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Wie backe ich mir eine Nation

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Amerika Deutschland England Italien Preussen Russland
18.11.2011
15.03.2015
45
48.446
10
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337 Reviews
Dieses Kapitel
12 Reviews
 
18.11.2011 1.322
 
Wow.
Schon das erste Ende, da wird man ja ganz sentimental. -sich Träne wegschmier-
Und ganz fair ausgelost :D
Danke hierfür an SpezialAgent :3

Ich tipp dann mal los, ne :D Ich hoffe mal, dass mich tumblr nicht ablenken wird...

Viel Spaß mit – trommelwirbel -

GILBERT 8D

._._.

„Gilbert!“ brüllte ich mit allem was ich aus meinen mikroskopischen Lungen herauspressen konnte und rammte dabei meinen Hinterkopf in das – pardon – Fressbrett des Mannes. Zwar ließ dieser mich noch immer nicht los, aber sein Griff lockerte sich so, dass ich ihm eigentlich meinen Ellenbogen irgendwohin rammen konnte, aber da hörte ich auch schon das wunderschönste Geräusch, dass ich in diesem Moment vernehmen konnte:

Ein Fußball, der eine Scheibe zerbrach.

Genannter Fußball abgeschossen von herbeigeschriener Person.
Der Ball traf den Einbrecher Schrägstrich Dieb Schrägstrich Vergewaltiger direkt ins Gesicht und ich hätte losgelacht, wenn ich nicht so erleichtert gewesen wäre.
„[Name]!“ Gilbert jumpte praktisch durch das Fenster und das Glas unter seinen zum Glück beschuhten Füßen knirschte ominös.
Der Mann ließ mich los und taumelte gegen die Küchenwand, während Gilbert mich wegzog und mich von oben bis unten abcheckte.
„Hat er dir was getan? Bist du verletzt?“ Seine Stimme war mit soviel Sorge erfüllt, dass mir die Tränen kamen.
„Nein, alles in Ordnung... Ich glaub aber, ich muss mir den Mund desinfizieren und mit Seife auswaschen...“ Gilbert schaute mich verwirrt und erleichtert an, sagte aber nichts mehr und wandte sich stattdessen zurück zu dem Mann. Ein angewiderter Gesichtsausdruck umspielte sein Gesicht.

Der Mond verlieh Gilberts Mimik etwas hypnotisches und obwohl er stinksauer war konnte ich nicht anders, als ihn anzustarren.
Der Mann indes hatte sich wieder aufgerappelt und wischte sich einen kleinen Blutrinnsal von der Nase.
„Was glaubst du dir eigentlich wer du bist?“ grollte der Mann und starrte Gilbert mit feurigem Blick an. Gilbert sagte nichts und schob mich hinter sich. Hatte ich eigentlich jemals bemerkt, was für ein wundervoll breites, kraftvolles Kreuz dieser Mann besaß?
Ich wusste genau in was für einen Situation wir uns befanden, aber ich konnte einfach nicht anders. Vielleicht war das einfach nur der Moment, in dem man starr vor Schreck- pardon, Bewunderung war, wenn die holde Maid – ja, ich – von ihrem Prinzen errettet wird.
Ich lächelte leicht, wandte mich dann aber wieder dem perversen Einbrechertypen zu. In meinem Kopf spielte Kansas' „Journey from Mariabronn“ und ich feuerte Gilbo an.

Der Albino ließ seine Finger- und Nackenknochen knacken und mir lief ein Schauer den Rücken hinunter.
„Ich? Ich halte mich für die größte Nation, die je auf dieser Erde zu finden war.“ Gilbert grinste frech und sein Ton war belustigt.
„Was für'n Spinner.“ murmelte der Mann und griff in die Tasche seiner abgewetzen Jeans. Er zog ein Klappmesser hervor und richtete die Klinge auf Gilbert, der aber wie gehabt recht gelassen und entspannt der Gefahr entgegenblickte. Es war bestimmt die Kriegserfahrung, die Gilbo so handeln ließ. Ich meine, hallo, Kriegsnation und BAMF?

Ich schmiegte mich noch näher und Gilbert und mein Herz schlug laut und schnell. Das Blut rauschte in meinen Ohren. Ich hatte Angst keine Frage. Ich hatte so große Angst, aber mit Gilbert an meiner Seite machte mir das gar nichts aus.
Während also mein Gehirn weiteren Unsinn ausspuckte, hatte sich der Einbrecher zum Angriff bereit gemacht. Er sprang nach vorne und wollte gerade das Messer in Gilberts Brust rammen, da hatte Gilbert auch schon dessen Arm abgefangen und auf den Rücken des Mannes gedreht. Dieser fiepte nun unter Schmerzen auf und ließ das Messer fallen. Gilbert kickte die Waffe noch im Fall aus der Reichweite des Mannes und grinste breiter.
„Man sollte sich nicht mit jemandem anlegen, der mehr Erfahrung besitzt, Jungchen.“ Ich grinste nun auch. Gilbert war bestimmt einige Jahrzehnte alt und obwohl er so jung aussah, war er doch älter als der Mann, der seine besten Jahre eindeutig schon hinter sich hatte.
Der Mann schnaubte abfällig und versuchte aus dem eisernen Griff des Preußen zu entkommen, allerdings ohne Erfolg. Die Art und Weise, wie sich Gilberts Muskeln dabei unter dessen Shirt spannten, sollte verboten werden.
Ich hätte schwören können, dass die Temperatur in meiner Küche gestiegen war.

„[Name]? Ich glaube, es ist an der Zeit, die Polizei zu rufen.“ Gilbert sah mich über seine Schulter hin an und grinste. Ich nickte etwas atemlos und ging an dem Mann vorbei in den Flur, zu meinem Telefon und rief die Hüter des Gesetztes an.
Kurz darauf war alles geklärt, der Mann an einen Stuhl gefesselt und ich in Gilberts Armen. Er strich mir beruhigend durch die Haare und drückte ab und an einen Kuss auf meinen Kopf. Ich seufzte zufrieden. Mein Herz klopfte wie wild und wäre ich eine Katze, würde das Haus vibrieren, so laut würde ich schnurren. Ich war mehr als zufrieden.

Gilbert vergrub sein Gesicht in meinen Haaren und ich sah zu ihm hoch. Er lächelte und stupste meine Nase mit seiner an. Ich lächelte. So ein Kind.
„Ich bin überglücklich, dass dir nichts passiert ist.“ murmelte er und seine Augen wurden dunkel. Oh nein.
„Mir ist doch nichts passiert, dank dir.“ Ich grinste ihn an und dann in einem Aufschwung an Übermut drückte ich ihm einen Kuss auf den Mund. Es war nur ganz kurz und auch eher nur ein Hauch, aber es fuhr so elektrisch geladen durch mich hindurch, dass es mir den Atem verschlug. Gilberts Augen weiteten sich ein wenig, bevor er grinste und den Kuss vertiefte.

An dieser Stelle möchte ich nicht weiter auf den Kuss eingehen, aus den Gründen her, weil ich nicht wirklich weiß, wie ich dieses grandiose Gefühl beschreiben soll. Seine Lippen waren weich, unglaublich weich und etwas rau. Der Kuss war wirklich sehr verspielt und Gilbert hatte sich sofort die Oberhand gegriffen. Seine Hand griff in mein Haar und sein Arm war um meine Hüfte geschlungen. Ich wusste gar nicht, was ich eigentlich tun sollte, aber das war ok.
Und hätte einige Minuten später die Polizei nicht an die Tür geklopft, wäre der Kuss in eine komplette Make-Out-Session verwandelt worden...
Nicht das es mich gestört hätte...



Einige Tage später hatten wir es dann endlich geschafft, Gilbert und ich waren ein Paar. Das die anderen am Boden zerstört waren, war – glaub ich – eine Untertreibung. Aber die Jungs wussten es sehr gut zu Überspielen. Sie beglückwünschten uns und alles war rosig. Mich störte es auch nicht, dass sie gar nicht erst gehen wollten und weiter bei mir wohnen blieben. Ich war glücklich, unglaublich glücklich.
Und wer weiß, vielleicht bleiben die Jungs und Gilbert auf ewig bei mir?



~Omake~ Einige Jahre später

„Gilbeeert!“ rief ich zum gottweiß wievielten Mal durch das Haus. Mein Mann – ja, wir hatten inzwischen geheiratet – kam wenige Sekunden später, sein Atem ging stoßweise.
„Ja?“ stieß er aus, als er sich zu mir kniete. Er legte die Hand auf meinen angeschwollenen Bauch und rieb kleine Kreise über den Stoff.
„Sag deinem Sohn, er soll meine Blase bitte nicht als Trampolin benutzen.“ murrte ich leise und legte eine Hand auf seine. Gilbert grinse und schob mein Shirt hoch, drückte einen Kuss auf meinen Bauch und flüsterte dann etwas gegen die gespannte Haut. Genau in diesem Moment trat Klein-Gilbo gegen meinen Bauch, an die Stelle an der unsere Hände lagen.
Gilbert strahlte wie in Honigkuchenpferd und drückte einen Kuss auf meine Hand. Bald würden wir eine noch größere Familie sein.
Alle warteten nur darauf, dass der Kleine endlich raus will. Und ich meine bald ist ja auch genug, ne?
Gilbert stand wieder auf.
„Ich bring dir was zu trinken.“ Ich nickte und machte es mir wieder gemütlich.
Kaum war Gilbert aus dem Raum durchzuckte mich ein Schmerz und ich stöhnte. Ich klammerte mich an meinen Bauch und wusste auf der Stelle Bescheid.

„Gilbert!“

~*~

Christo!
Ich glaub, ich brauch ein Taschentuch. Ich hab das erste Schiff segeln geschickt D:
Nur so als Anmerkung: Sollte es zu wenig sein, dass ist beabsichtig, da es immer noch eine Art Du-FF ist! :3

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