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Rache ist nicht alles

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Xena
24.12.2011
05.11.2017
28
24.060
 
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24.12.2011 483
 
Anna lag die ganze Nacht wach und hat über die Worte nachgedacht, die immer noch in ihren Gedanken nach hallten `Ab jetzt, Sklavin, gehört dein Leben mir!´
Wie soll sie hier nur wieder rauskommen?
„Los beweg dich!“, sie wird von einem Soldaten getreten und hoch gezogen.
Er umfasst ihren Arm mit seiner riesigen Klaue und klemmt ihr fast das Blut ab. Noch leicht verschlafen und neben der Spur, folgt sie ihm bereitwillig. Doch ehe die beiden das Zelt der Kriegerprinzessin verlassen können, tritt diese durch den Zelteingang. Sie kneift die Augen zusammen und betrachtet die zwei mit finsterem Blick.
Der Mann lockert seinen Griff ein wenig und weicht einen Schritt zurück, aus Furcht vor seiner Herrin.
„Sag Markos, er soll sie an mein Pferd binden.“, sie sieht Anna mit einem Funkeln an.
Der Soldat nickt kurz und zieht die Brünette hinter sich aus dem Zelt.
„Und dann hilf den anderen. Wir haben nicht ewig Zeit.“, ruft sie den beiden noch befehlend nach.

„Ist es zu fest?“, Markos Stimme holt Anna aus ihren Gedanken.
„Was interessiert dich das?“, kontert sie nur.
„Anna, ich habe schon versucht es dir zu erklären, aber…“, beginnt Markos, wird jedoch jäh von ihr unterbrochen.
„Spar es dir doch einfach. Ich verzichte auf deine Erklärungen.“, hasserfüllt sieht sie ihn an und gibt ihm zu verstehen, er solle sie lieber in ruhe lassen.
Wie konnte sie nur jemals so jemanden lieben? Und wieso, hat sich das nach all der Zeit und den Dingen die passiert sind, die sie über ihn erfahren hat, noch nicht geändert?
Eine einzelne Träne bahnt sich ihren Weg an die Oberfläche. Schnell dreht Anna ihren Kopf zur Seite, dass Markos sie nicht bemerkt.
In dem Moment kommt Xena und sieht, wie die Träne über Annas Gesicht rollt. Mit einem grinsen bleibt die Kriegerin stehen und sieht zu, wie Markos das Seil an ihrem Sattel befestigt.
„Ich mache den Rest.“, sagt Xena knapp.
Markos steht unschlüssig da. Ihm ist nicht wohl dabei, Anna mit der Kriegerprinzessin allein zu lassen. Doch Xenas Blick lässt ihm keine andere Wahl und so lässt er die beiden Frauen, mit einem unguten Gefühl in der Magengegend, allein.
„Was ist das für ein Gefühl, wenn das einzige, was man hat, das ist, sich über das Leid anderer zu freuen?“, fragt die Brünette, während die Kriegerin ihre Fesseln fester zieht.
„Ich hoffe, du hast viel Ausdauer. Wir haben heute einen weiten Weg vor uns.“, übergeht Xena ihre Frage einfach.
Die Kriegerprinzessin überprüft noch einmal, ob ihr Sattel fest ist und ehe sie auf ihr Pferd steigt, streicht sie ihrem Pferd Argo sanft über die Seite und flüstert ihr beruhigend ins Ohr.
Das Bild widerspricht allem, was Anna über sie denkt und weiß. Unverständlich schüttelt sie leicht den Kopf.
Kaum sitzt die Kriegerin auf ihrem Pferd, gibt sie ihr auch schon die Sporen. Anna verliert das Gleichgewicht und wird von Argo hinter sich hergeschleift.
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