Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Erpressung

von Grisu1977
GeschichteAbenteuer / P16
Lex Luthor Supergirl
07.10.2011
07.10.2011
1
901
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
07.10.2011 901
 
Supergirl erwachte. Ihr Körper schmerzte dumpf. Metall schnitt hart in seine Handgelenke. Als Kara versuchsweise die nach oben gezogenen Arme bewegte, hörte sie das knirschende Scheppern von dicken Ketten. Es musste Kryptonit in der Nähe sein. Nicht ausreichend, um nennenswerte Schmerzen zu verursachen, aber genug, um seine Kräfte lahm zu legen und die Situation verdammt ungemütlich zu gestalten. Sie schlug die Augen auf, nur um festzustellen, dass Sie  nicht sehen konnte. Kara konnte nicht sagen, ob es hell oder dunkel war in dem Verlies, denn eine schwere, bleigetränkte Augenbinde nahm ihr jede Sicht. Wahrscheinlich hätte in diesem Zustand eine normale Binde gereicht. Sie  versuchte, einen Schritt vorwärts zu machen. Erfolglos. Ihre Füße waren ebenfalls gefesselt. Nach dieser Erkenntnis registrierte sie den kalten Steinboden unter ihre nackten Füßen.
Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie ohnmächtig gewesen war, die ausgedörrte Kehle deutete aber darauf hin, dass es wohl mehr als nur ein paar Stunden gewesen sein mussten. Und wo war Sie  überhaupt?

Ein Klicken unterbrach Karas Gedanken. Eine Tür hatte sich geöffnet, und schon näherten sich Schritte. Zweifellos teure Ledersohlen verursachten ein leises Tap-Tap-Tap auf dem Boden. Schritte, die er nur zu gut kannte. Allerdings gingen sie an ihm vorbei. Erst ein paar Meter weiter hinten hielten sie an, und Kara hörte das Klappen von Schranktüren oder Schubladen.

„Und Supergirl? Wie geht’s? Das Kostüm sieht mitgenommen aus.“ Die Worte waren beiläufig gesprochen, plaudernd wie über einer Tasse Kaffee. Kara bemühte sich, ebenfalls einen ruhigen Ton anzuschlagen, obwohl sie ihre Zähne aufeinander beißen musste. „Das ist eine Uniform und kein Kostüm“, berichtigte sie beinahe beleidigt.
Nach dem Unfall auf der Bahnstrecke hatten sie Hunderte von Menschen so gesehen, nachdem eine gewisse Journalisten namens Cody Discroll es mit gestochen scharfen Photos und der Schlagzeile „fliegende Supergirl rettet Waisenkinder aus Flammenhölle“ auf die Titelseite geschafft hatte, war es nicht mehr rückgängig zu machen gewesen. Jeglicher Gedanke an Cody verschwand allerdings, als Kara plötzlich die Nähe des anderen spürte, und die Stimme direkt in sein Ohr zischte: „Was auch immer es war, jetzt ist es ein Ex-Kostüm!“
In der Tat bestand der einzigartige kryptonische Stoff nur noch aus jämmerlichen Fetzen. Sein dunkler Blick klebt an ihren durchtrainierten Rücken und den Muskeln an ihrem Bauch. Seine Augen wandern langsam zu meinem Hintern und schnellen dann in die Höhe Nun ergriffen Finger unter die Reste, die Karas Körper notdürftig bedeckten, und streichelte über den Sixpack. „Laß das, du Unhold!“ schrie Kara. „Herrlich. Wie immer. Es ist mir eine Ehre, dich wieder einmal in meinem Schloss begrüßen zu dürfen.“

Das brach Karas Schweigsamkeit. Überrascht rief sie aus: „Wir sind in Smallville? Wie...?“ Ihre letzte Erinnerung hatte mit einem abstürzenden Fahrstuhl bei LuthorCorp in Metropolis zu tun, in dem sie und Lex Luthor gefangen gewesen waren.

„Helikopter.“

„Was ist passiert?“, fragte Kara verwirrt.

„Wir sind in mein Kryptonitlager gestürzt, weißt du nicht mehr? Du warst so freundlich, meinen Sturz mit deinem Astralkörper abzufangen, was auch dein Glück war, da ich dich dann herausschleppen konnte. Du warst bewusstlos. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Schließlich haben wir zwei schon viel zu lange nicht mehr in meinem Verlies gespielt.“

Karas Gedanken fuhren Achterbahn. Lex hatte den Unfall genutzt, um dieses kleine Spiel der Macht zu initiieren? Das war... verwirrend.

„Lex, muss das wirklich sein?“

„Das Metall der Ketten und Handschellen ist übrigens mit Kryptonit versetzt, falls du dich fragst, woher deine Schwäche kommt. Ich bin natürlich nicht ganz sicher, Supergirl, aber ich denke, die Legierung ist stark genug, um dich bluten zu lassen. Wollen wir es ausprobieren?“  - „Dein Cousin, Superman.“
Es passierte ohne Vorwarnung. Nur der Bruchteil einer Sekunde, in der Kara ein surrendes Geräusch vernahm, dann knallte die Peitsche scharf auf ihrem Rücken. Zwei Herzschläge lang spürte sie nichts als Wärme, dann breitete sich ein brennender Schmerz quer über ihren Rücken aus, und Kara war sich sicher, dass ihn ein langer roter Striemen zierte. Okay, eindeutig kein kleines Spiel. Lex schien es ernst zu meinen.

„Wie ist es, Schmerzen zu spüren, Supergirl? Du wolltest doch immer menschlich sein, nicht?“
Kara schwieg. Gegen ihren Willen stieg Wut in ihr auf, denn Lex hatte Recht. Ihre Andersartigkeit hatte ihr seit jeher das Leben schwer gemacht, weshalb sie übergroße Anstrengungen darauf verwendet hatte, der normalste Typ der Welt zu sein. Zum Menschsein gehörten Schmerzen, das hatte sie inzwischen akzeptiert, und hin und wieder suchte sie körperliche Qualen, um sich lebendig zu fühlen. Aber war es normal, sich von Lex Luthor auspeitschen zu lassen?

Er schlug erneut zu, härter diesmal, was Kara die Zähne aufeinander beißen ließ. Leben! Zwei, drei, vier weitere Hiebe. Als sie spürte, dass etwas Feuchtes langsam von seiner Schulter herunterrann, meinte sie, das zufriedene Grinsen auf dem Gesicht seines Peinigers sehen zu können.

Plötzlich war Lex wieder ganz dicht hinter ihr. Kara hörte ihn atmen, bevor eine Hand über ihr Po ging. Scharf sog sie die Luft ein und unterdrückte diesmal ein Stöhnen. Luthor sollte nicht hören, dass ihr Feind sie gefiel.

„Im Märchen würde mich dein Blut genauso stark machen wie dich. Vielleicht sollte ich mehr davon probieren. Vielleicht... hier.“

Ein Schlag sauste auf Karas muskuköse Oberarm nieder, und der Schmerz wurde prompt von der streichelnde Hand besänftigt. Die Situation gewann äußerst interessante Dimensionen, wie Lex es wohl ausdrücken würde. Kara grinste innerlich und stellte sich auf das ein, was da kommen mochte. Es war Furcht und Verlangen gleichzeitig. Gleichzeitig dachte sie An Codi.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast