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Wie backe ich mir eine Nation

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Amerika Deutschland England Italien Preussen Russland
18.11.2011
15.03.2015
45
48.446
10
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
18.11.2011 1.490
 
Ich bin verdammt müde und ich geh jetzt wieder schlafen.
Vorher kriegt ihr aber noch das neuste Kapitel :D
Viel Spaß~

._._.

Ich seufzte, als ich Alfreds Arm von meiner Schulter nahm. Ich seufzte, als ich aufstand und dicht gefolgt von ihm, in die Küche ging.
Ich seufzte ebenfalls, als ich einen weiteren Mann in meiner Küche stehen sah.
Und ich schrie, als besagter Mann mich mit einem Grinsen über die Schulter schmiss und nach oben lief.
„Lass mich los! Alfred, Arthur, irgendwer!“ Ich prügelte auf den Rücken des Mannes ein, erntete aber nur gedämpftes Lachen.
Unten an der Treppe sah ich, wie die restlichen Männer sich versuchten gleichzeitig die Treppe hoch zu quetschen.
Tolle Hilfe.

Der Spanier öffnete wahllos irgendwelche Türen, bis er anscheinend gefunden hatte, was er suchte. Ich schaffte es durch Verrenkungen, die ich noch in einem Monat spüren würde, über die Schulter des Mannes zu schauen und entdeckte mein Zimmer, so wie ich es verlassen hatte.
Der Mann steuerte auf mein Bett zu und ich bekam noch größere Panik.
„Lass mich verdammt noch mal los!“
Ich bekam eine rasende Panik und als ich dem Mann meinen Ellenbogen gegen den Hinterkopf rammte, fiel ich unsanft auf die Nase.

Doch anstatt mich über meine Schmerzen zu beschweren, rappelte ich mich weniger elegant auf und stolperte aus dem Zimmer. Ich schlug meine Tür zu und rannte in die entgegengesetzte Richtung los.
Zur Treppe konnte ich nicht, diese war ja verstopft durch die anderen Länder. Ich kam ans Ende des Flures und stolperte die Treppe zum Dachboden hoch, die ja glücklicherweise noch geöffnet war.
Ich war mich nicht mehr sicher, ob ich Vlad unten bei den anderen gesehen hatte, aber dort oben war bis jetzt und in Aussicht auf die Zukunft der sicherste Ort.

Als ich die Treppe mit Ach und Krach hochzog, hörte ich, wie sich unten eine Tür öffnete. Ich sah gerade noch des Spaniers vor Schmerz geziertes Gesicht, bevor die Treppe den Zugang versperrte. Ich ließ mich auf den staubigen Boden fallen und streckte mich erst einmal.
Konnte es sein, dass bei jedem Backen der Perversionsgrad anstieg?

Ich legte die Arme über meine Augen und atmete tief durch. Ich sollte mich erst einmal beruhigen. Es war nicht gut, mit viel zu hitzigem Gemüt ein Problem zu lesen. Meistens schuf ich mir so noch mehr.

Unten lungerten also acht Männer herum, alle Repräsentanten von verschiedenen Ländern, alle soweit sehr gut aussehend, einige weniger aufdringlich, andere weniger.
Ich seufzte erneut und rieb mir die Augen. Ich setzte mich auf und zog die Beine an.
Herrjemine.

Ich hörte ein Knarren. Es war nahe, aber ich schloss einfach, dass das Holz schon mal bessere Tage gesehen hatte. Ich begann auf meinem Daumen herum zu knabbern. Ich war nun fest entschlossen, die Männer los zu werden. Sie brachten mehr durcheinander, als sie sollten.

Eine Hand legte sich auf meine Schulter und ich zuckte zusammen, doch als ich aufsah, stand (bloß) Vlad hinter mir.
„Fii îngerul meu a simţit singur, fără mine, pentru ca el vine la mine? (Hat sich mein Engel einsam ohne mich gefühlt, so dass er zu mir kommt?)“
Ich sah ihn fragend an. Wieso musste er auch immer auf Rumänisch vor sich hin murmeln?
„Hä?“
Vlad lachte leise und setzte sich neben mich.

„Was bringt dich hier her?“
„Was machst du immer noch hier oben?“ beantwortete ich seine Frage mit einer Gegenfrage.
Er lächelte leicht.
„Das Sonnenlicht ist mir zuwider. Es ist viel zu grell.“ Er rieb sich die Augen. Ich nickte, als würde ich genau verstehen, was er meint.
„Du hast meine Frage noch nicht beantwortet, mein Engelchen.“ Er lächelte mich an und strich mir über die Wange.
„Äh... naja, d-der Spanier ist mir äh...“
„Ich verstehe.“ Und mit diesen Worten richtete er sich auf, ließ die Treppe herunter und mich verwirrt zurück.
„Hä?

Ich folgte ihm einige Sekunden später.
Arthur kam mir entgegen und erkundigte sich, ob es mir denn gut ginge, ob ich verletzt wäre, oder ob mir 'Antonio' – ich tippe mal der Spanier – etwas unziemliches angetan hatte. Ich beruhigte ihn so gut es ging.
Kurz drauf sprang mir auch schon Feliciano um den Hals und erklärte ihm, das sein 'Großer Bruder Spanien' eigentlich ganz in Ordnung wäre. Von Lovino erntete ich entschuldigende und genervte Blicke.
Gilbert lachte sich kringelig und ich war ganz kurz davor, ihm eine runter zu hauen. Allerdings übernahm Ludwig das bereits für mich. Ich seufzte. Wo war Vlad nur hingegangen?
Und Antonio und Alfred?

„Hey, hat einer von euch Vlad, Alfred oder Antonio gesehen?“
Die Männer schüttelten alle unisono den Kopf. Ich entschuldigte mich bei ihnen und huschte – es war eher trampeln – die Treppe hinunter, nur um zu sehen, wie Antonio von meiner Küche durch den Flur durch meine Wand wenige Zentimeter von mir entfernt ins Wohnzimmer flog.
Mir klappte der Mund runter, als er unsanft landete.
Heiliger Bimbam!

Alfred und Vlad kamen aus der Küche. Alfred klopfte sich die Hände an seiner Hose ab und Vlad grinste selbstgefällig.
Sie schienen mich beide nicht zu bemerken.
„Der wird [Name] nicht mehr so anfassen.“ Alfred nickte und bedeute Vlad, ihm ein High Five zu geben.
Vlad ignorierte diese Geste jedoch und drehte sich dann um, nur um direkt in mein geschockt verängstigtes Gesicht zu blicken.
Ein leises 'Rahat (Scheiße)' entkam seinen Lippen.

„Was...was zu Hö-“
„[Name] since when are ya standin' here?“ Alfred kratzte sich nervös am Hinterkopf.
„Lange genug...“ nuschelte ich, drehte mich um und marschierte wieder die Treppe hinauf.
Ich ignorierte Alfreds und Vlads Versuche mich aufzuhalten und mir die Situation zu erklären.

Ich fand es ja schon krass, dass die Männer alle so komisch auf mich reagierten. Aber sich gegenseitig zu verprügeln, wo sie doch eigentlich Freunde sein sollten, ging mir dann doch gehörig gegen den Strich.
Ich informierte die Männer über Antonio und das er vielleicht das ein oder andere Pflaster brauchen würde, ging in mein Zimmer und schloss die Tür. Ich drehte den Schlüssel bis zum Anschlag um und setzte mich in die Mitte des Zimmers.

Ich schob das offensichtliche Problem beiseite und kramte Zettel und Stift hervor. Es war Zeit für einen Schlachtplan darüber, wo ich die Männer für die Nacht unterbringen sollte. Ich hatte nur zwei Matratzen, die ich vergeben konnte, auf denen aber schon Arthur und Alfred, sowie Ludwig und Feliciano schliefen. Rumänien schlief in der Kiste auf dem Dachboden. Gilbert würde ich mit Antonio auf das Sofa stopfen und Lovino zu Ludwig und seinem Bruder.

Sollte irgendwer irgendein Problem damit hatten, sollte sie es unter sich klären und mich wirklich aus dem Spiel lassen.
Ich hatte jetzt schon gewaltig die Schnauze voll. Ich strich mir genervt meine Haare zurück und stand auf. Ich öffnete das Fenster und setzte mich auf den Sims.
Ich sehnte mich nach meinem langweiligen Alltag zurück.

Es vergingen einige Stunden und ich hörte in diesen nichts mehr von den Ländern in meinem Haus. Ich genoss das bisschen Ruhe und schöpfte Energie für die nächste Runde. Ich rutschte von dem Sims zurück in mein Zimmer, schloss das Fenster und öffnete die Tür. Ich holte tief Luft, als ich auf den Flur hinausging.
Noch war niemand zu sehen.

Ich ging hinunter und entdeckte auch hier niemanden. Mh... schon komisch.
Ich sah mich um. Das Loch in der Wand war notdürftig geschlossen – einige Holzbretter aus meinem Keller waren mit Nägeln an der Wand befestigt und ich seufzte. Zuerst besah ich mir den Schaden. Es würde einiges Kosten, wenn das jemals wieder heil werden sollte. Ich hoffte, dass das keine tragende Wand war.

Ich ging ins Wohnzimmer und fand auch hier niemanden vor. Wo waren die nur? Ich drehte mich um. Vielleicht im...
Ich ging zurück zum Flur, zu der Treppe, die runter in den Keller führte. Es war stockfinster, aber ich fand den Lichtschalter nicht. Ich tastete mich vorsichtig voran und mir war, als hätte ich ein schleifendes Geräusch von unten her gehört.

Ich schluckte. Wenn die Kerle mir jetzt noch versuchten Angst einzujagen, würde ich sie im hohen Bogen raus werfen. Da stellte sich mir die Frage, wieso ich es nicht bereits getan hatte. Sie hatten nichts besseres getan, als meine Nerven zu zerreißen und mein Haus beinahe ein zu reißen. Ich freute mich ja schon richtig drauf, wenn ich am morgigen Tag wieder arbeiten gehen würde.
Oh Mist.

Als das Licht anging und plötzlich die acht Männer vor mir standen, angezogen wie Butler aus feinem Hause, an einer Tafel, die vor Essen nur so überquoll, viel mir die Kinnlade zum zweiten Mal an diesem Tag herunter.

„Wir wollten uns bei dir entschuldigen, [Name]. We are all very sorry for our rude behavior und für die Unfrendlichkeit, die wir dir entgegengebracht haben.“ Arthur hatte das Wort ergriffen und sah mich mit einem zuckersüßem Grinsen an.
Oha... Vielleicht verschiebe ich das mit dem Rausschmeißen noch ein wenig, dachte ich mir, als ich die Acht gruppenumarmte.

._._.

Hetalia Host Club xD
Hach ja :3

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