Amnesia Custom Story "House of Creep" mit Hauptschülern

GeschichteHumor, Horror / P12
08.12.2011
11.12.2011
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08.12.2011 1.045
 
„Eh, ihr Spacken – essen kommen. Dieser Herr Kowalski und Herrn Heidenreich wollten uns was berichten.“ Zack, da warf Nebile wieder die Tür hinter sich zu.
Vorsichtig kroch ich unter meiner Bettdecke hervor. „Ich will nicht!“, rief ich und ließ mich vom Bett fallen, dass es nur so klatschte. Jessica saß gemütlich in ihrem Bett und lass Doktor Sommer in der Bravo. Dafür musste ich nicht mal in die Zeitschrift gucken. Schon alleine, wie ihre Wangen rot anliefen, verriet alles.
Ich grinste pervers. „Na, `n Porno zu auffällig?“
Sie errötete noch mehr. „Halt die Klappe“ und warf das Magazin aufs Bett, „lass uns runter gehen. Ich schieb voll Hunger, Alter.“
Ich sah an mir runter. Ich wollte nicht im gelben Nachthemd am Essenstisch erscheinen. „Geh schon mal vor“, brummte ich und griff zu meiner Reisetasche.
„Wenn `de meinst“, antwortete meine Freundin nur und schmiss die Tür hinter sich zu.
Wahllos griff ich ins Gepäck. Jeans, T-Shirt mit der Aufschrift:“Liebes Mathebuch. Bitte werde erwachsen und löse deine Probleme selbst!“ und noch meine Mütze mit Katzenohren und dem Totenkopf drauf, und ich war fertig.
Behutsam öffnete ich die Tür und sah mich um. Da mir diese dunklen Gänge wie aus dem 19.Jahrhundert angst machten, lief ich etwas schneller und schaffte es sogar Jessica einzuholen, die geradewegs auf die Küche zusteuerte. Wir traten ein. Meine Blicke gingen herum. Auch hier hatte man das Gefühl, im 19. Jahrhundert gefangen zu sein, doch alle Hauptschüler waren schon da und bedienten sich schwatzend am Buffet. Das ließ mich erleichtert aufatmen.
Bewaffnet mit Messer und Teller, gesellte ich mich dazu und versuchte so freundlich wie möglich zu grüßen:“Guten Morgen, Leute. Was steht an?“
Die Zwillinge Jenny und Jennifer sahen auf. „Guten Morgen. Ähm... nicht viel, aber dieser Kowalski hat eine Überraschung für uns.“ dabei machte Jenny ein angepisstes Gesicht. „Naja...“, pflichtete Jennifer bei und klatschte sich meterdicke Wurst aufs Brot, „Hauptsache raus hier. Diese Flure machen mich übelst nervös. Und diese ganzen Schränke, die hier rumstehen. Wer weiß, was da alles drinnen ist.“
„Wäh!“, machte ich und in mir sträubte sich alles, bei dem Gedanken, irgendwelcher Leichen im Schrank. Na prima, ans schlafen brauchte ich ja dann nicht mehr zu denken...
BLING – BLING – BLING! Trommelte Heidenreich mit dem Teelöffel ans Glas, bis es zersprang. Neugierig wandten wir uns zu ihm. Heidi nickte und Herr Kowalski begann zu erzählen:“Darf ich um eure Aufmerksamkeit bitten?“ Schweigen. „Gut. Ich habe euch nämlich eine kleine Geschichte zu erzählen...“
„...Jetzt kommts“, stöhnte Saskia genervt dazwischen und feilte weiter an ihren Fingernägeln herum. Alle lachten, doch unter Kowalski seinen strengen Blicken, verstummte die Klasse prompt. Er fuhr fort:“Vor langer, langer Zeit, lebte hier ein wahnsinniger Professor, der nichts lieber tat, als Leichen zu sezieren und zu zerstückeln. Sein großes Vorbild war Doktor Frankenstein und nach seinen Gesetzen versuchte er Lebe zu erschaffen. Mit Erfolg. Doch sie waren alles andere, als Menschlich. Man konnte von Zombies sprechen! Abartige Kreaturen, mit scharfen Klauen, raus gerissenen Kiefer und mit einem super Gehör ausgestattet. Diese Wesen konnte so hohe Töne abgeben, dass sich beim hören dieser hohen, piepsigen, Töne mitunter der geistige Zustand so verändern konnte, dass vor den Augen des Betroffenen, sich der Raum verzerrte.“
„Uhh!“, machte Nathalie und ihre Augen glitzerten vor Begeisterung. Woa, hatte Nathalie wirklich Interesse an an dieser Gruselgeschichte? Das hätte mich aber positiv überrascht.
Doch das Mädchen seufzte:“Kowalski ist so süüüß!“ - und somit war meine Illusion wieder hin. Ich stöhnte:“Oh man...“ und schüttelte nur noch verständnislos den Kopf.
Eine Hand ging nach oben. Das war Felix. „Alles schön und gut... aber was wollen sie damit uns sagen?“
„Ganz einfach: Dieses Haus ist verflucht!“ Ein Geraune ging durch die Reihen „Ganz Recht, in dieser Villa leben immer noch die Zombies des verrückten Professors! Und sie werden keine Ruhe geben, bis man nicht ihr schreckliches Mordspiel zu ende spielt!“
Das Geraune wurde immer lauter. „Das ist ja kaum zu glauben“, flüsterte Jenny ganz aufgekratzt. Emre nickte. „Boa, echt mal. Wenn da was dran ist, lauf ich heim!“ Aus der anderen Ecke hörte ich Saskia und Taifun fluchen. „So ein Blödsinn. Es gibt keine Zombies. Und kein Lehrer der Welt würde uns hier her bringen, um zuzusehen, wie wir alle nach einander niedergemetzelt werden.“ Taifun machte ein grimmiges Gesicht:“Päh! Ganz genau. Isch schwör, der labert Mist, der Typ!“
„Ich bitte um ruhe!“, versuchte Herr Heidenreich die Menge zum schweigen zu bringen. Nur mit Mühe beruhigte sich die Klasse wieder. Heidenreich nickte Kowalski zu.
Er erwiderte die Geste und machte weiter:“Ich habe einen kleinen Wettkampf mit euch vor. Aber langsam. Bitte sucht euch in Viererteams zusammenzufinden! Ab jetzt!“
Ich sah mich verpeielt um. Jessica stupste mich an. „Wir bleiben schön zusammen.“
Saskia kam dazu. „Und ich bin dabei.“
Ich nickte. „Ähm... okay? Und wer soll noch mit rein?“, wollte ich wissen.
Da tauchte Blondi auf. „Ich natürlich, höhöhö“, lachte Svenja und grinste mich breit mit ihrem Radioempfänger von Zahnspange an. Da waren wir also vier und mussten nur noch auf den Rest warten. Die Aufteilung geschah schnell und reibungslos.
Kowalski war zufrieden. „Schön. Dann kommen die einzelnen Teams jetzt nach Vorne, nennen ihre Namen und den Namen ihrer Gruppe!“
Ich wandte mich verstört an Saskia:“Ähm... Name?“ Sie zuckte mit den Schultern. „Die Alliierten?“ Jessica und Svenja prusteten. „Also wir wäre für Objekt der Begierde...“
„Seid ihr scheiße oder so!? Wir nennen uns jetzt einfach Team... hmm... Team Keks!“
Heidi rief aus:“Die ersten vortreten, bitte!“
Es traten vor Jenny, Jennifer, Nathalie und Daniela. „...Team Sinnlos“, kicherte Daniela.
Heidi nickte. „Nächsten!“
Es folgten Nebile, Taifun, Emre, Soner. „Team Gangster“, grölte die Truppe.
Ich seufzte. „Möchtegern Gangster vielleicht....“ und Jessica grinste. „Wie wahr, wie wahr.“
Felix, Christian, Lukas und Michi kamen hervor. „Team Flink!“
Wir waren dran. „Team Keks. Wir bestehen aus Saskia, Jessica, das Hundi und mir. Svenja“, präsentierte Blondi stolz.
Herr Heidenreich nickte. „Fein... Die Nächsten!“
Und es folgten die Letzten:“Team Dorf“, stellte sich Mario, Marius, Kevin und Daniel vor.
„Gut!“, gab Kowalski bekannt, „dann werden Team Sinnlos, Team Gangster, Team Flink und Team Keks sich um Mitternacht im Versammlungsraum treffen. Ruht euch aus, denn es wird eine lange, lange Nacht!“ Er machte eine kurze Pause, bevor er freundlich fortfuhr:“So – dann noch viel Spaß beim essen.“
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