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Die drei Musketiere....wie animalisch !

von RobinHood
GeschichteAbenteuer / P12
Aramis Athos D'Artagnan Graf Rochefort Kardinal Richelieu Porthos
21.12.2011
28.02.2013
10
17.913
 
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
21.12.2011 1.806
 
Soooo ihr Lieben :) habe lange nich mehr geschrieben ich weiß...verzeiht mir :( hier aber ein schöner happen der euch hoffentlich gefällt <3<3
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Am nächsten Tag erwachte ich zufrieden und ausgeschlafen. Trotz dessen, dass ich erst nach
Mitternacht im Bett war und beim Sonnenaufgang wach wurde, fühlte ich mich ungewohnt....ganz. Es fehlte mir an nichts. Weder Trauer oder Angst beherrschten mich noch war ich krank oder verletzt. Es war herrlich nach dieser langen stressigen Zeit einfach mal morgens ganz für sich lächeln zu können. Ein echtes Lächeln aufs Gesicht setzten zu können. Kein gekünsteltes, verzerrtes Lächeln das den Schein wahren sollte.
Sobald ich mir den Schlaf aus den Augen gewaschen hatte, wusste ich genau was ich machen wollte. Wieder in den Garten gehen, verschiedene Kräuter pflücken und daraus eine Suppe machen und sie IHM wieder zu bringen.
Kaum waren meine Gedanken in seiner kleinen Kammer, wanderten sie zu seinem schönen Gesicht und zu seinem atemberaubend muskulösen Körper, auf dem jeder einzelne Muskel zu sehen war. Sein flacher, fester Bauch und diese starke, glatte Brust und sein braunes Haar erst!
Oh Catharina ! Wie oft ermahnst du dich in dieser Zeit nur? Er ist ein Idiot! Er ist arrogant und selbstgefällig. Er lässt sich von dir gesund pflegen und betrügt damit sogar fast seine Freundin. Diese aufmüpfige, hochnäsige Hofdame. Was findet er nur an ihr? Erst angeben mit ihrer Heilkunst und dann auch noch die falschen Pflanzen benutzten. So eine hohles Stück Brot. Na gut, sie hat   diese klassische Schönheit und hat einen unschlagbaren Körper(etwas flach ist sie zu meiner Genugtuung schon). Außerdem hat sie lange, schlanke Beine und ebenso langes blondes Haar.
Ich hab es ja verstanden. Sie ist interessant. Im Gegensatz zu mir mit meinen 1,62 und braunen Haar das sich nicht entscheiden kann ob es lockig oder glatt sein möchte. Ihre lapislazulifarbenen Augen sprechen auch komplett für sie. Ich habe die irischen, grünen Augenvon den Wurzeln meiner Mutter,an denen zwar nichts auszusetzen ist, sie aber eben langweilig sind sowie mein ganzen Ich.
Ich schüttelte den Kopf solange bis es mir Kopfschmerzen verursachte. Warum tat ich das eigentlich für ihn? Er war nie besonders nett zu mir gewesen. Nicht verabschieden oder richtig begrüßen kann er mich. Warum also gab ich mir die Mühe? Um meine Schuld bei ihm zu begleichen, sagte ich mir.  Er ist in die Schlacht gezogen um meinen Vater zu retten und hat sich dabei etwas zugezogen. Sollte seine Wunde verheilt sein, kann mir alles was mit ihm passiert egal sein. Er hatte doch sein ach so edles Weib an seine Seite. Ich atmete nochmal tief durch und machte mich auf den Weg alles zu sammeln, was ich brauchte. Ich machte auch einen Umweg über die Küche um zu fragen ob es ihnen recht sei, wenn ich in einer Stunde hier herumhantieren würde. Die Köchin bestand darauf es selbst zu tun und wollte ich erst nicht ran lassen, weil eine Dame meines Standes nicht so tief sinken sollte. Ich beteuerte ihr, dass auch eine Dame meines Standes ruhig mal Hand anlegen sollte. Auch sagte ich ihr scherzeshalber, dass wenn sie mich nicht kochen und es danach sauber machen ließe ich sie in den Kerker werfen ließe. Sie nahm es mir nicht übel und lachte kehlig. Eine sehr sympathische Frau. Als ich endlich die Erlaubnis bekommen hatte das Essen zubereiten zu dürfen, machte ich mich auf den Weg in das dunkle Zimmer von Robinson.
Vorsichtshalber lauschte ich an der Tür nach weiblichen Stimmen. Als diese nicht erklangen klopfte ich leise und trat ein. Er schlief noch tief und fest in seinem zerstrubbelten Bett. Offensichtlich hatte er einen unruhigen Schlaf gehabt. Ganz leise schlich ich mich zu seinem Bett und machte mich an die Arbeit. Seine Stirn war zwar nicht mehr so heiß wie gestern, aber trotzdem noch heiß genug, um sie zu kühlen. Ich hatte das alte Wasser weggeschüttet und tauchte das Leinentuch in das frische, kühle Wasser. Sachte legte ich es auf seine Stirn. Er erwachte leicht davon und schaute um sich. Sofort schlug mein Herz schneller und meine Hände bebten. Ich sang wieder ganz leise das russische Kinderlied, um ihn zu beruhigen. Es klappte und er schloss die Augen wieder. Ich ignorierte diese körperliche Reaktion von eben und schob sie auf meinen Schwächeanfall von gestern. Jetzt ging es an sein Verband. Wie sollte ich diesen lösen ohne ohne ihn zu wecken? Ich lehnte mich nach vorne und versuchte an seinen Rücken zu kommen, um den Verband öffnen zu können.
Gerade hatte ich ihn auseinander gefummelt, da schreckte er auf, lehnte sich nach vorne und warf mich vom Bett und hart auf den Boden, wo ich mir den Kopf auf mysteriöse Weise an der Bettecke anschlug. „Au !!“ Ich verzog vor Schmerz das Gesicht, hielt mir die betroffene Stelle und bedeckte wohl somit mein Gesicht denn seine erste Aussage galt mir: „Wer bist du und was suchst du hier?“  Ich wurde sauer und schaute ihn finster an. Er hatte seinen Degen gezogen und hielt ihn nur Zentimeter von meinem Gesicht entfernt. „Was glaubst du was ich hier mache? Kartoffeln in diesem herrlichen Sonnenlicht und auf dieser fruchtbaren Erde anpflanzen? Ich wollte dir nur frisches Wasser und neue Kräuter bringen für deine Wunde. Aber wenn der Herr nicht will, kann ich meine Sachen auch wieder nehmen und gehen. Ich bin sicher, dass deine Geliebte noch ein paar giftigere Pflanze kennt. Au revoir, Monsieur.“ Ich wendete mich gerade zur Tür, als er meinen Oberarm packte und mich zurückzog. Er schaute mir tief in die Augen, was mir Gänsehaut verursachte und sagte leise: „Nein. Bleib bei mir und heile mich. Bitte.“
Seine Worte und sein Blick waren so eindringlich, dass ich die Augen abwenden musste und eine freche Antwort gab.
„ Mach den Verband ab und setzt dich hin. Ich muss den Schnitt wieder säubern und neue Kräuter daraufstreuen.“
Überraschend widerstandlos wickelte er das Tuch von seinen Schultern und hielt mir seine Schulter hin, genauso wie seinen glatten, muskulösen Oberkörper........Ich schluckte und versuchte die Tatsache, dass er ohne Hemd vor mir stand zu ignorieren. Ganz sachlich säuberte ich die Verletzung mit Wasser und zerrieb die Kräuter drüber. Ich massierte seine Schulter auch ein bisschen um die Durchblutung zu fördern. Als ihn ein wohliges Seufzen überkam wurde ich rot und nahm die Hände weg. „Nein. Massier doch weiter. Es tut so gut die Spannungen zu lösen.“
Ohne ein Wort lief ich ums Bett und kniete mich hinter ihn auf die Matratze. Meine Hände glitten über seine Schultern und seinen Nacken. Alles war so hart, dass ich viel Kraft aufwenden musste, bis sich die Muskeln unter meinen Händen langsam lösten. Ich wanderte seinen Rücken herrunter und massierte auch an der Wirbelsäule entlang. Kurz vor seinem Hintern stoppte ich, weil ich sah, dass ich Schauer überliefen. „Soll ich aufhören? Ist dir kalt?“
Er schaute zur Decke und hielt die Augen geschlossen. „Du glaubst nicht wie gut es tut, dass jemand mich richtig massiert. Constance hat alles immer nur schlimmer gemacht. Sie ist handlich nicht so begabt wie du. Deine Hände wirken wahre Wunder an meinen Schultern.“
Ich grinste breit und dachte mir, dass diese Constance wohl nicht viele praktische Eigenschaften besaß. Also massierte ich weiter.
Irgendwann benutzte ich beide Hände für nur eine Schulter und saß seitlich zu ihm und mit dem Rücken zum Bettkopf und zur Wand. Ich spürte seinen prüfenden Blick auf mir und gab mir besonders Mühe. Ich ließ meine Daumen feste und doch wohltuend über seine rechten Nackenmuskel kreisen. Eine Strähne meines Haars hatte sich gelöst und wedelte in meinem Blickfeld herum. Ich wollte meine Hände nicht wegnehmen von seiner gebräunten Haut und versuchte sie wegzupusten. Als sie auf den Tod nicht zur Seite gehen wollte, hob er plötzlich die Hand und strich sie mir hinters Ohr. Ich hielt in der Bewegung inne und starrte ihn an. Er schaute zurück. Diese braunen, warmen Augen zeigten nichts von der Angst die ich empfand in seiner Nähe. Dieser Unsicherheit und diesem Treib perfekt zu sein, wenn ich bei ihm war. Just in diesem Moment wurde es mir klar: Ich war verliebt in ihn. Trotz all der Mühe es zu ignorieren und all den Widerlegungen und Erklärungen konnte ich es nicht länger verleumden. Ich war verliebt in ihn. Ich war verliebt in ihn und kannte nicht einmal seinen wahren Namen. Aus dem Augenwinkel sah ich wie sich seine Hand auf meine zubewegte und sie nahm. Warme Schauer überliefen mich, als ich seine raue, vom Training und Kampf geprägte Hand um meine spürte.
„D'Artagnan....“
Ich verstand ihn nicht und konnte nur ein fragendes Geräusch von mir geben, weil ich zu gefesselt war von seinem Anblick.
„Das ist mein Name. D'Artangan.“
Bevor ich irgendeine verzögerte Reaktion zeigen konnte lagen seine Lippen schon auf meinen und wir küssten uns. Erst zaghaft und die Handlung des anderen abwartend ,doch dann wurde der Kuss heißer und gieriger. Ehe ich mich versah saß ich auf seinem Schoss und krallte die Hände in seine Haare. Wir konnten uns nicht eng genug aneinander heften und versuchten jede mögliche Stelle des anderen zu erkunden. Bald spürte ich eine Beule unter mir und wusste dass es, wenn ich es nicht beenden würde, sehr sehr weit gehen würde. Ich löste mich und schaute ihn an. Meine Leidenschaft spiegelte sich in seine Zügen. Gerade wollte ich mich wieder auf ihn stürzen als mir seine Freundin in den Sinn kam. Widerwillig aber stur stand ich auf und brachte Abstand zwischen uns.
„Was ist los? Bin ich zu weit gegangen? Es ist okay. Ich werde dich zu nichts drängen.“ Er streckte mir die Hand hin und ich schüttelte den Kopf. „Was ist mit deiner süßen Constance? Du wirst es ihr bestimmt nicht erzählen, oder? Wir wollen doch nicht, dass sie sauer wird und dich verlässt wegen so einer kleinen Liebschaft.“
„Cathérine? Was redest du?“
Ich schnitt ihm das Wort ab. „Sag nichts. Wir machen einen Deal. Denk nach. Wenn du Constance willst dann bleib weg von mir und wenn du...nun...zu mir willst, dann komm. Ich werde aber nicht ewig warten. Ich bin keine von deinen losen Frauenzimmern, D'Artagnan.“
Ich konnte nicht widerstehen und küsste ihn noch einmal bevor ich verschwand. Draußen lief ich dem Teufel persönlich fast in die Arme und Constance schaute mich nur böse an. Ich rannte schnell weiter. Auf halben Weg erinnerte ich mich, dass ich noch eine Aufgabe in der Küche hatte. Also machte ich kehrt und flitzte an den Tresen. Schnell kochte ich eine Gemüsesuppe und schnitt noch verschiedenes Fleisch rein. Als alles fertig war ließ ich es mit einer Nachricht auf sein Zimmer schicken:
                         Lass es dir gut schmecken!
                             Gruß C.
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