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Wie backe ich mir eine Nation

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Amerika Deutschland England Italien Preussen Russland
18.11.2011
15.03.2015
45
48.446
10
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
18.11.2011 978
 
//reinkriech
Sorry...?
Anscheinend ist eine so große Zeitspanne zwischen Gilbert und jetzt, dass ff.de sich entschieden hat, meine FF auf Abgebrochen zu stellen – upps?
Uh, yah,
ich hoffe ich kann jetzt noch der Geschichte gerecht werden, wo ich nicht mehr ganz so Hetalia-ner bin und kaum noch weiß, wie die Charas so sind... Gnade?

Uh, joa, nächster Charakter: Berwald!

._._.


„Berwald!“ krächzte ich hervor und versuchte weiter wild aus dem Griff meines Angreifers zu entkommen. Ich klang lächerlich kläglich und ich wusste, die Panik in mir machte mich und meine Stimme so effektiv, wie eine Maus gegen einen Löwen. Niemals hätte Berwald mich hören können.
Ich hatte es mir immer anders vorgestellt. Ich meine, so eine Entführung hatte im Entfernten schon etwas romantisches, aber das hier war pure Hölle.
Sich so hilflos zu fühlen und es auch zu sein ist kein schönes Gefühl. Immer wieder krächzte ich nach Berwald in der Hoffnung, dass er, oder wenigsten jemand anderes mich hören würde.
Aber nichts geschah. Niemand polterte die Treppe herunter. Alles war still.

Und nun, nun fing ich auch noch an zu heulen. Dicke, fette Tränen flossen mir in Strömen das Gesicht herunter, als ich aus dem Haus gezerrt wurde. Mein Angreifer hatte mir inzwischen auch ein dreckiges Stoffstück in den Mund gestopft und sein eiserner Griff an meinen Händen hatte bestimmt auch schon so manche Spur hinterlassen.
Der Mann zerrte mich über meinen Vorgarten, als die Tür heftig aufgestoßen wurde. Das Holz bekam Risse als es gegen die Wand prallte und im Türrahmen, oben ohne und mit vom Schlaf zerzausten Haar, stand Berwald.

Seine Unterarme spannten sich an, als er sah, was mit mir passierte und ich sah erleichtert zu ihm auf. Seine Brille reflektierte das Licht einer Straßenlaterne und ich konnte seine Augen nicht sehen, aber ich wusste, dass er den Mann mit mörderischem Funkeln betrachtete.
Mein Angreifer lockerte für wenige Sekunden den Griff an mir und ich nutzte die Gelegenheit und rutschte zu Boden, um ihm vollständig zu entkommen.
„W's soll d's wer'n?“ graulte der Schwede und kam mit jeder Silbe langsam näher. Seine Hände waren zu Fäusten geballt.
Ich spuckte den Stofffetzen aus meinem Mund und sog gierig frische Luft ein – ich würde bestimmt erst mal die Vor-dem-Zahnarzt-Zahnreinigung intensiv durchführen.

Berwald war inzwischen nah genug an uns heran, dass er mich zu sich ziehen und hinter sich schieben konnte. Der Mann hingegen griff in seine Tasche und zog ein Klappmesser hervor.
„Verschwinde, od-“ Doch weiter kam er nicht, als Berwald den Typen mit akkuratem Griff an das eine Handgelenk den Mann entwaffnete und mit der anderen Hand dessen Gesicht in sein Knie rammte. Der Mann sackte zu Boden wie ein Stein.

Als Berwald sich zu mir drehte, konnte ich nicht anders als ihn mit offenem Mund anzustarren. Ich hatte bisher nur Berwalds sanfte Seite kennenlernen dürfen, aber wenn ich ehrlich bin, war diese Seite unglaublich heiß. Und ich weiß, wie unpassend es ist, in einer solchen Situation so etwas zu denken, aber wirklich.
„B'st du 'kay?“ fragte er leise und mit sanfter Stimme, während er sich zu mir herunter kniete. Seine Hände flatterten über meine Arme zu meinen Handgelenken und massierten dann leicht die sich langsam formenden, blauen Abdrücke.
„Ja...“ murmelte ich und lächelte schief um Berwald dies zu bestätigen. Er gab mir ebenfalls ein klitzekleines Lächeln und zog mich dann in seinem Arme.

Er war warm. Richtig wohlig, wie ein riesiger Bär. Und mein Herz, tja, mein Herz tanzte wild in meiner Brust. Wer hätte gedacht, dass ich Berwald so gerne habe?
Ich meine, eine einfache Umarmung reichte, um mich schmelzen zu lassen. Aber es machte mir nichts aus. Es fühlte sich richtig an.
Mein Kopf lag an Berwalds Brust und ich konnte seinen Herzschlag hören. Es schlug ebenfalls schnell und es beruhigte mich. Er roch gut, stellte ich fest. Nach Holz und Erde und Natur. Ich lächelte.
„[Name]...“
„Berwald, ich... ich hab dich wirklich echt gern.“ murmelte ich in seine Brust und sein Herz machte einen Sprung. Schon witzig so etwas hören zu können.
„Wirklich richtig gern... Berwald. Ich liebe dich.“ Ich hörte in leise lachen. Seine ganzer Körper schien sich um mich herum zu kugeln.
„I'h lieb' dich 'uch...“ raunte er mir ins Ohr und küsste meine Schläfe.

Wow... so ist es also ein Märchenende zu haben. Ende gut, alles gut, mh? Ich grinste breit und sah zu ihm hoch. Seine Augen funkelten richtig und ich drückte meinen Mund gegen seinen. Er erwiderte den Druck und ich schloss die Augen, als wir uns so in der Nacht in meinem Vorgarten neben einem ohnmächtigen Kidnapper küssten.
Aber ganz ehrlich? Scheiß egal. Ich war glücklich.



~ Omake ~

„B'n zu H'use!“ hallte es durch den Flur und ich wusste sofort, Berwald war wieder da. Welch Wunder, huh? Ich lächelte in mich hinein, als ich den Kochlöffel beiseite legte und in den Flur schlurfte.
„Papa!!“ brüllte es und ein kleiner, blonder Junge raste an mir vorbei und sprang Berwald an die Beine. Ich konnte nur lachen. Meine Männer.
„Sven, was habe ich zum Thema Rennen gesagt?“ Aber ich wurde prompt ignoriert, als Berwald unseren Sohn über seine Schultern warf und beide in Gelächter übergingen. Ich lächelte und rieb mir mit der Hand über meinen geschwollenen Bauch. Jap, ich war schwanger. Zum zweiten Mal.
Berwald ging auf mich zu und presste mir einen Begrüßungskuss auf die Lippen, während Sven laut protestierte.
„Willkommen zu Hause.“ murmelte ich gegen seinen Mund. Berwald lächelte und ließ unseren Sohn los, welcher gleich ins Wohnzimmer ran, um ein Bild zu holen, dass er im Kindergarten gezeichnet hat. Wir beide standen im Türrahmen und beobachteten ihn dabei.
Ich war glücklich. Wirklich, ehrlich glücklich und das alles verdankte ich meiner neuen Familie.

._._.

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