Diverse Weihnachtsgeschichten

GeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
18.11.2011
08.07.2012
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Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Ein Tagebuch-Auszug

1. Advent

Ich bin hart geblieben und habe erst jetzt Lebkuchen, Apfelsinen und Nüsse gekauft. Der Kranz duftet wunderbar und die erste Kerze brennt. Sigi hat gestern einen Karpfen gekauft. Er ist lebendig und bewohnt jetzt die Badewanne. Wir haben uns deswegen gestritten. Jetzt haben wir uns wieder versöhnt.
Sigi macht gerade Glühwein und ich dekoriere die Fenster. Es duftet wunderbar nach Zimt und Nelken.

Sigi kommt rein. Er bringt die Post von gestern. Wir haben sie noch gar nicht geöffnet. Jetzt holt er noch den Glühwein und die Gläser. Ich liebe den gemütlichen Teil. Advent ist eine wunderbare Zeit.

2. Advent

W ir sind eingeladen worden. Unsere Eltern haben uns zum Essen eingeladen.

Heiligabend werden wir zu Hause bleiben. Den 1. Weihnachtstag auch. Irgendwie hat es sich so ergeben. Aber den 2. Weihnachtstag gehen wir zu Sigis Eltern, den Tag danach zu meinen. Zum Glück ist dieser Tag ein Sonntag, so können wir einen 3. Weihnachtstag feiern.

Sigi hat wieder Hunger. Wir hatten zum Mittag falscher Hase. Aber jetzt ist ihm nach Süßigkeiten. Zimtschokolade mit Koriander und Nelken. Es duftet weihnachtlich und ich liebe das Licht. Zwei Kerzen brennen jetzt und es ist wirklich gemütlich.

3. Advent

Sigi hat sich überfressen. Warum musste er auch drei Portionen von dem Heringsalat nehmen? Er hat jetzt einen Magenbitter genommen.

Ich habe die 3. Kerze angezündet. Der Kranz ist schon arg trocken und ich muss aufpassen, dass das Zeug nicht anfängt zu brennen. Morgen will Sigi den Weihnachtsbaum holen. Ich bin gespannt. Wir wollen eine dieser Tannen, die nicht so nadeln. Ich bin gespannt, was die kostet.

Die Weihnachtsgeschenke habe ich jetzt schon eingepackt. Nicht, dass ich das wieder vergesse wie im letzten Jahr. Da habe ich die Geschenke einpacken müssen, kurz bevor wir zu unseren Eltern sind. Das war eine mittlere Katastrophe. Ein Glück, dass ich die Geschenke schon im Sommer gekauft habe. Ich habe wirklich eine gemütliche Adventszeit. Sigi will noch Geschenke kaufen.

4. Advent

Der Kranz hat gekokelt und ist in einer Stichflamme aufgegangen. Ich habe gelöscht.

Wir mussten 5 Stunden lüften. Man, es ist immer noch arschkalt im Wohnzimmer. Sigi hat beim Pizzadienst bestellt. Die Küche ist auch kalt geblieben.

Ich hasse den Advent. Immer wieder dieser Stress.

Sigi war gestern Weihnachtsgeschenke einkaufen. Ich soll sie ihm einpacken. Vor dem Einpackservice waren ihm zu lange Schlangen.

Hatte ich schon gesagt, dass ich den Advent hasse?

Heiligabend

Wir haben den Weihnachtsbaum aufgebaut. Keine Zeit zum Schreiben. Ich muss Sigi helfen.



1. Weihnachtstag


Wir haben Heiligabend gut überlebt.

Der Weihnachtsbaum steht.

Der Fisch war gut und nicht mehr lebendig. Habe Sigi dazu verdonnert, dass arme Tier in die ewigen Jagdgründe zu bringen. Er hat sich geweigert und ist zum nächsten Fischhändler. Ich hätte ihm sagen sollten, dass man an Heiligabend nicht mehr 10 Minuten vor Schluss zum Einkaufen geht. Ich habe es nicht getan. Er kam stinksauer wieder, dafür hatte er jetzt einen toten Fisch in Zeitungspapier eingewickelt. Ich habe ihn zubereitet, wie es im Kochbuch stand. Er ist mir sogar gelungen.

Der Karpfen in der Wanne heißt jetzt übrigens Schnucki.

2. Weihnachtstag.

Ich hatte schon gestern das Gulasch für heute zubereitet. So richtig halb und halb. Dazu gab es Rotkohl und Klöße. Sigi hat zugeschlagen, als gäbe es morgen nichts zu essen. Frühstück haben wir ausfallen lassen. Wir waren heute noch bei seinen Eltern. Die hatten zum Abendbrot Karpfen. Was für ein Tier. Unserer war da wirklich ein Mickerling dagegen.

Schnucki geht es übrigens gut. Er lässt sich streicheln.

Ich werde mal wieder in die Küche gehen und einen Magenbitter holen. Sigi hat nach einem gesucht. Er hat sich an den Lebkuchen vergangen, dazu eine Handvoll Nüsse gegessen und ein Netz Apfelsinen gelehrt. Morgen gehen wir essen. Meine Eltern haben uns ja eingeladen.

Ach ja, der Weihnachtsbaum nadelt. Sigi will sich beim Weihnachtsbaumhändler beschweren. Ich weiß nur nicht, ob der Mann noch da ist, denn schließlich ist erst nächstes Jahr wieder Weihnachten.

1. Nachtrag:

Sigi geht es besser. Der Magenbitter hat gewirkt. Er probiert jetzt sein Geschenk aus. Ich muss sagen, mit der Kamera habe ich wirklich einen guten Griff gemacht.

2. Nachtrag:

Falsch, es war ein großer Fehler. Ich muss den Fotografen jagen. Er hat ein Foto von mir gemacht und ich bin in dieser furchtbaren Schürze, weil ich in der Küche stehe und die Reste von heut Mittag verstauen muss. Bitte keine Fragen stellen, wenn Sigi morgen nicht besonders gut aus dem Bett kommen sollte. Es könnte daran liegen, dass ich gewonnen habe und das Bild vernichtet ist.

Nachweihnachtstag - 3. Weihnachtstag:

Sigi geht es schlecht. Er hat bei meinen Eltern so zu geschlagen, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Er hat die ganze Zeit gestöhnt. Ein Glück, dass heute Sonntag ist und er sich erholen kann. Ich gebe ihm gleich noch mal einen Magenbitter. Es ist heute sein Dritter.

Ach ja, Schnucki muss ich auch noch füttern. Er besetzt immer noch die Wanne und wir haben uns jetzt endgültig aufs Duschen verlegt.

1. Nachtrag:

Ich habe den Arzt gerufen. Sigi ging es gar nicht gut. Jetzt schläft er. Er ist froh, dass morgen Montag ist. Er hasst die Feiertage, hat er mir gesagt. Ich kann ihm zustimmen. Aber ich liebe den Karpfen, ich liebe ihn und wenn er soviel essen will, dann bekommt er es. Ich werde ihm jetzt einen Kamillentee machen und vorsorglich unsere Einladungen fürs nächstes Jahr absagen. Dann werden ich morgen beim Fischhändler anrufen und fragen, wie man Karpfen in Wannen über den Winter bekommt.

2. Nachtrag:

Ich freue mich auf Silvester. Sigi schwärmt gerade von dem riesigen Buffett unserer Bekannten vom letzten Jahr.

3. Nachtrag:

Das Bild habe ich übrigens vernichtet. Dafür gibt es jetzt ein Bild von Sigi, wie er schläft. Wirklich niedlich. Ich denke, ich werde das Foto als Lesezeichen in mein Buch legen.
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