Flying Doctors - Eine lange Nacht

von Jadda
GeschichteDrama / P12
25.10.2011
19.12.2011
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25.10.2011 732
 
Emma hatte keine Ahnung was sie erwartete, aber die Dringlichkeit in der Stimme ihres Mannes war unmissverständlich gewesen. Erschrocken sah sie durch das regennasse Fenster das völlig zerstörte Flugzeug. Sie stieg aus und sah wie Sam eine Decke unter Davids Kopf schob.
„Wie geht es ihm?“ Sam drehte sich zur ihr herum und sah besorgt aus. „Er ist übel dran. Sein Arm ist unter dem Holm eingeklemmt.“ Emma sah die blutige Hand, die unterm Rahmen des Fensters eingeklemmt war. „Wir brauchen deinen Werkzeugkasten.“ David wand den Kopf zu ihr herum. Er war wach. „David…“
„Emma! Dein Werkzeug!“ Sie löste sich aus ihrer Starre und holte ihren Koffer von der Ladefläche. Dank des Regens war die Brandgefahr minimal, aber David lag seltsam verdreht in dem was einmal das Cockpit gewesen war. Emma fühlte sich an ihren Unfall am Fluß zurück erinnert. Damals war David gerade erst in Coopers Crossing eingetroffen und hatte ihr den Arm abnehmen wollen um sie zu retten. David schien ihren Blick richtig zu deuten. „Jetzt kannst du dich revanchieren Emma…“ Er lächelte sie gequält an. „Ach David…!“
Sie hockte sich neben ihn, während Sam eine der tieferen Schnittwunden mit einem Druckverband versorgte. „Ich krieg dich hier schon raus David.“ Vorsichtig schob sie einige Trümmerteile zur Seite und tastete die Strebe ab und versuchte nicht an die verletzte Hand zu kommen..
Sie brauchten nur 10 Minuten die Strebe zur durchtrennen und zurückzubiegen. Sam hatte derweil DJ informiert und auf der Ladefläche des Wagens ein Lager hergerichtet. „In Ordnung David! Wir heben den Arm vorsichtig an und legen dir eine Schiene an.“ Sei nickte ihrem Mann zu und begann. David stöhnte auf und sie arbeiteten konzentriert und schnell.. Emma fixierte die Bandagen und strich David durch das Haar. „Geschafft David!“
David versuchte sichtbar seine Atmung wieder zu beruhigen und wollte etwas sagen. „Ihr… müsste meinen Koffer mitnehmen… ich werde ihn noch brauchen.“
Emmas Blick wanderte herum und sie sah den Koffer neben dem Flugzeug liegen. „Machen wir David, aber erst mal holen wir dich hier heraus. Kannst du deine Beine bewegen?“
David dachte eine Sekunde nach und schien in sich hinein z uhören. „Ja, aber ich… habe Schmerzen im Beckenbereich.“ Sam nickte. „In Ordnung. Lass uns alles machen.“ Wir legen dich vorsichtig auf eine Bohle und tragen dich zum Wagen.“ Minuten später zogen sie David aus den Trümmern. David hielt die Augen fest geschlossen und sein Gesicht spiegelte die Schmerzen wieder, die er dabei hatte. Emma war froh als sie ihn endlich auf der Ladefläche hatten. Sam schob noch Davids Koffer hinauf und setze sich hinter das Steuer. Emma setzte sich zu David und legte ihm noch eine Decke unter den Kopf und zog die Regenplane über ihn.. Sie waren im Grunde alle durchnaß. Die Unwetterfront hatte sie nun vollends erreicht und der Regen prasselte ihr unbarmherzig ins Gesicht. Sam startete den Motor und fuhr an. Auf dem schlammigen Untergrund schlingerte er Richtung Farm.
***
„DJ, was ist los?“ Jack betrat die Funkzentrale. Geoff und DJ bewachten das Funkgerät seit klar war, dass es David nicht vor dem Sturm zurückschaffen würde. Jack schüttelte sich das Waser aus der Regenjacke. „David hat versucht bei Sam und Emma zu landen. Die Maschine hat sich überschlagen. Wir warten noch auf weitere Angaben.“ Geoff lehnte sich in seinem Sitz zurück. „Wie sieht es draussen aus?“
Jack schüttelte den Kopf. „Draussen geht die Sicht gen Null und die Windböen sind tückisch. Am Ende der Straße hat es bereits Hammonds Scheune zerlegt.“
„Können wir die Patterson-Farm mit einem Jeep erreichen?“
„Vorläufig unmöglich. Der Fluß wird sicherlich schon über die Ufer getreten sein.“
„Patterson-Mobil ruft Mike Sierra Foxtrott.“ Sams Stimme kam abgehackt durch den Lautsprecher. DJ drückte den Sendeknopf. „Mike Sierra Foxtrott hört Sam.“
„Wir haben David befreien können, er liegt hinten auf der Ladefläche. Sein Arm sieht übel aus, vor allem die Hand scheint gebrochen. Wir bringen ihn auf die Farm. Mir wäre lieber ich hätte dich hier Geoff.“
Geoff drückte den Sendeknopf. „Daraus wird wohl erst mal nichts. Die Unwetterfront hat uns voll erreicht. Es kann Stunden dauern, bis die Straßen wieder passierbar sind und die Nomad sitzt in Broken Hill fest.“
„Die würde selbst ich nicht bei diesem Wetter fliegen. Geoff, wir melden uns von der Farm wenn wir sie erreichen.“
Jack zog sich einen Stuhl heran. „Das wird vermutlich eine lange Nacht.“ Geoff nickte. Es machte ihn halbwahnsinnig nichts tun zu können.
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