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Rabbit Doubt ~ The Wolfside

von LuneLapin
GeschichteThriller / P16
19.12.2011
13.10.2012
8
11.378
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19.12.2011 1.546
 
Kapitel 4:

Gelangweilt setzte sich Áori auf den Boden.
Sie war das Warten leid und bockte leicht rum.
„Wo bleiben sie denn?", fragte sie und schaute mit halb geschlossenen Augen in die Richtung, in der die Anderen liefen.
„Du hättest ja nach Hause gehen können. Da Haná im Spiegelkabinett ist, müssen wir wohl oder übel eine Weile warten", machte Hikári ihr klar, die auf einer Stange eines Karussells saß und ihren Kopf auf ihren Händen nach vorne abstützte.
Nur Seishín blieb ruhig und sagte kein Wort.
Es dauerte nicht lange und drei Gestalten näherten sich ihnen.
Sofort sprang Áori auf und wank zu ihnen.
Ryoju erhob seine rechte Hand und wank zurück, während Kaede noch bibbert an Haná krallte.
„Was sagen wir ihnen jetzt, wegen Maiku?", fragte der schwarzhaarige Junge leise.
Haná schaute zu ihm auf und sagte nichts.
„We...wenn wir ihnen sagen was passierte... werden sie es uns glauben?", fragte Kaede.
Ihre Stimme war immer noch zittrig und ihr Blick war mit Tränen geschmückt auf den Boden gerichtet.
Leise flüsterte sie Maiku's Namen und die Frage 'Wieso', während ihre Hände nicht von Haná ließen.
„Nein... sie würden es uns nicht glauben... niemand würde es glauben...", sprach die Andere und dachte nach.
//Ohne ein Beweis, wie ein Foto oder so, glaubt es niemand. Oder sie müssen es selbst mit eigenen Augen sehen.//
Als die Drei zu dem Rest ankamen, kam auch gleich die Verwunderung.
Hikári schaute hinter ihnen und blickte verwirrt.
„Wo ist Maiku? Sie war doch bei euch.", stellte sie fest und wartete auf eine Antwort.
Haná, Ryoju und auch Kaede sagten nichts und blickten nur stumm.
„Ist sie etwa weggegangen?", fragte auch Seishín und nahm Áori an die Hand.
Ryoju öffnete seinen Mund, aber sagte nichts.
Plötzlich sackte Kaede zusammen und weinte laut vor sich hin.
„Kaede?"
Besorgt ging Seishín zu ihr und legte seine andere Hand auf ihre Schulter.
„W-Was ist los? Wieso weint Kaede-chan? Wo ist denn Maiku-senpai?", fragte das kleine Mädchen und sah zu den älteren hoch.
„Maiku... ist...", stotterte Ryoju und unterbrach seinen Satz.
„Maiku ist tot! Sie ist tot! Wieso?!", schrei Kaede und ihre Augen waren schon ganz rot vom Weinen.
Sie schnappte immer mal nach Luft und unterbrach das Heulen, bis sie wieder weiter machte.
Áori zuckte zusammen.
Sie starrte Kaede an und zog Seishín's Hand zu sich.
„Senpai... tot?" gab sie fast wortlos wieder.
Auch Seishín erstarrte bei Kaede's Worten und Hikári kamen auch die Tränen.
Die Stimmung in der Gruppe verstummt und eine erdrückende Stille breitete sich aus.
Keine traute sich etwas zu sagen oder zu fragen, doch waren Seishín und die Anderen nicht sicher, ob Maiku wirklich tot war, aber Kaede's Tränen konnten nicht lügen.
Nach einer Weile ging Áori einige Schritte von der Gruppe und wandte sich zu ihnen.
„Ist sie im Spiegelkabinett?", fragte das kleine Mädchen und darauf nickten Haná und Ryoju.
„W-Wir sollten jetzt gehen... bevor noch mehr passiert", schlug Hikári vor und griff nach der Hand ihres Bruders.
„Okay", stimmte Ryoju zu und gemeinsam bekam sich die Gruppe zum Ausgang.
Dort angekommen schreckte die Lilahaarige auf und rannt zum Tor.
Sie rüttelte dran, doch es öffnete sich nicht.
„Was zum... Vorhin war das Tor doch noch offen! Wieso ist es zu?"
Verwundert ging auch Haná zum Tor und versuchte es zu öffnen.
„Komisch... Das Tor steht eigentlich immer offen. Der Vergnügungspark ist schon seit Jahren verlassen und keiner hat einen Schlüssel dafür", erklärte die Brünette und versank in Gedanken.
//Wer hat hier das Tor zugemacht? Mein Plan sah ganz anders aus... Jetzt muss ich alles umplanen.//
Haná biss sich auf die Lippen und schaute böse auf das Schloss.
Auch Kaede sah sich das Schloss an und bemerkte, dass das Schloss an der Kette von innen verschlossen war.
„Irgendwer hat es von innen zu gemacht", sprach sie und schaute besorgt in die Gruppe.
„Was? Aber dann ist derjenige ja hier im Park, oder?", fragte Hikári ängstlich und rüttelte stark am Tor.
„Nicht nur das. Wir müssen auch hier bleiben", gab Ryoju hinzu.
//Stimmt, dieser Typ muss auch hier sein. Natoll... wenn er die Leiche findet und uns, kann ich mein Spiel gleich vergessen. Ich muss ihn zuerst finden und den Schlüssel bekommen.//
dachte sich Haná und wandte sich zu Kaede.
//Kaede hätte ich auch beinahe erwischt, aber sie hat das vereitelt. Für sie muss ich auch was Neues ausdenken, aber das dürfte nicht schwer werden. Sie vertraut mir anscheinend.//
„Haná! Das ist alles deine Schuld! Du hast uns hierher gebracht, also bring uns auch wieder raus!", schrie Hikári die Brünette an, doch darauf antwortete diese nicht.
„Ich will hier raus...", murrte Áori und auch Kaede sehnte sich nach draußen.
„Ach kommt schon Mädels. Wir kommen hier wieder raus. Wir müssen nur die Person finden, die den Schlüssel hat. Und gib Haná keiner Schuld, sie wollte uns eigentlich nur eine Freude machen, woher sollte sie denn wissen, dass wir hier eingesperrt werden und du hättest ja nach Hause gehen können, Hikári.", meinte Seishín und Ryoju nickte zustimmend.
„Okay, dann sollten wir die Person erst mal suchen, bevor es dunkel wird und kalt.", schlug der Schwarzhaarige vor.
„Dunkel... Kalt? Es ist doch gerade mal Nachmittag.", kommentierte Hikári Ryoju's Aussage.
Gemeinsam lief die Gruppe los durch den Vergnügungspark.
Aufmerksam schauten sie sich die Fahrgeschäfte an.
Am Spiegelkabinett blieben sie kurz stehen.
„Maiku hätte uns bestimmt einen Rat gegeben, wie wir hier rauskämen", sprach das lilahaarige Mädchen, „Sie war ja die Älteste und meinte, sie würde auf uns aufpassen."
Nach Hikári's Sprache gingen sie weiter.
„Sagt mal, seit ihr euch sicher, dass dieser Typ hier lang lief? Wir hätten ihn doch gesehen, wenn er in diese Richtung gegangen wäre. Immerhin haben Sei-kun und ich vorne auf euch gewartet", machte Áori die Gruppe aufmerksam.
„Okay stimmt... mist, was jetzt? Wir können doch nicht nur im Kreis laufen", gab Ryoju zu verstehen.
Erschöpft vom Laufen setzten sich Hikári und Kaede auf eine Bank.
Áori setzte sich auf Kaede's Schoß und gähnte laut.
Auch Seishín's Bauch meldete sich.
„Oje... sorry.", entschuldigte er sich und errötete sofort.
„Ich habe auch Hunger", stimmte Kaede seinen Bauch zu.
„Ich auch! Und ich kann nicht mehr laufen."
Sofort holten die beiden Mädchen, die saßen, ihren identischen Rabbit Doubt Taschen vor und holen etwas Essbares raus.
Hikári hatte hauptsächlich Süßigkeiten bei.
Angefangen von Gummibärchen und Tafeln Schokolade, bis hin zu Kaugummi und Bonbons.
Auch eine 1/2l Flasche Cola hatte sie mit.
Kaede holte eine Box raus, die gefüllt mit Trauben und Apfelstückchen war.
Auch ein Bento hatte sie mit, aber nur für eine Person und eine kleine Flasche Apfelsaft.
„Tut... mir leid, mehr hab ich nicht mit", meinte sie und gab Seishín ihr Bento mit Stäbchen.
Dieser nahm es dankend an und begann zu essen.
Áori sprang vom Schoß runter und ging zu dem lilahaarigen Jungen.
„Bekomme ich was ab, Sei-kun?", fragte sie ihn lieb und öffnete den Mund.
Sofort stand Hikári auf und zog das kleine Mädchen weg von ihrem Bruder, bevor dieser Áori was geben konnte.
„Hey! Schnorre nicht, du Biest! Du hast doch selber einen Rücksack! Was hast du da drin? Bestimmt auch was zu essen, oder?", fauchte die Schwester und bekam als Antwort nur eine Zunge rausgesteckt von Áori.
Das weißhaarige Mädchen wendet sich von Hikári ab und nimmt ihren Rücksack ab.
Sie öffnet diesen und holte nur eine Packung Gummischlangen raus.
„DA!", fauchte sie zurück und hielt der Anderen die Packung hin.
Auch Haná holte ihre Tasche vor.
„Ich hab auch was dabei, aber auch nicht viel", meinte sie und holte auch ein Bento vor.
„Dann esst mal. Ich hab noch keinen Hunger", äußerte sich Ryoju und setzte sich auf den Boden.
So begannen alle zu essen.
Hikári setzte sich zwischen Seishín und Áori, und ließ die Blicke nicht von dem kleinen Mädchen.
„Was ist?", fauchte die Kleine und stoppte ihr essen.
„Lass meinen Bruder in ruhe! Und nenn ihn nicht Sei-kun!", sagte Hikári ihr direkt.
Haná hörte sich den Zickenkrieg an und lächelte.
//Hikári würde ihr am Liebsten den Hals umdrehen. Sie teilt ihren Bruder wohl nicht gerne.//
„Áori ist doch noch ein Kind. Also bleib cool Hikári-chan", neckte sie die Lilahaarige, die darauf rot vor Wut würde.
Nachdem essen saß alle nach da und überlegten sich, was sie machen sollten.
„Okay, wir sollten jetzt den Typ mit dem Schlüssel finden. Also sollten wir jetzt nicht nur draußen rum laufen, sondern auch in Attraktionen, wie Geisterhaus und so nachschauen. Vielleicht versteckt sich der Typ dadrin", äußerte Ryoju der Gruppe und alle nickten verständlich.
„Also dann mal los! Wir wollen hier doch raus", gab Seishín als Start.
//Wollt ihr? Dabei dachte ich, wir spielen noch Einbisschen hier. Naja... erst mal den Schlüssel holen.//
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So Kapitel 4 ist da. Pünklich zu Weihnachten.
Das nächste Kapitel kommt auch bald, bitte etwas Geduld.
Ein Dank erstmal an Aki Aki und ich wünsche allen noch frohe Weihnachten.

Kyuubi-Kitsune ~♫~
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