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Kleine Krisen

von -Julie-
GeschichteHumor / P12
Magneto / Eric "Magnus" Lehnsherr Pyro / St. John Allerdyce
13.11.2011
13.11.2011
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1.170
 
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Die Figuren gehören nicht mir, sondern Marvel und Fox.


Heute werde ich mal etwas aus meiner Sicht erzählen, ich, Magneto – Zerstörer des Legohauses eines kleinen Kindes, Herrscher über das Metall und alles andere.
Endlich mal eine Geschichte für mich allein, ohne den blöden Azazel.
Julie sagt, er wäre heiß. Julie sagt aber auch, dass sie die besten Waffeln der Welt macht. Nun, das stimmt schon, aber was soll’s.

Jetzt endlich zu der Geschichte:

Heute Morgen war es so wie immer nach einem guten Urlaub, ich hatte meine After-Holiday-Crisis. Ich war so depressiv, dass nicht einmal Johns überaus lustiger Stepptanz mich aufheitern konnte. Nicht einmal, dass ich beim Radio anrief, mir „Dancing Queen“ von Abba wünschte und „Erik Lehnsherr is the best“ brüllte, konnte meine Laune verbessern.
Also wurde es Zeit, den einzigen Menschen auf der Welt anzurufen, der mich so nahm wie ich war: Shakira.
Ich suchte ihre Nummer, aber ich fand sie nicht. Also rief ich Charles an, um ihn zu fragen, ob er mir Shakiras Nummer geben könnte.
Er sagte er, erinnere sich nicht mehr an diese Frau – wir werden alt.
Da Charles aber mein bester Freund ist, habe ich ihm schließlich erzählt, wie es mir geht. Er meinte, ich bräuchte eine Veränderung – das Übliche: Ein schnelleres Auto, eine jüngere Frau …
Also beschloss ich, mit meinem Ferrari zu einem Autohändler zu fahren und mir einen Lamborgini zu kaufen. Auf dem Weg begegnete ich Azazel, weil er sich in mein Auto teleportierte.

Mist, eigentlich wollte ich Azazel ja nicht in die Geschichte einbringen. Verdammt! Nun ja. Jetzt ist er da. Mal sehen was Mr. Satan zu sagen hat.

„Oh, hier wollte ich gar nicht hin,“ meinte er.

„Wo wolltest du denn hin?“

„Zu einem Innenausstatter. Ich liebe Möbelgeschäfte.“

Mir kam die rettende Idee: Ich würde mein Haus umdekorieren! Ein Tapetenwechsel würde mir gut tun. „Ich komme mit!“

„Gut, ich bring uns hin.“

So standen wir eine Sekunde später auf dem Parkplatz von Ikea. Ich hatte Ikea vorher noch nie gehört. Azazel erklärte mir, dass es ein schwedisches Möbelhaus wäre und dass es sogar in den Staaten existiere.
Während des Einkaufens fand ich so viele tolle Sachen, dass ich auch die Möbel für ein Kinderzimmer kaufte. Ich würde John später fragen, ob er was dagegen hätte, in einem süßen, winzigen Bett zu schlafen.

Nachdem Azazel zuerst unsere Einkäufe und dann mich und mein Auto wieder nach Hause teleportiert hatte, wollte ich gleich mit der Umgestaltung anfangen.
Das Problem war, ich hatte auch keine Lust mehr, weiter dieses Gebäude zu bewohnen.
Weil Charles mir seine Schule nicht verkaufen wollte, beschloss ich auf Wohnungssuche zu gehen.
In einem Maklerkatalog fand ich ein Traumhaus: Perfekte Lage, mit großem Keller, um geheime Experimente durchzuführen und Leute zu foltern. Ich rief gleich dort an und machte einen Termin für den nächsten Tag aus.
Ich freute mich so sehr, dass ich die ganze Nacht vor Aufregung nicht schlafen konnte.

Die Hausbesichtigung lief großartig. Der Makler führte mich durch die Räume, die perfekt zu meinem neuen Ich passten.
Nachdem ich mit unkonventionellen Methoden den Preis heruntergehandelt hatte, unterschrieb ich den Kaufvertrag. Es würde zwar noch ein bisschen dauern, bis ich einziehen könnte, aber die Zeit würde ich einfach damit verbringen, die Einweihungsparty zu planen.

Ein paar Wochen später...

Es war perfekt. Ich hatte die Malediven mit Ikea vermischt und so den idealen Urlaubs-Look geschaffen. Ich war stolz auf mich.
Die Einweihungsparty würde in wenigen Stunden beginnen.
Immer wenn John die neue Einrichtung sah, war er so glücklich, dass er anfing zu würgen. Es war wundervoll.

Als dann die ersten Gäste kamen und mir sagten, wie toll sie meine Ideen fanden, war mein Traum wahr geworden.
Es wurde ein toller Abend, bis auf die Tatsache, dass Logan ein Fenster einschlug und sich dann schreiend an Azazel klammerte.
Ich sag’s ja immer: Der Junge braucht eine Pause.




Die ganze Geschichte aus der Sicht von John alias Pyro:

Ich glaube Magneto hat die Realität ein bisschen verzerrt. Hier herrscht Aufklärungsbedarf.

Als Magneto an diesem Morgen auftauchte, war er noch schlechter gelaunt, als sonst. Unter Androhung von Schlägen brachte, er mich schließlich dazu, einen Stepptanz aufzuführen.
Nachdem er bei einem Radiosender angerufen und sich selbst gegrüßt hatte, telefonierte er mit Charles und verschwand endlich.
Ich beschloss in den Park zu gehen, gut auszusehen und mürrisch zu gucken. Ich spielte mit meinem Feuerzeug, zeigte gelegentlich auf Leute und rief „Ja, du! Genau dich meine ich!“

Als ich zurück von meinem aufregenden Parkbesuch kam, faselte Magneto irgendwas von umziehen und neuen Möbeln. Ich hörte ihm eigentlich nie so richtig zu. Meistens ging es sowieso nur um frische Donuts oder die Weltherrschaft.
Er hielt mich die ganze Nacht wegen irgendeinem Termin mit irgendeinem Makler wach. Immer wenn ich kurz davor war einzuschlafen, rüttelte er mich wieder wach und schrie: „Morgen gehe ich eine Wohnung besichtigen!“

Zu früher Stunde verschwand er zum Glück, so dass ich den ganzen Tag durchschlafen konnte.

Abends erzählte er mir, dass wir umziehen würden und dass er schon alle Möbel gekauft hatte. Es war schrecklich. Er erwartete ernsthaft von mir, in einem Bett zu schlafen, das nur 1,50 m lang war, nur weil ihm die Bettwäsche gefallen hatte. Danach war ihm aufgefallen, dass die Bettwäsche extra kostete, aber er hatte das Bett trotzdem gekauft.

Die nächsten Wochen waren noch grauenvoller. Ich musste die Wände des neuen Hauses mit einem Muster tapezieren, das aussah wie ein Hawaiihemd.

Als dann der Tag der Einweihungsparty endlich gekommen war, zwang Magneto die Gäste mit Methoden, die ich hier wegen der Altersfreigabe nicht näher beschreiben möchte, zu sagen, wie schön alles geworden war.

Als Logan versuchte zu fliehen, schweißte Magneto die Tür zu. Logan versuchte darauf hin ein Fenster einzuschlagen und ins Freie zu klettern, aber Magneto konnte ihn festhalten. So klammerte Logan sich an Azazel, der übrigens von Magneto bewusstlos geschlagen worden war, weil er die einzige Möglichkeit war, der Party zu entkommen, und schrie ihn an, er solle doch bitte aufwachen und ihn von hier wegbringen.

Was soll ich sagen? Ich vermisse die alten Zeiten, in denen Magneto einfach nur böse war. Damals hat er nicht nur von der Weltherrschaft gesprochen und es sofort wieder vergessen hat. Ich sollte mir einen neuen Partner suchen, der sich abends noch daran erinnert, was er zum Frühstück gegessen hat.

Auf jeden Fall endete die Party damit, dass ein wütender, radikaler und gleichzeitig lachshäppchenverabscheuender Mob Magneto niederschlug und durchs Fenster flüchtete, genau wie alle anderen, die noch stehen konnten. Ich weiß nicht was aus Azazel wurde, aber ich bin sicher, er braucht mindestens eine neue Leber.

Ein paar Wochen später kam dann die gute Nachricht: Azazel braucht doch keine neue Leber. Ach nein, dass meinte ich nicht.

Was ich eigentlich sagen wollte: Das Haus ist (auf unerklärliche Weise) abgebrannt. Ich und Magneto wohnen jetzt wieder in unserer alten Residenz des Bösen (Muhaha).
Er ist wieder gut drauf und ich so mürrisch und unmotiviert wie eh und je.
Doch wer weiß, der nächste Urlaub kommt bestimmt. Gott steh uns allen bei.
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