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Wie backe ich mir eine Nation

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Amerika Deutschland England Italien Preussen Russland
18.11.2011
15.03.2015
45
48.446
10
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
18.11.2011 1.366
 
Pon pon pon an alle :D

Ich hoffe, ihr hattet ein hübsches Ostern :3
Bei mir ist heute alles sehr nass, weil wegen meine Mum mich dazu verdonnert hat mit den Nachbarskindern den polnischen Brauch Schwingusdingus (kp obs so geschrieben wird, aber er heißt wirklich so) abzuhalten. Sprich: Alles und jeder wird nass gemacht. Hurra >_<
Ja.

Nja, viel Spaß mit dem nächsten Kapitel von 'Wie backe ich mit eine Nation?' :3

._._.

Alfred knallte das Fenster zu und ich hatte schon die Befürchtung, dass das Glas zu splittern begann, aber glücklicherweise blieb alles ganz. Ich sah wie Tino und Kiku beinahe gegen das Fenster liefen, aber noch rechtzeitig abbremsen konnten.
Ich schaute ganz bewusst nicht nach unten. Ich hatte eine gigantomanische Phobie vor Höhen und 2 Stockwerke über den Boden gingen nicht spurlos an mir vorbei.

Eine leichte Böe herrschte hier oben und es war eigentlich recht angenehm. Alfred griff nach meiner Hand und kletterte voraus zum zweiten Fenster auf dem Dach. Es führte in den zweiten Teil des Daches, wo meine Eltern ihr Zeug unter gebracht hatten.
Ich wusste nicht wie, aber Alfred hatte gerade irgendwas von einem Einbrecher. Er schaffte es, dass fest verschlossene Fenster mit einem Finger schnippen zu öffnen, ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen.
Er zog mich in den Raum und fing mich auf, als ich beinahe über den Fensterrahmen geflogen wäre.

„Alfred! Was zum Glob* soll das bitte werden?“ Ich kämpfte mich aus seinen Armen, immer noch etwas von der Höhe erschrocken und schaute ihn versucht streng an.
„Wir spielen Baseball, but the ball went missing, während der letzten Runde. Da hab ich dich spontan zum Ball gemacht.“ Er grinste mich breit mit seinem Zahnpasta-Lächeln an und ich konnte ihm auf der Stelle nicht mehr böse sein.
Ich seufzte.
„Dir ist aber bewusst, dass man beim Baseball den Ball zurück zur Base bringen muss?“
Er nickte.
„Ist schließlich mein Spiel, aber...“ Er nuschelte etwas schnell auf Englisch. Ich sah ihn darauf hin fragend an, aber er winkte bloß ab, bevor er noch breiter grinste.
Ich will ja niemanden zu etwas zwingen.

„Was hast du jetzt vor?“ fragte ich ihn dann nach einigen Sekunden Stille. Er sah mich fragend an.
„Naja. Du und ich. Alleine. Auf dem Dachboden. Irgendwas musst du ja geplant haben, oder?“
„Ah, nope, not for reals.“ Er kratze sich am Hinterkopf. „Aber wenn du möchtest, könnten wir ja wie in den alten Filmen uns näher kommen. With makin' out 'n stuff...“
Bei dem letzten Teil wurden wir beide rot.
„Äh, ich denke, eher nicht so...“

Wir standen wieder einige Minuten still da.
„Also, ähm... wenn du nichts dagegen hat, würde ich gerne wieder runter gehen.“ Er sah zwar etwas verletzt aus, nickte aber.
„'kay.“ Gemeinsam machten wir uns dann auf zu der Tür, die ich seit Jahren nicht geöffnet hatte. Trotz allem war ich in dem Raum. Schon ein bisschen verwirrend.

Bevor ich allerdings das verstaubte Ding hätte aufmachen können, hielt mich Alfred noch einmal zurück.
„[Name]...“ Ich hatte das Gefühl seine sonst so blauen Augen würden Funken sprühen. Alfred hatte einen ganz schön intensiven Blick drauf.
„Jup, was gibt’s?“
„I don't know why, but... I wanna make you mine! Mir ist egal, was die anderen davon denken!“
Ich starrte ihn mit offenem Mund an. Er lächelte leicht.
„That's why... Ich werd um dich kämpfen! Du wirst meine Louis Lane sein!“ Mit diesen Worten ließ er meine Hand los und öffnete die Tür um aus dem Raum zu verschwinden.
Das … war gerade wirklich passiert, oder?
Ich war geschockt, dennoch auch geschmeichelt. Alfred war schon süß, aber eben nur süß. Ich empfand nichts für ihn.

Ich fing mich wieder und kam an Vlad vorbei, der sich immer noch an seinem Wein labte.
„Sag mal, wirst du gerade unter meinem Dach zum Alkoholiker?“
Er sah auf und lächelte mich an.
„Keinesfalls.“ Er legte den Wein beiseite und richtete seine Aufmachung.
„Wie wäre es, wenn du etwas zu essen zubereiten würdest? Ich habe Hunger.“ Ja, du hast Hunger und ich habe Länder durch zu füttern, dachte ich bitter und bedeutete ihm, er solle mir doch folgen. Ich führte ihn in die Küche und griff in den Kühlschrank. Ich holte sechs Eier heraus. Für ihn würde ich ganz bestimmt keine Kochkunst hinlegen.
„Ich hoffe du magst Rührei.“
Er erwiderte nichts.

Schnell hatte ich dem feinen Herrn sein Essen fertig gekocht und er saß zufrieden im Wohnzimmer. Ich seufzte. Irgendwie hatte ich gerade Lust auf ein neues Kochabenteuer mit meinem Ofen, als begab ich mich auf die Suche nach Arthur. Gerade als ich nach oben gehen wollte, klingelte das Telefon auf seiner Station. Wow, man hatte mich doch nicht ganz vergessen.

Ich lief hin und nahm ab.
„[Nachname], hallo?“ Ich lehnte mich an die Wand.
„Hallöchen, Spätzchen, ich bins.“ Oh Shit, meine Mum.
„H-hey, Mama. Was gibt’s?“
„Muss es unbedingt einen Grund geben, aus dem ich anrufe?“ Ich nickte bloß.
„Eigentlich nicht, aber nja.“ Ich zuckte mit den Schultern.
„Aber diesmal hast du Recht. Dein Vater und ich sind mal wieder in der Nähe und da haben wir uns gedacht, wir sollten dich mal wieder besuchen.“ Ich konnte ihr grinsen in der Stimme förmlich sehen. Inzwischen hatten sich meine Nationen auch im Flur eingefunden und beobachteten mich interessiert. Ich bedeuete ihnen ja die Klappe zu halten.
„Oh, äh, ne das ist ganz schlecht. Ich äh hab ähm...“ Was sollte ich ihr bloß sagen? Ich hab nur eben ein paar Männer im Haus, die repräsentieren nur die Landmassen der Erde.
„Was hast du, Schätzchen? Ist es wirklich so wichtig, dass du deine Eltern, die dich jahrelang aufgezogen, gefüttert und untergebracht haben nicht für ein paar Stunden ertragen kannst?“ Oh nein, sie kam mit dieser Nummer.
„Äh, nichts, Mama, nur äh... Ach was, wann kommt ihr?“ Schach und Matt.
„Wir stehen vor deinen Tür.“ Dann legte sie auf und es klopfte. Oh Scheiße.

„Keiner rührt die Tür an!“ ließ ich verkünden, als Arthur die Tür öffnen wollte.
„Ich hab jetzt circa 30 Sekunden Zeit um mir was zu überlegen. Meine Eltern sind da und ihr seid hier.“
Es klopfte erneut. Nein, nein, nein!
„Ähm, äh, öh...“ Da hörte ich auch schon, wie ein Schlüssel in der Tür herum gedreht wurde. Ich hatte da wohl was vergessen.
„Alle sofort ins Wohnzimmer und ja die Klappe halten!“ hisste ich ihnen zu und glücklicherweise waren alle verschwunden, noch bevor sich die Tür öffnete.
„[Name]chen! Wir sind- oh da bist du ja!“ Ich erntete eine Gruppenumarmung mit meinen Eltern und konnte mir ein Lächeln nichts verkneifen.
„Schön euch zu sehen. Kommt rein.“ Das ließen sie sich nicht zweimal sagen.

„Jetzt rück schon raus. Was ist so wichtig, dass wir nicht hätten kommen können?“ Mein Dad hing gerade seine Jacke auf – war dem nicht warm? - und legte einen Arm um meine Schultern.
„Nichts äh allzu wichtiges.“
Beide nickten und machten sich auch schon auf ins Wohnzimmer, blieben aber im Türrahmen stehen.

Wieso ich die Kerle nicht in den Keller gesteckt hatte? Ich kann nicht lügen. Schon gar nicht meinen Eltern gegenüber. Lieber gleich alles beichten, sonst würde es böse werden.
„Mama, Papa. Das ist der Grund.“ Ich kniff schon die Augen zu.

„[Name]... Ich wusste nicht, dass du schon einen Ehemann suchst!“ Ich stutze was?
„Das ist doch wie bei dieser Sendung auf RTL, wo die diesen komischen Modellfritzen in ein Haus voller Frauen stecken. Wie hier die noch gleich, Schatz?“ Meine Mum drehte sich zu meinem Dad.
Wie man sicher gemerkt hat, ist er eher der stille Typ.
„Der Bachelor.“
„Ah, ja, danke, Herzblatt.“ Sie gab ihm einen Kuss und löste sich schmatzend von ihm.

„Also, wer ist bisher dein Favorit?“ Ich sah sie geschockt an und ich hörte förmlich, wie alle der Männer ihre Ohren spitzten.
„Ühm... w-wir haben gerade angefangen?“ Ich fühlte mich gerade wie ein kleines, niedliches Rehkitz vor der Flinte eines Jägers. Hilfe?

._._.

*Wer das versteht gehört geknutscht *_*

Ja, ich bringe liebend gerne Hinweise auf andere Serien mit ein >_<

Und Alfred scheint ja schon einige Absichten gegenüber dem Erzähler-Ich zu haben. ^3^ Es fängt langsam an zu brodeln, meine lieben Herzchen :D

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