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Rache ist nicht alles

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Xena
24.12.2011
05.11.2017
28
24.060
 
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24.12.2011 512
 
Fast eine Woche ist vergangen und Anna hat das kleine Dorf, in welches Jason wollte, schon beinahe erreicht.
Immer wieder das selbe. Beide gehen verschiedene Wege und doch enden sie am gleichen Ort. Meistens muss sie Jason aus der Patsche holen. Und so wie sie es einschätzt, wird sich daran auch nie etwas ändern. Wenn sie ehrlich ist, will sie auch gar nicht, dass sich daran irgendetwas ändert.
Die Menschen in dem Dorf laufen aufgeregt durch die Gegend. Alle sind in Aufruhr. Eine alte Frau blutet stark aus einer Wunde und wird von ihrer Tochter gestützt.
Das Dorf bietet ihr überall das selbe Bild. Verletzte Menschen und Chaos wohin das Auge sieht.
Eine Junge Frau hockt über einen verletzten Mann und versucht seine Blutungen zu stoppen.
Anna bleibt bei den beiden stehen. „Was ist hier passiert?“
Die Frau blickt mit Tränenunterlaufenen Augen zu der Brünetten auf: „Die Kriegerprinzessin.“, antwortet sie kurz, mit brüchiger Stimme und wendet sich wieder dem Verletzten vor sich zu.
Geschockt steht Anna einfach nur da. Sekunden vergehen. Doch für sie fühlt es sich an wie Stunden.
Langsam setzt sie einen Fuß vor den anderen und läuft immer noch wie betäubt durch das Dorf. Auf der Suche nach Jason. Dem einzigen, den sie noch hat.
Gerade als sie ein Wirtshaus betreten will, stockt sie in ihrer Bewegung. Nicht weit von ihr liegt ein Mann und kämpft um sein Leben.
Ohne weiter darüber nach zu denken, geht sie auf ihn zu, um ihm zu helfen. Anna ist nicht einmal mehr zwei Schritte von ihm entfernt. Ihr stockt der Atem.
Der Mann vor ihr ist kein geringerer als Jason. Ihre Beine geben nach und sie sinkt neben ihm auf die Knie.

„Jason.“, bringt sie Atemlos hervor.
„Ann.“, er öffnet langsam und kraftlos seine Augen.
„Halt durch. Du schaffst das. Du musst durch halten.“, sie drückt auf die Wunde und betet zu allen ihr bekannten Göttern. „Ich werd Hilfe holen.“, Anna will aufstehen, doch Jason fast nach ihrem Handgelenk und bringt sie zum bleiben.
Er schaut sie an. Wissend, dass sein Ende nahe ist.
Ohne dass er auch nur ein Wort sagen muss, nickt sie verstehend. Anna rutscht so nahe an ihn, dass sie seinen Kopf in ihren Schoss legen kann.
Sie versucht mit aller Kraft, die erneut heran nahenden Tränen zu unterdrücken. Doch mit wenig erfolg. Die Tränen rollen über ihre Wange und einzelne von ihnen landen auf Jason.
Dieser Lächelt leicht: „Kleine…versprich mir, dass…“, er schluckt hart. „…dass du auf dich aufpasst.“
Anna nickt.
„Und bau keinen Blödsinn.“
Erneutes nicken.
„Versprich es, Ann.“, er drückt mit ganzer Kraft ihr Handgelenk. Jedoch ist es nur noch ein hauch von Berührung.
„Ich…ich verspreche es.“, ihre Stimme bricht.
„Ich hab dich lieb, Kleines.“, flüstert er mit aller letzter Kraft.
„Ich dich auch.“, erwidert Anna, doch Jason hört es nicht mehr.
Nun hat auch er seinen Platz in den Elysischen Gefilden gefunden.
Anna verliert jegliche Beherrschung. Tränen über Tränen rollen über ihr Gesicht. Sie hält den reglosen Körper des Mannes so fest sie kann. Als könnte sie ihn so zurück bringen.
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