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Was so alles am ersten Tag mit den Spielern passieren kann!!

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Daniel "Dan" Kuso Runo Misaki Shun Kazami
10.12.2011
10.12.2011
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4.215
 
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10.12.2011 4.215
 
Hallihallo!!!! Ich hatte mal spontan ne Idee einen Bakugan-OS zu schreiben und hier ist, was herauskam!!!
Also dann, viel Spaß beim Lesen!!! (Hoffe ich doch^^)
Warnung: Ist möglicherweise etwas kitschig^^' lag an der Musik, die ich während dem Schreiben gehört hatte...

*Kekse und Kuchen dalass*
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„AKANEEE!!!“
Ich drehte mich ruckartig um, als ich auch schon von einem Wesen mit blauen Haaren umgeworfen wurde.
„Man, Runo!! Muss das immer so ablaufen?!? Ich warte auf dich und du? Du rennst mich einfach um!!!“ Ich starrte sie böse an, doch sie schien das nicht im geringsten zu interessieren, denn sie grinste mich einfach nur breit an.

<Was ist denn mit der Los?!? Sonst ist sie doch auch nicht so ein Glücksbärchi!>

Sie stand endlich von mir auf und zog mich auf die Beine, doch sie sagte immer noch nichts.
„Runo, wenn du mir nicht sofort sagst, warum du so dämlich grinst, hau ich dir eine rein!! Und zwar so, dass du nie wieder reden kannst!!!“ drohte ich ihr, doch nicht mal das half…
Als ich gerade ausholen wollte, öffnete sie endlich ihren Mund und sagte mir, warum sie mich wie ein Honigkuchenpferd angrinst.
„Ich will dich heute meinen Freunden vorstellen und sie müssten auch bald kommen!! Glaub mir du wirst sie mögen!!“ Ich sah meine Cousine mit untertassengroßen Augen und offenem Mund an, unfähig etwas zu sagen.

„Hallo? Erde an Akane?!?“ Sie fuchtelte vor meinem Gesicht herum, doch ich reagierte nicht.
Der Wind wehte meine brustlangen, tiefroten Haare nach vorn, sodass sie meine smaragdgrünen Augen verdeckten, während Runo immer noch versuchte, mich wieder ins Hier und Jetzt zu versetzten.

<Warum? Warum tut sie mir das an?!? Sie weiß doch genau, wie sehr ich es hasse, neue, mir völlig fremde Leute kennenzulernen!! Ist sie jetzt total durchgeknallt?? Es war schon schwer genug für mich, das ich aus meiner Heimat hierher zu ihrer Familie ziehen musste!! Okay, das war meine eigene Schuld…ein bisschen... Mhm…Meine Eltern haben echt überreagiert!! Das war doch erst die dritte Schule von der ich geflogen bin, da ist doch das ‚Vebannen‘ echt unnötig!! Hä? Seit wann sitz ich auf dem Boden?!?>

Verwirrt sah ich hoch, direkt in Runo‘s ebenfalls grüne Augen.
„Sag mal, Runo…Warum sitz ich auf dem Boden?!?“ Sie verdrehte die Augen, weil ich den Kopf schieflegte und sie verständnislos ansah.
„Weil du einfach nicht wieder in die Realität zurückkommen wolltest und ich dich deshalb ein wenig an den Schultern geschüttelt hab. Und plötzlich bist du umgefallen.“ erklärte sie mir, während sie sich vor mir aufbaute und die Hände in die Hüften stützte.
„Achso~…Moment…DU IDIOTIN!!!! MEINE SACHEN WERDEN GANZ DRECKIG!!!!!“ keifte ich sie an, weil ich ja nun, wie ich eben bemerkte (ja Blitzmerker^^), mit meinem roten Rock und der weißen Bluse auf dem sandigen Boden saß.

„WARUM BIN ICH DIE IDIOTIN, WENN DU EINFACH SO IN DEINE TRAUMWELT FLÜCHTEST?!?“
„ICH BIN NICHT IN MEINE TRAUMWELT GEFLÜCHTET!!! ICH DACHTE MIR NUR, WARUM DU MICH DEINEN FREUNDEN VORSTELLEN WILLST, OBWOHL DU WEISST, DASS ICH ES HASSE NEUE LEUTE KENNENZULERNEN!!!!“
„GERADE DESHALB WILL ICH SIE DIR JA VORSTELLEN!!! DU KENNST HIER NIEMANDE AUSSER MIR UND DAS MUSS SICH ÄNDERN!!!“
„DAS MUSS GARNICHTS!!!! ICH HAB EINFACH KEINEN BOCK-“ Ich stockte, weil ich ein Kichern hörte.

Sofort sahen meine Cousine und ich in die Richtung, aus der das Kichern kam und ich würde wohl umfallen, wenn ich nicht schon auf dem Boden sitzen würde.

Da stand ein Mädchen und drei Jungen, die sich über die Szene, die sich gerade vor ihnen abspielte einen ablachten.
Zugegeben, es muss echt witzig aussehen, wie wir uns anschreien, während ich noch immer auf dem dreckigen Boden saß, doch die Tatsache, dass ich immer noch saß, ließ mich zu meiner Verwunderung nicht aufschrecken.

Möglicherweise aus Angst, gleich wieder auf die Erde zu sinken, denn einen der Anwesenden kannte ich… und das leider viel zu gut.

Denn vor mir stand…
…mein Ex.

Ich starrte Runos Freunde absolut hirnlos an, doch ich konnte meinen Blick einfach nicht von ihnen-oder auf nur von ihm? Naja egal…- wenden.

<Kann es sein, das er mich nicht erkennt? Man ist das ein hirnloser Affe!!! Okay, es ist schon ein paar Jahre her - 4 um genau zu sein-, dass wir zusammen waren, aber trotzdem!! Na gut, ich hab das alles nicht wirklich ernst genommen, aber…wie kann er das so einfach vergessen?!? Tja, dann muss ich ihn eben daran erinnern!!>

Ich stand langsam auf und sah gleichgültig in die Runde, die sich schon wieder so gut wie abgeregt hat…Okay, nur einer war wieder ruhig und zwar der, der meiner Meinung nach am Besten aussah.

Er hatte kinnlange, schwarze Haare, wundervolle, haselnussbraune Augen und schien außerdem gut durchtrainiert, wie man an seinen starken Armen erkennen konnte.

<Man, der sieht aber gut aus!! >

„Öhm…Hi, Leute! Das ist Akane, meine Cousine und das sind Julie, Marucho, Shun und Dan!“ Runo hatte sich inzwischen auch wieder gefasst und stellte mich nun den Vieren vor.

„Ach, einen kenn ich schon…“ meinte ich mit einem fiesen Grinsen auf den Lippen.
„Eeecht?? Wen??“ Julie stand nun für mich viel zu nahe vor mir und sah mich neugierig an.
„Dan…“ sagte ich nur monoton und wurde deshalb von allen-naja, außer von Shun- komisch angesehen.
Langsam ging der Braunhaarige zu mir hin und musterte mich, während er angestrengt nachdachte.
„Also ich kann mich aber nicht an dich erinnern, tut mir leid.“ Er sah mich entschuldigend an und kratzte sich verlegen am Hinterkopf, doch es war mir egal, ob es ihm leid tat.

„Gut, dann werde ich dir mal helfen. Also, vor 4 Jahren warst du mit deinen Eltern  für 2 Monate im Urlaub in Amerika, stimmt’s? Und da lerntest du ein Mädchen kennen, deine erste feste Freundin. Und das war ich.“
Ich wurde nun schon zum zweiten Mal komisch angesehen und es schien so, als würde Dan die Kinnlade auf den Boden fallen, doch das geschah leider nicht.

„WAS?!?!“ schrien nach ungefähr 3 Minuten alle Anwesenden und ich zog nur eine Augenbraue hoch.
„Das warst echt du?!?!“ Dan sah mich an, als wäre ich ein Geist.
„Hab ich etwa Spanisch geredet? Wenn nicht, dann habt ihr es ja sicher verstanden…“ Ich drehte mich um und suchte nach einer Bank, auf die ich mich setzten konnte, doch natürlich fand ich keine einzige.

<Boah, was ist denn das für ein Park?!? Hier gib es ja nicht mal ne Bank!!!>

Ich zog einen Schmollmund und wandte mich wieder zu den Anderen.
„Sagt mal, kann man sich hier in der Nähe irgendwo hin setzen?? Ich hab keinen Bock mehr zu stehen…“
„Erst mal sagst du uns, was das war mit dir und Dan!!“ Marucho sah neugierig zu mir hoch, doch mein Blick hing an meiner lieben Cousine.

<Ist Runo etwa eifersüchtig?? Meine liebe, kleine Cousine ist anscheinend echt in meinen Ex verliebt!! Wie süß!!!!>

„Was soll da schon gewesen sein? Wir waren ein paar Wochen zusammen, ich hab Schluss gemacht und er ging wieder…mehr war da nicht.“ Ich zuckte mit den Schultern, weil das für mich nichts richtig Ernstes gewesen ist.
Schließlich waren wir beide noch jung gewesen und er hatte noch keine Ahnung gehabt, also von daher…

„Da hat sie Recht. Mehr war da nicht… Und jetzt weiß ich auch wieder, warum ich mich nicht an dich erinnert hab. Ich hab das alles verdrängt…Wenn ihr mich entschuldigt, ich hab gerade echt Lust auf einen Kampf!!!“ Schon verschwand er und ihm liefen Julie, Runo und Marucho hinterher…Vermutlich wollten sie einfach mehr Informationen.

Shun blieb bei mir stehen und ich seufzte über das kindische Verhalten der anderen Vieren.
„Wenigstens bist du nicht so…“ nuschelte ich vor mich hin, in der Hoffnung, dass er es nicht hörte, aber wie so oft, hasste mich mein Leben genauso sehr wie ich es auch.
„Wie meinst du das?“ Seine Stimme klang wundervoll beruhigend, aber ein wenig kalt und doch irgendwie interessiert.
„So wie ich es gesagt hab. Ich bin zum Glück nicht die einzige, halbwegs Normale bei den Vieren. Außerdem scheinst du nicht so extrem neugierig zu sein, wie Runo, Julie und Marucho und das gefällt mir.“ Ich lächelte ihn lieb an und er zog eine Augenbraue hoch.
„Woher willst du wissen, dass ich nicht genauso irre bin wie die? Und ich bin schon neugierig, aber ich zeig es nicht so sehr wie die drei.“
„Keine Ahnung, ich vermute es mal, aber warum denkst du, dass das mit normal bei mir stimmt? Wenn du Fragen hast, kannst du die übrigens gerne stellen, ich hab nichts dagegen, zumindest nicht bei dir.“
„Naja, auf mich wirkst du nicht sonderlich durchgeknallt. Nein, muss nicht sein, ist schließlich deine Sache.“

<Und schon hat er sich verplappert!!Na sehen wir mal, ob ich ihn dazu bringen kann rot zu werden!!>

Ich grinste ihn breit an.
„Woher willst du wissen, dass ich geknallt wurde??“ Er sah mich zuerst ungläubig an, wurde dann aber so rot, dass er meinen Haaren Konkurrenz machte.

„S-so w-war d-d-das d-doch-“ ich begann zu kichern und unterbrach ihn.
„Das weiß ich doch, ich wollte nur etwas versuchen!!“ lachte ich und er nahm wieder seine normale Hautfarbe an.
„Und was?“ Er sah mich provokant an, weshalb ich einen Schritt näher trat.
„Ob ich es schaffe, jemanden der so ein ruhiges Gemüt hat dazu zu bringen, dass er rot wird.“ flüsterte ich in sein Ohr und hörte ein wundervolles Kichern seinerseits, weshalb sein Atem meinen Hals strich, als ich mich wieder einen Schritt entfernte
„Naja, das scheinst du ja geschafft zu haben.“ Er lächelte mich schief an, doch danach schaltete ich ab, weil ich nachdenken musste.

„Tut mir leid Shun…“ murmelte ich nach ein paar ruhigen Minuten und er sah mich fragend an.
„Was denn?“
„Das du dich jetzt mit mir abgeben musst. Mein liebstes Cousinchen ist ja abgehauen…“ nuschelte ich vor mich hin, doch er musste kichern.
„Das muss dir doch nicht leid tun! Du bist schließlich nicht so wie Runo…hoffe ich zumindest…Da fällt mir ein, warum ist Dan so schnell abgehauen? Was hast du denn mit ihm gemacht?“ Er lächelte mich ruhig an, doch ich konnte die Neugier in seinen Augen glitzern sehen.
„Naja, eigentlich weiß ich selbst nicht, was er hat. Ich hab eben mit ihm Schluss gemacht…mehr nicht…Ich hoffe nur, das er nicht mehr böse deshalb auf mich ist, denn das wäre echt schlecht…“ meinte ich und zuckte nur mit den Schultern
„Wir sollten mal nach den anderen Suchen gehen.“ Ich nickte ihm zu und schon lief er mir voraus los und ich klammerte mich an seinen Arm, um ihn nicht zu verlieren.

<Mir egal, ob ihm das jetzt komisch vorkommt! Ich will einfach nicht hier alleine herumirren!!>

„Bist du nicht Shun Kazami? Einer der Schicksals-Spieler?“ Wir drehten uns um und vor uns stand ein blonder Junge etwa 16-17, also in unserem Alter, der Shun musterte.

„Ja, warum?“ Der Schwarzhaarige sprach ruhig und absolut emotionslos, was mir einen Schauer über den Rücken jagte.
„Oh, welch wunderschöne Begleitung du doch hast! Da wird ein Kampf gegen dich noch reizvoller!“ Der Fremde musterte mich mit einem lüsternen Blick, weshalb ich ihn böse ansah.
„Wieso denn sollte ein Kampf reizvoller werden, bloß weil ich hier bin?“ fragte ich ihn bissig, doch das schien ihm zu gefallen.
„Nana, meine Schöne, lass uns das regeln! Also Shun, ich will gegen dich kämpfen und der Gewinner bekommt das Mädchen!“ sagte der Blonde arrogant und Shun schnaubte nur verächtlich.
„Wie wäre es wenn du dich erst einmal vorstellst!“ meinte er dann und der Fremde begann zu kichern.
„Oh, natürlich wie unfreundlich von mir! Mein Name ist Masahiro Ōheina und wie heißt meine zukünftige Freundin?“ Masahiro grinste mich schief an und ich sah nur fies grinsend zurück.
„Das Mädchen, das dich bald fertig macht, heißt Akane Misaki, du widerlicher Mistkerl.“ gab ich zurück und er grinste nur noch breiter.
„Mach weiter so, ich steh auf bissig!“ Ich musste alle meine Kraft aufbringen, mich nicht zu erschießen.
„Willst du weiter reden, oder lieber kämpfen?“ Shun sah ihn ausdruckslos und mit verschränkten Armen an.
„Kämpfen natürlich, damit ich meine Zukünftige schon bald mit nachhause nehmen kann!“

<Sag mal, kann der überhaupt noch aufhören zu grinsen? So langsam wird’s unheimlich!!!>

Sie aktivierten ein Bakugan-Feld und mein Held-alias Shun- war natürlich so schlau und ließ mich alleine stehen.
Doch ehe ich es bemerkte, waren beide wieder da und Masahiro kniete völlig erschöpft vor Shun.

„Also wirklich, hättest du dich denn nicht mehr anstrengen können? Also dafür, dass du Akane unbedingt für dich haben wolltest, war das echt schlecht!!“ Shun sprach desinteressiert, wandte sich schließlich zu mir um und lächelte mich sanft an, während dieser Masahiro die Flucht ergriff.

„Ich vermute mal, du hast gewonnen.“ sagte ich gespielt ahnungslos.
„Nein, wie kommst du denn da drauf?!?“ Er hatte mich sofort durchschaut und spielte mit, weshalb ich kichern musste.
„Ich geb dir einen Tipp, dreh dich nicht um.“
„Warum sollte ich mich nicht-“
BÄÄM!!! wurde ich zu Boden gerissen und über mir lagen zwei anscheinend menschliche Wesen, eines mit blauen und eines mit grauen Haare.

<Warum verdammt hab ich nicht auf ihn gehört?!? Achja, die dämliche Neugier -.->

„VERDAMMTE SCHEISSE, RUNO!!! JULIE!!! GEHT RUNTER VON MIR!!!!!“ schrie ich die beiden an und sie kamen meiner Aufforderung auch gleich nach und zogen mich ebenfalls hoch.
„Tut uns leid…“ sagten beide synchron und sahen betrübt auf den Boden.
„Schon gut, aber jetzt sagt mir mal, warum ihr denn so aufgedreht seid. Habt ihr irgendwas eingeworfen?!?“ Ich verschränkte die Arme vor der Brust, zog eine Augenbraue hoch und sah die beiden skeptisch an.
Die zwei Mädchen sahen sofort hoch und begannen wieder aufgeregt hoch und runter zu wippen, alles mit einem riesigen Grinsen im Gesicht.

„Wir gehen heute Abend auf eine PARTY!!!“ Ich wurde erwartungsvoll von den beiden angestarrt und sah, wie hinter ihnen Dan und Marucho auftauchten.
„Aha, und jetzt? Soll ich jetzt durchdrehen oder so? Dann tut es mir leid, aber ICH HAB NIE GESAGT, DASS ICH DA HIN WILL!!“ ging ich sie an, doch sie grinsten mich weiterhin an.
„Wow, ich bin mit einer hirnlosen Idiotin verwandt-.-“ Ich drehte mich um und wollte schon gehen, als mir einfiel, dass ich mich hier nicht auskannte.

Also ging ich zu Shun, zog an seinem Ärmel und sah mit großen Augen bittend zu ihm herauf.
„Bringst du mich hier weg? Bitte…“ Er seufzte.
„Leute…“
„Warte mal, Shun!! Wehe ihr kommt nicht zu der Party!!“ Runo sah ihn mit einem tötenden Blick an.
„Wo ist die denn überhaupt?“
„Bei mir.“ sagte Marucho und schon zog ich den Schwarzhaarigen hinter mir her.

„Und warum nochmal entführst du mich jetzt?“ fragte Shun mich und er klang leicht belustigt.
„Keine Ahnung, aber ich wollte weg von den Verrückten und mit dir alleine war es irgendwie … schön.“  sagte ich und wurde gegen Ende leicht rot im Gesicht, was ihm leider auffiel.
„Na das erklärt es natürlich!“ meinte er sarkastisch, was ich jedoch ignorierte, und grinste mich wegen meiner- mir unangenehmen- Röte an.
„Hör auf mich so komisch anzugrinsen! Du bist ja fast so schlimm wie Runo…“  Ich konnte ihm nicht mehr ins Gesicht sehen, denn irgendetwas daran, machte mich unsicher.

Vielleicht waren es seine sanften, treuen, braunen Augen, die mich so liebevoll ansahen, oder doch seine seidenen, glatten, glänzend schwarze Haare, die sich um sein Gesicht schmiegten.
Möglicherweise auch seine wundervoll geschwungenen Lippen, die sein ganzes Abbild perfektionierten und ihn damit zur schönsten Person, die ich je gesehen habe, machten.
Ich weiß es nicht genau, aber es lag etwas in seinem Ausdruck, dass mich verlegen machte und es trotzdem nicht unangenehm war, denn ich wollte schließlich bei ihm sein.
Ich hatte noch nie zuvor so eine Bindung zu jemandem gehabt, noch nie wollte ich jemandem so nahe sein, wie ihm in diesem Moment und noch nie in meinem ganzen Leben hätte ich es für möglich gehalten, dass ich so etwas empfinden kann.
Das alles ging mir durch den Kopf, während ich den Mittag mit diesem wunderschönen, perfekten Jungen verbrachte, ihm von mir erzählte und ihm aufmerksam zuhörte.  
Er wusste nichts von meinen verwirrenden Gedankengängen und konnte es vermutlich noch nicht einmal ahnen.
Obwohl ich ihn erst seit einigen, wenigen Stunden kannte, wusste ich doch schon, dass er mir viel zu wichtig war, als das ich ihn wieder gehen lassen wollte.
Natürlich war das alles meine innere Einstellung und nach außen hin, kann ich das einfach nicht zeigen, konnte ich nie, werde ich nie können.
Eine Seite in mir will das ich ihn nie wieder loslassen, immer bei ihm bleibe, sie redete mir ein, das ich ihn schon nach einem Tag mehr liebe, als mich selbst und ich ihm das offen zeigen muss…aber die andere will ihn anders für sich gewinnen, ihm zeigen, dass er um mich kämpfen muss und ich ihm nicht einfach folgen werde.
Ich fühlte mich wie zwischen zwei Streitenden, die jeweils einen anderen Standpunkt vertraten, ich aber selbst nicht wusste, was ich denn wählen würde.
Um mein Image zu verteidigen, müsste ich die zweite Seite bestimmen lassen, doch mein Herz wollte lieber auf die erste hören und sich von dieser leiten lassen.

So ging das in meinem Kopf, bis wir zu der Party bei Marucho kamen.
Es waren nicht gerade wenige Leute da und so noch mehr Fremde für mich, die ich eh nicht ausstehen konnte.

Ich seufzte, was dem Schwarzhaarigen natürlich nicht entging, obwohl mich das wunderte, weil die Musik eigentlich viel zu laut war, als das man einen Seufzer hätte heraushören können.
„Was ist denn los?“
„Ach nichts. Ich hasse es einfach fremde Leute kennenzulernen…“ Er grinste mich wie schon so oft an diesem Tag provokant an.
„Also wolltest du mich eigentlich auch nicht kennenlernen, wenn ich das richtig verstanden haben!“
„Idiot…“ nuschelte ich und sah gen Boden, doch das blieb nicht lange so, denn mein Kinn wurde sanft von einer warmen Hand angehoben, sodass ich plötzlich in zwei tiefgrüne Augen blickte.
Ich entfernte mich erschrocken von dem mir viel zu nahe Gesicht und musste feststellen, dass dieses gar nicht mal schlecht aussah, sondern eher richtig schön war.

„Warum schaut ein so schönes Mädchen wie du denn so betrübt auf den Boden?“
„Öhm…Keine Ahnung, vielleicht wollte ich damit nur bezwecken, dass ich die Aufmerksamkeit von jemandem wie dir auf mich ziehe?!?“ fragte ich den mir unbekannte Jungen sarkastisch.
„Na dann hast du das geschafft! Ich bin übrigens Akio, und du?“ grinste der nun nicht mehr ganz so Fremde mich an.
„Was geht dich das an? Falls du es nicht bemerkt hast, das eben war Sarkasmus, oder bist du so dämlich, dass ich dir erst erklären muss, was das ist?“ fragte ich Akio spöttisch, doch dieser grinste mich nur weiterhin an, bis sich schließlich Shun einmischte.
„Hast du sie etwa nicht verstanden, oder tust du nur so? Sie hat kein Interesse, also verzieh dich.“ Er sprach monoton, aber es klang trotzdem leicht drohend, als ob es ihm nicht gefallen würde, dass dieser Akio mich anmacht.

Irgendwie fand ich es ja schon süß von ihm, dass er mich verteidigte und mich für sich haben wollte.

„AKANEE!!!“
„Oh nein… Warum hasst mich mein Leben so sehr!?!“ Shun musste wegen meiner Bemerkung schmunzeln und Akio sah nur weiterhin unverständlich zu dem Schwarzhaarigen.
Doch mein Leben war mal nett zu mir, denn Runo stürmte zu mir hin und das mit solch einem Tempo, dass sie den Unerwünschten einfach wegstieß.

„Was gibt’s denn Runo??“ Ich war ganz plötzlich fröhlich gestimmt, weil meine Cousine endlich mal etwas Gutes für mich getan hat.
„Also 1. Ihr müsst mit auf die Tanzfläche und
2. Was verdammt hast du geraucht, das du so gut drauf bist???“
„Sie hat nichts geraucht, ihr tut einfach nur meine Anwesenheit gut!!“ antwortete Shun für mich, natürlich nicht ohne ein wenig Arroganz mitschwingen zu lassen.
„Jaaaa, natürlich!!! Komm schon Runo!“ Ich packte meine Cousine am Handgelenk und schleifte sie hinter mir her zu Julie, die schon sehnsüchtig auf uns wartete.

„Okay und jetzt sagst du uns, was da zwischen dir und Shun läuft!!“
„Julie, tolle Begrüßung. Echt hammermäßig!!“ Ich sah sie gespielt ernst an.
„Beantworte die Frage!!“ < Man, kann die aufdringlich sein!!>
„Da läuft nichts…ehrlich…“ Ich klang ungewollt betrübt, was die anderen beiden natürlich aufhorchen ließ.
„Aha!!! Aber du magst ihn schon. Also so richtig richtig!!!“
„Runo, deine Ausdrücke sind mal wieder genial!!! Aber es wäre schon möglich…“ Ich schielte zu dem Schwarzhaarigen herüber, der sich inzwischen mit Dan und Marucho unterhält.
„Runo, wir müssen sofort Sh-“
„Vergiss es Julie!! Könnt ihr euch nicht einfach mal auf die Party hier konzentrieren?!? Außerdem will ich noch von dir wissen, was da mit Dan ist!“ Ich sah mein Cousinchen  verschwörerisch an und sie wurde rot.
„D-Du hast Recht!! Konzentrieren wir uns auf die Party!!“ Ich und Julie mussten über Runo’s Reaktion kichern, gingen aber nicht weiter darauf ein.

Ein paar Minuten später kamen auch die Jungen wieder dazu-sogar Shun!!- und so tanzten wir gemeinsam zu der zugegeben gute Musik.
Dan machte es nichts mehr aus, dass wir beide hier waren, obwohl ich der Meinung war, das es ihm nach so langer Zeit doch noch unangenehm war.

Nach einer Weile bekam ich Durst und ging alleine an die Bar, um mir etwas zu trinken zu holen.
Als ich gerade dran war, wurde ich nach hinten weggezogen und in einen anderen Raum gezerrt.

Hätte man mir nicht den Mund zugehalten, hätte ich vermutlich losgeschrien, doch so war das ja nicht möglich.
Als die mir unbekannte Person wieder losließ, schloss sie die Tür hinter uns ab und ich wollte gerade losschreien, als man es mir unmöglich machte, denn mein Entführer presste seine Lippen brutal auf meine.

Als er nach einer gefühlten Ewigkeit, in der ich immer wieder nach ihm schlug, tritt, kratzte und mich von ihm wegdrücken wollte, ließ er kurz von mir ab, sodass ich ihn endlich erkennen konnte.
„VERDAMMT WAS SOLL DIE SCHEISSE, AKIO??“

Wieder verschloss er meine Lippen mit seinen  und drängte mich zusätzlich noch an eine Wand, damit ich gar nicht mehr fliehen konnte.
Grob kratzte er an meinem Bein entlang und schob meinen Rock ein Stück hoch und ich spürte, wie etwas an meinem Bein herunterfloss…Vermutlich mein Blut.
Ich versuchte immer wieder mich zu wehren, doch ich hatte keine Chance gegen ihn, weil ich einfach zu schwach war, als dass ich etwas gegen ihn hätte ausrichten können.

Er ließ von meinem Bein ab und kratzte stattdessen an meiner Hüfte hoch, unter meine Bluse, an meinen Bauch entlang und wieder spürte ich die seltsam warme Flüssigkeit auf meiner Haut.
Vor Schmerzen stiegen mir Tränen in die Augen und flossen an meinen Wangen hinunter, doch er drückte sich nur noch fester gegen mich.
Als er gerade unterhalb meiner Brust ankam, verschwand plötzlich der enorme Druck und ich sank still weinend zu Boden.

Ich hörte nur noch ein klirrendes Geräusch und sah durch den Tränenschleier, wie eine Person mit schwarzen Haaren auf mich zukam und mir eine Hand auf die Schulter legte.
Unter der Berührung zuckte ich weg, traute mich nicht hinzusehen, doch als ich Shun’s sanfte Stimme an meinem Ohr vernahm, wie er mir ‚Ist gut. Es wird alles wieder gut.‘ zuflüsterte, war das alles vergessen.

Ich wandte mich ihm ruckartig wieder zu und vergrub mein Gesicht in seinem T-Shirt, während er schützend die Arme um mich legte.
Als ich mich nach einigen Minuten wieder soweit beruhigt hatte, dass ich sprechen konnte, fragte ich ihn, wie er mich denn gefunden hat.

„Ich habe dich einfach gesucht, weil du weder an der Bar, noch sonst irgendwo warst. Ich hab mir eben Sorgen gemacht…“
„Warum denn Sorgen?“ Ich sah mit geröteten Augen zu ihm auf und er lächelte mich sanft an.
„Ganz einfach, weil du mir wichtig bist.“ Diese Worte klangen aus seinem Mund so richtig und gut, das ich einfach die wenigen Zentimeter, die unsere Gesichter trennten, überbrückten wollte, es mich aber nicht traute.

Shun bemerkte sofort meine Schrammen, als er mir leicht, zögerlich über den Rücken hinab zur Hüfte strich und schließlich mein Blut an der Hand kleben hatte.
Er wich erschrocken zurück, starrte abwechselnd auf seine Hand und an die Stelle, von der die rote Flüssigkeit kam, hob mich schließlich hoch und verließ mit mir das Zimmer.

„Was hast du vor?“
„Ich will nur deine Wunden säubern mehr nicht, keine Sorge.“
Ich gab ihm einen leichten Kuss auf die Wange ehe ich mich wieder an seine Brust schmiegte, während er mich irgendwo hinbrachte.
Eigentlich war es mir egal, wohin, solange ich bei ihm bin.

„Shun?“
„Ja?“
„Ich muss dir was sagen…Ich-Ich liebe dich…“ Ich wurde leider schon wieder rot und senkte deshalb den Kopf.

Er blieb abrupt stehen, stellte mich, wenn auch etwas wackelig, auf die Beine und zog mein Gesicht zu sich heran, sodass er mir einen sanften, schüchternen Kuss geben konnte, den ich natürlich sofort erwiderte.

Als er sich wieder von mir löste, legte er seine Stirn an meine und sah mir intensiv in die Augen.
„Ich liebe dich auch, Akane.“

Meine Welt war perfekt und ich wollte nur noch bei Shun bleiben, ganz egal, was passiert, denn ich konnte mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen…

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Reviews sind seeeeehr erwünscht!!!!
ggggggggggggglg Yasha <3 :***
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