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... sein eigener Film: "Einmal fliegen, hoch hinaus."...

von TK2
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Tragödie / P12 / Gen
13.11.2011
13.11.2011
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946
 
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13.11.2011 946
 
Freiheit. Jeder Mensch sehnt sich nach dem Gefühl, fliegen zu können wie ein Vogel.
Den Wind zu spüren, wie er an den Ohren vorbei rauscht und das Gefühl zu haben das einen nichts aufhalten kann und man über allem anderen steht. Der Ruf nach Vollkommenheit und die Sehnsucht nach Abenteuer...


...Er war 17 Jahre alt. Ein Träumer. Er lebt in seinem eigenen Film. Er ist einer der sich nachts im Bett liegend vorstellt, das er eines Tages die Welt retten wird so wie es sein lieblingsschauspieler in seinen lieblings Hollywoodfilm getan hat. Dort hatte der Held immer die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt und hat nie Fehler gemacht. Falls doch wurden sie bei der nächsten
Schießerei wieder gerade gebogen. Der Held bekommt alle hübschen Frauen ab; verführt sie an den außergewöhnlichsten Orten und sieht top geflegt aus. Sein Charme zieht die Frauenwelt magisch an und verzaubert sie auf eine ganz eigene Art und Weise. Um Geld braucht sich der Held in seinen lieblings Hollywoodfilm keine Sorgen machen. Dort ist er Millionär und fähr schicke Wagen. Seine Wiedersacher können nichts gegen ihn machen. Denn sowohl im Duell mit Waffen als auch im Duell mit Worte - der Held ist überlegen...

Er selber ist ganz anders. Jeden Tag muss er versuchen sich selber zu retten um nicht unter zu gehen.
Er kämpft jede Sekunde damit eine Idee zu haben wie er das anstellen soll sich nicht von der Weltherab ziehen zu lassen. Jedoch stets hat er ein Gefühl von ungewissheit bei sich - die Angst er könnte was falschen.
Denn wenn er einmal Fehler macht schafft er nicht sie wieder zu beheben. Er ist nicht Charakterstark und der nötige Wille fehlt ihn auch.
Die Puppertät meint es nicht gut mit ihm. Sein Gesicht ist mit
Pickeln überzogen und Frauen sieht er höchstens aus weiter Entfernung oder im Playboy. Jeder Versuch ein nettes Mädel anzusprechen endet im Chaos, wo wir wieder beim Thema Charakterstärke sind.
Er hat keinen coolen Job und demnach so gut wie kein Geld. Das was er hat steckt er in PC Spiele und Fanartikel dazu.
Nur ein Cityroller in schwarz weiß ist sein großer Stolz.

Aus Angst beleidigt zu werden,so wie es bisher immer in seinem Leben gewesen ist - macht er seinen Mund nicht auf. Sich zu wehren hat er schon lange verlernt. Er konnte es eigentlich noch nie. Sein Leben baute sich nach einer einfachen Struktur auf:

Gemobbt werden und den Tag überstehen. Er ist nicht überlegen wie sein Held. Er ist ein Außenseiter und das weiß er selber...

...Jeden Abend wenn er den höllischen Tag überstanden hat, legt er sich in seinem Bett un denkt darüber nach was ihm heute, an diesem Tag so alles passiert ist. Wie gerne hätte der den Typen der jeden Morgen an der Bushaltestelle steht und ihm sein Geld abnimmt gezeigt das es auch anders herum geht. Wie gerne hätte er die Schläger die ihn in unbemerkten Situationen abfangen mal zurechtgewiesen. Und am liebsten hätte er dem Mächen, den er seit Jahren hinter her schaut gesagt was er für sie empfindet.

Er weiß das er das niemals schaffen kann. Er ist ein "Opfer" so wie ihn die "coolen" Leute nennen. Die die kiffen und ihre Freundin betrügen. Davon hält er nebenbei gesagt erst recht nichts. Aber okay, er hat sich damit abgefunden.

Das Leben war immer ungerecht zu ihm.
Er ist depressiv wegen dem ganzen Stress und der Angst morgens das Haus zu verlassen - mit dem Wissen, es geht weiter wo es gestern aufgehört hat:
Mit schläge und mobbing. Er hält das alles einfach nicht mehr aus aber hat es in sich hinein gefressen. Wie bisher immer. Es bringt nicht sich zu wehren... aber das hatten wir schonmal.


Er fand zur Klinge. Oder fand die Klinge ihn? Aufjedenfall fing er an sich zu schneiden um so alles zu verarbeiten.

Es hat geholfen. Er kam mit der Situtaion seinen Lebens zurecht. Doch dann fanden die "coolen" es herraus und er erlebte seinen ganz eigenen Actionfilm. Nur er war der, der nicht als Sieger hervor kommen wird.

Eines Abends sah er sich seinen lieblings Hollywoodfilm erneut an. Er war schon süchtig danach. Aber sein sehnlichster Wunsch war die Freiheit. Sein Leben würde sich nie ändern. Er geht spazieren, war vollkommen in Gedanken versunken. Es war nachts. Dunkelheit und Kälte regierten seine Umgebung. Und ob es nur Zufall oder Absicht war, weiß keiner. Er stand aufeinmal auf einer Brücke. Er sah am Gelände herrunter.

Er. Er. Er. Er. Er. Er wusste das diese Situation sich nur um ihn dreht. Und das er der Regisseur seines Filmes ist.

So kam es innerhalb von Sekunden das er Tragödien mag. Er liebte sie plötzlich. Im Gedanken immer weiter versunken stand er nun auf der anderen Seite des Geländers. Sein Film trägt den Namen "Fliegen." Ein Kurzfilm wo er die Hauptrolle spielt. Er schloss die Augen und lies sich in seinen eigenen Film fallen.

Freiheit. Jeder Mensch sehnt sich nach dem Gefühl, fliegen zu können wie ein Vogel.

Den Wind zu spüren, wie er an den Ohren vorbei rauscht und das Gefühl zu haben das einen nichts aufhalten kann und man über allem anderen steht.

Der Ruf nach Vollkommenheit und die Sehnsucht nach Abenteuer... und der schrei nach Hilfe.

Er wird niemals einen Oscar bekommen.
Und niemals die Annerkennung erhalten die er sich verdient hat seiner Meinung nach, denn er hatte es an dem Tag 18 Jahre in seinem eigen Film ausgehalten.

Denn wer schaut sich schon gerne einen Film an der einem nicht gefällt?

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Das war das Ende... Über Kritik würde ich mich wirklich freuen, egal ob negativ oder positiv. Ich nehme alles dankend an. Lg, Lars
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