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Was wäre wenn? ...

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer Michele Domingo di Loreno
21.10.2011
06.11.2011
4
6.226
 
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21.10.2011 1.918
 
Ich weiß nicht, wie oft ich mir dieses dumme Lied angehört hatte, aber es war mit einem mal schon abends. Ich seufzte, wieder drückte auf Play. Irgendwie hatten sich beide trotzdem schwer verändert, auf alle Fälle Nikki. Er war anders, verschlossener.
Ich hatte gehofft, jetzt wo er wieder da war das wir unbeschwert mal reden könnten, aber er machte völlig dicht, wenn ich mich nur ein bisschen näherte. Ich wusste auch, das Paps eigentlich recht hatte. Nikki war schwierig, aber …
Dann lächelte ich. Ich dachte an seinen Zwillingsbruder, Mingo. Die Drogen setzten ihm schwer zu, das bemerkte ich sofort. Das war ein Schock gewesen, als er gestern Abend in mein Zimmer kam.
Mit einem mal spürte ich mein Herz sehr deutlich schlagen. Das pochen übertönte sogar Mingos Lieblingslied. Die letzte Nacht, als ich in Domenicos Armen lag … ich hatte etwas gedacht, es war falsch! Nein, Domenico liebt mich nicht … und ich … ihn … nicht …?
Mist. Ich drehte die Musik noch lauter. Warum musste das alles so extrem schwierig sein.
Eine schlaflose Nacht folgte, ich wälzte mich hin und her. Musste ständig an die Zwillinge denken, was sie wohl taten. Mingo … Domenico … Nikki … Nikki.
Meine Gedanken blieben an ihm hängen, mal wieder. Ich versuchte mir sein Gesicht im Kopf heraufzubeschwören, doch es gelang mir nicht. Er hatte so ein schwieriges Gesicht, es sah immer anders aus.
Irgendwann schaffte ich es dennoch einzuschlafen und stand am nächsten morgen um neun auf. Es war Sonntag und es regnete. Wehmütig ging ich nach unten und ich wäre fast umgekippt.
„Nikki?“ hauchte ich ungläubig und ging ins Wohnzimmer.
„He.“ murmelte er verschlafen und versteckte seine Augen hinter einer Haarsträhne.
„Was machst du hier?“
„Mingo hat mich her geschleift.“ knurrte er beinahe wütend.
„Mingo?“
Er nickte nur. In mir tummelte sich die Frage auf, warum um alles in der Welt Mingo und Domenico hier waren. Aber ich entschloss mich dazu, nicht nachzufragen. Bei Nikki wusste ich nie wie weit ich gehen durfte, vielleicht würde er mich nur wieder abweisen.
„Guten Morgen Maya.“ lächelte Mama als sie aus der Küche kam.
„Morgen.“ murmelte ich ein bisschen verunsichert.
Hinter ihr kam aus der Küche Mingo und lächelte sein Grübchen-lächeln. Es sah genauso aus, wie das von seinem Bruder.
„Können wir endlich?“ fragte Domenico ungeduldig.
Sein Bruder nickte ein wenig und sah dann zu mir. „Hi Maya.“ sagte er und sah dann zu Boden.
„He.“ begrüßte ich ihn verwirrt.
Schließlich gingen beide wieder und ich schaute Mama ziemlich verwundert an. „Was wollten die beiden denn?“ fragte ich.
Sie winkte ab. „Ach, ich hab doch gesagt, das sie jederzeit kommen können. Ich glaube Mingo hat das ganze zu ernst gesehen.“ lächelte sie. „Aber es freut mich wenn sie mal herkommen, so schlimm sind sie ja doch nicht.“
Auch ich lächelte und wir gingen in die Küche. „Dennoch, sie müssen ihr Leben langsam mal in den Griff bekommen.“ seufzte Mama als wir uns zum Frühstück niedersetzten.
„Ich meine, Mingo hat mir so einiges erzählt, wie es bei denen zugeht. Das ist ja kein Leben für zwei Jugendliche.“
„Ja ...“ stimmte ich ruhig zu.
„Dein Vater hat sich entschieden, ihnen zu helfen.“
„Wirklich?“
Kaum zu glauben das Paps so etwas machen würde.
„Naja, mehr oder weniger. Er sagte er wolle mit ihnen nochmal reden. Vielleicht in eine Klinik.“
Mir stockte der Atem. Mama verstand es anscheinend nicht. Paps konnte die beiden nicht dahin bringen, wie oft hatte Domenico mir gedroht, das er abhauen würde, wenn ich ihn verpfeifen würde. Er wollte nicht in eine Klinik und ich bezweifle das Mingo da anderer Meinung ist.
Dennoch zwang ich mich zu einem lächeln.
Als ich in meinem Zimmer war, verfiel ich dem üblichen grübeln. Sollte ich es Nikki sagen? Es wäre bestimmt besser für beide, wenn sie in Therapie gehen würden. Aber, er würde mir das nie verzeihen. Niemals …
Ich war in einem Zwiespalt. So oder so würde ich Nikki sicher verlieren. Wenn er es wüsste, würde er sicher einfach abhauen und ich würde nichts mehr von ihm hören. In der Klinik … würden sie beide sicher abhauen und nie wieder kommen. Ich schlug den Kopf auf den Tisch.
Man, warum wühlen die beiden mein Leben wieder so schlimm auf? Warum?!
Mein Handy klingelte. Ich sah darauf und ging ran.
„Ja?“
„Hey Maya, hier ist Leon.“ hörte ich.
Ich lächelte. Leon, das würde mir mal richtig gut tun, endlich mal auf andere Gedanken zu kommen. „Hey.“ begrüßte ich ihn.
„Wie geht es dir?“ fragte er sanft.
„Gut, dir?“
„Auch. Ich wollte dich fragen ob wir uns nicht heute Abend mal in der Stadt treffen wollten, wir können ein bisschen bummeln gehen, die Läden haben heute bis um neun auf.“ sagte er.
„Klar, gerne. Ich frag nur noch meine Eltern.“
„Okay.“
Dann legten wir auf. Das würde mich sicher auf neue Gedanken bringen, ein bisschen Abstand würde mir sicher auch gut tun. Mal auf andere Gedanken kommen und Leon war genau der richtige dafür.
Meine Mutter erlaubte es mir natürlich. Nach langem überreden erlaubte Paps es mir auch noch und ich stylte mich am Abend ein wenig auf. Zufrieden ging ich nach draußen und Leon stand schon da um mich abzuholen.
„Hi.“ begrüßte er mich und hauchte mir einen Kuss auf die Wange.
„Hey.“ lächelte ich und wir liefen Hand in Hand los.
Ich mochte Leon, aber er verursachte längst nicht dieses Gefühl, wie es Nikki konnte Ich hatte mich entschieden, das nicht bei anderen Jungs zu erwarten. Nikki war eben nicht normal, er war ganz anders. Also war es bestimmt auch normal, das einer wie er eine völlig andere Wirkung erzielte. Das konnte ich mit Leon nicht vergleichen.
Wir gingen in die Stadt.
„Hab gehört, das dieser Domenico wieder da ist.“ bemerkte Leon trocken als ich mich durch ein paar Klamottenständer wühlte.
Ich nickte zaghaft. „Ja, er und sein Bruder.“ murmelte ich.
„Wie geht es ihm denn? Hast du ihn gesehen?“ löcherte mich Leon.
Wieder nickte ich. „Ja. Er … hat bei uns eine Nacht geschlafen.“
Die Sache, das er in meinem Bett geschlafen hatte lies ich besser aus. Wer weiß wie Leon darauf reagieren würde. Eigentlich war ich ja hier um gerade nicht an ihn denken zu müssen, aber dies hatte wohl seine Wirkung verloren.
„Maya, ich will dir ja nichts Vorschreiben, aber ich glaube du solltest dich von dem Fernhalten.“
Ich schnaufte ab. Man, ich hatte wirklich keine Lust mir das jetzt auch noch von Leon anhören zu müssen.
„Du redest schon wie mein Vater. Können wir das Thema 'Nikki' mal vergessen?“ brüstete ich auch schon los und sah ihn an.
„Nikki.“ murmelte er leise und ein dunkler Schatten umhüllte sein Gesicht kurz, ehe er mich wieder anlächelte. „Ja, du hast ja recht. Entschuldige bitte.“
Ich nickte und wir liefen durch die Stadt. Als er meine Hand nehmen wollte zog ich sie weg und es ging wieder von vorne los. „Maya, was ist los mit dir?“ fragte er zaghaft.
„Nichts.“
„Es ist wegen Domenico oder?“
„Nein.“ seufzte ich genervt auf. Ich konnte es bald nicht mehr hören. Von allen Seiten schienen mir die Menschen einreden zu wollen, das Nikki falscher Umgang wäre. Aber keine, wirklich keiner hatte auch nur die geringste Ahnung, wer er wirklich war.
„Bitte, lass uns nicht darüber reden.“ lächelte ich leicht und schaffte es zaghaft Leon´s Hand zu nehmen.
So gingen wir schweigend weiter. Bis ich stehen blieb. Wir waren auf einem Marktplatz. Es war bereits dunkel, es wurde immer früher dunkel. Die Lampen erleuchteten den fast Menschenleeren platz nur ein kleines bisschen. In der Mitte war ein großer Brunnen. Ich weiß noch, Mama war oft mit mir hier, früher. Ich balancierte immer gerne auf dem Rand von dem Brunnen und sie fing mich auf, wenn ich sprang.
Dann verschwand mein lächeln schlagartig. Irgendwie schienen mich die Zwillinge regelrecht zu verfolgen. Angelehnt an der Wand des Brunnens saß eine, in schwarz gekleidete Person. Ich erkannte es sofort an den kupfernen Haaren, das es einer von den beiden sein musste.
Und ich war mit Leon hier. Ich umschloss seine Hand etwas fester, nun hatte auch er die da kauernde Gestalt erkannt.
Diese hatte uns ebenfalls entdeckt und sah lächelnd zu mir rüber. Ich atmete erleichtert auf, als ich sie erkannte. Es war nur Mingo. Wenn es Nikki gewesen wäre, ich wüsste ehrlich nicht, was ich machen sollte. Immerhin, musste ich ihm ja noch die Sache beichten, was Paps vorhatte.
„Ist das nicht Domenico?“ fragte Leon mich stirnrunzelnd und sah mich an. Ich schüttelte den Kopf.
„Nein, das ist sein Bruder.“ ich wusste nicht recht ob ich sagen sollte, das er Mingo hieß. Immerhin war sein richtiger Name Michele …
Mingo stand mittlerweile mühsam auf und schlurfte zu uns rüber.
„Ey Maya, Sorry das wir heute morgen so bei dir rein geplatzt sind.“ entschuldigte er sich und versteckte seine Augen hinter den langen Haarsträhnen. Sie waren viel länger als die von Nikki.
„Nicht schlimm, sag mal, was wolltest du überhaupt?“
„Naja … deine Mutter sagte ja, das wir immer kommen können …“
Ich nickte darauf nur. Da fiel mir gerade ein, das ich ja noch einen Begleiter hatte.
„Äh … Mingo, das ist Leon.“ lächelte ich schnell.
Mingo sah nur kurz rüber zu Leon und deutete ein Nicken an. Auch Leon schien sich nicht sonderlich über Mingos Besuch zu Freuen. Ich konnte die dicke Luft zwischen den beiden förmlich spüren.
„Wo ist Nikki eigentlich?“ fragte ich. „Ist der nicht bei dir?“
Er schüttelte nur den Kopf. „Nee. Der sucht ´nen Platz wo wir pennen können. Die haben uns rausgeschmissen.“ er zuckte gleichgültig mit den Schultern.
Ich hielt die Luft an. Irgendwie legte sich nun eine gewisse Trauer in Mingos Augen und er vergrub die Hände in den Taschen.
„Wo … is Bianca?“ fragte er nun schließlich. Ich sah ihm in die Augen, naja versuchte es zumindest.
„Mein Vater hat sie ins Krankenhaus gebracht.“ sagte ich. Er nickte.
„K-Kann  … ich se' sehen?“
„Mingo, sie ist nicht mehr bei uns.“ wiederholte ich mich energisch.
„Achso ...“ kam es von ihm zurück.
„Ey, Mingo!“ schrie nun eine Stimme von weiter weg. Ich erkannte sie sofort. Es war Nikki.
Dieser kam nicht gerade gut gelaunt auf uns zu. Reflexartig lies ich Leons Hand los und ging ein paar Zentimeter weg. Dabei erschrak ich selbst, das ich so was tat … und ich wusste nicht warum.
Nikki zog Mingo zur Seite, von uns weg.
„Mingo! Tu non molestare Maya!” fuhr Nikki seinen Bruder wütend an.
„Sorry.“ kam es von dem nur zurück.
Nikki wendete sich an mich. „Man, Maya. Sorry, wenn Mingo irgendwas falsches gesagt hat, oder so.“ entschuldigte er sich.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, alles okay.“ meinte ich.
Er atmete auf.
Lein funkelte wütend zu Nikki und ich sah das Nikkis Blick auch mit einem mal düsterer wurde.
„Jedenfalls müssen wir jetzt.“ sagte er zu mir, allerdings klang seine Stimme etwas drohend.
Dann drehte er sich um und lief los. Mingo schenkte mir noch ein kleines lächeln, ehe auch es sich davon machte. Die beiden waren schon sehr verschieden.
Naja, vielleicht war Mingo auch einfach wieder High. Ich kannte ihn ja auch ganz anders.
„Komm, ich bring dich noch nachhause.“ schlug Leon mit einem mal vor und ich nickte.
Auf dem Heimweg versuchte er nicht ein einziges mal meine Hand zu nehmen … irgendwie fühlte ich mich schlecht.

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Huhu :D
Da wär Kapitel drei ^^
Mensch wie ich den Mingo liebe xD Naja das musste mal gesagt sein.

Ich hab mich echt gewundert, wie viele doch ein Review hitnerlassen haben O_O
Das freut mich total und ich bedanke mich :3
Danke :3 ♥

Bis danni ♥
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