Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Horror / Horror / Phil

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Phil

von -C-R-A
GeschichteMystery / P12 / Gen
13.10.2011
13.10.2011
1
2.472
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
13.10.2011 2.472
 
Die Tür fiel mit einem lauten Knall ins Schloss. Panisch sah sie sich in ihrem Zimmer um und versicherte sich, dass sie auch wirklich alleine war. Dessen war sie sich jedoch noch immer nicht sicher, als sie bereits in ihr Bett sprang, die Decke über ihren jungen Kopf zog und damit ihr ebenholz-farbenes Haar verdeckte. Sie lauschte in der Dunkelheit. Jedes knacken des alten Hauses fuhr wie ein Blitz durch ihren Körper. Immer wieder hatte sie Bilder von dem in ihren Gedanken, was sie vor nicht ganz einer halben Stunde erlebt hatte. Bilder, die wie Geister vor ihren geschlossenen Augen tanzten. Sie zitterte. Ruhig Maria, sagte sie sich  immer wieder, doch ihr Körper hörte nicht auf zu beben. Sie versuchte die Bilder in ihrem Kopf zu ordnen. Versuchte sie wieder in einem Zusammenhang zu bringen. Da war der Friedhof. Das Spiel. Ihre Freunde lachten. Plötzlich der Wind. Kalt. Dämonen. Geister. Konzentrier dich Maria!
_

Zusammen mit ihren Freunden ging Maria zum Friedhof. Es dämmerte bereits und das blaue Zwielicht präsentierte ein faszinierendes Schattenspiel. Ihr gefiel es. Gerade die Abendstunden, in der das Licht immer mehr der Dunkelheit wich, zeigten für Maria die schönsten Naturschauspiele des Tages. Und vor allem war es das passende Ambiente für ihr Spiel heute Abend. Ferris, ein enger Freund Marias, wenn nicht sogar ihr Mentor wenn es um das Okkulte ging, hatte sein Oujia-Brett dabei. Das war nichts Neues für Maria. Sie traf sich jedes Wochenende mit ihren Freunden, um die Seelen der Dahingeflossenen zu befragen, doch das alles auf einem Friedhof zu tun, war mal etwas Besonderes.

Ferris stellte das Brett vor einem Grabstein auf und zerdrückte dabei ein paar weiße Tulpen. Er war sich sicher, dass die Geister jener, welche bereits ihre eigene Hülle abgelegt hatten, auch auf diese materiellen Zeichen der Erinnerung keinen Wert legten. Es galt, wie sehr die Menschen selbst ihrer Ahnen gedenken. Und das taten sie. Jeder Seele begegneten sie mit Respekt und Anerkennung.
Die anderen setzten sich um das Brett herum. Auch ihnen war es ziemlich egal, worauf sie sich dabei setzten, solange sie eine gewisse Würde gegenüber der Grabesstätte selbst zeigten. Die Hauptsache war jedoch, dass sie alle gut an das Oujia-Brett herankamen. Während Ferris noch einige Vorbereitungen traf, sah sich Maria um. Der blasse Vollmond war bereits über der Kirchturmspitze aufgegangen und ließ die vielen Grabsteine weiß erleuchten. Inmitten des runden Gesichts am Himmel stand das Kreuz und warf einen Schatten auf ihre Stirn. Bei seinem Anblick dachte Maria an ihre katholischen Eltern. Wie sie damals versucht hatten, sich gegen die plötzliche Wandlung ihrer lieben kleinen Tochter zu wehren, als sie begann, diese schwarzen Kleider zu tragen. Als sie sich die Haare schwarz färbte und die blauen Augen mit schwarzer Farbe dunkel umrandete. Als sie begann, ein auf dem Kopf stehendes Kreuz zu tragen und ihre Musik von den Backstreet Boys zu Illdisposed und Nightwish wechselte. Sie wehrten sich gegen alle Veränderungen und bewirkten damit nur, dass Maria immer hartnäckiger ihre neue Leidenschaft verfolgte. Es machte ihr gar ein wenig Spaß, die entsetzten Gesichter ihrer Eltern zu sehen. Irgendwann kam dann schließlich der Tag, an dem sie nur noch resignierten und beteten, ihre kleine Tochter würde bald zur Vernunft zurückkehren. Falsch gedacht, dachte Maria und lächelte leicht für sich allein.

„Maria? Bist du soweit?“, fragte Ferris und riss sie aus ihren Gedanken. Überrascht sah sie, dass er bereits alles fertig hatte. Irritiert zögerte sie erst, legte dann aber ihren Finger auf die hölzerne Scheibe.
„Ja, bin bereit.“  
„Gut“, fuhr Ferris fort, „konzentriert euch und seit ruhig. Wie besprochen stelle nur ich die Fragen, die ihr mir gegeben habt. Keiner spricht dazwischen, keiner verlässt den Kreis.“ Es sah noch einmal jedem tief in die Augen. Atmete aus. „Kann’s losgehen?“
Einige nickten, andere sahen mit einer Mischung aus Neugier und Angst auf ihren Finger in der Mitte. Ein leichter Windhauch zog an Marias Nacken vorbei. Ihre feinen Härchen stellten sich auf und sie schüttelte sich. Etwas war anders heute Nacht, doch bevor sie weiter darüber nachdenken konnte begann Ferris mit der Zeremonie.
„Seelen der vier Himmelsrichtungen, Geister der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, ich rufe euch. Seelen der vier Himmelsrichtungen, Geister der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gesellt euch zu uns und beantwortet unsere Fragen.“
Plötzlich hatte Maria das Gefühl, als wäre die Temperatur um einige Grad gefallen. Wieder wehte ein leichter Wind durch die Gruppe und eine Strähne von Marias Haar fiel ihr in den Mundwinkel. Die hölzerne Scheibe begann sich schnell zu bewegen. Exakt sieben Mal formte es einen vollständigen Kreis, bis es in der Mitte zum Stillstand kam.

„Verlorene Seele, nenne uns deinen Namen.“, sprach Ferris. Konzentriert sah er auf das Brett mit seinen Buchstaben, Zahlen und dem Ja und Nein. Die Scheibe bewegte sich samt der sieben Fingerspitzen auf ihr:
„P-H-I-L“ und ohne dass Ferris weiter sprach: „F-R-A-G-E-N“
Etwas überrascht darüber, dass die Seele gleich Fragen verlangte, aber doch zufrieden sah Ferris in die Runde. Er nickte Kurz und sprach weiter.
„Wie alt warst du, als du starbst?“
Der Zeiger bewegte sich auf die Zahlen zu: „9“
„Du bist jung gestorben, doch respektieren wir deine Weisheit im Tode und erbitten deine Gunst. Ich beginne nun mit den Fragen meiner Gefährten.“
Er sah auf einen der kleinen Zettel, die er vor sich ausgebreitet hatte.
„Paul fragt, ob er seine Abschlussprüfungen bestehen wird.“
Phil antwortete indem er den Zeiger ohne jegliches Zögern auf „Ja“ bewegte. Pauls Gesicht wurde sichtlich entspannter und er grinste.
Ferris fuhr fort: „Thea fragt, ob ihr Vater den Krebs besiegen wird.“
Wieder bewegte sich der Zeiger auf das „JA“-Feld und Thea sah aus, als wolle sie vor Freude über den gesamten Friedhof tanzen.
„Die nächste Frage stammt von Alice.“, sagte Ferris und Alice zuckte zusammen. Ihre Stirn lag in Falten.
„Wird sie bald ein Kind erwarten?“
Es war kein Geheimnis, dass Alice mit ihrem Freund eine Familie gründen wollte. Sie war siebenundzwanzig, finanziell ging es ihr gut. Sie wünschte sich schon zu lange ein Kind.
Die hölzerne Scheibe bewegte sich: „30-T-A-G-E“
Ein Monat meinte Phil und auch Alice konnte vor Freude kaum noch still sitzen. Auch Ferris, als enger Freund von Alice, schien sich über das baldige Glück von ihr und ihrem Freund zu freuen. Jedenfalls lächelte er sehr zufrieden. Dann versteifte sich seine Miene wieder.
„Martin fragt, mit welchem Mädchen er sein erstes Mal erleben wird.“
Die Runde kicherte. Martins Kopf begann vor Scham fast zu leuchten. Als sich der Zeiger aber wieder bewegte, sahen alle gespannt auf das Brett.
„A-L-I-C-E“
Erschrocken sahen sich beide an. Alice schüttelte den Kopf und öffnete den Mund um etwas sagen zu wollen, doch mit einem strengen Blick zwang Ferris sie zum Schweigen. Die Regel war, dass nur er sprach, und daran mussten sich alle halten. Martin, dessen Kopf schon vorher knallrot leuchtete, traute sich nicht mehr den Kopf zu heben. Vermied jeden Blickkontakt mit Alice. Um vom Thema abzulenken, stellte Ferris schnell die nächste Frage.
„Ina möchte wissen, ob sie die Schule schaffen wird.“
Dieses Mal hielt der Zeiger auf dem „Nein“-Feld.
Ina schnappte nach Luft und war den Tränen nahe. Sicher war sie nie die Beste in der Schule gewesen, doch hätte weder sie und noch ihre Freunde jemals daran gedacht, dass sie den Abschluss niemals schaffen würde. Ferris konnte jedoch keine Rücksicht auf Inas Gefühle nehmen, jedenfalls jetzt nicht, und sprach weiter:
„Maria fragt …“

In diesem Moment vergas Maria den stummen Tumult um sich herum und erinnerte sich daran, was sie auf den Zettel für Ferris geschireben hatte. Sie war bereits lange dabei und hatte schon viele Fragen an verschollene Seelen gestellt. Sie wusste, dass sie die Schule schaffen würde. Sie wusste, mit wem sie zum ersten Mal schlafen würde, nicht zuletzt dadurch, dass sie es bereits getan hatte. Sie wusste auch, dass sie später in einem Büro in Frankfurt sitzen und den Einsatzplan von hunderten Angestellten managen würde. Maria suchte einen neuen Kick. Die ultimative Frage. Als sie Ferris den Zettel in die Hand gab, er ihre krakelige Handschrift entzifferte und besorgt die Stirn runzelte, fragte er sie nur, tief in ihre Augen blickend, ob sie sich wirklich sicher war. Sie nickte.
„… wann sie sterben wird.“

Eine ganze Weile bewegte sich der Zeiger keinen Millimeter. Maria glaubte schon, der Geist wäre verschwunden, doch als sich dann der Zeiger doch bewegte, verkrampfte sich jeder Muskel in ihrem Körper und ihr wurde ganz heiß. Mit Ausnahme des kalten Streifens, der sich langsam an ihrer Wirbelsäule hochzog. Plötzlich bekam sie Angst und bereute es, diese Frage gestellt zu haben. Das Gefühl, dass heute etwas anders war als sonst überkam sie stärker als zuvor. Was stimmt hier nicht? Warum ist mir so schlecht? Der Zeiger bewegte sich langsamer als zuvor von einem Buchstaben zum anderen. Maria bekam eine Gänsehaut.
„H-E-U-T-E“

Sie schrie auf und wollte davon rennen, doch Ferris hielt sie fest und somit ihren Finger noch immer auf dem Holzzeiger. Sie spürte wie er heiß zu werden schien.
„Du darfst den Kreis nicht verlassen, das weißt du!“, schrie er.
Maria ließ sich davon nicht abhalten. Mit der freien, flachen Hand schlug sie Ferris ins Gesicht. Irritiert löste er seinen Griff und Maria sprang auf.
„Maria! Setz dich wieder hin! Du darfst nicht gehen!“, rief Ferris erneut, doch Maria hörte nicht zu. Sie hörte überhaupt nichts mehr. Sämtliche Sinne waren wie betäubt. Sie drehte sich nicht einmal mehr um, als sie davonrannte.
_

Von Angst beherrscht saß Maria noch immer unter ihrer Decke. Sie war allein, dessen war sie sich sicher. Ihre Eltern waren auf einer Familienfeier in Thüringen. Zu weit entfernt, als dass sie schnell wieder da sein konnten um sie zu beschützen. Zu weit, als dass Maria, trotz ihres Alters und ihrer distanzierten Haltung ihnen gegenüber, zwischen Mami und Papi ins Bett kriechen und ruhig einschlafen konnte. Wie sehr wünschte sie sich auf einmal den vertrauten Geruch nach Himbeere ihrer Mutter und den kräftigen Arm ihres Vaters, der sie früher weit in den Himmel hob.
Wieder knackte es irgendwo. War sie doch nicht allein? Jemand hat sich ins Haus geschlichen!, verängstigte sie sich selbst. In ihrem Kopf sah sie ein Bild. Große, schwere Stiefel, die sich die Treppe hinauf zu ihrem Zimmer begaben. Sie konnte das Stampfen, das niemals existierte, hören. Konnte die Vibrationen im Boden spüren. Sie hörte etwas pfeifen. Es war das Lied, das dem Eindringling im Kopf spuckte und über seine gespitzten Lippen nach Ausdruck verlangte. Maria konnte es ganz deutlich hören. Konnte seinen Mund sehen. Die Lippen, umrandet von einem ungepflegten, regennassen Bart. Langes Haar, das ihm in die Augen fiel.
Ein Serienkiller, der mein Schicksal ausführen soll!
Maria hörte ein Knacken an der Tür.
Er steht davor!
Plötzlich vernahm sie ein Rascheln neben sich.
Er ist schon HIER!
Sie sprang kreischend aus dem Bett und verließ ihr leeres Zimmer. Sie rannte in das Erdgeschoss und griff in der Küche zum teuren Küchenmesser ihrer Mutter, welches sie sich auf einer Küchenausstellung gekauft hatte. „Mein liebster Schatz!“, sagte sie immer. „Das wird niemals stumpf. Siehst du?“ Und damit teilte sie einen Kohlkopf ohne jeglichen Widerstand.  
Maria hatte sich im Wohnzimmer verkrochen. Panisch blickte sie aus einer Ecke um sich. Das Messer fest umschlossen in beiden Händen. Durch die großen Fenster schien der Vollmond hinein. Licht und Schatten begannen miteinander zu spielen und bildeten die unheimlichsten Formen. Alles, was Maria in der Abenddämmerung faszinierte, erschreckte sie jetzt. Das altmodische Muster auf der Couch: eine Grimasse. Hämisch grinsend darauf wartend, dass sie sich näherte. Eine Jacke auf dem Sessel: ein Gnom. Stets zum Angriff bereit wartete er darauf, Maria zu verspeisen. Jetzt ahnte Maria, was sie vorhin gehört hatte. Phil hat keinen Serienkiller geschickt. Es sind Dämonen! Sie war sich ganz sicher, dass sie sich in jeder Ecke versteckten. Sie wollten ihren Tod. Sie wollten ihr Blut. Phil hatte sie geschickt, um seine Voraussagung wahr zu machen.
„VERPISST EUCH! GEHT WEG!“, schrie sie aus aller Kraft und stieß darauf einen verzweifelten Schrei aus. Je länger er andauerte, wurde er immer weinerlicher, bis er schließlich an Kraft verlor.
„Ich will noch nicht sterben.“, flüstere Maria schwach.

Sie saß noch Minuten auf der Stelle. Den Kopf zwischen ihren Armen und Knien vergraben. Es war nichts mehr zu hören. Als sie wagte, durch einen Spalt sich umzusehen, sah sie auch nur noch eine altmodische Couch, eine verschlissene Lederjacke. Es war alles nur Einbildung. Nichts lauert hier auf mich. Maria versuchte ruhig zu bleiben und rational zu denken. Sie sprach leise zu sich selbst.
„Hier ist niemand. Ich bin allein. Morgen früh lache ich über mich selbst.“ Sie sprach es vor sich hin wie ein Mantra.
Sie spürte, wie sich ihr Herzschlag beruhigte. Ihr Atem regelmäßiger wurde. Doch es war vergebens, als erneut etwas begann zu poltern. Maria erkannte nicht das typische Geräusch der Heizungsanlage, welche nun begann, das Gas aus dem Tank in die Rohre zu pumpen.
Es ist im Keller. Es will hoch kommen und mich holen!  

Jegliches Geräusch aus diesem verlassenen Haus veranlasste ihre Fantasie an die abscheulichsten Kreaturen zu denken. Es machte sie wahnsinnig. Wieder sah sie Dinge, wo nichts war. Hörte Schritte, Keuchen, Stimmen. Fühlte, wie das Haus selbst nun verlangte, sie zu verschlingen. Durch einen Zufall fiel gerade in diesem Augenblick eine Strähne ihrer selbst aus der Haarspange, strich über ihren Rücken und Maria sprang schreiend auf. Die Angst, welche nun Besitz über ihren gesamten Körper ergriffen hatte, ließ sie blind werden. Ihr Ziel war nur noch ihr Bett. Wieder zurück unter ihre Decke. Schutz suchen, bis zum Morgengrauen, an dem alles wieder besser sein würde. Wenn Mami und Papi wieder da sein würden. Sie würde sich wieder ändern. Würde wieder in die Kirche gehen und all dem Okkulten den Rücken zuwenden. Sie wollte nur noch diese Nacht überleben.
Maria eilte blind die Treppe hinauf. Sie achtete auf keinen ihrer Schritte. Nahm zwei Stufen auf einmal. Sie sah die rettende Zimmertür, doch auf halbem Wege rutschte sie aus und stürzte. Sieben Stufen, das Messer noch immer in der Hand.
_

Kurz nach Zwölf am Mittag fuhren Marias Eltern lachend die Einfahrt hinauf. Sie verstummten erst, als sie diesen angsteinflößenden Freund Marias mit zwei anderen Satansanbetern vor ihrer Haustür erblickten. Und erst jetzt erkannten sie auch den Streifenwagen auf der Straße vor ihrem Haus.
Die Haustür stand offen. Marias Mutter ging stumm an der versammelten Gruppe vorbei. Sie sahen alle zu Boden.
Am Fuße der Treppe lag Maria. Eine Lache aus Blut umrandete ihren zierlichen Körper und verkrustete bereits an ihrem langen Haar. Es trat aus einer tiefen Wunde in Marias Brust, in welcher noch immer das scharfe Küchenmesser steckte.
Marias Freunde wussten nicht, wie es geschah. Auch ihre Eltern hatten nichts geahnt. Nur einer hatte es gewusst, doch wusste niemand von ihm.
Von dem kleinen Jungen Phil.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast