Sweet obsession

GeschichteHumor, Romanze / P12
Cody Martin Zack Martin
16.10.2011
13.05.2012
3
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1.   Lisa
Die Tür des Aufzugs schließt sich mit einem leisen Klicken. Meine Mutter verschwindet aus meinem Blickfeld. Ich ziehe mein Top zurecht und atme tief durch.
Heute komme ich auf die neue Schule. Mit einer Menge neuen Leuten, die ich kennenlernen werde. Oder eher muss…
Ich seufze. So ein Mist! Warum muss Dad auch wegziehen? Allein kommt Mum mit mir nicht klar… behauptet sie auf jeden Fall.
Es klickt und die Aufzugtür springt auf. Ich grinse. Dann mal rein ins neue Leben!

Wenig später stehe ich in einer Reihe vor der Lehrerin und warte darauf, dass sie mir das ziemlich dicke Buch mit den Regeln an Bord und natürlich dem Stundenplan gibt.
Zum Glück ist mittlerweile nur noch ein Mädchen vor mir.
Die Lehrerin gibt ihr mit einem übertrieben breiten Lächeln eins der blauen Bücher. Ups! Das Mädchen knickt unter dem Gewicht des Buchs zusammen!
Na super…
Aber scheinbar ist das Mädchen ziemlich schwach, denn ich schaffe das Buch ohne Probleme.
Ich stelle mich ein bisschen an die Seite und schlage es auf.
Oh, der Stundenplan ist ja klasse!
8 Uhr: Bingofrühstücksbuffet
9 Uhr: Volleyballturnier und Donuts
10 Uhr: Wassersport und Omelettbar
Mann, ich liebe diese Schule!
„Ich freu mich schon auf das Volleyballturnier“, murmele ich leise zu mir selbst. Ein Mädchen stößt mich in die Seite und erklärt spöttisch: „Das ist der Plan für die Passagiere. Unser Stundenplan ist eine Seite weiter.“
Ich verdrehe genervt die Augen und sehe sie an. Sie hat rotbraune, kurze Locken und trägt eine weite Jeans und ein viel zu großes, schlammbraunes T-Shirt.
„Dein Outfit ist unvorteilhaft“, erkläre ich ihr herablassend. Sie verzieht den Mund und stapft beleidigt davon.
Puh! Hoffentlich muss ich nicht mit der auf ein Zimmer…
„Würden sich die neuen Schüler bitte hier anstellen! Ich teile euch die Zimmer zu“, ruft ein dunkelhäutiger Mann in rosafarbenem Anzug, den sogar meine Mum, und die ist nicht die Größte, überragen würde.
Also, wenn ich so darüber nachdenke, wäre ich lieber mit einem der Typen auf einem Zimmer, die sehen alle viel cooler aus als die Mädchen.
Die scheinen wohl alle aus irgendeinem kleinen Dorf zu kommen, so sehen die zumindest aus. Na ja, es sind zwar nur zwei, aber da die eine davon die mit den rotbraunen Locken ist, und die andere eine ähnliche Frisur zu schwarzen Haaren hat, finde ich mein Urteil ziemlich berechtigt.
Die Jungen scheinen da schon etwas cooler zu sein. Es sind drei und sie kennen sich wohl schon, denn sie stehen zusammen, unterhalten sich und lachen.
Mann, ich wünschte ich würde dazugehören! An der alten Schule hatte ich einen ganzen Schwarm von Verehrern. Von meiner Clique mal ganz abgesehen.
Hier muss ich wohl ganz neu anfangen… Wirklich glücklich bin ich darüber zwar nicht, aber ich würde mich schon hocharbeiten.
„Mum! Ich kann das alleine!“ Ein Mädchen kommt mit ihrer Mutter aus dem Aufzug geeilt. Na bitte! Die sieht ja was netter aus! Lange, rotblonde Haare und ein seitlicher Pony.
„Aber Caitlyn!“, beschwert sich ihre Mutter neben ihr. Das Mädchen, das wohl Caitlyn heißt, verdreht die Augen.
„Mum!“, ruft sie genervt, „Kümmer dich doch um Brodie!“ Der Junge neben ihr, mit brauner Surferfrisur, runzelt die Stirn und fährt herum.
„Nein!“, ruft er panisch, als er die Situation gecheckt hat. Die Mutter der beiden dreht sich beleidigt um und verschwindet. Caitlyn und Brodie lachen und schlagen die Hände in der Luft zusammen.
Ich grinse. Vielleicht würde das Leben hier gar nicht so schlimm sein.
„Lady“, unterbricht der Hobbit meine Gedanken, „Stellen sie sich bitte hier an?!“
Ich nicke, drehe mich um und frage: „Und? Mit wem bin ich auf einem Zimmer?“
„Mit Sarah Pollin“, antwortet der Hobbit resigniert.
„Und wer ist das?“, will ich wissen. Der Hobbit dreht suchend seinen Kopf und deutet schließlich auf die mit den rotbraunen Locken.
„NEIN!!!“, schreit mein Inneres.
„NEIN!!!“, schreit mein Äußeres.
„Was denn?“ Der Hobbit runzelt die Stirn.
„Ich hasse sie“, erkläre ich mit Grabesstimme.
„Aber… Ach, das kann sich ändern!“, behauptet er.
„Als ob“, murmele ich und stapfe davon.
„Hey!“ Miss Locke hält mich am Arm fest. „Warte mal!“
„Was?“, knurre ich genervt und ziehe an meinem Arm, um ihn wieder zu mir zu bekommen.
„Wir sind Zimmergenossinen!“, strahlt sie mich fröhlich an.
„Ja. Leider.“ Ich mache mich los und setze mich an einen Barhocker.
„Einen Erdbeer Twist bitte“, bestelle ich mies gelaunt. Das einzige was mich jetzt aufheitert, ist ein süßer Smoothie.
Der Junge hinterm Tresen dreht sich um.
„Oh, hallo Süße!“, begrüßt er mich charmant und mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.
„Gib dir keine Mühe!“, erwidere ich, „Ich hab schlechte Laune. Außerdem kenne ich dich nicht.“
„Aha, temperamentvoll!“, grinst er und zwinkert mir zu.
„Ich glaube ich gehe lieber“, sage ich mit hochgezogener Augenbraue, stehe auf und stoße mit Caitlyn zusammen.
„Hey!“, lächelt sie, „Ich bin Caitlyn. Und du?“
„Ich hab dich eben schon bei deiner Mutter gesehen“, grinse ich, „Ich heiße Lisa.“
„Oh Gott, meine Mum ist so peinlich!“, stelle Caitlyn rot geworden fest.
„Ach, meine auch. Sie meint sie kommt nicht mit mir klar und hat mich deswegen auf diese blöde Schiffsschule geschickt. Echt ätzend!“ Ich verdrehe die Augen.
„Ja, Mütter können echt nerven“, mischt sich der Barjunge ein, „Zum Glück seid ihr sie jetzt los.“
„Wer bist du?“, interessiert sich Caitlyn nicht ganz so ablehnend wie ich.
„Zack Martin. Freut mich sehr“, stellt er sich vor, „Und wer seid ihr süßen Schnuckel?“
„Caitlyn und Lisa“, erwidert Erste und zum Glück (sonst wäre sie mir unsympathisch geworden…) fügt sie noch hinzu: „Und wir sind keine süßen Schnuckel!“
Wir grinsen Zack spöttisch an und lassen ihn mit fragendem Gesichtsausdruck zurück. Das erlebt er wohl nicht oft…
„Und?“, frage ich, „Mit wem bist du auf einem Zimmer?“
„Mit der mit den schwarzen Locken“, sagt Caitlyn, „Dann musst du mit der anderen Gelockten eingesperrt werden!“
Ich grinse resigniert. Dann habe ich einen Geistesblitz: „Warum tauschen wir nicht einfach?“
„Meinst du das geht?“, fragt Caitlyn aufgeregt und vollkommen begeistert.
„Lass uns den Hobbit fragen“, schlage ich vor.
„Den Hobbit?“, fragt Caitlyn verwirrt. Ich deute grinsend auf den kleinen Mann.
„Das ist Mister Moseby“, erklärt Caitlyn mit ehrfürchtiger Mine, „Er ist der Manager dieses Schiffes und soll ziemlich streng, aber relativ fair sein.“
„Relativ?“ Ich ziehe die Nase kraus. „Na, mal sehen ob er uns tauschen lässt.“
Caitlyn nickt und wir dackeln von dannen. Grins.
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