221 B Baker Street

von classic
GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Jackson Rod Stewart Lillian "Lilly" Truscott Miley Ray Stewart alias Hannah Montana Oliver Oscar Oken Rico Robby Ray Stewart
13.11.2011
25.12.2013
101
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Eigentlich erklärt das erste Kapitel alles, nun ja, doch nicht ganz. Mit Julie Livingstones, ureigene Britin, Kritikerin und teilweise selbst Sängerin, Ankündigung Hollywood aufzumischen, kommt Sophie Hudson, ebenfalls Britin, neu in Mileys Klasse. Diese meint selbst nichts von Musik zu verstehen und achtet alle, die überhaupt wüssten wer im Moment zu den großen Stars gehört...

Reviews sind immer willkommen. :-)
lg,
-londongirl-


Kapitel 1

Miley raste durch das Schultor, vorbei am Büro des Schulleiters, sprang eine Treppe herunter, stieß beinahe mit einer Schülerin zusammen, die in irgendwelchen Papieren verloren schien und sah endlich Lilly an ihrem Schließfach stehen. Ausgelaugt blieb sie neben ihrer Freundin stehen und versuchte zu Atem zu kommen.

„Du bist nicht zu spät, warum machst du so einen Wirbel?", fragte Lilly, da Miley immer noch nicht in der Lage war zu sprechen. „Gestern war doch nichts mit Hannah, oder? Hat Jackson freiwillig sein Zimmer gesaugt?"

„Nein. Aber, Lilly, pass auf!“Obwohl sie noch immer außer Atem war, breitete sich ein strahlendes Lächeln auf ihren Zügen aus und sie begann auf und ab zu springen wie ein Flummi. „Du wirst es nicht glauben."

„Oh, sag es mir. Was ist? Was ist?“, wiederholte diese ihre Rückfrage im ähnlich aufgeregten Tonfall, Mileys aufgeregtem Hüpfen folgend.

Miley holte ein mehrmals gefaltetes Blatt aus ihrer Tasche. Als sie es auseinanderfaltete, erkannte Lilly ein Zeitungsblatt und hörte auf zu springen.

„Du liest sowas?“ Ihre Enttäuschung wäre nicht zu verbergen gewesen.

„Nein!...Doch. Nur diese Seite. Sieh her.“

Lilly beugte sich vor. Der Schreiber hatte diesem Artikel, kunstvoll als Eisprinzessin kündigt an die Westküste aufzuheitzen betitelt, die gesamte Titelseite geopfert. Die kleinere Titelierung, weniger groß gedruckt, sagte etwas über Mikayla. In der Mitte prangte ein Bild von einem Mädchen, ungefähr so alt wie sie selbst. Aber es war nicht Mikayla. Auf ihrem Gesicht lag ein sanftes Lächeln, doch in ihren Augen eine unerbitterliche Härte.

„Oh, den Lippenstift will ich auch haben!“,  rief Lilly und riss das Zeitungsblatt an sich.

„Lilly! Bleib ernst“, ermahnte Miley sie. „Und sei vrosichtig, mach die Zeitung nicht kaputt."

„Was daran ist bitte nicht ernst?“Aber als sie den Gesichtsausdruck ihrer Freundin sah, setzte sie schnell hinzu: „Okay, okay. Worum geht’s?“

„Das ist Julie Livingstone“, sagte sie, als ob das alles erklären würde. Lilly schien tatsächlich etwas über sie zu wissen.

„Ah! Ich habe alle ihre Alben. Sie ist das in der Musik, was Jake Ryan bei den Zombies ist. Ich habe dich schon einmal-"

„Arrogant? Eine komplette Egoistin?", unterbrach Miley ungeduldig.

„Nein, perfekt! Ich hatte keine Ahnung, dass sie so aussieht. Ich meine, da die Chance, jemanden wie sie zu treffen, wahnsinnig gering sind, habe ich mir keine Sorgen darüber gemacht, wie sie aussieht."

„Lilly, erinnerst du dich an unser geröstetes Käsesandwich-Gespräch?"

„Ja... natürlich."

„Vergiss es nicht", fuhr Miley sie an.

Lilly betrachtete peinlich berührt und leicht rot im Gesicht den Fußboden. „Sorry. Weißt du... sie ist fantastisch. Du auch, aber dich kenne ich."

„Wie auch immer. Ihr Foto." Miley deutete auf das Bild.

„Und? Wie ein lebender Stein: Wahnsinnig hübsch und sicherlich genauso abweisend. Ich will immer noch ihren Lippenstift haben. Gibt sie ein Konzert? Natürlich gibt sie ein Konzert. Sie muss. Hast du Karten? Oh, du hast Karten.“

Miley überging die Kommentare mit einem Augenrollen und nahm die Zeitung wieder an sich. „Nein. Genau genommen, wird sie nur ein Konzert besuchen und selbst nicht singen. Denn nur Sängerin zu sein, ist für sie anscheinend zu eintönig. Sie ist die International gefürchtetste und beste kritische Kritikerin für alle Jugendmusiker und wahrscheinlich alle, die denken irgendetwas mit Musik zu tun zu haben."

„Hast du eben kritische Kritikerin gesagt? Sollten Kritiker nicht immer kritisch sein?"

„Ja, irgendwie schon. Scheinbar ist sie mit ihren Gedanken woanders, zerpflückt aber deinen Auftritt danach in winzig kleine Einzelteile von denen du vorher noch nichts gehört hast. Natürlich hast du davor schon davon gehört, aber du hast ihre Wichtigkeit unterschätzt.“ Miley geriet so in Aufregung, dass sie den Artikel einmal quer durchriss.

„Ich verstehe“, sagte Lilly in dieser Art, die klar machte, dass sie nicht wusste, warum genau das so wichtig sei. „Ich würde das einen verdammt deutlich sprechenden Namen nennen."

Miley hörte ihr nicht zu, sondern starrte schockiert auf das zerrissene Papier in ihren Händen.
„Oh mein Gott. Ich habe es kaputt gemacht, das wollte ich nicht", entschuldigte sie sich bei dem Papier in ihren Händen. „Oh, es tut mir so leid. Vergib mir. Bitte."

Lilly seufzte. „Du bleibst ernst. Das war nur ein Blatt Papier. Papier hat keine Gefühle. Ergo, du kannst es nicht verletzen. Und du wolltest mir noch etwas sagen."

„Okay, das waren die positiven Dinge. Was folgt, ist schlimmer. Was auch immer sie sagt, du kannst nicht wütend auf sie sein, weil sie recht hat. Nicht herablassend oder sarkastisch richtig, sondern wissend und wirklich richtig. Das ist diese Art Charakter, dem du beweisen willst, dass du gut bist, nur um ihre Zusage zu bekommen, obwohl du weißt, dass du gut bist."

„Das klingt nach einem beständigen Charakter."

„Und sie kommt hierher.“

„An unsere Schule?“, fragte sie verwirrt. Warum sollte eine Kritikerin an ihre Schule kommen? „Ich würde vor ihr kein Wort herausbekommen, das wäre so extremst peinlich."

„Nein, nach Hollywood.“

Bei Lilly klickte es. „Also geht es hier um", sie senkte ihre Stimme, „Hannah Montana?"

Miley senkte ebenfalls ihre Stimme, bevor sie fortfuhr. „Genau. Was ich nicht verstehe ist, warum Mikayla eine Einladung erhalten hat und ich nicht. Nicht ein Wort über Hannah, nicht die kleinste Andeutung. Sie hat mich völlig ignoriert."
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