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Was wäre wenn? ...

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer Michele Domingo di Loreno
21.10.2011
06.11.2011
4
6.226
 
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21.10.2011 1.586
 
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war es gerade mal 10:00 Uhr. Ein Glück war es Samstag und ich konnte mehr oder weniger ausschlafen.
Ruhig stand ich auf und tappte in mein Bad. Ich betrachtete mich eingehend im Spiegel, ehe ich die Bürste nahm und mir durch meine langen braunen Haare kämmte.
Doch dann ließ ich sie vor Schreck ins Waschbecken fallen. Es klimperte laut und ich starrte mich geschockt an. Was? In meinem Zimmer lagen ja noch Domenico und Mingo. Meine Eltern würden darüber nicht sehr erfreut sein, schon gar nicht mein Vater.
Gut, erst mal durchatmen. Soviel ich das noch wusste, war Domenico ein ziemlicher Langschläfer und da Mingo sein Zwilling war … vielleicht hatte er dieselben Schlafgewohnheiten. So hatte ich Zeit meinen Eltern alles zu erklären.
Schnell rannte ich aus dem Bad und ging die Treppe hinunter. In der Küche wartete bereits ein gedeckter Tisch mit Brötchen, Aufschnitt und Marmelade.
„Morgen Maya.“ meine Mama lächelte mich an und trank einen Schluck ihres dampfenden Kaffees.
„Mama.“ ich setzt mich wehmütig dazu und sah ihr in die Augen.
Sie merkte immer wen es mir schlecht ging, so auch jetzt.
„Maya, was ist denn?“ fragte sie mich ruhig.
Ich biss mir leicht auf die Unterlippe und erzählte ihr schließlich von meinem Besuch, der oben in meinem Bett lag. Ich war nur froh das mein Vater nicht da war, er würde sicher anders reagieren.
Mama hatte immer einen klaren Kopf und dachte einen Moment nach.
„Maya, die beiden können jedenfalls nicht hierbleiben. Ich meine, ich kann nicht einfach zwei wildfremde Jugendliche hier aufnehmen.“ murmelte sie.
Ich nickte verständnisvoll.
„Gut, dann geh doch hoch und schau mal ob sie wach sind. Wenn sie Hunger haben können die beiden was essen, ich will sie ja auch mal besser kennenlernen. Immerhin hat dir dieser Domenico ganz schön den Kopf verdreht.“ ein neckisches lächeln zierte Mamas Züge.
Man wie peinlich! Ich wendete sofort meinen Blick ab um die aufsteigende röte zu unterdrücken. Nein. Ich war mit einem anderen Jungen zusammen, Domenico war eine verbotene Zone. Ich verstand auch immer noch nicht, warum ich mich hinreißen gelassen habe mit ihm in einem Bett zu schlafen.
„Papa ist arbeiten, er kommt erst am Nachmittag, solange haben wir Zeit mit den beiden zu reden.“ sagte Mama mir noch, ehe ich hochging. Ein Glück war das erwartete Chaos nicht ausgebrochen und auch mein ganzes Gefühlschaos blieb bis jetzt aus.
Leise öffnete ich meine Zimmertür und sah vorsichtig rein. Ich atmete auf, Domenico war tatsächlich wach und rüttelte ungeduldig an der Schulter von Mingo.
Ich ging zu ihm, er bemerkte mich und wendete den Blick ab.
„Guten Morgen.“ murmelte ich.
Er nickte nur kurz und wendete sich wieder an seinen noch dösenden Bruder, der sich in seinen dreckigen Klamotten die Bettdecke bis unters Kinn gezogen hatte.
„Alzati, Mingo!” knurrte er dabei und rüttelte an seinem Arm.
„Lasciatemi, idiota! Voglio dormire, io sono in esecuzione di merda.” konterte Mingo wütend und drehte sich protestantisch auf die Seite.
„Du bist hier bei Maya, steh auf!“ meinte Domenico auf Deutsch, ich hörte aber noch den sizilianischen Akzent raus.
„Lass mich.“ kam es von Mingo wieder zurück.
Domenico seufzte und sah mich an. „Ey, das tut mir jetzt leid. Er ist es nur nich' gewohnt so früh aufzustehen.“ entschuldigte er sich bei mir.
„Nicht schlimm. Wenn ihr was essen wollt, unten steht alles bereit.“ ich zwang mich zu einem lächeln.
So sehr ich die Zwillinge auch mochte, war es mir dennoch nicht geheuer wenn Mingo einfach so in meinem Bett liegen bleiben würde. Ich hatte im Grunde nichts dagegen, aber es war eben Mingo.
„Echt?“ Nikki sah mich ungläubig an.
Ich nickte.
„Ey, Mingo.“
„Hä?!“ knurrte er.
„Hast du Hunger?“ fragte er. Keine Antwort von Mingo.
Domenico rollte die Augen. „Komm jetzt, haste nich' zugehört? Wir können hier was essen.“ redete Domenico weiter. Wieder keine brauchbare Antwort von seinem Zwilling.
„Ach, das hat keinen Zweck.“ knurrte Domenico.
„Ey, Maya. Sorry wenn ich das jetzt frage, aber kann Mingo noch ein bisschen da bleiben? Ich nehme ihn dann auch wieder mit.“ ein leichtes lächeln schlich sich in Domenicos Gesicht, es sah ein bisschen erzwungen aus.
Ich nickte unschlüssig. Auch wenn es mir nicht so recht war. Domenico hingegen atmete auf. „Das is voll nett von dir.“ lächelte er.
Wir gingen nach unten und Domenico machte sich auch sofort über die Brötchen her. Mama lächelte dabei ihn an.
„Sag mal, wo isst überhaupt dein Bruder, Domenico?“ fragte sie.
Er hielt kurz inne und schnaufte verächtlich ab. „Ach der, der pennt oben noch.“ erklärte er und aß ausgelassen weiter. Ich hatte keinen Hunger, machte mir aber trotzdem etwas zu essen.
Es dauerte vielleicht zehn Minuten da schien sich auch Mingo endlich dazu entschieden zu haben, uns Gesellschaft zu leisten. Unschlüssig blieb er vor dem Frühstückstisch stehen und sah erst mich, dann Domenico und letztendlich Mama an.
„Setzt dich doch.“ lächelte Mama und bot Mingo den Platz neben sich an. Er nickte ruhig und setzte sich.
„Iss was, Mingo.“ sagte Domenico und schob den Korb mit Brötchen zu ihm rüber.
Er schüttelte den Kopf. „Ey, du bist nur noch Haut und Knochen, iss' was.“ hakte er weiter nach.
Ich musterte kurz Domenico. Da hatte er nicht ganz unrecht. Die beiden Brüder waren ja schon ziemlich dünn, wenn nicht sogar abgemagert, aber Mingo war um einiges dünner.
„Mir is schlecht.“ nuschelte Mingo und sah zur Seite.
„Komm schon.“
„Nein.“
Dann herrschte schweigen. Auch Mama schwieg, ich glaube sie setzte sich die nächsten Sätze im Kopf zusammen. Egal was sie sagte, es passte eigentlich immer in die Situation.
„Domenico, ihr beide wart doch noch bis vor kurzem in Sizilien.“ bemerkte Mama ruhig. Domenico bestätigte das mit einem kurzem nicken. Ich glaube er erwartete jetzt wieder aufwühlende Fragen.
„Erzähl doch mal ein bisschen, ich war noch nie in Italien.“
Mit einem mal musste Domenico ein wenig lächeln. Es war ein ehrliches lächeln, das die kleinen Grübchen in seiner Wange zeigte.
„Italien is voll schön. Wenn der Winter vorbei is, gehen Mingo und ich wieder zurück.“ sagte er.
Ich sah ihn an. Irgendwie stimmte es mich traurig. Ich würde die Geschwister vermissen.
Aber es war klar, das Mama nicht nur schöne Themen auf den Tisch stellen würde, immerhin haben die beiden eine Nacht hier geschlafen.
„Sag mal, Mingo warum bist du eigentlich letzte Nacht vorbeigekommen?“ fragte sie den schweigenden Mingo, der einen Punkt an der Wand fixiert hatte.
„Ich … wollte nur was wieder … bringen. Mayas CD-Player.“ erklärte er sich ruhig.
Mama nickte ruhig. „Ich will ganz ehrlich z euch beiden sein.“ sie stellte die Tasse ab.
„Ich weiß Bescheid über eure Probleme, und Martin auch. Ich  möchte das ihr beide ehrlich seit. Immerhin kann es nicht so weiter gehen.“ sie sah Domenico und auch Mingo sehr ernst an.
Ich hatte das Gefühl nur immer mehr in meinem Stuhl zu versinken.
Kurzes Schweigen, dann meldete sich Mingo zu Wort. „Ey, Nic. Haste noch was da?“ fragte er unschlüssig.
„Mingo!“ fauchte Domenico sofort aggressiv. „Nicht jetzt.“
„Man, mir is voll schlecht, bitte, dann kann ich klarer denken.“ wehmütig fiel Mingos Kopf von einer zur andern Seite.
Sofort stand Domenico auf und ging zu seinem Bruder, den er grob am Arm packte und raus schliff.
„Beeile dich!“ knurrte Domenico beim rausgehen.
Mama seufzte ruhig und wir warteten schweigend auf die Ankunft der zwei Brüder. Es dauerte einen Moment, bis Domenico wieder herein kam. Mingo folgt leicht lächelnd und setzte sich auf den Stuhl.
Ich sah es sofort in seinem Blick, er war gut gelaunt.
„Eure Probleme sind sehr ernst.“ bemerkte Mama trocken und zwang sich zu einem leichten lächeln.
„Man, ich bekomme das auf die Reihe.“ murmelte Domenico. „Und Mingo auch.“
Das bestätigte sein Bruder mit einem nicken.
„Können wir nich noch bleiben?“ fragte Mingo und schaute sowohl meine Mutter als auch Domenico flehend an. „Is echt voll schön hier.“
„Mingo, nein.“ fauchte Domenico.
„So leid es mir auch tut, aber das geht wirklich zu weit, Mingo. Aber ihr könnt jeder Zeit vorbei kommen.“ lächelte Mama.
Ich glaube sie hatte die beiden ins Herz geschlossen, denn das was sie sagte meinte sie völlig ernst.
„Ernsthaft?“ Mingo lächelte.
Mama nickte und das lächeln von Mingo entwickelte sich zu einem schiefen grinsen. Domenico rollte daraufhin nur die Augen und biss in sein Brötchen.
Am Nachmittag verabschiedete ich mich von den Brüdern.
„Wo wollt ihr jetzt hin?“ fragte ich vorsichtig.
„Man, is doch egal!“ fuhr mich Domenico heftig an und zertrat eine Zigarette auf dem Boden ehe er sich auf den Weg machte. „Komm, Mingo.“ rief er ungeduldig.
Mingo blieb noch einen Moment an der Tür stehen.
„Ey, das mit gestern Abend tut mir voll Leid. Wollte das wirklich nich, mir gings so schlecht und hatte Streit mit Nic.“ entschuldigte er sich.
Ich nickte. Nein, ich war nicht böse auf ihn.
„Warte.“ sagte er und griff sich in seine Tasche.
Heraus holte er einen kleinen silbernen CD-Player. Ich sah ihn an und musste unfreiwillig grinsen.
„Konntest du ihn reparieren?“ ich schnappte nach Luft.
Er nickte nur kurz und hielt mir den einen Kopfhörer hin. Ich nahm ihn und steckte ihn mir ins Ohr. Kurz darauf ertönten sanfte Gitarren Klänge. Mingo lächelte.
„Hier. Is mein Lieblingslied.“ er drückte mir den Player in die Hand und folgte seinem Bruder.
Ich hörte noch das Lied zu ende auf dem Display stand Nothing else Matters.

http://www.youtube.com/watch?v=NcbAibPA2yY

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Hier Kapitel zwei.
^^
Hoffe es ist innordnung so und ich hoffe doch auf ein paar kleine reviws :3
Danke Liebe ♥
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