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Rabbit Doubt ~ The Wolfside

von LuneLapin
GeschichteThriller / P16 / Gen
19.12.2011
13.10.2012
8
11.378
1
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Dieses Kapitel
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19.12.2011 1.840
 
Kapitel 3:

Endlich kamen sie am Vergnügungspark an.
Es war ein alter und längst verschlossener Vergnügungspark.
„Hier, das ist der!", verriet Haná und rannte mit Kaede an der Hand hinein.
„Darf man hier überhaupt rein?", fragte Ryoju und sah die Anderen fraglich an.
Áori lief auf ein Schild zu und zeigt rauf.
„Betreten verboten. Eltern haften für ihre Kinder", las sie vor und schüttelte mit den Kopf.
„Äh? Was sollen wir denn hier, wenn es verboten ist?", fragte Hikári und beugte sich vor zu Áori, die ihr nur einen bösen Blick zurückwarf.
„Keine Ahnung, aber Haná und Kaede sind jetzt schon drin. Wir sollten sie schnell daraus holen, bevor wir ärger bekommen. Immerhin muss ich für euch geradestehen, da ich ja hier die Älterste bin und schon fast volljährig bin", teilte Maiku mit und fiel rein.
Die Anderen zögerten und sahen sich besorgt an.
„Áori, du solltest lieber hier blieben. Wir beeilen uns auch, versprochen", sprach der schwarz Haarige zu ihr, doch das kleine Mädchen schüttelte den Kopf und griff nach Seishín's Hand, worauf dessen Schwester sie wegzog und sie böse ansah.
„Mensch Mädel! Du willst doch kein Ärger bekommen, oder? Wir sind älter als du, also höre auch. Wenn du willst, kannst du auch gleich nach Hause gehen", meckerte Hikári sie an und Áori standen sofort die Tränen nah.
„Ich will aber bei euch bleiben. Ich bleibe auch an Sei-kun's Hand und höre auf euch, wirklich. Aber ich will nicht allein bleiben. Bitte...", bettelte das kleine Mädchen uns sofort gab Seishín ihr die Hand und lächelte.
„Versprochen, aber wenn wir sagen, du sollst gehen, dann gehst du auch", schlug der lila haarige Junge vor und begab sich mit ihr in den Vergnügungspark gefolgt von Ryoju und Hikári.
„Boah, dieses Mädchen muss wohl immer ihren Willen bekommen. Wahrscheinlich hat sie sich so auch bei Rabbit Doubt eingeschlichen. Immerhin, ist das Spiel erst ab 12", meckerte Hikári weiter und kochte innerlich vor Wut, doch als Antwort bekam sie nur von Áori die rausgestreckte Zunge.
„Ihr seid ziemlich langsam. Wegen euch hab ich die Beiden aus den Augen verloren und dieser Park ist nicht gerade sehr klein", stellte Maiku fest, während sie auf die Vier wartete.
„Naja und wirklich sicher sieht der auch nicht aus, wir sollten aufpassen, wo wir hintreten", gab Ryoju als Bemerkung hinzu als er sich die kaputten und verrösten Fahrgeschäfte an sah.
Zu fünft liefen sie weiter hinein, um die beiden Mädchen zu finden.
Der Wind brachte die Fahrgeschäfte zum Quietschen, worauf sich Hikári und Áori sich erschreckten und sich an Seishín festkrallten.
„Wow du bist ja echt ein Frauenschwarm, Seishín.", neckte Maiku ihn.
„Ach was, die Eine ist noch ein Kind und die Andere ist erst 12. Angst haben ist bei den Beiden noch verständlich", gab er als Bemerkung zurück und fing sich zugleich ein Tritt ans Schienbein.
Er sackte schmerzhaft zusammen und hielt sich die Hände ans verletzte Bein.
„KIND? Ich bin deine Schwester und nur ein Jahr jünger als du!", fauchte Hikári zurück.
„Du bist ganz schön gemein zu deinem Bruder. Er hat doch nur ein Scherz gemacht", fauchte Áori zurück und krallte sich an dem Siebzehnjährigen fest.
Plötzlich ertönte ein Schrei und alle zuckten zusammen.
„W-Was war das?", fragte Ryoju erschrocken und starrte ein die Richtung des Schreies.
„Klang fast nach Kaede. Schnell Leute!", meinte Maiku und rannte in die Richtung.
Der Rest folgte ihr schnell, außer Seishín und Áori.
Er blieb bei ihr und beruhigte das verschreckte Mädchen.
Es dauerte nicht lang und die Drei fanden Kaede sitzend und weinend am Boden.
„Kaede? Alles Okay? Wo ist... Haná?", fragte Maiku sie, doch bekam keine Antwort.
Während Kaede weiter verstört vor sich hin weinte, suchten Ryoju und Hikári die Letzte aus ihrer Runde.
„Wo kann Haná nur sein, sie war doch bei Kaede. Sie hatte sie doch an der Hand", sagte die Lila Haarige und schaute die Anderen fraglich an.
„Ha... Haná... Haná... ist...", winselte Kaede und bekam fast kein Wort raus.
Sofort packte Maiku ihre Hände auf die Schultern des weinenden Mädchens und schüttelte sie leicht und fragte weiter: „Was ist mit ihr und wo ist sie? Kaede, bitte sag es uns."
Das Mädchen versuchte sich zu beruhigen und sah Maiku mit verheultem Gesicht an.
„S-Sie ist... da reingegangen. Sie... kam nicht mehr raus...", winselte das Mädchen weiter und zeigte auf das alte Spiegelkabinett.
„Ich... wollte reingehen... aber dann fiel plötzlich... eine Stange runter... ich konnte gerade noch ausweichen. Ich hatte mich so erschrocken, dass ich schreien musste", sprach sie weiter.
Ryoju fand die Stange, die gerade mal ca. vier Meter weg war von Kaede.
„Knapp... du hättest dich schwer verletzten können. Dieser Ort ist echt nicht zum Spielen geeignet", äußerte er sich und sah hoch, von wo die Stange runterfiel.
„Haná hat uns hierher gebracht, schon vergessen. Wir sollten schnell abhauen", forderte Hikári auf und verließ die Anderen.
Die beiden Mädchen schauten ihr noch nach, als sie aufstanden, doch Ryoju ging auf das Siegelkabinett zu.
„W-Warte Ryo! Wir kommen mit, oder willst du lieber warten, Kaede?", fragte Maiku sie, aber bekam ein kopfschüttel und ein gequältes Lächeln.
„Okay. Wir sollten Haná schnell finden. Nicht dass ihr auch was passiert ist.", sprach er besorgt und betrat mit den beiden Mädchen das Kabinett.
In drin war es über und über mit Spiegeln.
Welche waren ganz normal, andere verformten das Spiegelbild ihres Betrachters.
Einige waren auch schon kaputt und viele Scherben lagen am Boden.
„Wow, jetzt sehe ich aus, wie ein Pfannkuchen", stellte Maiku fest, als sie ihr Spiegelbild ansah, der sie viel dicker erschienen lies.
„Haná, bist du hier irgendwo?", rief Ryoju in den Raum und hoffte auf eine Antwort.
Alle blieben leise und warteten, doch es kam keine Antwort.
„Haná!", „Haná!", riefen die beiden Mädchen mit und gingen weiter.
„Vielleicht sollten wir uns trennen", schlug Maiku und lief nach rechts.
„Dies ist ein Spiegellabyrinth. Wir würden uns nur verlaufen", gab Ryoju zurück und war von dem Vorschlag nicht gerade begeistert.
Daraufhin holte Kaede einen Klebenotizblock raus und beklebte den Spiegel neben sich mit einem gelben Notizzettel.
„Aber... wenn jeder von uns so einen Notizblock nimmt und seinen Weg so markiert, finden wir uns schnell wieder", erklärte das schücherne Mädchen und gab Maiku einpaar Zetteln von ihrem Notizblock ab mit der Farbe Rosa und Ryoju auch, aber in der Farbe grün.
„Supergute Idee, Kaede. So finden wir unseren Weg und wo wir langgelaufen sind. Du bist ein Genie, Kaede.", lobe die Ältere, die Jüngere und rannte gleich los.
„Wa... ach zu spät. Also wir gehen links lang und bei der nächsten Kreuzung trennen wir uns auch, okay?", gab Ryoju das Mädchen zu verstehen und beide liefen nach links.
Der Weg wurde immer schmaler, so dass beide seitlich laufen mussten.
„Haná? Wo bist du?", rief Kaede fraglich und folgte dem Jungen, auf schritt und tritt.
„Hallo?", rief es zurück und beide freuten sich über eine Antwort.
Schnell lief sie weiter, bis sie auf eine Sackgasse trafen.
„Mist...", murrte Ryoju und wendete sich.
„Haná? Bist du es? Wo bist du? Wir stecken hier fest", sprach die Brünette besorgt.
„L-Leute, seit ihr es?", kam es zurück, „Ich bin hier. Wartet ich komme zu euch."
„Warte, Haná. Hast du Maiku getroffen? Sie ist den anderen Weg gegangen", fragte er Haná, die auf der anderen Seite des Spiegels war.
„Nein, ich traf sie nicht. Ich habe mich total verlaufen", erklärte Haná den Beiden.
//Keine Sorge um sie.//
dachte sie sich und ging los.
Beide liefen auch zurück, wo sie sich von Maiku trennten.
Ryoju und Kaede folgten ihren Notizzetteln bis zum Anfangspunkt, wo auch schon Haná auf sie wartete.
Stürmisch umarmte Kaede sie und begann wieder zu heulen.
„I-Ich hab mir solche Sorgen gemacht. Wieso bist du einfach hier reingegangen?", fragte sie die Andere jammert.
„Ich wollte.... naja... Ich liebe Spielgelkabinette. Ich wollte mit euch hier rein, aber der Vergnügungspark ist schon sehr lange verschlossen", antworte Haná und entschuldigte sich.
„Wir bekommen Ärger, wenn wir hier noch länger bleiben. Wir sollten jetzt Maiku holen und zu den Anderen wieder zurück gehen. Die sind bestimmt schon krank vor Sorge", meinte Ryoju und folgte Meiku's rosa Zetteln.
Die beiden gleichaltrigen Mädchen folgten ihm aufs Fuß.
„Sind diese Zettel von Meiku?", fragte Haná und schaute sich die Zettel an, an denen sie vorbei lief.
//Gar keine blöde Idee. Ich hätte nicht gedacht, dass einer von denen so schlau ist.//
„Äh... ja.", gab Kaede als Antwort zurück.
Die Suche ging weiter, aber außer eine Reihe von Zetteln fanden sie keine Maiku.
Besorgt blieben die Drei stehen und schauten sich verwundert an.
„Sie ist echt weit gelaufen. Vielleicht ist aber auch schon wieder raus aus dem Kabinett.", meinte der Junge und schaute sich den Weg an, „Los weiter."
Sie liefen weiter bis zur nächsten Kreuzung, wo plötzlich die Zettel aufhörten.
„Wo jetzt? Wo ist Maiku? Sie kann doch nicht ohne Notizblock weiter gelaufen sein, oder?", fragte Kaede besorgt und lief den rechten Weg entlang und suchte weiter.
„Und du hast Maiku, wirklich nicht gesehen?", fragte Ryoju das andere Mädchen erneut.
„Nein, ich bin vom Startpunkt aus, nach rechts, wie Maiku und dann nach links und sie wohl weiter rechts. Ich habe sie auch nicht gehört, nur euch später", erklärte sie ihm ausführlich und schaute zum Boden.
//Der stellt Fragen, auf ihn sollte ich achtgeben. Sonst vermasselt der mir alles. Er hatte bestimmt auch die Idee mit den Zetteln.//
besorgt biss sich Haná auf die Lippen.
Keiner sollte ihr in die Quere kommen.
„MAIKU!", schrie Kaede hecktisch und zitterte am ganzen Körper.
Schnell rannten Haná und Ryoju zu ihr und erblickten Maiku bewegungslos blutüberströmt am Boden liegen.
Fassungslos standen alle drei da und starrten nur so auf Maiku rauf.
„W-Was ist mir ihr passiert. MAIKU!", kreischte Kaede wieder und ging langsam auf Maiku zu.
Ein Spiegel aus der Siegelwand fehlte und lag nun überall um und auf ihrem Körper.
Sie war von Scherben bedeckt, einige steckten tief in ihr.
„M... Mai... Ist sie..."
Ryoju traute sich nicht es auszusprechen, dass Maiku Tod war.
Haná ging zu Kaede und zog sie von Maiku weg und flüsterte zu ihr: „Kaede... Es muss ein Unfall gewesen sein."
Schockiert verließen die Drei das Kabinett mit Tränen des Abschieds für Maiku.
„Du musst recht haben... es war sicherlich ein Unfall... denn vorhin hätte es mich auch beinah erwischt mit einer fallenden Stange", erzählte Kaede Haná und ließ ihre Hand nicht los.
//Ja... aber leider bist du ausgewichen.//
Haná drückte das weinende Mädchen fest an sich, während Ryoju ihnen zu den Anderen folgte.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Nächstes Kapitel und die Erste aus der Gruppe tot.
Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Nächstem Kapitel von Wolfside kommt auch bald.
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