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Rache ist nicht alles

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Xena
24.12.2011
05.11.2017
28
24.060
 
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24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.09.2015 1.041
 
Es hat wieder eine Ewigkeit gedauert, aber jetzt hab ich doch endlich geschafft ein neues Kapitel fertig zu bekommen.
Und wieder ein großes  Dankeschön an CsiMiamiLover, Nachtschatten  und frozenB für eure lieben Reviews :D

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Als Anna aufwacht ist neben ihr der Platz, wo die Kriegerin am Abend eingeschlafen ist leer. Sie schaut auf die andere Seite nur um sicher zu gehen, dass Silas nicht auch weg ist. Erleichtert atmet die Brünette aus und streicht dem Jungen kurz durch die Haare, bevor sie aufsteht und sich daran macht Frühstück zu zubereiten.
„Hey, wo warst du?", fragt Anna als Xena plötzlich neben ihr auftaucht.
„Unterwegs. Wieso?"
„Nur so."
Xena setzt sich neben Anna und grinst sie an: „Du hast dir doch nicht etwa Sorgen gemacht, oder?"
„Wenn du es genau wissen willst...doch, das habe ich."
„Tut mir leid, ich hätte dir ja Bescheid gesagt, aber...du...ich wollte dich noch etwas schlafen lassen.", sagt die Kriegerin entschuldigend.
„Und was war so wichtig?"
„Nichts weiter. Ich dachte nur...jetzt wo wir zu dritt sind, brauchen wir wohl mal ein zweites Pferd. Ich will nicht ständig nebenher laufen müssen."
„Du hast ein Pferd besorgt?", Anna schaut zu Xena.
„Ja."
„Bitte sag mir, dass du Niemanden dafür umgebracht hast."
„Keine Sorge, es musste Niemand dran glauben. Den Bauern habe ich reichlich entlohnt."
Leicht entsetzt und mit offenem Mund schaut Anna zu der Kriegerprinzessin auf, völlig Sprachlos.
„Was?", will Xena wissen.
„Du...du hast wirklich…für ein Pferd...bezahlt?"
„Mach bitte keine große Sache daraus. Es ist nur ein Pferd."
„Eben, es ist nur ein Pferd. Du kannst mir nicht erzählen, dass du je für deine Pferde bezahlt hast."
Xena atmet leicht genervt aus: „Pack einfach die Sachen zusammen und lass uns endlich weiter reiten."
„Wie ihr wünscht, Herrin.", erwidert Anna und täuscht eine Verbeugung vor, bevor sie an Xena vorbei geht.
Diese schaut ihr nur mit hochgezogener Augenbraue hinter her und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen, als sie Anna noch murmeln hört: „Es gibt doch noch Hoffnung."

„Wann sind wir denn endlich da?", Silas legt seinen Kopf in den Nacken um Anna, die hinter ihm auf dem Pferd sitz, fragend anzuschauen.
Die Brünette streicht dem Jungen über den Kopf und schenkt ihm ein Lächeln: „So bald wir das nächste Dorf erreichen, machen wir Rast."
„Wohin genau reiten wir eigentlich?", will der Kleine wissen und schaut zwischen den beiden Frauen hin und her.
Anna wendet ihren Blick ebenfalls zu Xena, denn so wirklich weiß sie auch nicht, wo genau sich Xenas Festung befindet.
„Es ist nicht mehr weit.", ist alles was die Kriegerin als Antwort von sich gibt, ehe sie Argo die Sporen gibt und vorne weg reitet. Anna lässt ihr Pferd auch schneller laufen, doch hält etwas Abstand zu der Kriegerin, während sie Xena beobachtet.
Wie wird es wohl sein, wenn sie in Xenas Reich angekommen sind? Ob sie dann wohl wieder die alte sein wird? Am liebsten wäre es Anna, wenn sie nie ankommen würden. Je mehr Zeit sie ohne die Männer der Kriegerprinzessin in der Nähe verbringen, desto...sanftmütiger wird sie. Und Anna kann nicht abstreiten, dass sie die Zeit mit Xena genießt. Vor allem, seit sie die andere Seite der Kriegerin kennengelernt hat.
Anna schüttelt ihren Kopf und lacht kurz auf. Wenn man ihr vor kurzem gesagt hätte, dass sie zusammen mit der Kriegerprinzessin durch Griechenland reiten würde, dann hätte sie diese für vollkommen verrückt erklärt. Denn noch vor ein paar Tagen hätte sie Xena am liebsten ihr Schwert ins Herz gestoßen. Wobei sie zu der Zeit nicht sicher war, dass sie überhaupt ein Herz besaß.
Noch immer betrachtet Anna die Kriegerprinzessin, wie sie Stolz auf ihrem Pferd sitzt und vor ihnen her reitet. Irgendwann dreht sich Xena zu ihren beiden Begleitern um und als sich die Blicke der zwei Frauen treffen, scheint alles um sie herum für einen Bruchteil zu verschwinden. Für Anna existiert nur noch das Blau von Xeans Augen. Sie bekommt nicht einmal mit wie sich ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitet. Erst Silas Stimme holt sie kurz in das Hier und Jetzt zurück.
„Ich habe Hunger.", beschwert sich der Junge trotzig, doch Anna kann ihren Blick immer noch nicht von der Kriegerin abwenden und hat den Kleinen auch fast sofort wieder vergessen.
Xena hält Annas Blick und sagt schließlich lächelnd: „Dann sollten wir wohl etwas schneller reiten. Das nächste Dorf dürfte auch nicht mehr weit sein. Was haltet ihr von einem kleinen Wettrennen? Wer zuletzt ankommt, muss die Nacht auf dem Boden schlafen."
Endlich findet die Brünette ihre Stimme wieder: „Du bist dir ziemlich Siegessicher, kann das sein?"
„Du weißt mit wem du es zu tun hast oder?", Anna bringt ihr Pferd auf gleiche Höhe von Argo.
„Es wird mir ein vergnügen sein, die große Kriegerprinzessin zu schlagen."
„Träum weiter.", lacht Xena und gibt Argo erneut die Sporen.
„Halt dich gut fest.", lacht Anna und treibt ihr Pferd ebenfalls an.

Xena ist die erste, die ihr Pferd zum stehen bringt, doch sie ist alles andere als Glücklich. Wie konnte sie das Wettrennen nur verlieren? Bis kurz vor der Dorfgrenze hatte sie vorne gelegen und in letzter Sekunde war die Brünette, angefeuert von Silas, an ihr vorbei geritten.
„Netter Versuch, Prinzessin.", lacht Anna, als sie neben Xena zum stehen kommt.
Die Kriegerin hat schon eine schnippische Antwort auf den Lippen, doch als sie das Strahlen der Brünetten sieht, kann sie nichts anderes tun als zu Lächeln: „Nur, dass du es weißt, das schreit nach einer Revanche."
„Sicher doch, aber die wirst du genau so wenig gewinnen.", Anna steigt von ihrem Pferd ab und nach dem sie die Zügel festgebunden hat, hilft sie auch Silas herunter.
„Du hattest nur Glück.", erwidert Xena, während sie Argos Zügel befestigt.
„Ich würde es eher Clever nennen.", die Brünette geht um die beiden Pferde herum und stellt sich vor Xena.
Diese holt Luft um etwas zu erwidern, doch wird von einem lauten Magenknurren unterbrochen und sagt schließlich mit einem Lächeln: „Lass uns diese Diskussion auf später verschieben, sonst verhungert der Kleine uns noch."
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