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Rache ist nicht alles

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Xena
24.12.2011
05.11.2017
28
24.060
 
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24.12.2011 549
 
Anna weiß nicht wie lange sie geritten sind, irgendwann hat sie jegliches Zeitgefühl verloren. Ab und an wurde ihr Schwarz vor Augen und schließlich war sie so erschöpft, dass sie eingeschlafen ist. Erst als Xena ihr Pferd zum stehen gebracht hat, hat sie ihre Augen wieder geöffnet. Mit ihrer Hilfe ist sie auch wieder von dem Pferd herunter gekommen.
Die Kriegerin hat sie gegen einen Baum gelehnt und erneut ihre Wunden versorgt, dabei hat Anna ihre Augen wieder geschlossen.
Die Schmerzen waren kaum noch auszuhalten und sie wusste auch nicht wie lange sie noch durchhalten konnte.
Schließlich öffnet Anna ihre Augen wieder ein bisschen und schaut sich ihre Umgebung an. Sie befindet sich auf einer schmalen Lichtung, an einem kleinen See.
Xena entledigt sich gerade ihres Brustpanzers, ihrer Stiefel und dem Rest ihrer Kleidung.
So sehr Anna es auch will und versucht ihren Blick abzuwenden, doch sie kann ihre Augen einfach nicht von der Frau vor sich loseisen.
Das kurze Lederkleid rutscht an ihrem Körper herunter. Die Sonne verleiht ihrer Haut einen verführerischen Schimmer. In diesem Licht konnte man kaum ahnen, was ihre Hände schon für Leid verursacht haben. Selbst Anna vergisst dies alles für einen Augenblick. Für einen Moment sieht sie dieses kleine zerbrechliche Mädchen, welches sie vor ein paar Jahren war. Wenn man einmal von den Narben auf ihrem Körper absieht.
Doch wie war das möglich? Diese Frau hat so viele Familien auseinander gerissen. Kindern ihre Eltern weggenommen, Frauen ihre Ehemänner, Mädchen ihre Brüder. Wie war es also möglich, dass sie in diesem Moment so unschuldig aussehen konnte?

Xena nimmt Annas Blick war und kann sich ein grinsen nicht verkneifen. Doch sagt sie nichts dazu und läuft den schmalen, kurzen Pfad zu dem See entlang. Langsam geht sie in das Wasser.
Das kalte Nass umschließt sofort jeden Fleck ihres Körpers. Diese Abkühlung verhilft ihr dazu, wieder einen klaren Kopf zu bekommen.
In den vergangen Tagen war viel passiert. Sie hatte ja schon lange das Gefühl, dass Ares auf der Suche nach einem Nachfolger für sie war. Aber warum ausgerechnet eine junge Frau, die noch nie im Leben auch nur einer Fliege was zu leide tun konnte? Und das aller schlimmste an der Sache war, dass sie nicht verstand, warum ihr die Frau leid tat.
Sie hasste sich schon fast dafür, dass sie Anna solche schmerzen zugefügt hatte und nicht nur die körperlichen. Sie genoss die Nähe zu ihr und fühlte sich bei ihr geborgen wie schon Jahre nicht mehr.

Die Kriegerin ist gerade einmal bis zu den Knien im Wasser, als sie hinter sich Anna fluchen hört. Blitzschnell dreht sie sich zu ihr um, in der Annahme, dass die Frau versucht zu fliehen, doch diese versucht sich jediglich auf zu setzten.
Mit schnellen schritten geht Xena zu ihr, um behilflich zu sein.
Anna zuckt sofort zusammen, weil sie befürchtet wieder Schläge einstecken zu müssen. Doch statt dessen wird ihr von der Kriegerprinzessin geholfen. Ihre Hände schließen sich sanft um ihr Arme und sie wird sachte nach oben gezogen.
Annas Augen streifen über Xenas Körper und sie bemerkt, wie ihr die Röte ins Gesicht steigt. Sie versucht schnell ihren blick von der nackten Kriegerin abzuwenden, doch bleibt bei ihren eisblauen Augen hängen. Ein Schauer jagt durch Annas Körper und sie verliert sich fast augenblicklich in dem Blau.
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