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Black Panther

von KiaraDC
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi / P18 / Gen
Ed Lane Julianna "Jules" Callaghan Kevin "Wordy" Wordsworth Mike "Spike" Scarletti Sam Braddock Sergeant Gregory Parker
02.11.2011
05.03.2012
2
3.594
 
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
02.11.2011 1.780
 
So, auf vielfachen Wunsch gibt es nun eine Sam-Story. Ich hoffe sie gefällt euch und ich erhalte wenigstens etwas Feedback - Ihr wisst, ohne Feedback keine Fortsetzung :-D *fies bin*
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August 2008

„Ich bin froh, wenn es wieder kühler wird.“ Brooklyn Yuma saß im Schatten ihrer Maschine. Die hellen beigen Tarnklamotten waren vom Schweiß gezeichnet.
„Wieso, wir haben doch alles was wir brauchen.“ Sam stand in voller Ausrüstung vor ihr. Für ihn stand eine Kontrolle der Außenposten bevor. Sein „Spiegel“ war derzeitig in Bewegung, dies hatte ihm sein Teammitglied Fred Barns durchgegeben, der noch diesen Posten besetzte. Sam würde ihn schon bald ablösen. „Und du kannst dich in deiner klimatisierten Büchse nicht beschweren.“ Er lachte unbeschwert.
„Büchse?“ Brooklyn runzelte die Stirn und zog sich die Sonnenbrille zurück auf die Nase. „Wenn ich dir mit dieser Büchse irgendwann mal das Leben retten sollte, dann erwarte ich von dir eine Entschuldigung!“ Ihre Lippen zeigten ein leichtes Lächeln. „Wobei ich immer noch hoffe, dass es nie dazu kommen wird.“
Sam und Brooklyn brauchten sich nicht ansehen. Sie hatten beide Kameraden und Freunde im Krieg verloren.
„Ich muss los. Wir sehen uns heute Abend.“
„Viel Erfolg. Pass auf dich auf.“

Etwa drei Stunden später saß Brooklyn mit ihrem Staffelführer und ihren Kameraden zusammen in einem der Kommandozelte und besprachen den nächsten Kontrollflug der in den frühen Morgenstunden stattfinden sollte.
„Commander, wir haben Feindbeschuss.“ Einer der Funker kam hereingestürmt. „Wir wurden angegriffen.“
Keine drei Minuten später waren Brooklyn und ihre Co-Pilotin Hailey Willow in der Luft. Sie hatten keine näheren Angaben erhalten und würden erst während des Fluges mehr erfahren. Doch das was sie erfuhren, wollten sie nicht glauben.


Sam saß kreidebleich mitten im Sand und starrte zum Himmel. Er konnte es nicht glauben, nicht wahrhaben. Doch die Realität würde ihn immer wieder einholen. Er hatte seinen Kameraden und Freund erschossen. Immer wieder stellte er sich die Frage, wie das passieren konnte. Er konnte es nicht rückgängig machen.
Der Vorfall hatte sich vor drei Tagen ereignet. Er spürte die mitleidigen Blicke seiner Kameraden. Andere sahen ihn verächtlich an. Einige gar nicht, sie drehten sich abwertend um.
„Hey.“ Brooklyn setzte sich zu ihm und reichte ihm eine Flasche Wasser.
„Hey.“ Sam sah sie nicht an. „Danke, aber ich möchte nichts trinken.“
„Du sitzt seit zwei Stunden in der Mittagssonne. Du wirst jetzt was trinken!“
„Ist doch sowieso egal.“
Brooklyn griff seufzend nach der Flasche, drehte den Deckel ab und kippte es Sam über den Kopf.
„Brook, was soll das?“ Sauer sah er sie an.
„Du kannst es nicht rückgängig machen, Sam. Matty hat sich falsch verhalten. Sein Plan sagte eine völlig andere Position aus, er hätte dort gar nicht sein dürfen.“
„Ich habe ihn umgebracht!“
„Damit müssen wir leben, Sammy.“
„Damit leben? Wir? Ich muss damit leben!“
„Auch ich habe einen Freund verloren.“
„Aber du hast deinen Freund nicht umgebracht!“
„Nein, dafür viele andere Menschen. Auch unschuldige, Sam. Das ist unser Job!“
„Aber Freunde umzubringen stand nicht in der Stellenbeschreibung.“ Fauchte er wieder und drehte sich von ihr weg.
„Du wirst damit leben müssen. Es wird nicht vergessen, Sam, es tut nur irgendwann nicht mehr so weh.“


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März 2011



Sam warf einen Blick auf seine Uhr. Heute würde es nach Ottawa auf den Militärstützpunkt zu einer Übungswoche gehen. Durch Kürzungen und Sparpakete war ein Zusammenschluss nötig, in der sich die Polizei mit dem Militär arrangieren musste. Aus diesem Grunde wurden die ersten Teams der SRU Toronto, York, Hamilton und Pickering abgezogen. Weder Polizei noch Militär waren davon begeistert.
„Ausrüstung ist vollständig eingepackt.“ Spike nickte Greg Parker zu.
„Gut, dann können wir ja nun los.“ Greg Parker klatschte in die Hände. „Auf auf, Jungs und Jules, das wird eine interessante Woche.“
„Wie geht’s Emma?“ Fragte Sam, während er zu Spike in den Wagen stieg.
„Sie wird ungeduldig. Aber ich hoffe, dass unser Baby nicht in dieser Woche kommt.“
„Dann wäre es aber doch sehr früh dran.“
„Ich habe sie eindringlich gebeten sich zurückzuhalten und sich zu schonen.“
„Und du glaubst daran?“
„Nein.“ Spike fuhr den Wagen aus der Garage und folgte Ed, vor ihm fuhr. „Aber ich darf ja wohl hoffen.“
Sam lachte. „Na dann hoff mal weiter.“
„Sam!“
„Schon gut.“ Er versuchte ein Schmunzeln zu unterdrücken. „Zur Not haben die Helikopter, vielleicht fliegt dich ….“
„SAM!“ Spike schüttelte den Kopf. „Wir haben noch 8 Wochen Zeit bis zum eigentlichen Termin. Daher denken wir gar nicht erst darüber nach ob das Baby früher kommen könnte.“


Sie waren durch den Berufsverkehr einige Stunden unterwegs und waren froh, als sie endlich auf dem Gelände der Militärbasis eintrafen. Ein Soldat führte sie über die Base zu einer Halle.
„Das ist Ihr Reich. Hier können Sie alles verstauen.“
Sofort kamen einige Soldaten um ihnen um mit der Ausrüstung zu helfen.
„Major Conan ist in der Fluggerätehalle.“ Sagte einer der jüngeren Privates. „Folgen Sie mir.“
Das Team sah sich neugierig um und folgte ihm in die große Halle. Überall standen Helikopter herum an denen geschraubt wurde.
„Major, die SRU Toronto ist eingetroffen.“
Ein Körper steckte im Motor des Helikopters. Es waren lediglich die olivgrünen Beine und schwarzen Stiefel zu sehen.
„Private, geben Sie mir einen 12er Ringschlüssel.“
Der junge Soldat suchte im Werkzeugkasten nach dem Ringschlüssel und reichte ihn ins Innere des Motors.
Das Team hörte jemanden schrauben, dann ein seufzen und der Körper kroch langsam heraus.
„So, Toronto ist eingetroffen!“ Das war mehr eine Feststellung als eine Frage.
Zur Überraschung des Teams kletterte eine rothaarige Frau mit Schmiere im Gesicht aus dem Motor. Sie schnappte sich ein altes Handtuch, wischte sich die Hände ab und kam auf sie zu.
„Sergeant Parker.“ Sie nickte ihm zu. „Ich vermute Sie sind genauso überrumpelt wie wir.“
„Major …?“
„Major Hailey Conan.“
„Ja, das sind wir.“
„Wann haben Sie davon erfahren?“ fragte sie und versuchte die Schmiere von den Händen zu bekommen.
„Vor zwei Wochen.“
„Schön, wir vor etwa einer Stunde.“ Sie sah nicht begeistert aus. „Sie sollen mit uns Anti-Terror-Maßnahmen trainieren?“
„So sieht es aus.“
„Darf ich fragen wie sich Ihr Team zusammen setzt?“
„Constable Ed Lane. Leitender Scharfschütze und Teamleader.“
Ed nickte ihr kurz zu.
„Constable Julianna "Jules" Callaghan. Abseilexpertin, Scharfschützin und Verhandlungsführerin.“
Jules lächelte sie an. „Hallo.“
Major Conan nickte ihr zu.
„Constable Mike "Spike" Scarlatti. Unser Fachmann für Technisches Equipment, Bomben und Sprengstoff.“
Spike nickte ihr ebenfalls zu.
„Sie sind der Mann an Emma´s Seite?“ Sie zog eine Augenbraue hoch und musterte ihn. „Tatsächlich ein Cop. Ich dachte sie verarscht mich.“
Erstaunt sah Spike die Frau an. „Bitte?"
"Emma."
"Sie kennen Emma?“
„Ja, sie war vor vier Wochen erst hier. Dienstlich. Aber sie hatte ein Foto dabei.“
„Ach so?“ Spike wusste nichts davon.
„Wir kennen uns schon seit 10 Jahren.“ Sie musste bei seinem Gesicht lächeln.
Greg Parker unterbrach sie und stellte sein Team weiter vor.
„Constable Kevin "Wordy" Wordsworth. Unser Mann für nicht tödliche Waffen und Nahkampftechniken.“
Wordy sah sie nur an.
„Und zum Schluss Sam …“
„Master Corporal Sam „Sammy” Braddock.“ Vollendete sie den Satz und sah ihn an. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich dich jemals wieder auf einer Base sehen werde.“
„Hätte ich bis vor zwei Wochenauch nicht für möglich gehalten.“
„Das heißt, Sie kennen sich?“ fragte Greg Parker.
„Ja, wir haben zusammen in Afghanistan gedient.“ Sagte Sam. Sein Blick blieb an ihrem Namensschild hängen. „Du hast geheiratet.“
„Kann schließlich nicht jeder Single bleiben.“ Sie grinste. „Ich hab geheiratet als wir aus Afghanistan zurück waren.“
Sofort verfinsterte sich sein Blick. „Seit wann bist du zurück?“
„Seit etwa zwei Monaten. Der General hatte mir die Fluglizenz entzogen.“ Sie zuckte mit den Schultern.
„Was hast du gemacht?“
„Den Vogel im feindlichen Gebiet abgesetzt. Totalschaden.“
Sam nickte wissend. „Mich wundert´s, dass du noch hier bist.“
„Ich habe mir die beste Anwältin genommen, geklagt und gewonnen. Seitdem darf ich deinem alten Herrn nicht mehr unter die Augen treten. Und ich empfehle Ihnen, Constable Scarlatti, verschweigen Sie lieber, dass Sie mit Emma liiert sind. Hier wird man schon mal schnell aus dem Heli geworfen – ohne Fallschirm versteht sich.“
„Na super.“ Spike seufzte. „Emma machtesich wirklich überall Freunde."
Sam musste lachen und auch Hailey schmunzelte.
„Willkommen in meiner heutigen Heimat, der Werkstatt. Ich wünsche viel Erfolg bei der Übung.“ Sie warf das Handtuch zur Seite. „Ich zeige Ihnen den Bereich wo Sie die nächsten Tage verbringen werden.“
Der Major ging vorweg und führte sie in eine Art Bunker.
„Wenn Sie etwas brauchen, schicken Sie einen der Jungs da draußen los. Heute ist nur Anreise und eine Besprechung. Beziehen Sie in aller Ruhe Ihre Quartiere. Die Zeiten erfahren Sie bei der Besprechung.“ Sie wandte sich an den Private. „Zeigen Sie Ihnen alles was Sie wissen müssen.“
„Jawohl, Major.“

Die Teambesprechung wurde auf den nächsten Morgen verschoben, da ein Teil der Soldaten noch nicht zurück auf dem Stützpunkt waren und sie unbedingt an der Übung teilnehmen sollten. Somit verbrachte das Team einen Teil der Zeit auf dem Schießstand und im Fitnessraum. Das Abendessen war für 19 Uhr angesetzt. Ein Teil der Soldaten trug Uniform, ein Teil normale Kleidung. So auch das Team um Greg Parker.
„Das Essen war eigentlich immer gut.“ Sam ließ sich etwas von dem Kartoffelauflauf geben und nahm sich noch einen Apfel. „Verhungert sind wir nie.“
„Davon nehme ich auch etwas.“ Jules reihte sich hinter Sam ein. „Und, wie fühlst du dich?“
„Es geht. Habe ich mir schlimmer vorgestellt.“ Er verzog seine Lippen zu einem schiefen grinsen, nahm sich eine Cola und setzte sich zu den anderen an den Tisch. Die anderen Teams der SRU setzten sich zu ihnen.
Die Tür ging auf und mehrere Soldaten betraten die Kantine und stellten sich sofort an der Essenausgabe an.
„Man, ich hab vielleicht einen Hunger.“ Sagte eine weibliche Stimme, die Sam einen Schauer über den Rücken jagte. Er drehte sich unauffällig zur Seite und musterte die Soldaten. An einem Rücken blieb sein Blick hängen. Die Soldatin trug einen dunkelgrauen Overall, wobei sie den oberen Teil um die Hüfte geschlungen und die Ärmel vor dem Bauch verknotet hatte. Er verfolgte jede ihrer Bewegungen bis sie ihr Essen erhalten und sich zu ihren Kameraden gesetzt hatte.
„Sam?“ Spike trat seinem Freund unter dem Tisch ans Schienbein.
„Was?“
Spike folgte Sams Blick. „Kennst du sie?“
„Ich glaube schon.“
Ein Telefon hinter der Essenausgabe klingelte. Nur einen Moment später trat einer der Verpflegungssoldaten an die Ausgabe.
„Red Bird und Black Panther. Notfall. Ihr must fliegen!”
Sofort sprangen zwei Frauen auf, eine davon war Major Hailey Conan.
„Hey Private, halten Sie mein Essen warm, ich hatte heute nur Frühstück.“ Rief die schwarzhaarige ihm zu und schlüpfte während des Laufens wieder richtig in ihren Overall. Einen Moment später waren die beiden Frauen im Laufschritt verschwunden.
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