Eine unendlich lange Reise

von Kaala
GeschichteAbenteuer, Mystery / P16
Hige Kiba Toboe Tsume
03.11.2011
03.11.2011
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Diese Stimme. Sie ruft nach mir. Ich bekomme sie einfach nicht mehr aus dem Kopf. Meine Beine fühlen sich schwer an und mein Kopf droht zu explodieren. Was ist das nur. Ich weiß nicht weiter.....
Im eiskalten Schnee tapste ich mir meinen Weg entlang. In der Ferne sah ich ein paar Lichter flackern. War das real? Ich hob meine Nase in den Wind und schnupperte, witterte. Ja den Geruch verfolgte ich schon seid ich mein Rudel verlassen hatte. Besser gesagt sie mich. Meine Mutter wurde getötet, mein Vater lernte ich nie kennen und ich... Ich war ein Mischling. Unrein für diejenigen die mich ansahen. Also wurde ich verbannt und durfte nie mehr zurück. Also lief ich. So weit mich meine Beine tragen konnten. Immer weiter. Bis ich eine Stimme hörte. Eine Stimme die mich rief. Aber nicht nur mich.
Erschöfpt und hungrig kam ich in der nahe gelegenen Stadt an. Ich legte mich in eine Seitengasse und verschnaufte. Hier war es zwar nicht gerade angenehm warm, aber draussen wollte ich auch nicht mehr sein. Mein Bauch zerrte sich vor hunger zusammen. Mein Fell war durch den Schnee immernoch ganz weiß. Ich schüttelte mich und mein grauer Pelz kam zum vorschein. Ich fand meine Fellfarbe nie besonders schön. So ein matschiges Grau. Dennoch fand ich meine weiße Schwanzspitze immer amüsand. Ich wollte gerade die Augen schließen, bis ich etwas witterte. Es war eindeutig der Geruch eines anderen Wolfes. Ich stand auf und folgte dieser Spur. Die Menschen an denen ich vorbeilief sahen mich alle verängstigt an. Es schien wohl nicht so gut zu sein hier so locker rum zu laufen. Ich bog in eine kleine Seitenstraße ab und kam als junge Dame wieder herraus. Meine schuttellangen grauen Haare vielen mir lässig ins Gesicht. Als Mensch war ich ca. 1,75 groß und wog 62 kilo. Manchmal dachte ich. Ich sei zu dick. Meine 3/4 Jeans und mein blaues Tanktop, das perfeckt zu meinen Augen passte, vielen hier nicht sonderlich auf. War nur etwas selltsam, hier im Winter mit Top rumzu laufen. Ich schlenderte in den nächsten Shop und stahl mir eine warme Winterjacke. Der Ladenbesitzer hatte mich nicht wirklich für wahr genommen. Wie dumm die Menschen doch sind. Ich lief also weiter gerade aus, immer dem Duft hinterher. Als ich näher kam schnupperte ich noch einen anderen Wolf herraus. Es waren also zwei !! Mit letzten Kräften sprang ich eine Mauer hoch und landete auf einem Dach. Ich schaute mich nach allen Seiten um. Mein Blick viel auf zwei Gestalten, die in der Ferne zu kämpfen schienen. Das waren sie. Zwei Männer. Oha. Und die schienen sich ja mal garnicht zu mögen. Vorsichtig näherte ich mich. Die beiden bemerkten mich jedoch nicht. Ich beobachtete sie eine Weile, bis meine Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. Ein kleiner junge mit roten locken und einer Brechstange in der Hand raste auf die beiden zu. Der weiße Wolf ließ von dem großen grauen ab und verschwand danach auch sofort. Der Junge redete eine Weile mit dem anderen der nun als Mann vor ihm stand. Hatte er ihn nicht als Wolf gesehen? Der Junge schien wohl blind für die Wahrheit zu sein. Nach einer heftigen Auseinandersetzung trennten sich die beiden. Ich lief dem grauen Wolf hinterher. Doch dieser schien viel schneller zu sein als ich es je war. Meine Kräfte verließen mich so langsam und ich hatte Mühe ihm zu folgen. Keuchend blieb ich an einer Laterne stehen und atmete mehrmals tief ein. Als ich wieder nach oben schaute war der graue Wolf verschwunden und somit auch sein Duft. Ich sollte mich fürs erste Ausruhen und später nach den beiden suchen. Denn sie wussten vielleicht, wer uns hier die ganze Zeit ruft. Mich und die restlichen Wölfe.