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Carry my through

KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 Slash
Hotsuma Renjou Shusei Usui
14.11.2011
14.11.2011
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760
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„Hotsu...“, er schlang die Arme um den Körper seines vom Regen durchnässten Freundes, zog ihn zu sich ins warme Haus. Ein unterdrücktes Schluchzen drang an sein Ohr. Er spürte, dass Hotsuma weinen wollte, wusste aber auch, dass sein Stolz das nicht zulassen würde. Er hatte keine Ahnung, was passiert war, aber das war jetzt auch egal, was auch geschehen war – Hotsuma brauchte ihn. Einige Zeit standen sie da, schwiegen beide, auch wenn Shûsei jederzeit bereit gewesen wäre, Hotsuma zuzuhören.
Irgendwann löste er sich von ihm, schloss die Tür, um die Kälte und den Regen auszusperren. „Komm erstmal rein.“, meinte er, lächelte schwach. Der Blonde tat wie geheißen, zog sich die Schuhe aus und folgte Shûsei dann die Treppe nach oben in sein Zimmer. „Sorry, dass ich so spät noch hier aufkreuze..., grummelte Hotsuma, setzte sich aufs Bett und starrte nach unten. Shûsei blieb einen Moment lang im Raum stehen, lächelte sacht und musterte ihn. „Kein Problem, wirklich.“, meinte er. „Zieh dir mal die nassen Sachen aus, du tropfst ja alles voll~.“
Etwas verwundert sah Hotsuma auf, sah dann an sich runter ehe er aufstand, um sich die nasse Hose und sein Hemd auszuziehen, übergab sie dann an Shûsei, der sie über die Heizung hing und sich dann zu dem blonden aufs Bett setzte. Direkt lehnte sich Hotsuma, der jetzt nur noch ein Shirt und eine Unterhose an hatte an Shûsei an und schloss die Augen, seufzte schwer. Shûsei war sich nicht sicher, ob er nachfragen sollte, was passiert war, schließlich wollte er nicht in irgendwelchen offenen Wunden bohren.
Natürlich vermutete er, dass es etwas mit seiner Fähigkeit zu tun hatte, denn meistens war es so, wenn Hotsuma derart niedergeschlagen war. Er musterte die blonden Haare und wartete einfach ab. Vielleicht würde Hotsuma ja irgendwann von selbst anfangen ihm alles zu erzählen.Bis dahin blieb er ihm einfach eine Stütze.
Wieder vergingen die Minuten, vielleicht sogar eine Stunde, Shûsei hatte nicht auf seine Uhr gesehen, bis Hotsuma schlussendlich dich seine Stimme erhob. „Ich... habe meine Eltern reden gehört.“ Shûsei blinzelte verwundert, konnte Hotsuma's Gesicht nicht sehen und blieb einfach still. Das war noch nicht alles, sie mussten irgendwas geredet haben, das Hotsuma verletzt hatte. Konnte es sein, dass...?
„Mutter sagte, dass sie Angst vor mir hätte... und sie meinte beide wie gut es ist, dass ich bald nicht mehr bei ihnen bin... meine... meine Eltern hassen mich, Shûsei...“ Das war hart.. Sicher, wenn Shûsei sich so etwas anhören musste, würde er ebenfalls niedergeschlagen sein. Er legte einen Arm um den warmen Körper neben sich, strich über seine Schulter. „Das... tut mir Leid.“, meinte er, auch wenn ihm klar war, dass Hotsuma das nicht so viel helfen würde. In der Vergangenheit hatten sich einfach schon zu viele Menschen von ihm abgewendet, hatten Angst vor ihm gehabt oder ihn als Monster beschimpft. Natürlich, Hotsuma's Kräfte konnten gefährlich sein, wenn er außer Kontrolle geriet, aber das war schon lange nicht mehr passiert und für Shûsei noch lange kein Grund ihm fern zu bleiben. Es war nicht richtig jemanden so für ein ein gottgegebenes Talent zu bestrafen.
Einen Moment lang zögerte er noch, dann fasste er sich ans Herz und entschloss sich, es ihm jetzt zu sagen. „Weißt du...“, er drückte ihn ein wenig von sich, nahm ihn bei den Schultern und lächelte ihn an. „Du hast andere Menschen, die dich dafür lieben...“ Er sah Hotsuma's leicht verwirrten Blick, ehe er ihm sanft seine Lippen auflegte und ihn vorsichtig küsste. Er hatte keine Ahnung, ob Hotsuma überhaupt auf diese Weise an ihn dachte, ob er diese Art von Gefühlen für einen anderen Mann empfinden wollte... aber er wollte, dass er es wusste. Gerade wollte er den Kuss lösen, da spürte er Hostuma's Hand in seinem Nacken, die ihn erneut zu sich zog und empfing einen geradezu leidenschaftlichen Kuss, erwiderte ihn nun selbst ein wenig verwundert. Er hatte sich viele Reaktionen ausgemalt, doch damit hätte er nicht gerechnet. Er schmeckte den Atem des Blonden, legte eine Hand an seine Seite und kam ihm ein Stückchen näher, ergab sich voll und ganz diesen neuen Berührungen.
Es dauerte ein paar Momente, bis sich ihre Lippen wieder trennten, direkt wandte Hotsuma den Blick ab, starrte auf das Bettlaken und schwieg. Shûsei musterte ihn, sah dabei beinahe ein wenig besorgt aus. Keiner von ihnen schien zu wissen, was sie sagen sollten, also schwiegen sie erneut eine Weile lang, bis Hotsuma sich erneut regte und sich an Shûsei anlehnte. „Danke.“, murmelte er leise, schloss die Augen. „Danke, dass du mich liebst.“
 
 
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