Erlösung

GeschichteMystery, Romanze / P18
Woody Pride
29.11.2011
29.11.2011
4
7711
2
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Erschrocken schrak Ginger aus dem Schlaf. Was für ein seltsamer Traum. Unheimlich. Sie ließ die Augen noch geschlossen, sie wollte noch nicht in den Tag. Sie wollte nachdenken über das, was Jo gesagt hatte. Er würde etwas tun, das ihr nicht gefallen würde…  Dann riss sie sich zusammen. Es war ja doch nur ein Traum gewesen.

Sie rieb sich mit den Handballen die Augen, bevor sie sie öffnete. Im Moment sah sie nur ihre rote Zimmerdecke über sich. Aber gleich als sie sich aufsetzte, merkte sie sofort, dass etwas anders war. Sehr anders. Ihr Bett war so riesig… und ihr Zimmer auch. Sie kreischte. Alles war riesig! Beziehungsweise war sie nur dreißig Zentimeter groß.

Und sie trug ein halblanges, weißes Kleid. Sie trug keine Kleider! Schon gar keine weißen. Sie trug nur zerfetzte Jeans, Hotpants, Röcke, Lederhosen und bauchfreie Spaghettitops zu dieser Jahreszeit. Keine weißen Sachen. Keine Kleider. Sie wollte sich jetzt durch die normalerweise kurzen, stacheligen und kohlrabenschwarz gefärbten Haare fahren, als sie mit den Fingern gegen ein Hindernis stieß. Sie tastete danach und zog es heraus. Es war eine kleine Krone aus Blech. Außerdem war ihr Kopf ungewohnt schwer. Sie stellte fest, dass sie lange, goldene, zu einem Zopf geflochtene Haare hatte, so wie früher.

Mit zitternden Händen setzte sie die Krone wieder auf und rutschte auf der Decke vom Bett herunter. Sie zwickte sich fest in den Arm und beschloss, dass sie nicht träumte, weil es höllisch wehtat. Sie fand es im Moment gar nicht so schlimm. Schließlich war sie ja noch in ihrem Zimmer, wo niemand war, der sich an ihr rächen konnte.

Außerdem sah sie sowieso nicht so aus wie sie alle kannten. Keiner würde sie erkennen können. Sie kletterte über einen Stacheldraht auf ihren Schreibtisch und sah sich in einer Spiegelscherbe an. Nein, keiner würde sie erkennen können. „Hallo!“ Erschrocken schrie sie auf  und fiel hin. „Wer war das?!“, fragte sie wütend und drehte sich auf den Rücken. Vor ihr stand ein Spielzeug. „Bist du neu hier?“, fragte der Cowboy und hielt ihr die Hand hin, damit sie aufstehen konnte.

Ginger ignorierte die Hand, stand alleine auf und starrte die Puppe an, die da vor ihr stand. „Wie… was? Du… sind hier alle Spielzeuge lebendig?!“ Sie konnte es nicht fassen. Traurig senkte der Cowboy den Kopf. Wenn sie sich nur an seinen Namen erinnern würde! Sie brauchte sicher Hilfe, um wieder groß zu werden.

Ihr Vater wollte erreichen, dass sie ein liebes Mädchen wurde, so wie früher; das hatte sie begriffen. Nun wollte sie sich natürlich darum bemühen. Schließlich war es sozusagen sein letzter Wille.

„Ähm… das tut mir leid. Wie heißt du?“ „Ich bin Woody, der Cowboy. Und du?“ Sie überlegte. Sollte sie ihren richtigen Namen sagen? Sie entschied, dass sie das tun sollte. Sonst würde er noch nach ihr rufen, und wenn sie nicht reagierte, wäre das nicht sehr vorteilhaft. „Ginger!“ Das Spielzeug stutzte, dann lächelte es wieder.

„Gut. Hast du dich hier schon umgesehen?“ „Nein“, log sie. Sie wollte nur nicht hier stehen bleiben, neben den ganzen Foltergerätschaften. Woody bemerkte ihren Blick und hielt ihr den Arm hin, damit sie sich einhängte. Gerade wollte sie so etwas sagen wie „Ich brauch deinen dreckigen Arm nicht, du elender Penner!“, aber im letzten Moment fing sie sich und lächelte ihn an. Einhängen wollte sie sich trotzdem nicht.

Während sie durch das ihr durchaus bekanntes Zimmer gingen, sah sie sich ihren Führer genauer an. Sie wurde rot, als sie eine Naht zwischen seinen Beinen sah. Er musste sich selbst genäht haben, nachdem sie ihm mit dem Stanleymesser hineingeschnitten hatte. Er hatte auch eine Kerbe im Gesicht, die sich vom Ohr fast bis zum Mundwinkel zog. Sie schämte sich ein bisschen dafür, weil er jetzt so nett zu ihr war.

„Hat… das wehgetan?“, fragte sie leise. Er verzog das Geicht. „Tut mir Leid, ich wollte dich nicht daran erinnern!“, sagte sie schnell. „Ist doch kein Fehler. Ich freue mich nur für dich, dass die Mutter unserer Besitzerin sie doch mitgenommen hat. So hast du noch zwei Wochen Zeit, bis du auch dran bist…“ Ginger wurde ganz heiß im Gesicht.

Sie wusste nicht, dass es so schlimm war. Was war nur los mit ihr? Warum war sie so nett, so sanft? War ihr Vater daran schuld? Sie war ihm jedenfalls dankbar dafür. Wie sollte sie sonst überleben, so ganz ohne Hilfe. Und Woody war eigentlich immer ihr bester Freund gewesen, sonst würde er jetzt viel schlimmer aussehen.

„Ich schätze, dass du die Folterkammer nicht unbedingt noch einmal genauer sehen willst, oder?“, riss sie Woody aus ihren Gedanken. Sie überlegte. „Zeig sie mir. Ich muss wissen, was mich erwartet, wenn sie zurückkommt“, sagte sie und kletterte voran auf den Stacheldraht. Kopfschüttelnd und seufzend kletterte der Cowboy hinterher.

Ginger stand schwer atmend vor der größeren Folterbank. Hier hatte sie auch Woody bearbeitet. Und sie spürte, dass es ihr inzwischen Leid tat.

Das sagte sie ihm auch. Er legte ihr die Hand auf die Schulter. „Das muss es nicht. Du hast es ja nicht getan…“ Ginger stiegen die Tränen hoch und sie nahm ihn in die Arme. Sie hatte schon so lange keine Freunde mehr. Und jetzt erst wurde ihr bewusst, warum. Sie hatte sich zwar eingeredet, sie brauche niemanden, aber ihr war nun klar, dass es nicht stimmte.

Trotzdem war sie immer noch nicht „geheilt“ von ihrer Bosheit. Sie würde sofort wieder so sein wie vorher, würde ihr Vater ihr nicht unter die Arme greifen. So dachte sie, während sie sich von Woody trösten ließ und weinte. Sie wollte die Messer und sonstigen Instrumente gar nicht erst sehen, also bat sie den Cowboy, mit ihr herunterzugehen.

Er legte behutsam den Arm um sie und versicherte ihr, dass es sicher nicht so schlimm werden würde. Dass das Mädchen ihr wahrscheinlich nur die Haare abschnitt oder so etwas. Ginger blinzelte. Genau das hätte sie tatsächlich getan.

Sie kletterten hinunter. „Du… kennst sie ziemlich gut, richtig?“ „Ja, ich kenne Ginger nun sehr lange. Ich kenne sie, seit sie drei ist. Aber seit vier Jahren… ist sie ganz anders. Sie tut diese schrecklichen Dinge nicht schon immer. Sie war einmal ein ganz wunderbares, liebevolles Mädchen. Ich hab sie immer noch lieb, auch wenn sie den anderen und mir so viel angetan hat. Und ich hoffe nach wie vor, dass sie wieder so wird wie früher!“ Ginger war ergriffen, und es lag nicht an dem Bann ihres Vaters.

„Ich bin sicher, dass sie dich auch noch lieb hat, Woody. Ganz sicher, tief in ihrem Herzen ist sie dieselbe Ginger, die du liebst!“ Er lächelte sie an. „Danke. Du bist die erste, die auch daran glaubt. Alle anderen haben die Hoffnung schon lange aufgegeben, sogar die Unversehrten. Möchtest du sie kennen lernen? Apropos! Ich sollte ihnen ja mitteilen, dass die Luft rein ist!“ Er pfiff laut ins Zimmer hinein, und sofort regte und bewegte sich alles, denn aus ihrer Kiste kamen all ihre Spielsachen geklettert.

Da war der Spiderman, dem sie Brust und Rücken verbrannt hatte. Eine Mary-Jane Watson- Puppe mit kurzen, verklebten, grünblauen Haaren und Pentagrammen im Gesicht begann gerade, ihn mit einer Tube Latex ein wenig einzusalben und danach, ihn zu verbinden. Ein Kistenteufel ohne Kiste setzte sich traurig in eine Ecke.

Plötzlich sah sie, wie Spiderman seine Maske abnahm. Ginger riss die Augen auf und begriff: Wenn keiner da war, ließen die Spielsachen ihre leblose Tarnung sein, und die glücklichen, die menschlich waren…bekamen auch menschliche Körper.

Sie drehte sich zu Woody um, der gerade einen kleinen Spielzeugdinosaurier streichelte, dem sie die Zähne herausgeschnitten hatte. „Ähm, Woody… können alle Spielzuge das?“, fragte sie nach und deutete auf Spiderman, der gerade Mary-Jane küsste.

Für einen kurzen Augenblick wirkte er verwirrt:„Was? Küssen? …Oh, du meinst das mit der Maske, richtig? Ja, diejenigen, die menschlich sind, können sich ausziehen, und darunter kommt ein richtiger Körper zum Vorschein.

Das geht aber nur, wenn wir sicher sind, dass kein Mensch da ist. Du bist nicht gebraucht, hm?“ Ginger schüttelte den Kopf. Sie begann, überall durchzugehen, stellte sich vor, half beim Verarzten. Plötzlich knurrte ihr Magen. Der Teddybär, dem sie gerade die abgewetzte Nase neu bemalte, grinste sie an und meinte, sie sollte sich etwas zu essen holen.

Sie nickte und lief durch die seltsamerweise offene Tür und durch den Gang in die Küche. Sie kletterte die Griffe der Laden hoch und öffnete den Schrank, aus dem sie sich drei Schokocornflakes nahm, die sie auch gleich aufaß. Dann rannte sie zurück, klemmte einen Keil unter die Tür, damit sie nicht zufiel und half dem Teddy fertig.

Dann ging sie wieder zu Woody. „Und, kennst du schon alle?“ Ginger nickte und lächelte.

Sie war schon lange nicht mehr so glücklich. Sie hatte auch schon lange keinen Spaß mehr gehabt. Ginger wäre liebend gerne in die Disko gegangen, später am Abend, aber das ging ja nicht, so, wie sie war. Sie würde in ihrem eigenen Bett und mutterseelenallein einschlafen müssen. Ohne dass sie von einem hübschen Kerl rangenommen wurde.

Mit einem Spielzeug wollte sie es eigentlich nicht tun. Das fühlte sich so seltsam an, wenn sie daran dachte, auch wenn es keinen Unterschied zu echten Menschen gab. „Gibt es ein Problem? Du siehst so nachdenklich aus…“

Ihr zerkratzter, fast knopfloser und helmloser Buzz Lightyear hatte sich zu ihr gesetzt und sah sie besorgt an. „Nein, nein… es ist nur… Ich weiß nicht mehr, wer ich bin und wer ich sein sollte. Ob ich das Richtige tue. Ob mein… ob jemand, der mir sehr wichtig ist, auf mich stolz sein kann, wenn ich eine bestimmte Aufgabe erfülle… und, wie ich heute einschlafen soll, ohne vorher getanzt zu haben!“

„Höre ich da etwas von Tanzen?“ Woody hatte sie gefunden, und Buzz machte sich vom Acker. „Hallo, Cowboy. War ein anstrengender Tag,oder?“

„Ein schöner Tag, wolltest du wohl sagen. Ich hab gehört, du möchtest tanzen?“ „Ja, wie in der Disco. Mit Musik und hübschen jungen Männern, die einen mit zu sich nach Hause nehmen…“

Woody grinste. „Du scheinst ja richtig in Partystimmung zu sein. Wir können allerdings schon Party machen. Hättest du Lust?“ Ginger umarmte ihn. „Und wie! Aber wie willst du das machen? Der Radio ist doch total kompliziert!“ Woody verdrehte die Augen. „Hab ich längst verstanden. Komm mit!“ Sie folgte ihm aufs Nachtkästchen, auf dem ihr supermoderner Radio stand, und er fragte: „Welche CD?“

Sie dachte kurz nach, wollte zuerst irgendeine Metalband sagen, entschied sich aber dann doch anders. „Ich will… Billy Ray Cyrus!“ Woody war begeistert. „Du magst Country?!

Endlich jemand, mit dem ich auch tanzen kann!“ Er legte eine CD mit verschiedenen Interpreten und Liedern ein, schaltete den Radio an und sprang mit Ginger aufs Bett. „Das ist die Tanzfläche?“ Woody nickte. „Sie gehört nur uns beiden, wenn du willst!“

„Ja! Das ist klasse!“ Schon ging es los. Unten auf dem Boden saßen alle nur herum und interessierten sich überhaupt nicht für „Achy Breaky Heart“. Es mochte hier wirklich keiner Country. Außer Woody und Ginger, die das schon seit vier Jahren nicht mehr gehört hatte.  Sie hatte es ja doch vermisst, und nun tanzten sie beide irgendwie, so wie es ihnen gerade einfiel, und dann kam ein ruhiges Lied. „Can you feel the love tonight“.

Woody trat näher an Ginger heran, verbeugte sich, hielt ihr die Hand hin und fragte: „Darf ich bitten?“ Ginger lächelte. „Aber ja doch…“, und sie legte ihre Hand in seine. Er richtete sich wieder auf und begann, in gebührendem Abstand mit ihr zu tanzen. Nichts besonderes, planmäßiges, sondern einfach nur so. Lachend versuchte Ginger, ihrem Partner nicht auf die Füße zu steigen, sah immer wieder hinunter, bis Woody sie einfach hochhob und auf seine Stiefel stellte. Sie waren jetzt sehr dicht beieinander.

Woody sah Ginger in die himmelblauen Augen. „Du bist wunderschön, Ginger…“ Ginger sah in seine braunen Augen, groß, fast rund, total unrealistisch. Aber da war etwas in dem Blick, das sie vergessen ließ, dass er nur ein Spielzeug war. Das Lied wechselte, es folgte Phil Collins, „Another day in Paradise“.

Ginger drückte sich jetzt ganz an Woodys Körper, schloss die Arme um ihn. Und er tanzte für sie beide weiter. Alle anderen Spielzeuge waren schon in die Kiste gekrochen und schliefen tief und fest, aber sie blieben wach. Irgendwann war die CD zu Ende, und Ginger löste sich wieder von dem Cowboy. Es war ganz still. Sie drückte ihn hinunter aufs Bett und legte sich dicht neben ihn. Das Licht, das nach wie vor vom Radio ausging, reichte ihnen völlig. Vorsichtig küsste er Ginger auf die Stirn, und sie wurde leicht ungeduldig.

„Du musst dich nicht zurückhalten, Woody. Ich werde es auch nicht tun…“ Und sie küsste ihn leidenschaftlich, spürte seine warmen Lippen auf ihren und vergaß, dass sie eigentlich boshaft sein sollte, wenn ihr Vater aufhörte, sie zu beeinflussen, was er gerade tat.

Sie legte eine Hand auf seine Schulter und schlang ein Bein um seine Hüfte. Dann begann Ginger, die Knöpfe auf seinem Hemd zu öffnen. Er lag nur da und bewegte sich nicht, war total angespannt. Er erwiderte nicht einmal ihren Kuss, aber das war ihr egal. Sie machte eine Pause und flüsterte ihm ins Ohr, dass er sich entspannen sollte, weil er sonst noch etwas verpasste. Fast augenblicklich hörte er auf, sich so starr zu verhalten.

Ginger streifte ihm Hemd und Weste ab und legte beides zur Seite, während sie schon begann, ihm leicht mit den Fingerspitzen über die Brust zu fahren, tiefer hinunter, und dann öffnete sie seine Hose, zog ihm diese und die Unterhose aus und streichelte zärtlich über sein steifes Glied, wobei sie eine lange Narbe spürte.

Voll Reue schloss sie für einen Moment die Augen. Wie hatte sie das tun können? Sie sah Woody wieder an und küsste ihn, diesmal küsste er auch zurück, zog ihr das Kleid aus, warf die Krone zur Seite und zuletzt auch das Höschen und den BH. Dann wurde er wieder schüchtern und umarmte sie nur mehr. „Ginger, ich glaube, ich kann das nicht…“ „Woody“, flüsterte sie, „ich weiß, dass du das kannst. Und du musst es nicht einmal können…“

Er nickte und vergrub sein Gesicht in ihren inzwischen offenen Haaren. Sie ließ ihm ein bisschen Zeit, streichelte sanft über die Narbe an seinem Penis und flüsterte ihm beruhigend ins Ohr. Dann drehte sie sich so, dass sie auf ihm lag und küsste ihn sehr lange, bevor sie fragte: „Bist du jetzt so weit?“

Er sah ihr tief in die Augen, und sie merkte auch ohne dass er etwas sagte, dass er bereit war. Also ließ sie langsam und vorsichtig sein Glied in sich gleiten und begann dann, sich zu bewegen. Ganz zärtlich, liebevoll. Er schloss die Augen und seufzte leise.

Sie küsste ihn wieder und wieder, schließlich drehte er sich um, sodass er auf ihr lag, und bewegte sich mit ihr. Ginger stöhnte leise, fuhr mit den Händen über seine Arme, seinen Rücken und wand sich unter ihm. Sie kam zuerst, kurz vor ihm, aber sie machten weiter, weil es so schön war.

Irgendwann schliefen sie einfach ein, mitten in der Bewegung. Über ihnen lag die viel zu große Bettdecke.                      

„Ginger…“Sie träumt wieder von ihrem Vater. „Jo? Hallo!“ Jo lächelt sie an. „Ach Ginger! Ich bin so froh über diesen Tag! Du warst wieder genau so, wie früher! Wenn auch nur mit meiner Unterstützung – und Woodys Charme…“

Er grinst schelmisch. „Jo! Ich habe diesen Tag auch genossen, war so glücklich wie seit vier Jahren nicht mehr. Aber warum hast du mich in ein Spielzeug verwandelt? Und – sind die Spielzeuge immer schon lebendig oder warst das auch du?“

Jo muss laut lachen. „Meine liebe Tochter. Ich habe dich nur klein gemacht und eingekleidet. Natürlich habe ich heute auch dafür gesorgt, dass du ein liebes Mädchen bist und Reue fühlst. Aber zuletzt, als du mit Woody in deinem Bett gelegen hast… das war Liebe. Es ist nicht mein Verschulden, dass du dich in ihn verliebt hast. Das warst du ganz allein…“ „Ich bin nicht verliebt, Jo! Das…das war nur S…“

Plötzlich wird ihr klar, dass das nicht stimmt. „…war es nicht, oder?“  „Ja, Ginger, es war nicht nur Sex. Das hast du nur geglaubt. Aber die Wahrheit kann man sich nicht vorenthalten, wenn sie einem im Herzen sitzt! Was meinst du, schaffst du einen zweiten Tag, auch ohne meine Hilfe? Du hast schließlich Woody, nicht wahr?“

Ginger wird ganz ruhig. „Und was ist, wenn es wieder kommt? Das Böse in mir? Wenn ich ihn verletze? Was tu ich dann?“ „Du wirst ihm nicht wehtun. Wirst du nicht. Hoffe ich doch. Die Liebe wird dir einen Weg schaffen. Es wird nicht leicht sein, ihn zu gehen, aber du wirst es schaffen, dessen bin ich mir sicher. Und… ruf deine Mutter an, ja?“
Review schreiben