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Der Schlüssel

von Lizzy17
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Aramis Athos D'Artagnan Mylady Porthos
30.10.2011
09.08.2012
11
22.406
2
Alle Kapitel
37 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
30.10.2011 1.067
 
Hey Leute,
der Film "Die drei Musketiere 2011" hat mich zu dieser FF inspiriert. Die Beschreibung der Charaktere basieren auf dem Film. Ich habe versucht meine FF an den Film anzuknüpfen, aber ich habe Constance herausgelassen, weil sich der Inhalt meiner FF und dem des Films sonst ein wenig widersprechen würde. Ich hoffe das stört euch nicht und meine FF gefällt euch trotzdem.
Ich würde mich auch über Reviews freuen. :-)

LG eure Lizzy


~Prolog~

Die langen Schatten der Bäume legten den Raum in eine geheimnisvolle Dunkelheit. Die Äste bewegten sich sachte in der warmen Abendluft.
An einem Fenster stand ein hochgewachsener Mann und sah in die Ferne. Er spielte mit einem kleinen Taschenmesser in seiner Hand. Mit einem leichten Seufzer steckte er das Messer in seine Hosentasche. Langsam wandte er sich vom Fenster ab und ging auf einen alten Schreibtisch zu. Die Tischbeine waren kunstvoll geschnitzt, ebenso die Tischplatte und der Stuhl, der zu dem Tisch gehörte. Doch der Junge, der auf dem Stuhl saß, beachtete das Kunstwerk nicht. Er trommelte nervös mit den Fingern auf die Stuhllehne. Der Mann stellte sich vor den Tisch und sah auf den Jungen herab.
„Was wollt Ihr von mir?“, keifte der junge Mann. Seine blauen Augen verrieten dem Mann, dass der Junge doch nicht so mutig war, wie er es im Moment vorgab. Der Mann stützte sich auf den Tisch und lächelte bloß.
„Was wollt Ihr von mir?“, wiederholte der Junge. „Ist es nicht unter der Würde eines jeden Herzogs, wehrlose Kinder gefangen zu nehmen?“
„Ihr seid weder wehrlos, noch ein Kind“, stellte der Herzog fest. „Ihr seid einer der besten Fechter, die ich kenne und noch dazu nicht dumm.“
Der junge Mann machte sich nicht viel aus dem Kompliment. Er fragte hartnäckig weiter. „Warum bin ich dann hier?“
„Ich möchte nicht viel von Euch. Nur eine Kleinigkeit.“
„Und was?“
„Ihr müsst mir etwas bringen. Es ist klein, aber es hat einen unermesslichen Wert. Wenn dieser Gegenstand in falsche Hände gerät, könnte das einen Krieg auslösen“, meinte der Herzog gelassen.
„Warum sollte ich das tun?“
„Weil ich Eure Freunde dann freilasse.“ Seine Freunde. Die Worte klangen aus dem Mund des Herzogs wie etwas das böse und feindselig ist. Der Junge kämpfte mit sich selbst. Er wusste, dass wenn er dem Herzog half, würde er das Leben seiner Freunde retten, aber der Mann hatte sicher keine guten Absichten. Doch wenn er nichts tat, dann waren seine Freunde verloren.
„Was muss ich Euch bringen?“, fragte er zögernd. Der Mann lächelte zufrieden. Bevor er antwortete, lief er ein paar Schritte auf und ab. Der Junge verfolgte jede seiner Bewegungen. Er merkte nicht wie sich seine Muskeln leicht anspannten.
Endlich verkündete der Herzog: „Ich freue mich wirklich, dass Ihr Euch dafür entschieden habt, mir zu helfen. Ihr seid genau der Richtige für diese Aufgabe.“
Dem jungen Mann wurde unwohl. Er kannte den Herzog noch nicht lange, wusste aber, dass dieser zufriedene Ton in seiner Stimme nichts Gutes zu bedeuten hatte.
„Wo ist der Hacken an dieser Sache?“
„Ich wusste, dass Ihr das fragt.“ Der Herzog nahm aus seiner Hosentasche ein Stück Stoff. Er breitete es auf dem Tisch aus. Der junge Mann beugte sich vor. Er betrachtete misstrauisch das Abbild einer jungen Lady. Ihre dunkelblonden Haare fielen ihr locker auf die Schultern. Die Haarspitzen lockten sich und ihr Glanz glich dem von Goldfäden. Ihre grünen Augen leuchteten wie Smaragde und das Kleid betonte ihre Figur wunderbar. Sie sah aus wie eine Elfe.
„Was soll ich mit diesem Stück Stoff?“ Er zog die Augenbrauen hoch, konnte den Blick von der wunderschönen jungen Dame nicht abwenden.
„Sie ist hübsch, nicht wahr?“ Der Herzog lächelte hinterlistig
Der junge Mann antwortete nicht. Das Lächeln verschwand wieder aus dem Gesicht des Herzogs. Geräuschvoll räusperte er sich. „Ihr müsst sie finden und zu mir bringen. Ohne sie wird es nicht funktionieren. Der Plan würde ins Wasser fallen und Ihr würdet daran Schuld sein und je nach dem in welcher Stimmung ich bin, werdet ihr erstochen oder ich ertränke Euch.“ Der junge Mann schluckte schwer. Er sah etwas verängstigt auf den Boden. Er war sich im Klaren darüber, dass er keine andere Wahl hatte.
„Ich werde Euch helfen. Aber unter der Bedingung, dass Ihr meine Freunde freilasst!“
„Natürlich. Ich halte mich an Abmachungen.“ Zufriedenheit machte sich im Gesicht des Herzogs breit. Der junge Mann richtete sich in seinem Stuhl auf. „Ich habe noch eine Frage“, gab er zu. „Wie viel Zeit habe ich sie zu finden?“
„Nehmt auch so viel Zeit, wie Ihr wollt. Je schneller umso besser und bringt sie mir bitte lebend.“
Die zwei Männer bekamen Gesellschaft. Eine Frau in einem olivgrünen Kleid kam in den Raum. Sie machte einen Knicks. Der Herzog hielt ihr seine Hand hin. Sie gab ihm einen leichten Handkuss. „Guten Abend, Herzog.“ Sie lächelte.
„Guten Abend, Teuerste. Es ist schön, dass Ihr so schnell kommen konntet“, sagte der Herzog.
„Wie ich sehe, seid Ihr nicht allein. Ist er das?“ Die Frau ging mit würdevollen Schritten auf den Jungen zu.
„Ja, das ist er“, antwortete der Mann knapp. Die Frau betrachtete den Jungen im Kerzenschein genau. Sie konnte sein Gesicht nicht gut erkennen, weil das Licht zu schwach war. Mit ihrer Hand drehte sie sein Kinn in ihre Richtung. Angestrengt dachte sie nach, woher sie diese braunen Locken kannte. „Wir hatten schon einmal das Vergnügen, nicht wahr?“, erinnerte sie sich mit einem leichten Lächeln.
Der Junge sah sie verwundert an. „Müsstet Ihr nicht . . . tot sein?“ Die Dame lachte kurz auf. „Das dachte ich auch. Ich hatte allerdings Glück im Unglück.“ Sie sah nicht vom Jungen weg, als sie den Mann fragte: „Meint Ihr nicht er ist etwas zu jung für diese Aufgabe?“
Der Mann runzelte die Stirn. „Nein. Er ist perfekt dafür. Vor allem, um uns das Mädchen zu holen.“
Die Dame nickte. „Ich verstehe“, gab sie zu und nahm ihre Hand vom Jungen weg. „Und was gedenket Ihr jetzt mit dem Jungen zu machen?“
„Er wird sich morgen in aller Frühe auf den Weg machen.“ Der Mann nahm das Stück Stoff und warf es dem jungen Mann in den Schoß. „Denkt daran, was ich Euch gesagt habe. Wenn Euch Euer Leben lieb ist, solltet Ihr auf mich hören.“
Der Junge nahm das Stück Stoff in die Hand und starrte das Bild des Mädchens an. Sie sah unschuldig aus. Er wusste nicht, wozu sie das Mädchen brauchten, aber er musste sie suchen.
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