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Rache ist nicht alles

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Xena
24.12.2011
05.11.2017
28
24.060
 
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24.12.2011 458
 
Anna sitzt kraftlos auf feuchtem Erdboden und lehnt an einem dicken Baumstamm. Aus ihren frischen Wunden läuft dickflüssiges Rot und die, die nicht bluten, nässen einfach nur. Sie hat ihre Augen geschlossen und betet zu allen ihr bekannten und unbekannten Gottheiten um Kraft, all das durch zustehen.
„Bitte Xena, lass mich ihre Wunden versorgen.“, Markos flehende Stimme dringt zu ihr.
Langsam öffnet die Brünette ihre Augen eine Spalt und nimmt zwei verschwommene Schemen wahr.
„Reite zurück zum Heer und führe sie nach Hause.“, Xena wendet sich von ihm ab und streicht Argo über die Seite.
„Wenn ihre Wunden nicht bald versorgt werden, dann…“
„Ich sagte, du sollst zurück reiten! Um die Kleine werde ich mich schon kümmern.“, unterbricht die Kriegerin den Mann und betrachtet ihn mit scharfem Blick. „Keine Sorge, deiner kleinen Freundin wird schon nichts geschehen.“
Die beiden Krieger stehen sich einfach nur gegenüber und fechten einen Gedankenkampf aus.
„Jetzt setz dich auf dein Pferd und führe meine Befehle aus.“, bricht Xena das Schweigen und mit einem letzten Blick auf die verwundete Anna, schwingt er sich in seine Sattel und reitet davon.

Xena betrachtet die Brünette mit eindringlichen Augen. Etwas in ihrem Blick jagt Anna einen eiskalten Schauer über den Rücken. Die Kriegerin geht ein paar Schritte auf den Baumstamm zu und hockt sich vor der Verwundeten hin. Ohne auch nur den kleinsten Moment, ihren Blick von ihr zu lösen.
Anna versucht sich etwas auf zurichten, jedoch durchfährt sie bei der kleinsten Bewegung ein kaum auszuhaltender Schmerz. So sackt sich wieder in sich zusammen.
Nach einer schier endlos langen Zeit des Schweigens durchbricht Anna mit leiser, brüchiger Stimme die Stille: „Überlegst du dir gerade, wie du mich am besten und einfachsten los wirst?“
Ein hauchfeines Lächeln umspielt die Lippen der Kriegerprinzessin. „Es gibt viele die dich für diese Tat, ohne mit der Wimper zu zucken umbringen würden.“, antwortet sie.
„Als wenn du damit ein Problem hättest. Bisher konnte dich doch noch nie jemand davon abhalten zu morden.“
„Ich bin noch nie jemanden wie dir begegnet. Du weißt, dass dein Ende nahe ist und trotzdem, zeigst du nicht die geringste Angst und deinen Mund hältst du auch nicht.“, stellt die große Kriegerin fest und klingt dabei ein wenig beeindruckt.
„Was hab ich auch schon zu verlieren.“, wieder versucht Anna sich aufzurichten, doch scheitert an ihren Schmerzen.
„Du solltest dich besser nicht bewegen.“
„Also warten wir jetzt solange, bis ich hier verblute?“, Annas Stimme ist nicht mehr als ein flüstern.
Xena erhebt sich und geht zu ihrem Pferd. „Eigentlich würde nichts dagegen sprechen, dich hier einfach sterben zu lassen.“, sie befreit Argo von einer Satteltasche. Leichtfüßig dreht sie sich wieder zu der Brünetten um. „Aber so jemand bin ich ja nicht.“
Anna schnaubt verächtlich: „Seit wann das denn?“
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