Was wäre wenn? ...

GeschichteAllgemein / P16
Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer Michele Domingo di Loreno
21.10.2011
06.11.2011
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~Teeparty mit Mingo~

[...]
„Halt, warte!“ rief ich und zog Mingo wieder von der Tür weg.
„Ich brech zusammen ...“ stammelte er völlig abwesend und wollte sich von mir losreißen.
Ich hab keine Ahnung was mich dazu bewegte einen wie Mingo aufhalten zu wollen. Aber ich tat es dennoch. „Komm, ich lese dir was vor, das magst du doch.“ sagte ich, packte seine Hand und zog ihn mit aller Kraft mit.
„Maya ich …“ er vollendete den Satz nicht, sondern starrte einen Moment Löcher in die Luft, ehe er sich auf meinem Bett niederließ.
Ich war nur froh, das Jenny und C.O die Klappe hielten. Ich war ja selbst überfordert, da konnte ich mir die Kommentare wirklich sparen.
So nahm ich das kleine Buch und begann Mingo daraus vorzulesen. Zuerst legte er nur seinen Kopf auf meine Schulter, seine Augenlider zuckten.
Ich hielt inne. „Alles okay?“ fragte ich. Wie dumm! Natürlich war nicht alles okay!
„Nein … les … les … weiter.“ murmelte er abwesend. Ich tat was er sagte.
Irgendwann kippte er einfach zur Seite, auf mein Bett. Erschrocken sah ich zu ihm, die Augen waren noch auf.
„Mingo, alles okay?“ fragte ich besorgt und legte das Buch zur Seite.
Ein schwaches nicken kam von ihm, ehe er die Augen zu machte und einschlief. Ich atmete erleichtert auf. Ich habe tatsächlich geschafft Mingo davon abzuhalten, sich was zu Spritzen und stattdessen einzuschlafen. Eine Welle von Stolz übermannte mich und ich strich ihm seine Kupfernen Haarsträhnen aus der Stirn. Dann zog ich die Decke unter ihm weg und deckte ihn zu, er hatte doch so gefroren.
Endlich konnte ich erleichtert aufatmen, er schlief Bombenfest und würde sicher nicht wieder aufstehen.
„Maya … der ist seltsam.“ hörte ich Patrick flüstern.
Ich ging darauf jetzt nicht ein. Sicher, er machte nicht den besten Eindruck, mit den Nierenarmbändern und Totenköpfen. Zudem auch noch den ganzen Piercings. Aber er war im Grunde voll lieb, wie es Domenico sagte.
„Wir sollten besser.“ murmelte Manuela und stand auf. „Sag ihm schöne grüße wenn er aufwacht.“ lächelte sie beim gehen.
„Mach ich.“ murmelte ich ihr nach.
Ich lief nach unten, in dem Moment kamen meine Eltern rein.
„Hey Maya.“ begrüßte mich Mama lächelnd. Ich nickte nur stumm.
„Alles okay?“ fragte sie. So erzählte ich ihnen davon, wie Mingo zu mir kam und ich ihn zum einschlafen gebracht hatte. Meine Eltern gaben sich damit zufrieden, naja mein Vater weniger aber Mama hatte es geschafft ihn mit ins Bett zu nehmen.
Ich atmete auf. Gerade wollte ich wieder hoch um nach Mingo zu sehen, da klingelte es an der Tür Sturm. Schnell rannte ich zur Tür und öffnete sie.
Vor mir stand eine schwarze Gestalt. Die Kapuze über den Kopf. Ich konnte nur ein paar kupferne Haarsträhnen erkennen.
„Nikki?“ fragte ich ruhig.
„Maya! … ich … ist Mingo bei dir?“ seine Stimme klang zittrig, fast so als ob seine Stimmbänder bald versagen würden.
„Ja, er ist oben.“ murmelte ich.
Jetzt sah Nikki auf und streichte die Kapuze runter. „Kann ich … ich mein.“
„Ja, komm rein.“ ein wenig musste ich lächeln.
„Sag mal, stimmt das … das ihr euch gestritten habt?“
Nikki antwortete erst nicht. „Ja …“
Ich lies es dabei sein. Immerhin hatte Mingo mir alles erzählt. Ich ging voraus und Domenico folgte mir langsam nach oben. In meinem Zimmer beschleunigte er seinen Schritt und fiel vor meinem Bett auf die Knie, wobei er scharf ausatmete. „Ein Glück.“ stieß er dabei hervor.
„Er ist vorhin eingepennt.“ lächelte ich.
Domenico nickte und fing an in Mingos Taschen zu wühlen. Ich beobachtete das schweigend, dann holte er etwas heraus. Es war ein kleines Tütchen mit braunem Pulver darin.
„Er hatte sich Zeug gekauft … ich hatte Angst das was passiert … Mann! Er hätte draufgehen können, ey.“ knurrte Nikki gedankenverloren und steckte ihm eine andere Tüte ein und sich selbst Mingos. Dann lehnte er sich mit dem Rücken an das Bett und sah mich an.
„Danke, du hast ihm voll das Leben gerettet.“ sagte er.
Ich setzte mich schweigend neben ihn. „Bleib du doch auch heute hier.“ sagte ich.
„Ne du, wenn mein Bruder aufwacht, hauen wir ab.“
„Komm, nur für heute.“ keine Ahnung was in mich gefahren war. Eigentlich wollte ich ihn doch vergessen, aber die Umstände ließen es nicht zu.
Ich konnte die Brüder nicht draußen in der Kälte sterben lassen … Nein.
Nach einiger Zeit gab Domenico dann doch nach und wir lagen alle drei in meinem Bett.
Domenico hatte Angst, das Mingo mir etwas antut, also legte er sich zwischen uns.
Als er eingeschlafen war, legte er seinen arm um mich. Ich spürte sofort die rote in meinem Gesicht.
Nein, ich sollte ihn vergessen! Aber … es war Domenico. Der Domenico, der für immer mein Herz hatte. Ja, ich sah es ein. Ich werde ihn niemals vergessen können, egal wie sehr ich dagegen ankämpfen würde, es brachte nichts. Wie er sprach … alles, selbst die Blicke die er mir zuwarf ließen Gänsehaut aufkommen. Niemals wurde ich aus ihm schlau und er war ein komplettes Mysterium aber … ach ich weiß es auch nicht. Maya und Domenico … klingt schön zusammen.
Ich schlief in dieser Nacht zum ersten mal durch, ganz ohne Albträume. Es tat unendlich gut und die ganze Nacht hielt Domenico mich fest. Aber morgen würde es absulutes Chaos geben ...
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