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You're never alone

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Dr. Amelia Shepherd Dr.Addison Montgomery Dr.Charlotte King Dr.Violet Turner
28.11.2011
20.05.2012
44
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28.11.2011 773
 
Es regnete. Es regnete in Strömen.
"Wie leben hier in L.A., hier regnet es nicht!", sagte eine junge Frau und kam klatschnass in den Konferenzraum der Oceanside Wellness Klinik gestürmt.
"Amelia, auch in L.A. regnet es ab und zu."
"Da lass ich meinen Regenschirm extra in Seattle, weil es in L.A. angeblich sonnig ist und nun?"
In diesem Moment kam Addison Montgomery in den Besprechungsraum der Praxis.
"So ging es mir auch die ersten Tage hier. Herzlich Willkommen im Sonnenstaat Kalifornien." lächelte sie ihr munter zu.
"Okay, sind alle da?", fragte die rothaarige Ärztin und schaute fragend durch den Raum.
An dem runden Tisch im Zimmer saßen Cooper Freedman, der Kinderarzt der Praxis und neben ihm Violet Turner und Sheldon Wallace, die Psychologen im Hause. Amelia Shepherd, eine ausgezeichnete Neurochirurgin, hatte sich neben Sam Bennett gesetzt.
"Morgen. Bin ich zu spät?", stürmte Pete Wilder in den Raum.
"Wir wollten gerade anfangen." sagte Addison. "Okay und wo ist Charlotte? Sie ist doch sonst immer die Erste?"
"Sie müsste gleich kommen, als wir im Fahrstuhl standen hat ihr Handy geklingelt. Muss wohl wichtig gewesen sein.", meldete sich Cooper zu Wort.
"Okay, wenn sie in 5 Minuten nicht da ist fang-"
In dem Moment kam Charlotte elegant, wie immer, zur Tür rein.
"Entschuldigt die Verspätung, aber ich hatte ein wichtiges Telefonat zu führen."
"Jetzt bist du ja da."
"Alles klar, dann können wir ja loslegen. Also wie ihr alle wisst, hatten wir in letzter Zeit viele pädiatrische Notfälle, das heißt wir brauchen einen Kinderchirurgen. Ich würde vorschlagen, dass-"
"Montgomery, ich hätte da die Lösung. Mir ist natürlich nicht entgangen, dass wir immer mehr Patienten verlieren, da wir keinen richtigen Kinderarzt beziehungsweise Chirurgen, tut mir Leid Coop, haben. Aus diesem Grund habe ich meine Schwester angerufen, sie ist eine der Besten. Sie hat mich eben zurückgerufen und meinte, dass sie den Job gern annehmen würde."
"Charlotte, Du kannst doch nicht einfach hinter unseren Rücken jemandem einen Job geben. Dies ist immer noch eine Gemeinschaftspraxis.", erwiderte Addison wütend.
"Ich hab gleich gesagt, sie passt nicht in unsere Praxis."
"SAM!", sagte die Neonatalchirurgin streng und schaute zu ihm.
"Braucht ihr nun eine Kinderchirurgin oder was?"
Charlotte klang sichtlich genervt.
"Ich würd mir gerne selbst ein Bild von ihr machen, wenn das möglich wäre.", entgegnete ihr Addison.
"Sie ist schon auf dem Weg hierher."
Mit diesen Worten verschwand Charlotte auch schon wieder aus dem Konferenzzimmer.
"Ja dann denke ich, ist die Sitzung beendet."
Bei dem Anblick von Addisons verwundertem Gesicht mussten alle schmunzeln und gingen langsam in ihre Büros.

Cooper ging nicht direkt in sein Büro, da er sowieso erst in einer Stunde seinen ersten Patienten erwartete, sondern in Richtung Charlottes.
"Hey sag mal, seit wann hast du eigentlich eine Schwester?"
"Ich wüsste nicht was dich das angeht."
"Hör mal Charlotte, wir sind immerhin zusammen."
"Sie ist meine Halbschwester, väterlicher Seite. Sie hat nicht zu Haus gewohnt. Ich kannte sie bis vor einiger Zeit nicht einmal. Mein Vater hatte meine Mutter betrogen. Alles ist erst ans Licht gekommen, als er im Sterben lag."
"Oh, das wusste ich nicht."
"Ach spar dir deine Mitleidstour. Geh lieber an die Arbeit."

Währenddessen in Addisons Büro.
‘‘Ich kann nicht glauben, dass Charlotte uns allen so in den Rücken gefallen ist, Sam. Es wurde doch klipp und klar besprochen: Wir führen eine Gemeinschaftspraxis, also wird auch gemeinsam entschieden. Als Amelia dazu gekommen ist, war es doch genauso.“
“Du weißt, wie Charlotte ist. Auch wenn ich immer noch denke, dass es ein Fehler war, ihr die Stelle anzubieten.“
“Sam..“
“Was denn? Gemeinsam arbeiten gehört scheinbar nicht zu Charlottes Stärken.“
Addison stand vom Schreibtisch auf, ging zu Sam und umarmte ihn liebevoll.
“Jetzt warte doch erst einmal ab. Wir kennen ihre Schwester doch gar nicht und jeder hat eine Chance verdient. Mir habt ihr doch damals auch eine gegeben.“
“Du hast Recht. Aber noch so jemanden wie Charlotte kann ich nicht ertragen.“
Addison lachte.
“Amelia ist doch genauso wie Charlotte und die duldest Du hier auch.“
“Ok, ok – ich ergebe mich! “
Sam drückte Addison liebevoll einen Kuss auf die Stirn und atmete ihren Duft ein.
“Ich muss los, mein erster Patient kommt gleich.“
“Ich will aber noch nicht, dass Du gehst.“
“Heute Abend, Addison, heute Abend.“
Mit diesen Worten löste Sam sich von seiner Freundin und verließ ihr Büro.
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