Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / X / Fumas wish

Fumas wish

von Moons
GeschichteDrama / P12
Fuma Muno
10.11.2011
10.11.2011
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777
 
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10.11.2011 777
 
„Einsam... er fühlt die Wünsche der anderen. Doch der Himmeldrachen-Kamui bemerkt den Wunsch des Erddrachen-Kamui nicht. Und ohne, dass er es weiß... nimmt die Zukunft ihren Lauf, wie wir es voraussahen. Solange Kamui... Kamuis Wunsch nicht bemerkt, ändert sich die Zukunft nicht.“

Stille. Dunkelheit. Kälte. Einsamkeit...
Hier gab es nichts. Rein gar nichts. Kein Zeichen von Leben, kein Zeichen von Tot oder Verderben. Nichts.
Wie sollte es auch? Immerhin war dies nur eine von vielen Traumwelten zu denen ich problemlos Zugang hatte. Immerhin war ich “Kamui“.
Derjenige, der die Macht Gottes jagte. Derjenige, der den Wiederaufbau dieser schon völlig, einzig und allein von den Menschen, zerstörten Welt wünschte. Ich war ein Erddrache.
Mein Blick senkte sich. Ich sah auf das tiefe, dunkle, weite Meer unter mir. Warum es gerade in diesem Moment erschien, war mir ziemlich gleich. Ebenfalls in welchem Traum ich mich gerade befand. Was interessierte mich das schon.
Feine und große Kreise zogen sich lautlos über die Wasseroberfläche, als ich langsam auf dieser landete. Desinteressiert verfolgte ich ihren Weg. Sie zogen weiter und weiter über die Oberfläche, mit dem Ziel irgendwann am Ende anzukommen und somit im Nichts zu verschwinden. Wo allerdings das Ende war blieb mir verborgen. Es interessierte mich auch nicht, denn eine Spiegelung direkt unter mir zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Meine kalten Lippen verformten sich zu einem Grinsen.
„Kamui.“
Sein Name erstarb allerdings direkt wieder in der Finsternis. Wie schade. “Kamui“ war doch ein so schöner Name. Musternd ließ ich meinen Blick über seine Gestalt im Wasser gleiten. Sein zierlicher, zerbrechlicher, schwacher Körper war von Wunden übersät und er hatte wohl kaum noch Kraft sich aufrecht zu halten. Seinen Blick jedoch hielt er weiter auf mich gerichtet. Er rief nach mir. Verzweiflung, Angst und Trauer begleiteten seine Stimme. Allerdings war da noch etwas. Etwas, was ich von ihm nur selten zu spüren bekommen hatte. Und zwar Hass...
„Ach, Kamui du bist zu niedlich. So wirst du Fuma niemals retten können.“
Mit einer schon fast unbemerkbaren Handbewegung, ließ ich diese überaus amüsante Szenerie unter mir verschwinden und setzte meinen Weg über das dunkle, kalte Meer fort.
Gelangweilt ließ ich meinen Blick durch die Finsternis schweifen.
Hier und da tauchten Silhouetten auf, die ihre Hände nach mir ausstreckten oder einfach weinend und schluchzend da standen. Wie lästig. Was brachte es bitte sich so reinzusteigern? Mit einem warnenden zugleich auch stechenden Blick, ließ ich sie wieder zu Finsternis werden. Zu meiner Finsternis. Denn sie waren aus nichts anderem entstanden. Stille machte sich wieder breit und ich sah mich zugleich noch einmal prüfend um.
„Wie lange soll das noch so weiter gehen? Wann wirst du endlich erkennen, dass es nichts bringt, Kamui?“
Der Junge vor mir zuckte zusammen und erwiderte meinen Blick entschlossen. Gespielt seufzend machte ich ein paar Schritte auf ihn zu bis ich direkt vor ihm stand. Grob legte ich meine rechte Hand um seinen schlanken Hals und drückte gleichgültig zu. Sein wunderschönes Gesicht verzerrte sich daraufhin vor Schmerz und Verzweiflung. Lächelnd strich ich mit meinen rauen, kalten Lippen über seine heiße Wange und flüsterte ihm grinsend ins Ohr.
„Dies hier ist nicht dein wahrer Wunsch.“
Sein Atem stockte kurz und er sah mich verwirrt an. Ich erwiderte seinen Blick mit einem eher verachtenden. Diese Illusion war diesmal wirklich lästig. Sie war zwar nie die einzige gewesen, aber nun bei weitem die widerlichste.
„...nein. Aber deiner ist es auch nicht.“
Meine Augen weiteten sich zugleich als seine halb geflüsterten Worte mich erreichten. Sein verwirrter Blick war nun einem mehr als nur wissendem gewichen.
„Was ist dein Wunsch, Fuma?“
Ohne meine Handlung überhaupt richtig zu realisieren, hatte ich schon fest zugedrückt. Die Illusion zersprang in endlose kleine Splitter. Wütend sah ich hinab in das tiefe Meer. Seine Worte hallten in meinem Kopf wieder und zwangen mich schon dazu meine Fassade fallen zu lassen.
„...du hast recht, Kamui. Das hier ist nicht mein Wunsch. Dennoch... verhilft es mir ihm näher zu kommen. Und das was wichtig ist... nicht aus den Augen zu verlieren. Aber das verstehst du nicht. Du kannst mich nicht verstehen. Menschen sehen nur, was sie sehen wollen. Glauben nur, was sie glauben wollen. Du scheinst zu glauben, ich wolle die Menschheit auslöschen. Dich auslöschen. Nun gut... wenn du das glauben willst. Wenn dies für dich die Wahrheit ist... dann ist dies dein Wunsch.“
Mit der Absicht nicht noch eine weitere Sekunde in dieser wertlosen Traumwelt zu verschwenden, verschwand ich langsam und befand mich dann wieder in der realen Welt. In der Welt, die sowieso dem Untergang geweiht war. Es würde nicht mehr lange dauern. Der Tag der Verabredung stand kurz bevor.
„Dir bleibt nicht mehr viel Zeit, Kamui.“
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