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Rache ist nicht alles

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Xena
24.12.2011
05.11.2017
28
24.060
 
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24.12.2011 637
 
„Xena.“, einer der Wachen betritt, leicht zaghaft, das Zelt seiner Herrin.
„Was willst du?“, genervt sieht sie zum Eingang.
„Wir haben einen Mann entdeckt. Er hat im Lager rumgeschnüffelt.“
„Bringt ihn rein.“, Xena erhebt sich aus ihrem Bett und setzt sich auf ihren Stuhl.
Zwei hochgewachsene, starke Männer stoßen einen anderen in die Mitte des Zeltes.
„Ich hab nicht spioniert.“, versucht dieser sich zu verteidigen.
„Nein, du wolltest nur meine Beute stehlen.“, sagt Xena nur. Der Mann lächelt sie leicht an. „Lasst uns allein.“, befiehlt sie und ihre Soldaten verschwinden.
„Du lässt mir doch jetzt nicht etwa die Hände abschlagen, oder?“
„Wie oft habe ich dir schon gesagt, du sollst lieber jemand anderen bestehlen?“
„Ach komm schon Xena, sei nicht so. Du hast immer die besten Schätze. Und denk doch daran, was wir schon alles zusammen durch gemacht haben.“
„Autolycus, du weißt, ich bin nicht gerade bekannt dafür, jemanden zu verschonen.“
„Aber ich bin sicher, für einen alten Freund machst du bestimmt mal eine Ausnahme.“
Bei dem Wort `Freund´ hebt Anna den Kopf und schaut ungläubig zwischen den beiden hin und her.
Wie kann es sein, dass jemand wie Xena so etwas wie Freunde hat? Das ist wie ein ungeschriebenes Naturgesetz.
„Wieso sollte ich?“, die Kriegerin nimm einen großen Schluck Wein.
„Ich bitte dich, Xena. Ich könnte dir dabei helfen, an noch mehr Gold zu kommen. Schließlich bin ich der König der Diebe. Wer, wenn nicht ich, könnte dir dabei behilflich sein?“, versucht der Mann um sein Leben zu Veilchen.
„Ich werde darüber nachdenken.“, sagt sie nur, ehe sie die beiden Wachen ruft und den Mann wegbringen lässt.

„Was meinst du, sollte ich ihn verschonen, oder doch lieber umbringen lassen?“, erstaunt sieht Anna zu der Kriegerprinzessin auf.
Ihr Götter! Warum fragt Xena ausgerechnet sie, was sie mit dem Dieb anstellen soll?
Die Kriegerin nimmt erneut einen Schluck aus ihrem Becher und beobachtet die Brünette über diesen hinweg.
„Als wenn du meinen Rat bräuchtest.“, gibt Anna schließlich von sich.
„Oh, ich brauche ihn nicht, mich interessiert jediglich, was du mit ihm tun würdest. Also was meinst?“
Anna mustert die Kriegerin misstrauisch: „Auch wenn er ein Dieb ist, hat er den Tod genau so wenig verdient, wie die vielen Menschen die du und deine Armee umgebracht haben. Und außerdem behauptet er, so etwas wie ein Freund von dir zu sein.“, redet die Brünette drauf los. „Was ich mir jedoch nicht vorstellen kann.“
Xena grinst sie an: „Das hab ich mir fast gedacht.“, und schenkt sich Wein nach.
Anna sieht immer noch zu der Kriegerin. „Wirst du ihn umbringen?“
„Nein.“, antwortet diese sofort.
Die Brünette ist erstaun über diese Antwort. Nie hätte sie auch nur im Traum daran gedacht, dass die Kriegerprinzessin ein Menschenleben verschonen wird.
„Wie er schon sagte, wir haben schon viel zusammen erlebt. Eigentlich ist er loyal. Und außerdem kann er mir wirklich noch behilflich sein.“, erklärt Xena ihre Entscheidung.
Anna schnaubt leise und dreht ihren Kopf weg.
„Was ist?“, fragt die Kriegerin ihre Sklavin.
„Mit Gold allein, kann man nicht glücklich werden. Selbst so eine selbstverliebte Person wie du nicht.“
„Es geht auch nicht nur um Gold. Es geht um die Herrschaft der Welt. Wann kapierst du das endlich?“, Xena stellt ihren Becher auf den Tisch und nähert sich der Brünetten mit wenigen Schritten.
Bei dieser angekommen kniet sie sich neben Anna und betrachtet ihre Untertannin eindringlich.
„Dir wurde die einzigartige Chance gegeben, mich aufzuhalten.“, beginnt Xena leise zu ihr zu reden. „Wieso nutzt du sie dann nicht? Du könntest allem ein Ende setzen.“
„Aber für welchen Preis!? Ich werde nicht zulassen, dass der Kriegsgott über mein ganzes Leben bestimmt. Mein Leben gehört mir ganz allein und niemanden sonst.“, Anna sieht der ihr gegenüber hockenden fest in die Augen.
Auf Xenas Gesicht breitet sich ein Lächeln aus: „Ab jetzt, Sklavin, gehört dein Leben mir!“
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