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Svalbard

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Dänemark Finnland Island Norwegen Russland Schweden
12.12.2011
10.03.2012
37
38.717
 
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Dieses Kapitel
1 Review
 
12.12.2011 1.031
 
Soo, Leute. Es gibt zwei Sachen zu sagen.
1. Es geht noch ein ganzes Stück weiter, aber wenn ich mit der Geschichte in der Gegenwart angekommen bin, wollt ihr, dass ich sie beende oder soll ich sie unbeendet lassen und meinetwegen über Feste, Traditionen und sowas schreiben, bis mal wieder etwas passiert?
2. Es schreiben genau zwei Leser Reviews. Ich habe 6 Favoriteneinträge. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl. ^^
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„Da wären wir.“, sagte Lukas. Ich sah mich staunend um. Ich war noch nie geflogen und ich hatte auch noch nie so eine große Stadt wie Washington gesehen. Und jetzt standen wir vor diesem riesigen Kongressgebäude. Das machte mich irgendwie nervös. Das sah alles so offiziell und wichtig aus…
„Na, dann los!“, rief Mathias und stürmte das Gebäude. Lukas, Egill und ich folgten ihm leicht irritiert. Drinnen sah alles noch hochoffizieller aus. Aber ich war nicht nur nervös. Ich hatte auch unheimlich Hunger. Das Frühstück heute Morgen war definitiv zu klein gewesen. Ich sah mich ein bisschen um. In der Empfangshalle standen ein paar nett plaudernde Länder. In einem angrenzenden Raum sah ich das Büffet, aber das war wohl erst für mittags gedacht. Weiter hinten sah ich den Konferenzraum. Darin stand ein großer, runder Tisch. Wie bei der letzten Konferenz gab es kleine Namenskärtchen auf dem Tisch. Ich sah noch einmal sehnsüchtig auf das Büffet, bevor wir den Konferenzraum betraten. Drinnen saßen Kanada, die Niederlande und Spanien. Als Kanada mich sah, tat er schnell so, als müsste er irgendetwas aufschreiben. Dänemark machte es sich auf seinem Platz bequem.
„Okay, links von mir sitzt Icey und rechts von mir sitzt Belgien.“, verkündete Mathias und lehnte sich nach drüben.
„Neben Icey sitzt Lukas und daneben Leah, dann kommt Amerika. Hey, Leah, dir gegenüber sitzt Ludwig. Hier bringt wahrscheinlich jeder Idiot seine Schoßhündchen mit, was?“, meinte er dann lachend. Dafür bekam er drei Schläge, einen von mir, einen von Lukas und einen von Egill.
„Sagt mal, was ist eigentlich der Sinn von dieser Konferenz?“, fragte ich.
„Wir schließen ein Bündnis, um den Frieden im Nordatlantik zu sichern.“, antwortete mir Spanien plötzlich, der bis dahin mit Arthurs Wasserglas beschäftigt war.
„Ja, NATO steht für North Atlantic Treaty Organisation.“, sagte Niederlande daraufhin.
„Jetzt tu‘ doch nicht so superintelligent.“, erwiderte Spanien ihm.
„Hast du vor, mich zu provozieren, Antonio?“
„Nein, fühl‘ dich doch nicht gleich angegriffen.“
„Du greifst mich aber gerade an!“
Irritiert beobachteten Lukas und ich Spanien und die Niederlande.
„Haben die sich schon immer so gehasst?“, fragte ich.
„Ja, vermutlich schon.“, antwortete Lukas. Irre. Die Konferenz hatte noch nicht einmal begonnen und es gab schon die ersten Streitereien. Wenn ich mir die Teilnehmer so anschaute, konnte die Konferenz heute noch wirklich lustig werden. Ein gewisser Arthur Kirkland und ein gewisser Francis Bonnefoy in einem Raum. Das konnte nicht gut gehen. Niemals. Und wenn die Sache auch noch von einem gewissen Alfred F. Jones geleitet wurde, durfte man getrost jede Hoffnung aufgeben. Seufzend setzte ich mich auf meinen Platz. Ich schaute an die Uhr. Noch 10 Minuten bis zum Konferenzbeginn. Zwei Plätze weiter hing Egill müde über dem Tisch. Wahrscheinlich hätte ich ihn doch nicht wecken sollen. Seine Müdigkeit fiel auch Mathias auf.
„Hey, Icey, bist du gestern zu spät ins Bettchen gegangen?“, fragte Mathias grinsend und piekste Egill in die Schulter.
„Halt‘ den Mund.“, grummelte der nur.
„Was ist denn mit dir passiert, Icey?“
„Lass‘ mich einfach in Ruhe, Mathias.“
„Sag‘ es, sag‘ es, Sag‘ es!“, rief Mathias, während er Egill fröhlich weiterpiekste. Inzwischen füllte sich der Raum.
„Hör auf damit! Leah hat mich aus dem Bett geklingelt.“, sagte Egill schließlich. Jetzt sah Mathias mich an.
„Du hast was, Leah?“
„Ich habe ihn angerufen. Eine halbe Stunde, bevor er sowieso aufgestanden wäre.“, antwortete ich ihm und verdrehte die Augen. Mathias lachte. Mir fiel auf, dass sein Lachen ähnlich nervig war, wie Gilberts Lachen.
„So, Dudes, lasst uns anfangen!“, rief da plötzlich Alfred. Ich zuckte zusammen, da ich gar nicht gemerkt hatte, dass er schon da war.
„Was ist mit Ludwig, Herakles und Sadiq?“, rief Italien.
„Die kommen später.“, antwortete Alfred, „ist ja auch egal, ich bin hier der Held!“
Ich verdrehte genervt die Augen und kritzelte >>Idiot.<< auf meinen Zettel. Unauffällig schob ich den Zettel zu Lukas. Er nickte nur und schrieb etwas darunter, dann gab er mir den Zettel zurück.
>>Du hast recht. Willst du heute Abend nach der Konferenz mit mir essen gehen?<<
Ich lächelte und hob kurz den Kopf, um zu sehen, um was es gerade ging. Alfred und Arthur diskutierten darüber, ob Alfred nun ein Held war oder nicht. Also war alles wie immer.
>>Ja, gerne.<<, schrieb ich zurück.
„Ach, ihr habt ja alle solch einen grässlichen Geschmack.“, säuselte Francis, der sich wahrscheinlich einfach nur irgendwie einbringen wollte.
>>Wie geht es deinem Bein?<<, stand als nächstes auf dem Zettel.
>>Ganz gut soweit. Es tut nicht mehr so weh, aber ich humple immer noch. Ich glaube, das muss ich irgendwann mal operieren lassen, wenn das geht.<<
>>Dann musst du dir dein Bein ja noch einmal brechen lassen!<<
>>Wirklich? Naja, ich warte noch ein Stück, vielleicht wird es ja besser. Wenn nicht, dann muss ich da wohl durch…<<
„Hey, was schreibt ihr da?“, flüsterte Egill uns zu.
„Nichts.“, antworteten wir gleichzeitig.
„Natürlich schreibt ihr was, ich seh‘ es doch!“, meinte Egill nun etwas lauter.
„Nein…“, widersprach Lukas mit einem nervösen Blick auf Alfred. Der war allerdings noch mit Arthur und Francis beschäftigt.
„Doch, ich weiß doch, was ich sehe!“, sagte Egill und versuchte, an den Zettel zu kommen. Lukas hielt ihn hoch nach oben, damit Egill den Zettel nicht bekam. Ein Fehler.
„Was ist das, Norwegen?“, fragte Alfred und schnappte sich den Zettel. Das war nicht gut. Alfred überflog den Zettel.
„Wer ist ein Idiot?“, fragte er. Ich schluckte. Jetzt brauchten wir eine verdammt gute Ausrede.

Zu den Gründungsmitgliedern der NATO gehörten 1949 unter anderem die USA, Kanada, Großbritannien, Norwegen, Island, Dänemark, Belgien, Frankreich und die Niederlande. In den Jahren danach kamen immer mehr Staaten hinzu, wie zum Beispiel Griechenland, die Türkei, Deutschland und Ungarn.
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