hast dafür viele andere Talente und Stärken. Niemand vor dir hat es je geschafft, Xena so nahe zu kommen.“, dies lässt Anna leicht rot werden und sie senkt ihren Blick Richtung Boden. Daraufhin überwindet Aphrodite die wenigen Schritte, die sie und Anna noch trennen und legt ihre Hand auf Annas Wange und bringt die Brünette dazu ihr in die Augen zu schauen. „Du hast jedes Recht sie zu hassen, aber es ist mehr als deutlich wie auch sie dich verändert hat. Man müsste schon blind sein, um die Chemie zwischen euch nicht wahr zu nehmen. Ihr gebt einander so viel…du bist die Einzige die im Moment noch zur ihr durchdringen kann.“

Anna steht Aphrodite gegenüber und starrt die Göttin einfach nur an. Sie war her gekommen um die Kriegerprinzessin aufzuhalten, sie davor zu bewahren einem Fehler zu begehen, doch was die Göttin der Liebe ihr da gesagt hat…dann hängt also die Zukunft der ganzen Welt davon ab, Xena aufzuhalten. Die Frage war nur wie sie das anstellen sollte. Auch wenn Aphrodite so ein großes Vertrauen in sie setzt, aber sie muss hier immerhin gegen einen Gott ankommen. Und nicht gegen irgendeinen. Hier geht es um Niemand geringern als Ares, der schon seit Jahren großen Einfluss auf Xena hat. Und sie kennt die Kriegerin erst seit Tagen.
„Wieso versuchst du nicht selber sie aufzuhalten? Immerhin bist du eine Göttin.“, fragt Anna.
„Weil Xena nie auf mich hören würde. Der einzige Mensch oder Gott auf dem sie im Moment noch hören wird bist du, Anna.“
„Und wieso bist du dir da so sicher?“
Aphrodite lächelt die Brünette an: „Ich habe euch die ganze Zeit beobachtet. Was ihr für einander empfindet, auch wenn ihr es euch selber noch nicht so wirklich eingestehen wollt…so etwas habe ich schon seit Langem nicht mehr gesehen und gespürt.“, für eine Weile herrscht Stille zwischen den Beiden, bis Aphrodite weiter spricht: „Bitte Anna, ich glaube an dich…an euch.“
Anna nickt noch etwas zaghaft, doch nach dem sie noch einmal tief durchgeatmet hat, verliert sie keine weiter Zeit und läuft los.

Schlitternd betritt Anna den Tempel und sieht wie ein Mann, bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Cortese handelt, in der Mitte der Halle auf dem Boden liegt. Über ihm die Kriegerprinzessin, welche ihr Schwert gegen seine Kehle drückt.
Da war sie wohl gerade noch rechtzeitig gekommen.
„Xena, bitte tu das nicht.“, bittet Anna die Kriegerin noch leicht atemlos.
Diese hebt kaum merklich ihren Kopf, doch lässt den Mann nicht aus den Augen: „Was willst du hier?“
„Was denkst du wohl?“, schnaubt Anna und stellt sich neben Xena. „Dich von dem größten Fehler deines Lebens abhalten.“, sagt die Brünette, wobei sie eine Hand auf Xenas Schwerthand legt und ihr ein Lächeln schenkt.
„Er hat alle getötet die mir je etwas bedeutet haben, meine gesamte Familie…du wolltest doch genau das Selbe mit mir anstellen und wahrscheinlich auch immer noch. Also nenn mir nur einen guten Grund, warum ich ihm nicht hier und jetzt die Kehle aufschlitzen sollte.“, nun schaut Xena voller Hass zu Anna auf.
Doch die Brünette lächelt sie nur weiterhin an: „Erst einmal sollte ich dir sagen, dass ich dir das mit meiner Familie und meinem Dorf noch lange nicht verziehen haben, aber dich umbringen…das will ich schon seit einer ganze Weile nicht mehr. Zweitens bist du so viel besser als er. Und drittens…damit hätte ich eventuell anfangen sollen…“, murmelt Anna mehr zu sich selber, „…ich weiß, du verspürst diesen unsagbar großen Hass, vor allem auf ihn, doch wenn du ihn jetzt umbringst, dann…“, Anna kommt ins stocken und ihr schießen wieder Aphrodites Worte in den Kopf. `Wenn sie Cortese umbringt, dann kann sie Nichts und Niemand mehr aufhalten, dann gehört sie ganz Ares. Das alles war sein Plan um sie ein für alle Mal an sich zu binden, um die gesamte Welt und den Olymp zu übernehmen.´
„Dann was?“, holt eine mehr als nur ungeduldige Xena sie aus ihren Gedanken.
„Sagen wir einfach, die Welt wie wir sie kennen wäre verloren.“
„Was?“, fragend runzelt die Kriegerprinzessin die Stirn.
„Bitte vertrau mir, Xena. Ihn zu töten bringt deine Familie auch nicht wieder zurück.“
Die beiden Frauen stehen sich einfach nur gegenüber, der Mann am Boden aus den Gedanken verdrungen, und schauen sich in die Augen. Dabei scheint Xena so versunken zu sein, dass sie gar nicht bemerkt, wie Anna ihr das Schwert aus der Hand nimmt.

Cortese beobachtet die Beiden die ganze Zeit und nimmt dies als sein Stichwort um von dort zu verschwinden. Langsam rutscht er von ihnen ein Stück weg und versucht trotz seiner Wunde am Bein, die er Xena verdankt, aufzustehen und davon zu laufen, was jedoch eher an ein Humpeln erinnert. Aus den Augenwinkeln bekommt Anna das jedoch alles mit und da sie nicht riskieren will, dass Xena ihn doch noch tötet, nimmt sie es selber in die Hand. Doch anstatt das Schwert durch seinen Körper zu stoßen, schlägt sie ihn nur mit dem Knauf der Waffe bewusstlos.
Dies holt nun auch die Kriegerin aus ihrer Starre und sie blickt zwischen Anna und Cortese hin und her. Gerade als Xena den Mund auf machen will, um etwas zu sagen, wird der Tempel mit einem Lichtblitz erhellt. Die Zwei drehen ihre Köpfe zu der Quelle und vor ihnen steht Ares mit verschränkten Armen.
„Wie süß, ich glaub ich muss mich gleich übergeben.“, kommentiert er die Szene vor sich.
Sofort stellt sich die Kriegerprinzessin schützend vor Anna und nimmt ihr dabei das Schwert ab: „Was willst du?“
„Ach, ich bin nur hier, in meinem Tempel, um zu sehen, ob du Cortese endlich erledigt hast.“, er wendet seinen Blick dem bewusstlosen Mann zu. „Doch wie ich sehe, bin ich zu zeitig. Was solls, dann bleib ich eben für das große Finale.“, Ares geht zu seinem Thron und macht es sich dort mit einem breiten Grinsen bequem. „Worauf wartest du noch, Schätzchen, bring es endlich zu ende.“
„Xena wird Niemanden mehr für dich umbringen, Ares.“, sagt Anna mit fester Stimme und baut sich vor ihm auf. „Du musst dir jemand anderen suchen, mit dem du den Olymp übernimmst und die Welt zerstörst“
„Achja? Ist das so?“
„Ja.“, antwortet Anna knapp und starrt ihn todernst in die Augen.
„Darf ich das dann als eine freiwillige Meldung von dir verstehen? Bist du endlich so weit, ihren Platz an meiner Seite einzunehmen?“, fragt der Gott des Krieges und lehnt sich ein Stück nach vorn.
„Das kannst du so was von vergessen. Keine von uns Beiden wird je wieder für dich auch nur irgendetwas machen und schon gar keine Menschen töten.“
Er ließ seinen Blick zu der Kriegerin wandern: „Und was sagst du zu all dem, Xena?“
„Du hast sie gehört, ich habe dem Nichts hinzuzufügen.“
„Hm.“, Ares lehnt sich wieder zurück und fährt sich über den Bart. „Und ihr glaubt, dass ich das einfach so hin nehme? Euch einfach so hier raus spazieren lasse?“
„Dann wärst du wohl nicht du.“, brummt Xena und festigt den Griff um ihr Schwert.
„Kluges Mädchen.“, wieder grinst der Gott und erhebt sich von seinem Thron, im nächsten Moment hat er auch schon ein Schwert in der Hand. „Also, die einfache oder die harte Tour?“
Xena dreht ihr Schwert vor dem Körper und geht in Angriffsstellung: „Zeig was du drauf hast.“

Die Beiden gehen auf einander los und Xena scheint nicht den geringsten Respekt vor dem Gott des Krieges zu haben. Unbarmherzig schlagen sie mit ihren Schwertern auf einander ein. Langezeit scheint es, als wenn sie mehr als nur Ebenbürtig wären, doch schließlich gewinnt Ares die Überhand und drängt Xena immer weiter in die Enge. Er landet immer mehr Treffer und grinst eingebildet. Nur zu gut kennt er Xena, als dass sie ihn besiegen könnte und so ist es nur eine Frage der Zeit bis er seine Waffe schließlich in Xenas Körper jagt. Die Kriegerin reißt die Augen auf und schaut über seine Schulter zu der genau so geschockten Anna. Als er sein Schwert wieder aus ihr heraus zieht, fällt sie erst auf ihre Knie, bevor sie zur Seite kippt.
„Xena!“, ruft Anna und ist sofort an ihrer Seite. „Nein, bitte nicht.“, fleht sie ich streicht die langen, braunen Haare aus dem Gesicht der Kriegerin.
„So eine Vergeudung.“, sagt Ares und wischt das Blut von seiner Klinge.
In diesem Moment schnappt irgendetwas in Anna und ohne weiter darüber nachzudenken, greift sie sich das Schwert der Kriegerprinzessin und geht auf den Gott des Kriegers los. Dieser ist überrascht und kann die ersten Schläge gerade so abwähren, doch Anna ist so wütend und voller Hass, dass sie alles um sich herum vergisst und wie besessen immer und immer wieder auf ihn einschlägt und einsticht. Mehr und mehr Treffer gehen in das Ziel und letztenendes bringt erst sein Gurgeln die Brünette aus ihrem Rausch. Erschrocken lässt sie den Knauf des Schwertes los und Ares geht zu Boden.
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