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Der erste Android

Kurzbeschreibung
GeschichteSci-Fi / P6 / Gen
04.12.2011
17.12.2011
1
477
 
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04.12.2011 477
 
Prolog

Notizen lagen auf dem Fußboden verstreut. Es roch staubig, doch zog der Duft frischen Kaffees durch den Raum. Hüllen aus Blech standen an der Wand gelehnt und wirkten wie Ausstellungsstücke. Dr. Thomas Xavier Right lehnte konzentriert über seinem Tisch, schrieb, skizzierte, streichte durch und ab und zu war das Knüllen eines unschuldigen Blatt Papiers zu hören. Wie viele Stunden er schon dort saß, wusste er nicht. Er war lediglich vor kurzem aufgestanden, um sich einen wachhaltenden, starken Kaffee zu kochen. Instand. Für richtigen Kaffee hatte er weder die Zeit, noch die Nerven.

Er arbeitete an einem Projekt, welches sein Leben verändern würde und seit einigen Wochen machte er sich einen richtigen Plan dafür. Wenn man es genau betrachtete, arbeitete er schon seit seinem Studium daran: Ein Roboter, der Menschliche Gefühle empfinden und verarbeiten konnte und zudem einen Charakter haben sollte. Bisher ist das niemandem gelungen, doch er wollte es schaffen. Er wollte es nicht wegen des Geldes oder des Ruhmes, sondern wollte er etwas besonderes schaffen.Etwas, auch wenn er sich das selbst nicht ganz eingestehen wollte, das ihn als Wissenschaftler bestätigte. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und nun konnte er mit dem Bauen des Roboters beginnen. Der DRN-000.

Natürlich hatte Dr. Right schon vorher Roboter gebaut, doch waren diese nur Industrieroboter, die nichts weiter taten, als zu arbeiten. Sie hatten einfach keine Seele. Wahrscheinlich war das auch gut so, bis jetzt.

Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es mittlerweile weit über zwei Uhr Morgens war. Seine Augen weiteten sich. Wieder einmal war die Zeit wie im Fluge an ihm vorbeigezogen und kaum aus der Konzentration gerissen, spürte er seine Erschöpfung. Sein Kaffeekonsum, der ohnehin schon überdurchschnittlich war, hatte sich wegen dieses Projektes in den letzten Wochen mehr als verdoppelt. Doch auch dieses Mittelchen konnte nach einer gewissen Zeit nicht mehr gegen eine solch extreme Müdigkeit ankämpfen. Er wusste ganz genau, wie ungesund dieses Verhalten war, doch kaum, dass er sich an diese Arbeit setzte, wurden Stunden zu Minuten. Wieder versuchte er seine schweren Augen mit Kaffee offen zu halten, als er aber seine Lippen an die Tasse ansetzte, gelangte nicht die warme Flüssigkeit in seinen Mund, sondern ein erkaltetes Gebräu, dass mehr als Bitter schmeckte. Das war der Moment, in dem Dr. Right wusste, dass es nun an der Zeit war schlafen zu gehen und nahm ein Buch aus dem Schrank. Er hatte die vielleicht sogar schon mädchenhafte Angewohnheit Tagebuch zu führen.

Mittwoch, 17. Dezember 20XX

Wieder bis 2:00 Uhr Morgens gearbeitet. Die Müdigkeit zehrt an mir, doch ich möchte jede Minute diesem Projekt widmen. Heute habe ich sein Design fertiggestellt. Es erfüllt mich mit Stolz wie weit ich gekommen bin und ich spüre, wie dieser Roboter eine richtige Gestalt annimmt.
Einen Namen für ihn habe ich noch nicht, doch das wird wohl kein Problem darstellen.
Das Bett ruft nach mir...
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