Die Hoffnung stirbt zuletzt

von Jelibaer
GeschichteAllgemein / P12
Ares Xena
23.12.2011
23.12.2011
1
1321
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Am Abend küsste Xena Ares auf den Hügel, nachdem Ares von den Furien verleitet wurde, Xena umzubringen.
Sie war von ihrer Auseinandersetzung vorhin noch sehr angeschlagen.
Ihre Hände hielten aneinander fest, dadurch besteht doch noch eine hoffnungsvolle Chance für Ares mit ihr zusammen zu kommen.
Bei einem traurigen Abschied trennten sie sich.

Der Wald verdunkelte sich allmählich.
Xena stolzierte leise durch den dichten Unterholz hindurch. Dabei hatte sie nicht die geringste Ahnung, wo sie sich eigentlich war.
Vielleicht wird sie durch den Spaziergang wieder etwas lockerer.
Im Moment würde sie eh nicht schlafen können, nicht, solange in ihrem Kopf so ein Durcheinander herrscht, und auch in ihrem Herzen. Sie muss immer an sich und an ihn denken. Ein stechender Schmerz machte sich in ihrem Herzen breit.
Der Grund dafür ist der Mann, der ihr das Leben gerettet hatte und der, der sie liebte, und wahrscheinlich für sie sogar gestorben wäre.
Es war für sie alles so verwirrend. Die angenehme Nachtluft, die durch die Wälder wehte, tut ihr sehr gut.

Am Waldesrand blieb sie allerdings stehen, wo der Mond zum Vorschein kam und den Boden erleuchtete.
Dabei entdeckte sie am Fuß eines Hügels ein Zelt.
Darin sah sie den Schatten einer menschlichen Silhouette, der sich allmählich in Bewegung setzte.
Xena kniff die Augen zusammen. Die Eingangsklappe öffnete sich, und dann sah sie ihn.

Ares setzte sich auf einen wackligen Stuhl und bewegte seine Muskeln.
Geprellte Knöchel, ein schmerzender Rücken, ein pulsierender Kopf, alles machte ihm momentan zu schaffen.
Die Sterblichkeit wäre sicherlich sein Tod.
Seinen Unterarm hat er mit einem feuchten Tuch umwickelt.
Er seufzte erleichtert und lehnte sich zurück, dann schloss er für einen Moment die Augen und genoss die wohltuende Wärme an seinen schmerzenden Wunden.
Vielleicht würde es ihm doch nicht den Tod bedeuten.

Dann hörte Ares das Brechen eines Zweiges, was ihm erschrocken zusammen zucken lässt und promt aufsteht.
Die Silhouette einer hochgewachsenen Gestalt trat nun hervor. Er erkannte sofort, um wen es sich dabei handelte.
Er lehnte sich wieder entspannt zurück.
"Ich hätte nicht gedacht, dass ich dich so bald wiedersehe",
sagte Ares als er Xena entdeckte.
"Ich auch nicht." Eine merkwürdige Stille umhüllte die beiden. Für sie war es immer eine große Herausforderungen gewesen, die richtigen Worte zu finden.

"Warum bist du gekommen?", fragte er nachdenklich.
Das wollte er nämlich unbedingt wissen.
"Eigentlich wollte ich spazieren gehen, dann sah ich dich, und ..."
Sie hielt an, und versuchte nichts zu sagen, was sie später bereuen würde.
"Ich wollte sehen, wie es dir geht."
Die Gelassenheit in ihrer Stimme muntert ihn etwas auf, und lenkte ihn von seinen Schmerzen ab, die ihn so schwach und hilflos erscheinen lässt.
Aber bei Xena fühlte er sich gut.
Das Tuch um seinen Arm verlor bereits an Wärme, und die Schmerzen in seinen Muskeln kommen allmählich wieder.

Xena streckte die Hand aus und berührte seinen schmerzenden Arm. Sie stand nun vor ihm, genauso wie vorhin auf dem Hügel.
Ihre Finger fuhren sanft zu den wunden Stellen am Arm.
Ihre Nähe lässt ihn einen erregten Stöhnen aufstoßen.
"Tut immer noch weh?", fragte sie ruhig. Er sah die Konturen ihrer Brüste, die sich gegen das Leder drückten - ohne ihre Rüstung kamen die weibliche Kurven ihrer Figur noch viel besser zur Geltung.
Sie hatte keine Ahnung, wie groß sein Verlangen nach ihr war.
"Tut immer noch weh", sagte er und blickte sie mit seinen sehnsüchtigen Augen an. Es tat weh in seinem Herzen.
Sie senkte den Blick, als sie langsam das Tuch von seinem Arm entfernte und ihn dann mit den Fingerspitzen rieb, um es sanft zu massieren.

Eine Hitze ging von ihr aus, und sie verstand sich sehr gut darin, seine Schmerzen zu lindern. Und vieles mehr.
"Besser?" "Und wie." Er öffnete seine Augen und sah zu ihr auf. Dieses Mal erwiderte sie seinen Blick.
Ihre Augen funkeln im Mondlicht. In diesem Moment war sie noch schöner als je zuvor. Mit seiner anderen Hand berührte er ihren Arm.
Er konnte das leichte Zittern unter ihrer Haut spüren.
Dann küsste er sie. Sie erwiderte seinen Kuss und liebkoste zurück.
Er führte seine Hand zu ihrem Hals, um sie näher zu sich zu ziehen, und sie legte ihre Hand auf seine Brust und wich von seinem Lippen zurück.
"Ares ..."     Er konnte ihre Muskeln spüren, als sie versuchte, sich von ihm wegzuziehen, doch ihr Körper war immer noch an seinen gedrückt.

Seine Hand positionierte er hinter ihren Kopf. "Geh nicht wieder weg", sagte er verzweifelt.
Sie konnte seine Augen sehen, die sich in der Dämmerung verdunkeln und alles, was sie tun konnten, war sich gegenseitig anzublicken.
Und schon waren seine Lippen wieder auf die ihren, um sich zu einem leidenschaftlichen Kuss zu entwickeln.
Alles, woran sie bisher dachten, verschwand in diesem Augenblick, so wie die kühle Brise um sie herum.

Ares senkte Xena langsam nach unten auf dem Bett, ohne von ihren Lippen abzulassen.
Ihr Herz schlug laut in ihrer Brust. Er zog sie so nah wie er es nur konnte an sich ran.
Er umschlang seine Arme um sie und konnte ihre Wärme spüren.
Er küsste sie so leidenschaftlich, so besitzergreifend, dass sie nichts dagegen tun konnte, also küsste sie ihn zurück.  
Er küsste die zarte Haut an ihrem Hals, und spürte ihren Puls. Sie keuchte auf, und hob ihre Hüften.

Der Rhythmus ihrer Atemzüge verlangsamte und beruhigte sich wieder, als sie auf seiner Brust lag und allmählich einschlief.
Er sah zu ihrer Brust, die sich hebt und senkt, und spürte ihren Atem auf seiner Haut und eine Wärme, die ihn umfasst.
Er spürte sie in jedem Teil seines Körpers.
Er konnte nicht glücklicher sein als in diesem Augenblick.
"Ich liebe dich, Xena", flüsterte er.
Xena lächelte im Schlaf.

Einige Stunden später.

Xena stand vor dem Zelt. Das Licht der Morgensonne umhüllte sie, und das Leder-Outfit betonte ihre Figur.
Die Zeichen der Leidenschaft machten sich auf ihre zarte Haut bemerkbar.
Von hinten kam Ares an sie heran, der mit seinen Lippen ihren Hals streifte und küsste, genau wie sie es in der Nacht zuvor bei ihm getan hat.
Xena schloss ihre Augen und lässt ihn gewehren.
"Morgen", hauchte er ihr ins Ohr.
Sie machte einen Schritt zurück und drehte sich zu ihm um.
Ihr Haar hing über ihre Schultern und leuchtete im Morgenlicht, das sie umgab.
"Das ist ein Abschied, nicht wahr?" Seine Stimme war ruhig, aber auch ziemlich traurig.
"Das ist es." Er kam auf sie zu, und berührte mit den Finger ihren Nacken. "Werde ich dich wiedersehen?" Es entstand einen Moment der Stille.
Sie wusste nicht, was als Nächstes passieren könnte.
"Vielleicht."
Selbst nach dieser Nacht war es nach wie vor schwierig, die richtigen Worte zu finden. "Bist du deshalb zurückgekommen?" Sie wandte sich ihm zu. "Nein ..."
Ares' Kinnlade klappte nieder, als er bemerkte, dass er es zu weit mit ihr in dieser Nacht getrieben hatte. Sein Wunsch und sein Verlangen nach ihr hatten ihn überwältigt.
Er hat gedacht, Xena würde endlich das gleiche fühlen.
"Ich verstehe", sagte er ruhig und schaute weg. Er wollte sein Gesicht vor ihr verbergen.
Dann berührte sie sein Kinn, beugte sich nach vorn und küsste ihn sanft. Als sie sich zurückzog, lächelte er erfreut. Das Leuchten kehrte wieder in seinen Augen zurück.
"... aber manchmal ... endet es nicht immer so wie man es erwartet."

Ares weigerte sich, sie jemals aufzugeben, denn er weiß zwar, dass die Chancen sehr gering sind, aber solange es eine Chance gibt, wird er es weiterhin versuchen.
Review schreiben