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GeschichteAllgemein / P16
Bianca di Loreno Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer Michele Domingo di Loreno
31.10.2011
04.11.2011
5
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~+*+~ Kapitel 1 ~+*+~

Domenico stand wie vom Blitz getroffen da und starrte auf die Person, die erschöpft an dem Baum lehnte und ihn schief angrinste. Die ungepflegten Zähne konnte man genau sehen.
Maya hatte sich ein wenig hinter Domenico gestellt, und war damit beschäftigt ihren Herzschlag zu verlangsamen. Die ganze Zeit hielt sie die Hand von ihrem Freund fest.
Diesem liefen nun die Tränen erneut über die Wange. Er weinte aber nicht, er stand einfach starr da und die Tränen flossen an ihm herab, tropften zu Boden.
„Non piangere, fratello.”
Domenico schüttelte langsam den Kopf, realisierte gerade nichts mehr. Langsam sank er auf die Knie, lies die Hand von Maya los und starrte seinen Gegenüber ungläubig an. Langsam hob er die Hand und berührte den Arm, von seinem Gegenüber.
Das grinsen verschwand und er starrte Domenico an, verstand nicht, was er hatte.
„Mingo.“ flüsterte Domenico ungläubig.
„Pensavo che fossi morto. Pensavo non rivederti mai più.*” flüsterte er ruhig und starrte ihn weiter an.
Maya verstand keinen Ton, von dem was er sagte. Er sprach Italienisch, aber mit diesem schwer zu verstehenden Sizilianischen Dialekt.
Jetzt setzte sein Gegenüber an etwas zu sagen, schaffte es aber nicht, er war geschockt und starrte nun Domenico ungläubig an.
Jetzt brach in Domenico ein Damm und er begann zu weinen. Er konnte nicht anders, er war so glücklich und umarmte ihn kurz darauf.
Er roch genauso, wie er ihn in Erinnerung hatte. Ja, er sah auch genauso aus, die Stimme war auch dieselbe. Konnte das sein?! War es möglich?
Wenn es wieder einer dieser Träume sein würde, Domenico wollte nicht mehr aufwachen, er wollte einfach nur da bleiben.
Jetzt als er spürte, das auch sein Bruder die Arme um ihn legte, weinte er nur noch mehr. Vor Glück.
Konnte es sein?!
Maya stand völlig verwirrt vor den beiden Jungen. Sie wusste nicht was sie sagen, machen sollte, also schwieg das Mädchen lieber.
Domenico löste sich aus der Umarmung und sah seinem Bruder in die Augen, berührte seine Wange und konnte sein Glück immer noch nicht fassen.
„I ... non credete a questo. Mingo Dimmi, sei veramente**?” fragte der Junge und starte ihm in die Augen, die genau dieselben waren wie seine.
Er nickte langsam und biss sich auf die Unterlippe, ehe sich die Brüder wieder in die Arme fielen.
Nach mindestens einer Stunde, saßen sie nebeneinander an dem Baum. Domenico griff fest Mingos Hand. Er hatte Angst, wollte nicht, das er wieder ging. Es war zu schön um wahr zu sein.
Maya hatte sich ebenfalls auf die Knie fallen lassen und sah Mingo an.
„Wie … ist das möglich?“ fragte sie verwirrt und schüttelte den Kopf.
Mingo kniff die Augen zusammen, es fiel ihm schwer, nun auf Deutsch zu reden.
„So komische Typen. Haben mich aus dem Krankenhaus geholt und mich … ähm … weggebracht. Die haben gesagt … mein Bruder … ähm … dem gings nicht so gut und ich dürfte keinen Kontakt haben. Bin natürlich … voll ausgetickt, da haben die mich in so ne´ Psychiatrie eingewiesen. War voll scheiße. Konnte da auch nicht weg. Glaub … das waren so Typen von der Behörde. Hab doch immer gesagt, das die einen Schuss haben … und … eigentlich … dürfte ich auch nicht hier sein. Bin doch irgendwie abgehauen und mit dem Bus hergefahren. Hatte keine Ahnung, was die Nic erzählt haben.“ erklärte er sich und suchte mühsam nach den richtigen Deutschen Worten.
Maya sah ihn verwirrt an. Erzählte Mingo die Wahrheit?
Hat wohl möglich noch das Jugendamt ihn von hier weggebracht. Eigentlich war es ja egal. Er war wieder da.
„Bin … den Rest des Weges gelaufen. Bin voll down ey … und müde.“ fügte Domenicos Zwillingsbruder hinzu. „Und die … suchen mich sicher schon überall, um mich wieder Behandeln zu können und so.“ er wiegte den Kopf hin und her und sah lustlos in den Himmel.
Jetzt schwiegen alle drei. Domenico, der dachte, sein Leben wäre vorbei. Der dachte, ein Teil von ihm wäre gestorben, konnte es immer noch nicht fassen. Immer wieder fragte er Mingo, ob er ein Traum sei und sagte, das wenn es so wäre, er sterben wollte, zusammen mit ihm.
Irgendwann hatte Mingo dann auch genug und er kauzte seinen Bruder mies gelaunt an, er solle aufhören andauernd so dumme Fragen zu stellen. Da musste Maya lachen.
Auch sie konnte es immer noch nicht richtig verstehen, das Mingo nun vor ihr saß.
Schließlich standen die drei auf. Maya hätte Mingo auch zu gern umarmt, ja das hätte sie wirklich, aber sie traute sich einfach nicht. So blieb die Umarmung zwischen den beiden aus.
Die ganze Zeit brachte Domenico keinen Ton heraus, hielt die ganze Zeit die Hand von Mingo umklammert und starrte vor sich hin.
„ … Ey, wo sollen wir denn pennen?“ fragte Mingo seinen Bruder, der jedoch keine Antwort gab. Er rollte die Augen und sah zu Maya.
Diese wusste, das sie ihm eine Antwort darauf geben sollte.
„Nicki wohnt in einem betreuten Wohnheim.“ murmelte sie.
Mingo nickte. Er dachte nach.
„Ähm … sind da nicht ein Haufen Leute?“
Maya nickte.
„Da will ich aber jetzt nicht hin.“ knurrte er und schloss die Augen.
Maya seufzte. Sie könnte die beiden bei sich aufnehmen. Aber, ihr Vater würde das sicher nicht mitmachen. Naja, wenn sie es sich recht überlegte, ihre Eltern schliefen ja. Eigentlich würde es nicht auffallen, wenn sie die beiden mit zu sich nahm. Und da sie vermutlich lange schlafen würden, konnte sie ihren Eltern alles erklären.
„Ey, Maya. Können wir nich bei dir pennen?“ fragte Mingo jetzt sanft und lächelte ein wenig.
Sie nickte zaghaft. Somit wurde Mingos lächeln selbstbewusster. „Darf ich?“ fragte er ruhig und hielt ihr seine Hand hin.
Maya sah ihm in die Augen. Kaum zu glauben, das er nun da war. Sie hatte ihn dich für Tot geglaubt. Ruhig nahm sie seine Hand.
In dem Moment, wo sie seine warme Hand spürte, stiegen ihr die Tränen in die Augen. Ja, sie dachte er sei Tot. Sie hatte um Mingo geweint, sich die Schuld gegeben. Sie musste miterleben, wie Domenico zugrunde ging und es ihm noch schlechter als vorher ging. Und nun, stand der Grund des ganzen Ärgers neben ihr, hielt ihre Hand und lächelte sanft.
„Hey. Nicht weinen.“ er sah sie geschockt an. „Hab ich was … falsch gemacht?“ wisperte er kaum hörbar und sah sie an.
Sie schüttelte langsam den Kopf.  

* = ich dachte bist tot, ich dachte ich sehe dich nie wieder
** = Ich kann es nicht glauben. Bist du es wirklich, Mingo?

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Die Idee kam mir beim Autofahren xD
Naja, hoffe das es jemand liest und jemand ein Review hinterlässt :3
Würde mich tierisch freuen :D

Liebe Grüße ♥
Bis danni ♥
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