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GeschichteAllgemein / P16
Bianca di Loreno Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer Michele Domingo di Loreno
31.10.2011
04.11.2011
5
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~Prolog~

Die Nacht umhüllte den Friedhof. Es war bedrückend, die Dunkelheit unterstrich die Trauer und Einsamkeit der Toten noch einmal. Dazu diese Stille, die nur ab und zu von einem leichten schluchzen Unterbrochen wurde.
Vor einem dieser Gräber saßen zwei Personen. Der eine hatte seine Hände tief in den Boden gerammt und versuchte krampfhaft die Trauer zu unterdrücken. Doch, Trauer kann man nicht Unterdrücken, nicht auf einem Friedhof.
Das Mädchen, was daneben saß schwieg einfach nur und sah stumm auf den Grabstein.

Michele Domingo di Loreno

Wieder ein aufschluchzen. Man kann das Leid nicht in Worte fassen, was der Junge spürte. Seinen geliebten Bruder immer zur Seite zu haben, war für ihn selbstverständlich gewesen. Es war völlig natürlich, seine Stimme zu hören, neben ihm einzuschlafen. Jetzt war alles weg. Die Nächte waren unerträglich, er konnte nicht mehr schlafen. Immer schon, lag sein Bruder neben ihm, doch nun war er weg. Er war alleine. Dinge, die natürlich waren, seine Stimme, er würde alles geben um ihn wieder zu haben.
In der einen Hand hatte der Junge ein Handy, das immer wieder denselben Ton ertönen lies.
Eine verschlafene Jungen-stimme die sagte: 'M Non c'è, basta chiamare l'un l'altro, a volte.
Und wieder. Der Junge drückte noch einmal auf den grünen Knopf. Nach einigen Piep-tönen kam die Ansage erneut.
Er hoffte, betete dafür, dass er sich vielleicht mal persönlich melden würde, nicht immer nur die Mailbox. Doch er wusste es ja, sein Bruder lag unter ihm. Wie nah er ihm doch in diesem Moment war, aber doch … so unendlich weit weg.
Irgendwann versiegten die Tränen und der Junge rief nicht mehr auf der Mailbox an. Irgendwann schwieg auch er.
Dann standen beide auf und liefen stumm zurück. Das Mädchen nahm zaghaft die Hand des Jungen. Wenn sie von dem Friedhof gegangen waren, kam das normale Leben wieder. Sie würde die Schule wieder besuchen, er würde wieder auf sich gestellt sein. Muss sich um das einzige kümmern, was sein Bruder ihm hinterlassen hatte. Die Realität würde wiederkommen. Es warern nun zwar schon eineinhalb Jahre vergangen, seitdem sein Bruder nicht mehr lebte, aber die Nächte waren noch immer unerträglich. Manchmal erwischte der Junge sich selbst, wie er von seinem Bruder sprach, als würde er noch Leben.
Dann blieb r stehen und starrte auf eine Stelle vom Friedhof. Eine dunkle Baumreihe, erst einige Momente später realisierte das Mädchen was dort war. Eine schwarze Silhouette. Er drückte die Hand des Mädchens fester und unterdrückte all den Schmerz, die Trauer und Einsamkeit. Um für den Moment bereit zu sein, wenn jemand ihr etwas antun würde.
Doch der Schatten rührte sich nicht, er sackte langsam zu Boden und blieb an dem Baum angelehnt.
Langsam gingen der Junge und das Mädchen näher heran. Sie hätte fast aufgeschrien, als sie in das, ihr so vertraute Gesicht geblickt hatte ...
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