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Eragon Band 4 Epilog

von Traeumer
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Arya Eragon Glaedr
21.11.2011
21.11.2011
1
2.092
52
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21.11.2011 2.092
 
Zunächst mal das rechtliche:
Eragon an alle beteiligten Charaktere gehören Christopher Paolini, ich schreibe diesen Texten aus Spaß und verdienen kein Geld damit.





Also so ja nun nicht! Ich bin ein Fan von Eragon und Christopher Paolini aber dieses Ende von Buch vier kann ich so nicht stehen lassen! Für alle die meiner Meinung sind: hier ein Epilog den ihr euch ins Buch kleben könnt.





“Ich hab’s nicht böse gemeint Mama. “
Saphira leckte ihrem jüngsten Sohn über den Kopf. Sechs Monate waren vergangen, dass sie mit ihrem Reiter das bekannte Alagaesia verlassen hatte. Wie zu erwarten war ihre Zweisamkeit mit Fírnen nicht ohne Folgen geblieben. Vor zwei Wochen hatte sie ihre Eier gelegt. Zwei an der Zahl, und beide waren bereits geschlüpft.
Ihr erstgeborener Sohn hatte den Namen  Hidalgo erhalten. Der kleine Schlüpfling glänzte in einer Mischung aus Blau und Silber und erinnerte die stolze Mutter an Blitze die über den Himmel zuckten.
Saphiras zweites Kind war ein Mädchen. Dieses hatte die Drachendame nach ihrer Mutter Vervarda benannt. Das neugeborene Drachenmädchen schmückte ein türkisfarbenes Schuppenkleid. Eindeutig eine Mischung aus den Farben der Mutter und des sicher stolzen Vaters.
“Ich weiß dass du’s nicht böse gemeint hast mein Kleiner. “Saphira bemühte sich verständnisvoll zu sein, doch sie war gefangen in der Sorge um ihren Reiter.
“Vervarda und ich haben nur gespielt!”
Saphira gab einen Laut von sich, der unter Zweibeinern wohl ein Seufzen gewesen wäre. Natürlich hatten ihre Kleinen nur gespielt. Leider war bei ihrem wilden Gerangel das Wunschbild zu Bruch gegangen, welches Eragon von der Elfe Arya angefertigt hatte als diese ihnen ihren Drachen vorstellte. Saphira schauderte als sie eine Reaktion ihres Reiters zurückdachte. Ein Wutausbruch von Eragon wäre leichter zu ertragen gewesen. Aber ihr Kleiner hatte nichts gesagt! Er hatte einen Augenblick auf die Scherben gestarrt und war dann einfach gegangen.
“Warum muss denn diese doofe Elfe auch unbedingt Königin spielen?”
Es war Vervarda die nun ihre Meinung zum besten gab während sie sich ausgiebig mit den Hinterpfoten am Kopf kratzte.
“Genau! Wenn sie das nicht machen würde wäre sie hier und Papa auch!”
Im Grunde konnte Saphira ihren Kindern nur zustimmen. Zwar blieben Nistpartner nicht unbedingt ein Leben lang beieinander aber doch zogen sie ihre Jungen gemeinsam auf. Die Drachendame seufzte erneut. Ihre eigenen Jungen waren schließlich auch nicht die einzigen die sie zu betreuen hatte. Viele der jungen Drachen, die als Wilde geboren waren, hatten sich inzwischen den Weg ins Leben erkämpft. Es hatte nicht lange gedauert bis die ersten schlüpften. Schließlich hatten sie ein wunderbares Zuhause gefunden. In den weiten Gebieten des Ostens, fern ab von allen Menschen hatten die Drachen in einem ausgedehnten Tal eine neue Heimat gefunden. Es mangelte ihnen an nichts.
Die ersten Wochen hatte Saphira auf einer Woge des Glücks verbracht. Sie war ganz in der Rolle der Drachenmutter aufgegangen. Gemeinsam mit dem Seelenhorten fand sie viel Freude daran jungen Drachen zu erziehen. Die mitgereisten Elfen hatten sich in einem kleinen Wald in der Nähe des Tals niedergelassen. Sie überwachten den Eingang zum Lebensraum der Drachen mit Argusaugen. Darüber hinaus betreuten sie noch immer die Seelenhorte die unter Galbatorix Kontrolle gestanden hatten.
Es war Glaedr gewesen, der das Problem schließlich als erster erkannt hatte. Ein wenig schämte sich Saphira noch immer. Ihr Glück war so groß gewesen, dass sie nicht bemerkt hatte wie schlecht es ihrem Reiter ging. Das Eragon es versucht hatte zu verbergen war für sie keine Entschuldigung. Sie hätte es bemerken müssen!
Sie war erschrocken gewesen als sie erkannte wie sehr ihr Kleiner litt. Sie vermisste Fírnen zwar auch, aber bei Eragon war es anders. Vermutlich weil Zweibeiner anders liebten. Sie war geschockt gewesen welche Lehre in ihm herrschte. Es war als hätte man sein Herz in zwei Teile geschnitten und die eine Hälfte wäre in Alagaesia zurückgeblieben.
Sicher, es half Eragon wenn er sich Beschäftigte. Er half so gut er konnte bei der Betreuung der jungen Drachen, schrieb Erfahrungen nieder, welche ihm die Eldunari übermittelten, um sie besser verstehen zu können oder stählte seinen Körper.
Doch all dies half nur vorübergehend. Wenn sein Tagewerk verrichtet war, wenn es nichts mehr zu tun gab ergriff die kalte Lehre in seiner Brust wieder von ihm Besitz. In diesen Situationen zog er sich meistens völlig zurück. Er saß schweigend an dem kristallklaren Bergsee, welcher am Grund des Thales lag und hing seinen Gedanken nach.
Saphira hatte sich überlegt ob sie ihn vielleicht ein wenig beißen sollte oder mit ihm schimpfen damit er sich zusammenriss.
Glaedr hatte sie eines Besseren belehrt.
“Ich weiß was Verlust bedeutete Schimmerschuppe!” Hatte er gesagt.” Deinen Reiter so zurecht zuweisen wäre eine Beleidigung! Seine Gefühle gehen tief. Nimm sie ernst!”
Im Grunde wusste die Drachendame das Glaedr Recht hatte. Sie war nicht wütend auf ihn, sondern auf die Situation! Nach allem was sie durchgemacht hatten hätte ihr Kleiner es verdient glücklich zu sein! So glücklich wie sie! Das schlimmste aber war, dass sie nicht wusste wie sie ihm helfen konnte. Würde sein Herz irgendwann heilen? Sie hoffte es.
“Mama kuck mal!” Rief Hidalgo.
Mara, eine der Elfen, welche die kranken Seelenhorten betreute, kam auf sie zu.
“Seid gegrüßt Saphira Schimmerschuppe. “hob die Elfe schließlich an. ”Ich bin hier um einen Besucher anzukündigen. Wie ihr wisst, ist vereinbart worden, dass niemand das Tal ohne eurer Erlaubnis betreten darf. Ich denke ihr würdet die Gäste gern persönlich begrüßen.”
Ein undefinierbares Schmunzeln lag in der Stimme der Elfe. Leicht irritiert schüttelte Saphira ihr mächtiges Haupt.
“Wenn du meinst! Bitte hab ein Auge auf die Kleinen während ich weg bin.”
“ Natürlich Schimmerschuppe. “
Saphira ließ ihren Blick noch einmal über die ausgedehnte Wiese wandern. Neben ihrem Kindern tummelten sich hier auch die anderen Drachenkücken. Im Grunde war keine Überwachung nötig. Sie hatte diesen Spielplatz für die Schützlinge aus gutem Grund gewählt und kleine Drachen waren bereits sehr selbstständig. Dennoch fühlte sie sich wohler, wenn jemand dabei war, der aufpasste.
Saphira verabschiedete sich von ihren Jungen und stieg dann in den Himmel. Während sie den Ausgang des Tals zustrebte, fragte sie sich welcher Besuch das sein könnte. Ob er ihren Kleinen ablenken konnte? Sie wollte es hoffen.



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Eragon hatte sich an seiner üblichen Stelle niedergelassen. Er versuchte nicht zu denken. Denken tat weh. Er verfluchte sich selbst. Einmal mehr versucht er sich an seine Pflichten zu erinnern und sich aufzuraffen. Aber noch war er nicht bereit dazu. Noch versetzte im jeder Gedanke einen Stich. Besonders hatte er das Wort Pflicht zu hassen gelernt. Arya und er waren sich nahe gewesen und es war die Pflicht gewesen, die sie auseinander gerissen hatte.
Er hatte das Gefühl verwundet zu sein. Eine tiefe Wunde, die unaufhörlich seine Kraft aussaugte.
“Es ist meine Pflicht für die Zukunft der Drachen zu sorgen!”
Wieder und wieder sagte er diesen Satz zu sich selbst. Meist genügte es, diesen Mantra vier oder fünfmal zu wiederholen. Es war als würde er versuchen sich selbst abzustumpfen indem er das Wort “Pflicht” immer wieder aussprach. Irgendwann spürte er keinen Stich mehr, keinen Schmerz……Er fühlte gar nichts mehr. Wenigstens war er dann handlungsfähig und konnte sich auf seine Arbeit konzentrieren. Doch heute wollte es nicht recht funktionieren.
Er wusste, dass Hidalgo und Vervarda nur übermütig gewesen waren. Sie hatten das Wunschbild nicht zerstören wollen. Doch als er die Scherben gesehen hatte war etwas in ihm zerbrochen. Dieses Wunschbild hatte er in dem Moment geschaffen als alles Glück dieser Welt für ihn greifbar zu sein schien. Es zerstört zu sehen war wie die Bestätigung  einer grausamen Furcht die mehr und mehr von ihm Besitz ergriffen hatte: Sollte es sein Schicksal sein als leere Hülle durch sein unsterbliches Leben zu wandeln, getrieben nur von seiner Pflicht?!
Wie er dieses Wort verabscheute!

Ein Teil von ihm versuchte ihm klar zu machen, dass seine Wunde vielleicht heilen würde, dass er vielleicht sogar wieder würde lieben können. Doch diese Überlegungen  brachten einen Vulkan in ihm zu Ausbruch. Sich zu erlauben, zu glauben, dass diese Wunde heilen würde schien ihm eine himmelschreiende Verhöhnung dessen zu sein was nicht mehr und nicht weniger als das Reinste war, das er je gefühlt hatte. Er hatte das Gefühl, dass es ihn innerlich zerriss.
……Nicht denken!…… schärfte er sich selbst ein……Denken tut weh……

Hinter sich hörte er das unverkennbare Geräusch einer Drachenlandung. Es konnte nur Saphira sein. Keiner der Jungdrachen würde die Erde so zum Beben bringen. Würde sie ihm Vorwürfe machen, dass er ihr Glück durch seine Trauer trübte? Er hatte alles getan um sie nicht mit seinen Gefühlen zu belästigen. Er gönnte ihr ihr Glück so sehr!
Sein Blick fiel auf einen Lichtreflex, welcher sich auf einem der Felsen, die den Bergsee säumten abzeichnete. Es war nicht Saphiras Blau. Die Lichtpunkte waren grün! Eragon verkrampfte sich! Ein würziger Duft von Tannennadeln stieg ihm in die Nase! Sein Herzschlag schien auszusetzen!
Er wollte sich umdrehen, doch fürchtete er sich gleichzeitig davor, nicht dass zu sehen, was er mit jeder Faser seines Körpers ersehnte. Schließlich wagte er es. Er hatte das Gefühl, dass sein Herzschlag seinen Brustkorb zum Bersten bringen würde als sein Blick den von Arya traf. Die Augen der Elfe glänzten verräterisch feucht als sie seinen Blick erwiderte. Keiner der Beiden konnte etwas sagen oder wagte es einen Schritt zu tun aus Angst alles würde sich auflösen wie ein grausamer, wundervoller Traum.
Fírnen stand hinter seiner Reiterin und gab ihr einen sanften Stoß, so dass sie ein paar Schritte auf Eragon zumachte. Während der junge grüne Drache  zu Saphira trottete, die ihn auf einer Anhöhe erwartete, nährten sich die beiden Reiter nun Schritt für Schritt einander an.
Praktisch gleichzeitig streckten sie die Hände nach einander aus. Jeder berührte die Wange des anderen. Erst nur mit den Fingerspitzen als könnte die leiseste  Berührung alles zerstören.
Schließlich schwebte ihr Gesicht vor seinem. Feine kristallen Tränenbäche liefen über Aryas Wangen. Sie wollte etwas sagen doch brachte kein Wort heraus. Schließlich  tastete ihr Geist nach seinem. Eragon verstand. Was sie bewegte war zu mächtig, als das es sich  in Worten bändigen ließ. Als ihre Seelen sich trafen spürte sie wie er sie vermisst hatte und fand ein Spiegelbild seines Schmerzes in ihrer Seele.
Eragon sah auch Erinnerungen. Man hatte Arya überzeugt Königin zu werden indem man ihr Tagebuchseiten vorlegte die angeblich ihr Vater verfasst  hatte. Darin brachte er zum Ausdruck, dass es sein Wunsch wäre, dass Arya im Falle des Todes ihrer Eltern Königin würde. Vor kurzem hatte Arya herausgefunden das ein Elf des Hochadels die Seiten gefälscht hatte! Eine Königin die auch Drachenreiter war wäre oft auf Reisen! Der Fälscher hoffte so die eigentlich Macht hinter dem Thron werden zu können.
Dieser Betrug hatte Arya tief verletzt. Keinen Tag länger wollte sie die Krone tragen. Sie war aufgebrochen um Eragon zu suchen, keine Stunde nachdem ihre Nachfolge geregelt war und auch die erste Stufe der Ausbildung neuer Reiter in Ellesméra gesichert war.
“Verzeihst du mir?” flüsterte sie als ihre Geister sich trennten.
Eragon hätte am liebsten aufgelacht! Was gab es zu verzeihen?! Er wusste, dass Arya ihren Vater ihr Leben lang vermisst hatte! Einem seiner letzten Wünsche zu erfüllen musste ihr wie eine heilige Pflicht vorgekommen sein!
Unfähig was er fühlte in Worte zu fassen zog er die Elfe an sich und versiegelte ihre Lippen mit den Seinen. Erneut schien sein Herz zu explodieren als er spürte wie sie seinen Kuss erwiderte.



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“Was machen die da?!” wollte Vervarda neugierig wissen. Das Drachenmädchen hatte seine Vorderpfoten auf den Fuß ihrer Mutter gestellt und blickte mit weit ausgestrecktem  Hals zu den beiden Zweibeinern. Neugierig wippte ihr Schwanz auf und ab.
“Sieht man doch: Die beißen sich!” erwiderte ihr Bruder altklug und setzte seinen Rundgang um seinen brandneuen Vater fort, offenbar fest entschlossen jede einzelne Schuppe zu untersuchen.
“Zweibeiner beißen sich nicht !” knurrte Vervarda. “Sag schon Mama was machen die?”
“Das erklär ich dir wenn du älter bist”
“Ich bin nicht zu Jung” empörte sich Vervarda.
“Du bist jünger als ich!” neckte Hidalgo.
Mit einem garstigen Fauchen stürmten die Geschwister aufeinander los und kugelten  Sekunden später über die Anhöhe.
“Auf dem Ohr ist unsere Kleine wohl empfindlich.” lachte Fírnen.
“Allerdings.” bestätigte Saphira. “Sobald werden wir die beiden nicht mehr trennen.”
“Die aber auch nicht” schmunzelte der grüne Drache und nickt in Richtung der beiden Reiter die sich so fest umschlungen hielten als wollten sie sich nie wieder loslassen.


SO stelle ich mir ein Ende vor!!!!
Wer das gut findet kann mir gern ein Review schreiben.
Ich wird das jetzt als neue letzte Seite in mein Buch 4 kleben.

P.S. Wenn euch der Ansatz gefällt sagt es mir bitte. Vielleicht mach ich ne längere Story draus.....
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